Autor Thema: [Liminal] Anderland - KaPo 27  (Gelesen 1341 mal)

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Offline Vash the stampede

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[Liminal] Anderland - KaPo 27
« am: 7.02.2026 | 10:04 »
Heya Miteinander!

In Anlehnung an mein#1 Setting Anderland - LKA 17 soll es nun eine Fortsetzung geben und zwar:

Liminal
Anderland - KaPo 27

Wie der Name schon zeigt, steht dieses Mal nicht Deutschland im Mittelpunkt, sondern die Schweiz. Auch hier gibt es einen zusätzlichen, übernatürlichen Kanton - das Anderland. Und ebenfalls gibt es Ermittelnde, die hier jedoch im Dienst der Kantonspolizei Anderland bzw. KaPo 27 stehen.

Als Regelwerk wird wieder Liminal benutzt, wobei ich ein paar Anpassungen vornehmen werde. Vor allem der Würfelmechanismus wird von 2W6 auf 3W6 geändert. Über weitere Anpassungen denke ich gerade noch nach.

Besonderes Detail wird zudem sein, dass geplant ist, das Setting mit zwei unterschiedlichen Runden zu bespielen. Zum einen mit meiner heimischen Runde und zum anderen mit meiner Arbeitsrunde, um mal etwas anderes, beständigeres als D&D 5e zu zocken.

Dieser Thread dient als eine Art Blog zum Setting und den Regeln sowie als zukünftiges Rundentagebuch.


#1: "Mein Setting" ist natürlich nicht richtig, weil Anderland seit Jahren, wenn auch ohne meine Beteiligung, bespielt wird. Was eine tolle Sache ist, die von mir gefeiert wird!  :cheer:
« Letzte Änderung: 2.04.2026 | 21:33 von Vash the stampede »
Machen
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Re: [Liminal/Grenzgänger] Anderland - KaPo 27
« Antwort #1 am: 20.02.2026 | 17:02 »
Bei den Regeln, den Gruppen und dem Setting gibt es nun ein paar Entscheidungen und Überlegungen. Lege ich mal los.

Beim Würfelmechanismus gibt eine wesentliche Änderung. Es wird 3W6 mit den Herausforderungsgraden 11-13-15 gespielt. Das macht die Figuren zwar mächtiger, aber da man im Spiel eher selten würfelt, damit die Wahrscheinlichkeiten spürbar zum Tragen kommen, sollte es passen.

Statt den normalen Schadensregeln möchte ich Wunden einführen. Ein Konzept das mich seit einiger Zeit, um genau zu sein, seit einem Text von YY zu Schaden, beschäftigt und welches ich schon bei meinem Heartbreaker (Âventuire mit Shadowdark RPG, aktueller Kampfname Edictum d'Àventuire) umsetzen wollte. Hier also ein neuer Anlauf und da die Runden weit näher sind, könnte es klappen. Im Klartext heisst es, dass alle Figuren eine Anzahl von Wunden haben und je nach Schwellwert des Schadens, nur getroffen oder richtig verwundet werden. Beim Abstreichen bediene ich mich bei der (new) World of Darkness.

Im Weiteren soll es zwei Arten der Fälle geben. Für die etwas starreren Leute, die mehr Rätsel lösen möchten, werde ich Fälle nach dem Eisbergprinzip aufbauen, so wie ich es aus City of Mist kennen gelernt habe (Danke nochmal an Marco für diesen Hinweis).

Für die anderen werde ich mich bei zwei Quellen bedienen. Zum einen bei den Gruppenproben, so wie sie in Liminal enthalten sind; diese bohre ich zu Ermittlungsproben auf. Zum anderen klaue ich bei mir selbst, denn Ermittlungsproben hatte ich schon bei meiner nWoD-Runde 212. Das heisst, hier muss ich primär Aufhänger für Fälle generieren und die Spielenden werden mit den Fallproben und ihren Wünschen und Ideen den weiteren Fall definieren. Dies werde ich bei der Runde benutzen, die freier Ermitteln will.

Konkret heisst es aktuell, dass meine heimische Runde Eisberge bekommt und die Arbeitskollegy mit Ermittlungsproben spielen.

Ferner plane ich, dass beide Runden parallel existieren. Ich werde also vielleicht Querverweise auf dieses ominöse andere Team geben oder Entwicklungen von den einen zu anderen überschwappen lassen.

Abschliessend noch etwas zum Setting. Hier habe ich den Standort gefunden, sodass das Hauptquartier der KaPo 27 in Luzern, im Konsipark, eigentlich Dreilindenpark, sein wird.

Machen
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Re: [Liminal/Grenzgänger] Anderland - KaPo 27
« Antwort #2 am: 27.02.2026 | 10:02 »
Morgen soll es losgehen. Der erste Fall ist erstellt.

Parallel dazu habe ich mal einen gemäss den Regelanpassungen neuen Figurenbogen gebastelt.
Machen
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Re: [Liminal/Grenzgänger] Anderland - KaPo 27
« Antwort #3 am: 1.03.2026 | 10:10 »
Der erste Fall ist gespielt. Hier der Bericht.

KaPo 27 im Schatten der Mythen
Die neuen Ermittler Reto Föllmi, Ermittler aus Zürich, der schon Kontakt mit Vampiren hatte, Anouk Zoller, die in einer Notaufnahme einen Werwolf versorgte, und Martin "Tinu" Traber, mit einem Gespür für Tiere, erhalten vom Stellvertretenden Chefermittler Nello Matto den Auftrag, der Tötung einer Gams unterhalb der beiden Mythen nachzugehen. Das Gebiet rund um den Grossen und den Chli Mythen steht unter Jagdbann und somit dürfen dort keine Tiere geschossen werden, doch dies scheint nicht das einzige Problem zu sein, denn vielmehr sticht ins Auge, wie die Gams getötet wurde. Ein grosser quadratischer Bolzen hat sie getötet.

