Der zweite Fall bekommt nun noch meinen Bericht.
KaPo 27 sucht das Gold von ZürichDas Team um die Ermittler Reto Föllmi und Martin "Tinu" Traber, wie immer mit seinem Spürhund Muni, sowie Anouk Zoller, hat zunächst Zuwachs bekommen. Die Tatortfotografin Clara Meyer, die schon mal Kontakt zu Feen in Irland hatte, und Alfred Schmid, ein rauchender, trinkender Aktenwälzer mit einem besonderen Gespür, stossen dazu und werden vom Stellvertretenden Chefermittler Nello Motta an einem Morgen in Luzern in den grossen Besprechungsraum gebeten. Ein dürrer Mann mit einem anscheinend zu kleinen Anzug wartet bereits. Bevor der Fall erklärt werden kann, muss eine mundane und eine anderländische Geheimhaltungserklärung unterschrieben werden. Das Team folgt Nellos Beispiel, erfragt jedoch noch, was bei nicht Einhaltung passiert. Die weltlichen Massnahmen entsprechen den Erwartung, doch bei der anderen erfolgt der leicht verlegene Kommentar, dass sie sonst der Blitz beim Scheissen trifft. Eine harte Strafe!
Wichtig ist die Ermittelnden, dass sie nie offenbaren dürfen, dass es die Gnome von Zürich gibt, weil sie sich nicht nur vor der mundanen Welt verstecken, sondern sogar im Anderland als Mythos gelten - und die Gnome wollen, dass dies so bleibt.
Der Gast zeigt sich nach der Unterschrift in seiner wahren, nun geschrumpften Gestalt. Er ist ein Gnom aus Zürich und muss leider berichten, dass es einen Bankraub gab. Der Gnom, Emil Enderli, bittet die KaPo ihn nach Zürich zur Laubner Privatbank zu begleiten und sich die Sache vor Ort anzuschauen. Dort angekommen, führt er sie in den Keller; ein alter Tresorraum, jedoch wohl magisch geschützt. Der Raub wurde am heutigen Morgen bemerkt und es zeigt sich, dass Einlagen, Töpfe, die normalerweise Gold beinhalten sollen, nur noch verwelkte Blätter einer Buche haben.
Das Team vermutet eine Art magischen Angriff, der das Gold verwandelt hat und erfragen nach den Sicherheitsprozeduren, den Geschäften und den anderen Gnomen. Der Kontakt zu Conrad Cramer wird erstellt, der ihnen bei ihren weiteren Fragen helfen soll. Ein einfacher Test zeigt noch, dass die Blätter ihre Art auch dann nicht verändern, wenn man sie aus den Tresor entfernt.
Auf Magie angesprochen, verweisst Conrad die Ermittelnden an die Eidgenössische Magietheoretische Hochschule (EMTH) in Zürich und an Professorin Dr. Susanne Meyer. Während also einige Ermittler die Bücher und die anderen, hauptsächlich weltlichen Geschäfte prüfen, suchen andere die Professorin auf. Martin verfolgt derweil einen anderen Weg, weil es im Tresor sehr stark nach Natur roch, und besucht die Holzfrau Swetlana, die unterhalb der beiden Mythen lebt. Von ihr will er die Eigenheiten von Magie erfahren und lernt, dass die wahre Gestalt der Dinge sichtbar ist, selbst wenn manche keine Sinne dafür haben. Doch wenn sie vorliegen, dass zeigen sich die Dinge in Wahrheit. Auf Illusions- und Täuschungsmagie angesprochen, antwortet die Holzfrau, dass Feen und Bergmännli durchaus solche Begabungen haben.
In der Bibliothek der EMTH wird nach Goldverwandlung, Zauberei auf lange Strecken und Baumgeister gesucht, nachdem die Professorin den Hinweis gab, dass manche Zauber die Einwilligung des Besitzers braucht und bei Blättern, könnte dies ein Baumgeist sein. Vor allem, wenn es sich um einen mächtigen Zauber handeln soll.
Als Clara, die über den Büchern der Bank gebeugt, die anderen an der EMTH abholen will, stösst sie noch auf eine Demonstration, die seit Tagen durch die Stadt zieht und skandiert: "Grün für die Stadt, nicht für den Geldbeutel". Sie macht den Initiator, Pascall Usteri, aus, um ihn sich zu einer späteren Gelegenheit genauer vorzunehmen.
Danach treffen sich alle noch in Luzern in einer Beiz und lernen sich besser kennen, um sich danach noch dem Fall zu widmen. Der Baumgeist muss eingewilligt haben, ist ihre These. Als Motiv vermuten sie eine Art Strafe oder Moral. Es wird zudem die Vermutung angestellt, dass aus den Blättern Gold wurde und dies nun wieder rückgängig gemacht worden sein könnte.
Am nächsten Morgen erfahren sie von Nello von einem Zeitungsartikel in der NZZ, der davon berichtet, dass die Privatbank Laubner in Schieflage geraten könnte. Es wurde schon vermutet, dass jemand der Bank Schaden will und man erwartete einen Erpressungsversuch, doch dies geht in ein überraschend andere Richtung.
Auf dem Weg nach Zürich forschen die Ermittelnden zum Journalisten, der Bank und der Demonstration nach und teilt sich dann auf, um zum einen die Demonstration und den Journalisten aufzusuchen. Anouk sucht unter falschem Vorwand den Journalisten René Jegge in dessen Wohnung auf und befragt ihn. Es zeigt sich, dass er eine Verbindung nach St. Gallen und der dortigen Hochschule hat. Er ist wirtschaftsnah und christlich verbunden. Derweil fallen draussen wartend, Reto und Alfred, ein schwarzer BMW auf, der auf eine gewisse Viola Tobler zugelassen ist. Kurz nachdem Anouk das Gebäude verlassen hat, geht ebenso der Journalist und die Ermittelnden können ihn anscheinend gerade so vor einer Entführung retten. Selbst wenn nichts weiter passiert ist und der schwarze BMW scheinbar einfach so wegfährt.
