Also ich arbeite superviel mit Claude und hatte solche Probleme noch nie. Bin mir nicht sicher, wie sich da die Arbeitsweisen unterscheiden, aber ein paar Sachen finde ich wichtig, zu beachten:
1) Man muss schon einiges Geld hinlegen, damit man Leistung bekommt. Wenn man nur den billigsten Plan abonniert, geht so gut wie nix.
2) Man sollte das LLM nicht überfrachten und sich genau überlegen, was man will. ChatGPT ist für mich deswegen nicht so interessant, weil es eine eierlegende Wollmilchsau sein will.
3) Es ist wichtig, wie ich meine Aufgaben stelle. Wenn ich da zu natürlich im lockeren Gesprächstil formuliere, dann labert das LLM mit mir so wie ein nichtsnutziger Praktikant. Dafür habe ich keine Zeit. Ich brauche keinen Gesprächspartner, sondern einen Roboter, der Aufgaben für mich erledigt. So sollte man das LLM behandeln mMn.
4) Man darf nicht zu viele Sachen in einem Chatverlauf abhandeln, sondern muss gezielt Projekte mit Projektwissen (PDFs oder am besten MDs) und am allerbesten noch Skills nutzen.
5) am allerallerallerwichtigsten: Schreibt nicht in Deutsch, sondern in Englisch, v.a. wenn es um Sachen geht, die in englischer Sprache vorliegen. Ansonsten verschwendet man super viele Ressourcen auf die Übersetzung, und die ist meistens nicht so geil (also wenn man es nicht von vornherein nur darauf anlegt, ins Deutsche zu übersetzen), weil das LLM halt in der Muttersprache Englisch spricht.
Außerdem: genau überlegen, was man in den Prompt schreibt. Keine vagen Angaben, sondern ganz genau Methoden definieren. z.B. nicht sagen, ist das oder dies gebalanced, sondern gleich explizit auffordern, eine Monte-Carlo-Simulation zu machen. Klar, da kann immer noch was schiefgehen, aber im echten Leben geht bei Statistik auch immer wieder was schief, wenn man nicht konzentriert mit den Daten arbeitet.