Die Ermittler nehmen zuerst Kontakt zum Jäger, Dr. Jan Müller, deutscher Jurist mit Wohnort in Rickenbach, wird befragt, weil er die Gams gefunden hat. Er zeigt ihnen Fotos vom Fundort und erzeugt eine Verbindung zum Tierarzt, bei dem das tote Tier untergebracht wurde. Doch danach geht zunächst zu Tatort.

Das Tier wurde genau zwischen den beiden Bergen im Wald getötet. Die Tatwaffe scheint nicht aus Holz zu bestehen und bei der Begehung, fällt ihnen auf, dass sie beobachtet werden. Anouk kann sich an die Beobachterin heranschleichen, obwohl es überraschend schwierig ist. Es stellt sich heraus, dass eine Frau nahmens Swetlana ist, die im Wald lebt. Man begleitet sie in ihre Waldhütte, welche von Moss überwachsen ist und bei der neben der Eingangstür ein Mistelzweig hängt. In der Hütte wird sie zur Region befragt und man trinkt etwas vom angebotenen Tee. Swetlana berichtet von den beiden Bergbauern, die unterhalb der Mythen leben. Sven, unterhalb des Grossen Mythen und Silvano der beim Chli Mythen wohnt. Diese beiden sollen später noch aufgesucht werden, doch erst nachdem man die tote Gams begutachtet hat.

Als sie die Hütte verlassen, müssen die Ermittler feststellen, dass weit mehr Stunden vergangen sind, als gedacht. Dennoch schaffen sie es zur leichten Verärgerung des Veterinärs noch, dass tote Tier zu untersuchen und sich die Befunde bestätigen. Während die beiden Ermittler zurückfahren, untersucht Anouk in der Nacht nachmals den Tatort, um zu prüfen, ob sie mehr finden kann. Sie entdeckt, dass ein Loch im Boden ist, der von der Form, jedoch nicht von der Grösse her passen könnte.

Am nächsten Morgen wird zunächst Sven In der Halden aufgesucht. Er hat seinen Bergbauernhof beim Grossen Mythen. Es zeigt sich, dass dieser bewusst aufgesucht werden muss, wenn man ihn finden will. Beim Gespräch mit Sven spricht man über die tote Gams und eine Verletzung von Grenzen. Da die Ermittler sich nicht als KaPo 27 ausweisen, bleibt Sven distanziert und zeigt zudem auf, dass er Swetlana für einen Störfaktor in der Region hält, die jedoch von seinem Cousin Silvano geduldet wird.

Nach diesem Besuch geht es zu Silvana In der Halden beim Chli Mythen. Dieser führt ebenfalls einen Bergbauernhof und begrüsst die Ermittler deutlich offener. Er stört sich in der Tat nicht an Swetlana, die nun ja schon seit "ein paar Tagen" da ist und den Tieren und der Natur gut tut.

Die Ermittler forschen ein bisschen nach und stossen darauf, dass die beiden Bergbauern eigentlich Bergmännli sind und dass Sven der Sohn von Swyt und Silvano Schlejs Sohn ist. Die Grenze, die nun gestört wurde, zeigt die beiden Gebiete der Bergmännli an, deren Stämme in den jeweiligen Bergen leben. Weiterhin ist Swetlana gemeldet, die vor gut 500 Jahren in die Schweiz kam und eine Holzfrau ist.

Da die Tatwaffe nach wie vor fehlt macht sich Anouk erneut Nächtens auf die Suche. Tatsächlich wird sie fündig. Ein grosser Bronzebolzen, eigentlich zu gross, kann gefunden werden. Dann wird sie überrascht. Ein grosses hundeartiges Wesen verfolgt sie. Sie verwandelt sich in ihre Luchsgestalt und rettet sich auf einen Baum. Als sie hinunterschaut, wird sie von einem Edelstein auf der Stirn des Getiers geblendet und ist geblendet. So verbringt sie Nacht auf dem Baum.

Reto, der von Anouks nächtlicher Untersuchung wusste, meldet sich bei ihr und sie bittet um Hilfe. Die beiden Ermittler fahren in den Wald und finden die nackte Anouk noch immer im Baum. Sie helfen ihr runter und wieder angezogen, suchen sie erneut Sven auf, um ihn nochmals wegen der Grenzverletzung zu befragen. Der gefundene Bolzen ist zwar zu gross, für das gefundene Loch, doch Tinu vermutet, dass Bolzen seine Gestalt ändern könnte, sobald er im Erdreich steckt bzw. gezogen wird. Ein wichtiges Detail, wie sich später noch zeigt.

Da sie sich nun zu erkennen geben, zeigt sich Sven redefreudiger. Er vermutet, dass Swetlana ihren Einflussbereich ausweiten will und versucht, die beiden Cousins, die sich gut verstehen würden, aufeinander zu hetzen. Die Ermittler glauben es nicht so recht, wollen aber mit Swetlana darüber reden.

Bevor sie aufgesucht wird, forscht man noch zum angreifenden Tier nach und erfährt von zwei Wesen, die in der Region bekannt sind: den Stegkatzen und dem Glasscheibenhund. Die Stegkatzen führen Wanderer in die Irre und der Glasscheibenhund hat die Fähigkeit Leute zu blenden.

Gerade als die Ermittler zu Swetlana aufbrechen wollen, erhalten sie von Sven die Nachricht, dass Silvano sich nicht mehr melden würde, sodass dessen Bauernhof aufgesucht wird, während Sven andernorts nach ihm suchen will. Am Hof angekommen, machen die Ermittler einen grausamen Fund. Silvano wurde mit einem Mistelzweig getötet. Anouk erinnert sich an den Zweig bei Swetlana und hat einen schrecklichen Verdacht.