Auf der Demonstration zeigt sich für Clara und Tinu, dass die Leute ein ehrliches Anliegen haben und hier nur eine Korrelation vorzuliegen scheint.
Durch die Gefahr für René ist dieser nun aufgeschlossener zu helfen und legt offen, was ihn zu seinem Artikel antrieb. Er vermutet, dass die Zahlen der Laubner-Bank nicht stimmen und zudem betrügerische Geschäfte vorliegen könnten. Vor allem die hohen Investitionen fielen auf. Dazu wurden Zahlungen an städtische Einrichtungen wie den Botanischen Garten getätigt, die keinen Nutzen aufzeigen würden. Der Name Christian Kneubühler aus St. Gallen fällt, der vor allem eine unrechtmässige Vermögensvermehrung vermutet.
Beim gemeinsamen Essen werden die Ermittlungserkenntnisse ausgetauscht und es soll nochmal über die Bücher gegangen werden, um Kunden und Investitionen kennenzulernen. Noch am selben wird in Erfahrung gebracht, dass Viola Tobler zwar eine schwierige und kriminelle Vergangenheit hat, seit ca. 5 Jahren jedoch unauffällig blieb.
Mit dem spürbaren Argwohn des Bankchefs Albert Aeschbacher gehen die Ermittelnden Clara und Alfred mit Conrad nochmal die Bücher durch. Unstimmigkeiten lassen sich keine finden und die Kunden werden nicht offenbart. Was sich jedoch zeigt, sich die Investitionen in Grünlagen der Stadt. Neben dem Botanischen Garten, half die Laubner Bank mit, den Seeburgpark an die Stadt zu überführen.
Die Stiftsbibliothek in St. Gallen und die Anschrift von Christian Kneubühler werden aufgesucht. Er ist anscheinend seit gut drei Tagen nicht mehr zu Hause oder auf der Arbeit erschienen. Die Vermieterin Hedwig Fäsli wil gerne helfen, kann aber niemanden einfach so in die Wohnung lassen. Ergiebiger ist da zunächst der Besuch bei Bruder Salomon Füssli, der sich als Mitglied der Wirtschaftskleriker von St. Gallen herausstellt. Ebenso wie Bruder Christian. Dieser hat anscheinend zu magischen Vermögen geforscht und stiess dabei auf Hinweise. Er sei jedoch ohne Absprachen verschwunden und die Wirtschaftskleriker distanzieren sich von einem solchen Verhalten. Da die Spuren ihnen noch nicht reichen, steigt Anouk in die Wohnung ein. Sehr zum Missfallen von Tinu, während Reto es als notwendiges Übel erachtet. Christian ist offensichtlich geplant abgereist. Sie findet darüber hinaus Bücher über Exorzismus, einen Hinweis zum Seeburgpark und einen Brief, der St. Felix und Regula Kirche in Zürich.
Die Ermittelnden in Zürich können bei einem weiteren Besuch an der EMTH noch herausfinden, dass Christian hier ebenfalls Recherche betrieben hatte.
Alle finden sich in Zürich zusammen und suchen den Seeburgpark auf. Der Zeitpunkt von Christians Verschwinden stimmt mit dem Bankraub überein. Im Park angekommen, machen die eine Blutbuche aus. Muni, Tinus Hund findet daneben noch Spuren, die von einem Exorzismus stammen könnten. Ein Gegenstand befand sich im Zentrum eines Kreis und deutet darauf hin, dass ein wichtiges Puzzleteil noch fehlt. Alfred stellt derweil fest, dass der Baum mal anders war und etwas verschwunden ist. Der Baumgeist, Freund der Gnome, wurde entführt.
Die Ermittler nehmen die Spur auf und hetzen zur St. Felix und Regula Kirche. Gerade als sie ankommen, sehen sie, wie Viola Tobler und zwei Handlanger die Kirche betreten. Sie stürzen hinterher und es kommt zu einem kurzen Scharmützel, dass jedoch sehr schnell durch die KaPo 27 entschieden wird. Ein Handlanger kann zwar entkommen, aber Viola wird durch Anouk gestellt und Viola verzichtet sogleich auf einen Kampf und lässt sich festnehmen.
Als die Störenfriede draussen sind, wird Christian gesucht und gefunden. Er trägt eine auffällige goldene St. Felix und Regula-Münze aus dem Mittelalter. Darin hat er den Baumgeist der Blutbuche gebannt. Mit Hilfe der EMTH kann der Baumgeist in seinen Baum zurückkehren und die Blätter werden wieder zu Gold.
Christian wird nach Sachseln in Gefängnis der KaPo 27 gebracht und die Wirtschaftskleriker von St. Gallen wiederholen ihre Distanzierung zu Taten dieser Art.
Anmerkungen: Ich hatte die Idee schon ziemlich früh und unsere Runde war für den 21. März 2026 angesetzt. Als ich dann erfuhr, dass zu diesem Termin der
Tag der Schweizer Sagen und Märchen stattfindet und zudem unter dem Motto
Gold und Geld steht, musste ich diese Runde leiten.
Inspiration und Grundlage zum Fall:
Tag der Schweizer Märchen und Sagen, realer Hintergrund zu den
Gnomen von Zürich,
Gold und Laub (Beispiel),
Seeburgpark in Zürich und
St. Felix und Regula