Die Hütte der Holzfrau wird aufgesucht. Diese ist verwüstet und als man sich umschaut, kann die Frau ausserhalb ausgemacht werden. Sie wirkt gehetzt und verängstigt. Doch da greift schon Sven mit einem grossen Bronzebolzen an und will Swetlana auch noch töten. Ein harter Kampf entbrennt und die Ermittler müssen mit luchsgestaltiger Schnelligkeit, gezogener Schusswaffe und einem gewedelten Mistelzweig zu werke gehen, um das Bergmännli zu bändigen.

Sven gesteht später in Haft die Tat. Er wollte Swetlana endlich aus dem Weg haben. Er hatte den Grenzbolzen entfernt, um Silvano endlich die Augen zu öffnen. Dabei wurde Sven von einer Gams überrascht und hat sie aus versehen getötet. Anouk hält ihm nochmals vor, wie gross der Schaden ist, denn Sven angerichtet hat und dass ihre Kinder es nun ausbaden dürfen. Mit grossem Trotz erkennt Sven die Tatsache und wird im Gefängnis unterhalb der Älggi-Alm verwahrt.



Inspiration und Grundlage zum Fall: Die Herkunft der Schweizer, Mythenspiel und Balder
 
Machen
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Re: [Liminal/Grenzgänger] Anderland - KaPo 27
« Antwort #4 am: 2.03.2026 | 16:17 »
Hier noch ein offizieller Fallbericht.

Zitat
Abschlussbericht
Verdacht auf Verstoss gegen das Jagdverbot / Allfällige Grenzverletzung / Tötungsdelikt Mythengebiet

Ausgangslage war der Fund einer gepfählten Gams zwischen Grossem und Kleinem Mythen. Die Tatwaffe fehlte zunächst.
Ermittler: Reto Föllmi, Martin Traber, Anouk Zoller.

Erstzeuge: Dr. iur. Jan Müller (Jäger, Rickenbach) hörte zur Tatzeit einen tierischen Aufschrei und führte uns zur Fundstelle.

Ca. 100 m entfernt fehlte ein bronzener Grenzpfahl. Die Spurengrösse in der Erde überstieg dessen Durchmesser, weshalb zunächst von einem weiteren Pfahl gleicher Machart ausgegangen wurde.

Während der Spurensicherung wurden wir von Svetlana Zwingli beobachtet (Holzfrau, seit ca. 400–500 Jahren ortsansässig, wie sich später herausstellte). Sie berichtete, eine „Grenzverletzung“ gespürt zu haben, ohne deren konkrete Ursache oder Wirkung benennen zu können.

Die veterinärmedizinische Untersuchung zeigte: Wunde grösser, gleiche Formgebung.

Reto Föllmi stellte im weiteren Verlauf die Hypothese auf, dass es sich um denselben Grenzpfahl handelt, dessen Grösse magisch verändert wurde. Diese Annahme bestätigte sich mit dem späteren Auffinden der Tatwaffe.

Im Gespräch mit Sven Inderhalden (Bergmännli, Grosser Mythen) äusserte dieser den Verdacht gegen die Holzfrau / Holdefrau. Sie lebe auf dem Gebiet seines Cousins Silvano, ziehe zunehmend weitere magische Wesen an (u. a. Stegkatzen, Glasscheibenhund) und nehme nach seiner Darstellung stetig mehr Raum ein. Inderhalden äusserte deutlichen Unmut über diese Entwicklung.

Silvano zeigte sich arglos, bestätigte die Duldung der Holzfrau Svetlana und nahm die Spannungen mit Sven nicht als akut wahr.

Eine nächtliche Nachsuche führte zum Auffinden der Tatwaffe sowie zur Begegnung mit einem Glasscheibenhund (Blendwirkung).

Am Folgetag wurde Silvano, bereits seit mehreren Stunden tot, aufgefunden. Mistel im Brustbereich, zwei Gläser auf dem Tisch.

Die anschliessende Konfrontation mit Sven Inderhalden bei der Holzfrau, die er im Begriff war, mit einer Tatwaffe gleicher Machart zu pfählen,  führte nach Kampf zu dessen Festnahme als geständiger Täter.

Offene Punkte:

* Langfristige Folgen innerhalb der Bergmännli-Linie (Cousinmord)
* Mögliche Märtyrer- oder Abschreckungswirkung der Inhaftierung
* Zunahme magischer Präsenz im Gebiet durch die fortbestehende Ansiedlung der Holzfrau / Holdefrau
* Bewertung der behaupteten territorialen Ausdehnung
* Neubewertung oder Stabilisierung historischer Grenzabkommen
* Erhöhte Sensibilität bei künftigen Ermittlungen in gewachsenen Territorialkonflikten
* Umgang mit der erhöhten Besuchsfrequenz durch Touristen

Strafrechtlich ist der Fall geklärt.
Strukturell bleibt das Gebiet konfliktanfällig.

Anouk Zoller
KaPo 27
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Offline Alice Crocodile Coltrane

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Re: [Liminal/Grenzgänger] Anderland - KaPo 27
« Antwort #5 am: 2.03.2026 | 18:08 »
Name: Anouk Zoller
Alter: 25
Sprachen: Französisch, Deutsch

Profil:
Junge, athletische Absolventin der Polizeischule. Zuvor Ausbildung zur FaGe mit Notfallerfahrung. Aufgewachsen in Fribourg. Früher in der Skater- und Parcours-Szene aktiv, kennt urbane Räume gut.

« Letzte Änderung: 3.03.2026 | 18:03 von Alice Crocodile Coltrane »

Offline Alice Crocodile Coltrane

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Re: [Liminal/Grenzgänger] Anderland - KaPo 27
« Antwort #6 am: 2.03.2026 | 18:21 »
Martin "Tinu" Traber
Verbissen ehrgeizig. In der Freizeit eher Einzelgänger.
Funktioniert aber gut im Team, wenn er genügend Freiheiten hat. Von Kollegen und Vorgesetzten geschätzt.
Hat aber privat wenig gute Freunde, lebt für die Arbeit.

Ehem. Führer Polizeihundestaffel BE

Athletisch
42 Jahre alt
Schäferhund (Muninn, spasseshalber oft "Muni" genannt, schweizer Dialekt für "Stier")
Sehr naturverbunden und für Umweltschutz. Macht sehr oft lange Waldspaziergänge mit dem Hund.
Ledig. Hat keine Zeit für Beziehungen. Wenn schon, dann eine starke, ebenbürtige Frau.



« Letzte Änderung: 2.03.2026 | 18:23 von Alice Crocodile Coltrane »

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Re: [Liminal/Grenzgänger] Anderland - KaPo 27
« Antwort #7 am: 22.03.2026 | 17:45 »
Ein neuer offizieller Fallbericht.

Zitat
Fall 2: KaPo 27 sucht das Gold von Zürich
Ermittler: Reto Föllmi, Martin Traber, Anouk Zoller, Klara Meyer, Alfred Schmid

Zunächst mussten die Ermittler eine doppelte Verschwiegenheitserklärung betreffend Gnome von Zürich unterschreiben – für diese und die Anderwelt.
Anmerkung: Diese wurde vom gesamten Team während der laufenden Ermittlung eingehalten.

Tatort: Laubner Bankhaus, Zürich
Im Tresorraum fanden sich nur noch Buchenblätter anstatt der Goldstücke – allerdings in exakt der gleichen Anzahl. Alfred stellte durch händische Untersuchung fest, dass diese Blätter bis vor kurzem das gesuchte Gold gewesen sind.
Während der Ermittlungen standen zwei der fünf Angestellten vom Bankhaus zur Verfügung: Emil Enderli und Conrad Cramer.
Erste Vermutungen, dass es sich um einen Unfall oder einen Erpressungsversuch handelt, wurden am nächsten Morgen durch einen Zeitungsartikel verworfen. Der freie Journalist Rene Jägge schrieb in seinem Artikel in der NZZ von Ungereimtheiten in der Geschäftsführung der Laubner Bank sowie unzureichenden Rücklagen.
Verdeckte Ermittlung durch Anouk Zoller förderte die Quelle des Journalisten zutage – anschliessend wurde Jägge unter Polizeischutz gestellt, da eine Personengruppe um eine Viola Tobler ihn observierte und wahrscheinlich mehr im Sinn hatte.
Bei der Quelle handelte es sich um Christian Kneubühler, Bruder in der St. Galler Stiftsbibliothek. Ermittlungen ergaben, dass er bereits seit Tagen untergetaucht war – genau ab dem Zeitpunkt der Tat im Bankhaus. Ihm konnte ein Exorzismus an einer Blutbuche im Seeburgbark nachgewiesen werden. Schliesslich wurde er in der St. Felix und Regulakirche in Zürich aufgegriffen und verhaftet.

Aufklärung:
Das Bankhaus hatte einen Handel mit einer Blutbuche im nahegelegenen Seeburgpark abgeschlossen. Die Buche spendete einige Ihrer Blätter, die im Bankhaus zu Gold wurden und als Einlage diente. Mit diesen Sicherheiten im Rücken investierte das Bankhaus in die Sicherung des Parks und anderer Grünanlagen – und somit in den Weiterbestand der Buche.
Der überführte Täter fand dieses Geschäftsgebaren heraus und konnte es nicht mit seiner katholischen Erziehung in Einklang bringen. Um die «Wucherei» zu beenden und die unheilige Wesenheit im Park zu stoppen wandte er einen Exorzismus an und bannte die Buche ironischerweise in einen Goldtaler. Dadurch wurde auch das Gold zurück in seine Ursprungsform gewandelt.

Offene Punkte und Trivia:
- Gnome lassen sich aufgrund ihrer Anderweltlichkeit nicht fotographisch nachweisen. Stattdessen erscheint ein verschwommener Umriss (festgestellt von Klara Meyer).
- Mögliche Quelle für spätere Fälle:
   - EMTH (Eidgenössig magietheoretische Hochschule Zürich), u.A. Prof. Dr. Susanne Meyer
   - EMPF (Eidgenössig magiepraktische Hochschule Lausanne)
   - Wirtschaftskleriker von St. Gallen (u.A. Bruder Salomon Füssli)
- Aufnahme von Viola Tobler in Verdächtigenliste für mögliche spätere Ermittlungen, wird für die Erledigung von «Drecksarbeit» angeworben.

Mein Bericht zum selben Fall kommt in den nächsten Wochen.
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Re: [Liminal] Anderland - KaPo 27
« Antwort #8 am: 2.04.2026 | 18:48 »
Der zweite Fall bekommt nun noch meinen Bericht.

KaPo 27 sucht das Gold von Zürich
Das Team um die Ermittler Reto Föllmi und Martin "Tinu" Traber, wie immer mit seinem Spürhund Muni, sowie Anouk Zoller, hat zunächst Zuwachs bekommen. Die Tatortfotografin Clara Meyer, die schon mal Kontakt zu Feen in Irland hatte, und Alfred Schmid, ein rauchender, trinkender Aktenwälzer mit einem besonderen Gespür, stossen dazu und werden vom Stellvertretenden Chefermittler Nello Motta an einem Morgen in Luzern in den grossen Besprechungsraum gebeten. Ein dürrer Mann mit einem anscheinend zu kleinen Anzug wartet bereits. Bevor der Fall erklärt werden kann, muss eine mundane und eine anderländische Geheimhaltungserklärung unterschrieben werden. Das Team folgt Nellos Beispiel, erfragt jedoch noch, was bei nicht Einhaltung passiert. Die weltlichen Massnahmen entsprechen den Erwartung, doch bei der anderen erfolgt der leicht verlegene Kommentar, dass sie sonst der Blitz beim Scheissen trifft. Eine harte Strafe!

Wichtig ist die Ermittelnden, dass sie nie offenbaren dürfen, dass es die Gnome von Zürich gibt, weil sie sich nicht nur vor der mundanen Welt verstecken, sondern sogar im Anderland als Mythos gelten - und die Gnome wollen, dass dies so bleibt.

Der Gast zeigt sich nach der Unterschrift in seiner wahren, nun geschrumpften Gestalt. Er ist ein Gnom aus Zürich und muss leider berichten, dass es einen Bankraub gab. Der Gnom, Emil Enderli, bittet die KaPo ihn nach Zürich zur Laubner Privatbank zu begleiten und sich die Sache vor Ort anzuschauen. Dort angekommen, führt er sie in den Keller; ein alter Tresorraum, jedoch wohl magisch geschützt. Der Raub wurde am heutigen Morgen bemerkt und es zeigt sich, dass Einlagen, Töpfe, die normalerweise Gold beinhalten sollen, nur noch verwelkte Blätter einer Buche haben.

Das Team vermutet eine Art magischen Angriff, der das Gold verwandelt hat und erfragen nach den Sicherheitsprozeduren, den Geschäften und den anderen Gnomen. Der Kontakt zu Conrad Cramer wird erstellt, der ihnen bei ihren weiteren Fragen helfen soll. Ein einfacher Test zeigt noch, dass die Blätter ihre Art auch dann nicht verändern, wenn man sie aus den Tresor entfernt.

Auf Magie angesprochen, verweisst Conrad die Ermittelnden an die Eidgenössische Magietheoretische Hochschule (EMTH) in Zürich und an Professorin Dr. Susanne Meyer. Während also einige Ermittler die Bücher und die anderen, hauptsächlich weltlichen Geschäfte prüfen, suchen andere die Professorin auf. Martin verfolgt derweil einen anderen Weg, weil es im Tresor sehr stark nach Natur roch, und besucht die Holzfrau Swetlana, die unterhalb der beiden Mythen lebt. Von ihr will er die Eigenheiten von Magie erfahren und lernt, dass die wahre Gestalt der Dinge sichtbar ist, selbst wenn manche keine Sinne dafür haben. Doch wenn sie vorliegen, dass zeigen sich die Dinge in Wahrheit. Auf Illusions- und Täuschungsmagie angesprochen, antwortet die Holzfrau, dass Feen und Bergmännli durchaus solche Begabungen haben.

In der Bibliothek der EMTH wird nach Goldverwandlung, Zauberei auf lange Strecken und Baumgeister gesucht, nachdem die Professorin den Hinweis gab, dass manche Zauber die Einwilligung des Besitzers braucht und bei Blättern, könnte dies ein Baumgeist sein. Vor allem, wenn es sich um einen mächtigen Zauber handeln soll.

Als Clara, die über den Büchern der Bank gebeugt, die anderen an der EMTH abholen will, stösst sie noch auf eine Demonstration, die seit Tagen durch die Stadt zieht und skandiert: "Grün für die Stadt, nicht für den Geldbeutel". Sie macht den Initiator, Pascall Usteri, aus, um ihn sich zu einer späteren Gelegenheit genauer vorzunehmen.

Danach treffen sich alle noch in Luzern in einer Beiz und lernen sich besser kennen, um sich danach noch dem Fall zu widmen. Der Baumgeist muss eingewilligt haben, ist ihre These. Als Motiv vermuten sie eine Art Strafe oder Moral. Es wird zudem die Vermutung angestellt, dass aus den Blättern Gold wurde und dies nun wieder rückgängig gemacht worden sein könnte.

Am nächsten Morgen erfahren sie von Nello von einem Zeitungsartikel in der NZZ, der davon berichtet, dass die Privatbank Laubner in Schieflage geraten könnte. Es wurde schon vermutet, dass jemand der Bank Schaden will und man erwartete einen Erpressungsversuch, doch dies geht in ein überraschend andere Richtung.

Auf dem Weg nach Zürich forschen die Ermittelnden zum Journalisten, der Bank und der Demonstration nach und teilt sich dann auf, um zum einen die Demonstration und den Journalisten aufzusuchen. Anouk sucht unter falschem Vorwand den Journalisten René Jegge in dessen Wohnung auf und befragt ihn. Es zeigt sich, dass er eine Verbindung nach St. Gallen und der dortigen Hochschule hat. Er ist wirtschaftsnah und christlich verbunden. Derweil fallen draussen wartend, Reto und Alfred, ein schwarzer BMW auf, der auf eine gewisse Viola Tobler zugelassen ist. Kurz nachdem Anouk das Gebäude verlassen hat, geht ebenso der Journalist und die Ermittelnden können ihn anscheinend gerade so vor einer Entführung retten. Selbst wenn nichts weiter passiert ist und der schwarze BMW scheinbar einfach so wegfährt.

Auf der Demonstration zeigt sich für Clara und Tinu, dass die Leute ein ehrliches Anliegen haben und hier nur eine Korrelation vorzuliegen scheint.

Durch die Gefahr für René ist dieser nun aufgeschlossener zu helfen und legt offen, was ihn zu seinem Artikel antrieb. Er vermutet, dass die Zahlen der Laubner-Bank nicht stimmen und zudem betrügerische Geschäfte vorliegen könnten. Vor allem die hohen Investitionen fielen auf. Dazu wurden Zahlungen an städtische Einrichtungen wie den Botanischen Garten getätigt, die keinen Nutzen aufzeigen würden. Der Name Christian Kneubühler aus St. Gallen fällt, der vor allem eine unrechtmässige Vermögensvermehrung vermutet.

Beim gemeinsamen Essen werden die Ermittlungserkenntnisse ausgetauscht und es soll nochmal über die Bücher gegangen werden, um Kunden und Investitionen kennenzulernen. Noch am selben wird in Erfahrung gebracht, dass Viola Tobler zwar eine schwierige und kriminelle Vergangenheit hat, seit ca. 5 Jahren jedoch unauffällig blieb.

Mit dem spürbaren Argwohn des Bankchefs Albert Aeschbacher gehen die Ermittelnden Clara und Alfred mit Conrad nochmal die Bücher durch. Unstimmigkeiten lassen sich keine finden und die Kunden werden nicht offenbart. Was sich jedoch zeigt, sich die Investitionen in Grünlagen der Stadt. Neben dem Botanischen Garten, half die Laubner Bank mit, den Seeburgpark an die Stadt zu überführen.

Die Stiftsbibliothek in St. Gallen und die Anschrift von Christian Kneubühler werden aufgesucht. Er ist anscheinend seit gut drei Tagen nicht mehr zu Hause oder auf der Arbeit erschienen. Die Vermieterin Hedwig Fäsli wil gerne helfen, kann aber niemanden einfach so in die Wohnung lassen. Ergiebiger ist da zunächst der Besuch bei Bruder Salomon Füssli, der sich als Mitglied der Wirtschaftskleriker von St. Gallen herausstellt. Ebenso wie Bruder Christian. Dieser hat anscheinend zu magischen Vermögen geforscht und stiess dabei auf Hinweise. Er sei jedoch ohne Absprachen verschwunden und die Wirtschaftskleriker distanzieren sich von einem solchen Verhalten. Da die Spuren ihnen noch nicht reichen, steigt Anouk in die Wohnung ein. Sehr zum Missfallen von Tinu, während Reto es als notwendiges Übel erachtet. Christian ist offensichtlich geplant abgereist. Sie findet darüber hinaus Bücher über Exorzismus, einen Hinweis zum Seeburgpark und einen Brief, der St. Felix und Regula Kirche in Zürich.

Die Ermittelnden in Zürich können bei einem weiteren Besuch an der EMTH noch herausfinden, dass Christian hier ebenfalls Recherche betrieben hatte.

Alle finden sich in Zürich zusammen und suchen den Seeburgpark auf. Der Zeitpunkt von Christians Verschwinden stimmt mit dem Bankraub überein. Im Park angekommen, machen die eine Blutbuche aus. Muni, Tinus Hund findet daneben noch Spuren, die von einem Exorzismus stammen könnten. Ein Gegenstand befand sich im Zentrum eines Kreis und deutet darauf hin, dass ein wichtiges Puzzleteil noch fehlt. Alfred stellt derweil fest, dass der Baum mal anders war und etwas verschwunden ist. Der Baumgeist, Freund der Gnome, wurde entführt.

Die Ermittler nehmen die Spur auf und hetzen zur St. Felix und Regula Kirche. Gerade als sie ankommen, sehen sie, wie Viola Tobler und zwei Handlanger die Kirche betreten. Sie stürzen hinterher und es kommt zu einem kurzen Scharmützel, dass jedoch sehr schnell durch die KaPo 27 entschieden wird. Ein Handlanger kann zwar entkommen, aber Viola wird durch Anouk gestellt und Viola verzichtet sogleich auf einen Kampf und lässt sich festnehmen.

Als die Störenfriede draussen sind, wird Christian gesucht und gefunden. Er trägt eine auffällige goldene St. Felix und Regula-Münze aus dem Mittelalter. Darin hat er den Baumgeist der Blutbuche gebannt. Mit Hilfe der EMTH kann der Baumgeist in seinen Baum zurückkehren und die Blätter werden wieder zu Gold.

Christian wird nach Sachseln in Gefängnis der KaPo 27 gebracht und die Wirtschaftskleriker von St. Gallen wiederholen ihre Distanzierung zu Taten dieser Art.



Anmerkungen: Ich hatte die Idee schon ziemlich früh und unsere Runde war für den 21. März 2026 angesetzt. Als ich dann erfuhr, dass zu diesem Termin der Tag der Schweizer Sagen und Märchen stattfindet und zudem unter dem Motto Gold und Geld steht, musste ich diese Runde leiten. 

Inspiration und Grundlage zum Fall: Tag der Schweizer Märchen und Sagen, realer Hintergrund zu den Gnomen von Zürich, Gold und Laub (Beispiel), Seeburgpark in Zürich und St. Felix und Regula
« Letzte Änderung: 2.04.2026 | 21:32 von Vash the stampede »
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Ich sitze im Bus der Behinderten und Begabten und ich sitze gern darin.

Offline Vash the stampede

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Re: [Liminal] Anderland - KaPo 27
« Antwort #9 am: 11.05.2026 | 11:09 »
Ich starte dieses mal mit meinem Bericht zum dritten Fall.

KaPo27 schlägt es auf den Magen
Spätsommer. Drückende Hitze.

Das Team um Reto, Tinu & Muni, Anouk, Alfred und Clara bekommen den Auftrag vom Stellvertretenden Chefermittler Nello Motta eine getötete Kuh in Davos, Graubünden, zu untersuchen. In der Nähe lebt ein registrierter Werwolf und man möchte ausschliessen, dass dieser involviert ist.

Das Team fährt mit einem offiziellen und einem Zivilfahrzeug vor Ort. Auf der Reise schaut man sich schon erste Ermittlungsfotos der örtlichen Kollegen an und sucht daher unter anderem den Veterinär (von Clara sowie Tuni & Muni) auf, um sich ein eigenes Bild des toten Tiers zu machen. Zudem wird der Bauernhof (von Reto und Alfred), von der die tote Kuh stammt, und der Werwolf (von Anouk) angelaufen. Um nicht wieder abreisen zu müssen, mietet sich die KaPo27 im Chalet Seeblick ein.

Bei der toten Kuh bestätigt sich, dass diese nicht gerissen - nicht von aussen, nicht mit Klauen oder Zähnen - sondern zerrissen - und zwar von innen - wurde. Ihr Magen, um genau zu sein, der Pansen, fehlt. Tinus Hund Muni mag die Nähe und den Geruch der toten Kuh nicht. Eine entnommene Gewebeprobe soll Klarheit verschaffen.

Die Beobachtungen wiederholen sich beim Bauern. Dort zeigt sich zudem, dass es eine weitere Spur gibt, und zwar in Form von Blutresten, welche in Richtung Wald und Davosersee weisen. Leider kommt es zu Komplikationen (gewürfelter Patzer). Ihre Tarnung als Kantonspolizei aus Chur wird in Frage gestellt und das örtliche Team droht mit baldiger Anwesenheit. Da Reto und Alfred jedoch zivil unterwegs sind, verschwinden sie schnell und als sie auf ihren Rückweg am See vorbeikommen, können sie in Erfahrung bringen, dass die Graubündner KaPo derzeit noch andere Sorgen hat. Ein Jugendlicher gilt als vermisst und deshalb wird im See und das Gebiet darum abgesucht.

Derweil sucht Anouk den alten Werwolf auf, der als Bergbauer ein zurückgezogenes Leben führt. Der Austausch ist respektvoll und herzlich, selbst wenn der alte Wolf keine Informationen bietet. Doch erhält er eine Warnung und verspricht, vorsichtig zu sein.

Am frühen Abend finden alle - ausser Anouk, die noch einen längeren Weg hatte - im Chalet zusammen und tauschen ihre Informationen aus. Der vermisste Jugendliche ist der Sohn eines lokalen Politikers und Unternehmers. Er wurde von zwei Schulkollegen zuletzt bei einer Feuerstelle am See gesehen und von seiner Mutter am Morgen als vermisst gemeldet.

Anouk sowie Tinu & Muni & Tuni folgen nochmals den Spuren zwischen der toten Kuh und dem See und findet im Waldstück dazwischen eine Lagerstelle mit leeren Bierdosen, einen verwanzten Schlafsack sowie Blut- und Kampfspuren. Drei Personen haben anscheinend auf eine Vierte am Bodenliegende eingewirkt, bevor etwas, von oben, eingriff. Etwas wurde gegen einen Baum geschleudert. Danach verschwanden zwei Personen in eine Richtung und eine in eine andere. Spuren im oberen Astwerk führt nach Südwesten zum See. Die Dosen werden für die SpuSi (Spurensicherung) mitgenommen und Anouk merkt sich die wahrgenommenen Blutgerüche.

Derweil betreiben Reto, Alfred und Clara Recherche zu getöteten Kühen (finden: Hexerei, Gestaltwandler usw.) und den gewöhnlichen lokalen Fällen, als die örtliche KaPo auftaucht (wieder aufgrund eines Patzers). Da ihre Tarnung als Kollegen der Kantonspolizei in Chur nicht aufrecht gehalten werden kann, lügen sie sich heraus und behaupten nun, dem Geheimdienst anzugehören (im Spiel wurde FedPol genannt, müsste aber NDB sein; das wird noch rückabgewickelt). Die Lüge zu ihrem Tun lassen sie ziemlich vage und die zudem schockierend wird, aber verfängt, sodass die KaPo27 weitermachen kann. Man einigt sich darauf, unabhängig zu ermitteln und sich gegenseitig nicht zu behindern.

Als die Graubündner KaPo weg ist, wird die Frage aufgeworfen, wie die Tiere getränkt werden und dass man dieser Spur nachgehen möchte.

Ausserdem besuchen die inzwischen zurückgekehrte Anouk mit Clara noch die beiden Jugendlichen auf, die den Vermissten zuletzt gesehen haben. Sie verpassen einen knapp zu Hause (Eltern besitzen ein Hotel oberhalb des Dorfes) und folgen ihm. Er trifft sich glücklicherweise gerade mit seinem Kollegen und Anouk schleicht sich zunächst unbemerkt an, sodass sie diese etwas belauschen kann. Sie unterhalten sich über die letzte Nacht, in der sie einen Obdachlosen angegriffen haben, wobei der Vermisste der Antreiber und Haupttäter war. Anouk und Clara zeigen sich und stellen sich als KaPo und Sozialer Dienst vor. Es zeigt sich, dass einer von ihnen etwas verletzt ist und während Anouk die angebliche Sportverletzung versorgt, befragen sie ihn. Vor allem, weil sich zeigt, dass er Gewissensbisse hat. Dieser berichtet ausführlicher von dem Angriff und dass irgendetwas ihren Kollegen griff und verschleppte. Der Verletzte wollte noch helfen, wurde dabei aber gegen einen Baum geschleudert, während der andere Kollege nicht half. Danach seien jedoch alle geflohen. Die Polizistinnen nehmen den Verletzten noch mit runter ins Dorf und suchen gemäss der erhaltenen Beschreibung nach dem Obdachlosen, der sich am Bahnhof aufhalten könnte.

Tinu sucht nochmals den Bauernhof auf und nimmt eine Wasserprobe, um sie untersuchen zu lassen. Alfred und Reto suchen derweil weiter nach Spuren zu Wasserwesen, die jedoch oftmals - laut ihren Quellen - eher in der Romandie verortet werden.

Am Bahnhof stossen Anouk und Clara auf den Obdachlosen, der dank einer gespendeten Dose Bier, und soweit es ihm möglich ist, vom nächtlichen Angriff berichtet. Die Jugendlichen will er nicht weiter belasten und hat den zusätzlichen Eingreifenden ebenfalls nicht gesehen. Für die KaPo, die zunächst viel Mitleid hatten, war das Gespräch dennoch ernüchternd, weil sich zeigte, dass der Obdachlose seinerseits starke rassistische Tendenzen aufweist. Danach kehren sie in ihre Unterkunft zurück.

Am nächsten Morgen sind die Laborergebnisse da. Die Gewebeprobe der Kuh zeigt einen unnatürlichen beschleunigten Verfall auf. Des Weiteren sind die Wasserproben aus dem See und Tränke identisch, sodass die Tiere mit Seewasser getränkt wurden und werden.

Daneben trudeln noch Nachrichten der örtlichen KaPo ein. Es gab eine Beschwerde für eine nächtliche Ruhestörung in der Nähe der Obdachlosen- und Asylunterkunft und eine weitere Person gilt als vermisst, die sich als Bruder des örtlichen Polizisten herausstellt.

Das Team nimmt Kontakt zu ihrem stellvertretenden Chefermittler auf, berichten ihm und fragen ihn um Rat und Hilfe. Der See soll abgesucht und mit Sonar ausgelotet werden. Zudem möchte man eine Meldung absetzen, dass der See kontaminiert sein könnte und man deswegen zur Vorsicht rät. Nello gibt noch den Ratschlag, die lokalen Archiven und Quellen zu durchforsten, die diese vielleicht noch nicht digitalisiert wurden, und weitere Hinweise und Spuren beherbergen könnten.

Die KaPo27 hat inzwischen herausgefunden, dass vier weitere Bauern ihre Kühe mit Seewasser versorgten und Clara fährt diese ab, um sie davon zu unterrichten. Sie bittet Hilfe an, sodass die Tiere nun anderweitig versorgt werden können. Dabei ergibt sich, dass zwei weitere tote Kühe vorliegen - eine in der Nähe des neuen Vermissten und eine bei der Obdachlosen- und Asylunterkunft. Mit dieser Erkenntnis nimmt Clara Kontakt zur lokalen KaPo auf und lässt den gesamten See sperren.

Inzwischen sind Alfred und Reto im Stadtarchiv und vergraben sich in alte Ordner. Sie finden Berichte aus dem 17. Jahrhundert, das von einem Ritual während eines Sturms auf dem See erzählt. Da dafür eine bekannte Glocke aus der St. Johann Kirche entnommen wurde, hätte als Strafe Gottes der Blitz in die Kirche eingeschlagen. Des Weiteren stossen sie auf einen Namen: Buttatsch cun îglis (Kuhmagen mit Augen). Sie melden die Informationen Nello, fragen auf weitere Unterstützung an. Danach suchen die St. Johann Kirche auf, um in den dortigen Archiven weitere Hinweise zu finden.

Tatsächlich stossen in den Kirchenarchiven in einem Text aus dem 14. Jahrhundert auf eine Litanei, um mittels gesegneter Glocken Tiere zu reinigen (allgemein eine zusätzliche Erklärung, warum Kühe Glocken hätten). Mit Hilfe von Nello und dem gesamten Apparat der KaPo27 werden gesegnete Glocken organisiert und alle Kühe gereinigt. Schlussendlich wird eine grosse Glocke auf den See gebracht und auch dieser gereinigt.

In der Zwischenzeit suchen Anouk und Clara die Frau des vermissten Manns auf. Im Gespräch, dass die beiden Polizistinnen mit viel Bedacht, Verständnis und Gefühl durchführen, ergibt sich, dass der Mann gewaltig wurde, als seine Frau ihre Trennung von ihm bekannt gab. Dies geschah vom vorherigen Abend auf dem Heimweg nach einem Restaurantbesuch und während sie nach Hause ging, sei ihr Mann noch unterwegs gewesen - sie schliesst seine Affäre aber aus.

Die Ermittler erkennen nun, dass jeweils böse Taten im Zusammenhang mit dem Auftauchen des Buttatsch cun îglis stehen.

Kurz nachdem der See mit dem Ritual gereinigt wurde, tauchen drei Wasserleichen auf: der vermisste Jugendliche, der vermisste Mann und der ihnen bekannte Obdachlose, der jedoch in Verbindung mit einem tätlichen Angriff auf einen Asylsuchenden steht.



Anmerkungen: Das Wesen - Buttatsch cun îglis - ist ein besonderer Fund und wurde von mir etwas freier für den Fall interpretiert. Das besondere an der Runde war, dass die Ermittler den Buttatsch nie direkt trafen und es somit einen sehr cthulhuiden Einschlag erhielt. Meine Frau hat im folgenden mit KI noch ein Bild erstellt, das euch nicht vorenthalten möchte.



Daneben war es eine nahezu perfekte Runde, die viel Spass machte, viele Lacher hatte und dennoch ihre ernsten Noten auswies. Alle konnten zum Fall betragen und die beiden gewürfelten Patzer rundeten die Geschichte genial ab.

Inspirationen und Grundlagen zum Fall: Davos, Trockenheit und Wasserknappheit sowie der Buttatsch cun îglis - 1, 2
« Letzte Änderung: 11.05.2026 | 11:23 von Vash the stampede »
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Offline Alice Crocodile Coltrane

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Re: [Liminal] Anderland - KaPo 27
« Antwort #10 am: 11.05.2026 | 11:35 »
In der Tat, es war ein sehr spannender und vielseitiger Fall! Anouk hat einiges dazugelernt, vor allem, dass sie nicht alles allein nachvollziehen und lösen muss, denn sie hat sehr fähige Kollegen. Nichtsdestotrotz lässt sie fragen, äh, wie in der KaPo27 eigentlich Überstunden abgegolten werden.