Autor Thema: Wie groß darf eine Kampfkarte eigentlich sein?  (Gelesen 268 mal)

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Offline Namo

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Wie manch einer hier vielleicht schon mitbekommen hat, ergehe ich mich die letzten Monate gerne darin mit den Loke Battlemaps zu arbeiten und diese für besondere Kämpfe zu nutzen. Dadurch erhalten die Kämpfe zwangsläufig eine ganz andere Gewichtung. Das Schöne ist, dass ich durch die Karten bzw. meinen Überlegungen dazu, ständig neue Ideen für den Kampf bekomme. Aber aktuell frage ich mich, wann genug genug ist. Und das ist hier die Frage: Wie seht ihr das? Wann ist genug genug? Oder anders, wann verliert die Battlemap ihren Nutzen und der Spielleiter verliert sich darin ähnlich ausufernder Beschreibungen und Dialoge im Abenteuer selbst? Ähnlich oder noch krasser kann ich es mir bei denjenigen vorstellen, die die Szenarien richtig mit Miniaturen aufbauen.

Konkret bei mir aktuell: Ich habe die Tage eine Karte für das nächste Abenteuer zusammengelegt. In dem befindet sich die Gruppe im Baumhaus der Familie des Waldläufers der Gruppe. Auf dieses bzw. alle anwesenden Personen soll ein Angriff durch einen bösen Waldläuferorden stattfinden. Wenn ich die normalen Kästchengrößen hole, reden wir über ein Areal von ca. 50 x 80 Metern. Also für einen größeren Kampf nicht zu groß und eher passend. Aber wenn ich das so nutze, ist der Tisch nur voll von der Karte. Und hier stelle ich mir die ehrliche Frage wieviel Sinn und Inhalt die Größe gibt. Das Baumhaus soll umkämpft sein, zwei böse Druiden sollen aus dem Wald heraus ihr Unwesen treiben und böse Waldläufer über Äste und Fernkampf agieren. Vielleicht auch eine Flucht vortäuschen, durch die die Spieler in eine Falle tappen können etc. Durch das Legen bekam ich schon zig Ideen für den Kampf. Der dürfte dadurch ohnehin recht lang werden. Aber da wir nur wenig Kämpfe haben und dieser wieder mal anders ist, könnte ich mir vorstellen, dass nach langem Storyspiel, das eine willkommene Abwechslung ist. Oder sehe ich hier gerade wieder nicht den eigentlichen Zweck eines Kampfes und bin betriebsblind. Mir erscheint die Nutzung einer DinA4 Kampfkarte wie sie z.B. in meinen Büchern ja auch drin sind, irgendwie recht witzlos. Da würde es ja rein um die Positionierung der Charaktere auf kleinster Fläche gehen und theoretisch kann jeder Charakter innerhalb einer Rund von einer Seite der Karte zur anderen gelangen. Ich finde aber gerade charmant, wenn man eben nicht alles in einer Runde erreichen kann und damit eben anders taktisch vorgehen muss.

Wie sehen also eure Karten und Gedanken zu dem Thema aus? Theater of Mind Kämpfe brauchen hier nicht kommentiert werden. Es soll rein um Kartennutzer - in welcher Art auch immer(kurz skizziert zur Positionierung, Battle Maps oder Geländebauten etc.) gehen.

Eine andere Alternative sind zwar nicht so große Karten wie ich sie da lege, dafür aber ein geänderter Maßstab. Dadurch können die Karten zwar weniger Platz auf dem Tisch einnehmen aber dennoch viel mehr Spielraum abdecken. Auch dazu gerne Erfahrungen und Meinungen zu den Kämpfen.

Hier mal noch die unbearbeitete (die Bäume sind noch nicht aufgeklebt und Kleinkram beigefügt) Karte über die ich in meinem Fall gerade spreche:



Online hexe

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Re: Wie groß darf eine Kampfkarte eigentlich sein?
« Antwort #1 am: 18.03.2026 | 09:37 »
Ich hab festgestellt, dass mich der Rand von Battlemaps meist nervt und mir deshalb eine karierte Tischdecke besorgt. Jetzt ist die Map so groß wie der Tisch und man muss gegebenenfalls Chipstüten beiseite schieben. Aber es fehlt natürlich das detaillierte Gelände. Dafür habe ich zwar ein paar Holzbauklötze oder bunte Muggelsteine, aber da muss man natürlich immer dazu sagen, was es sein soll. Doch ich empfinde es auf beiden Seiten des SL-Schirms als sehr angenehm, wenn man beliebiger in eine Richtung ziehen kann.

Bei einem Piratenüberfall auf ein Fischerdorf hatten wir eine Übersichtskarte (Dorfplan) und haben, als sich das Messer stechen in die Bar verzogen hatte (alle guten Partys enden in der Küche) auf Detailkarten gewechselt (Hand skizziert).

Offline Namo

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Re: Wie groß darf eine Kampfkarte eigentlich sein?
« Antwort #2 am: 18.03.2026 | 10:50 »
 ;D Das ist ja auch witzig. Und gerade die Möglichkeit darauf alles zu skizieren ist natürlich toll. Damit kann man ja auch recht große Areal abbilden. Nutzt ihr das denn dann auch aus bzw. wenn ja wie? Wie sehr mögt ihr das?

Online hexe

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Re: Wie groß darf eine Kampfkarte eigentlich sein?
« Antwort #3 am: 18.03.2026 | 14:40 »
Da ich die Tischdecke erst seit Weihnachten habe und wir nicht sehr kampflastig spielen, haben wir es erst ein paar Mal ausprobiert. Aber ich empfand es als sehr angenehm und mit der Lösung zufrieden.

Wir waren ein Mal in einer Kapelle (aus Klötzen gebaut mit 'Säulen', um die Personen auf dem Dach dieser darzustellen), während die von Teufel aufgestachelten Bauernhorde unser Ritual verhindern wollte. Als besagter Teufel noch dazu kam, konnte man den vorerst noch ein ganzes Stück weg platzieren und vorrücken lassen. Ist schon anschaulicher als taucht plötzlich am Rand auf.

Beim anderen Mal hat der Fokus mit der Verteidigung eines Stadtmauerstücks kleiner begonnen. Als der untote Drache (kleines Stofftier) sie dann Kamikazemäßig zerteilt hat, wurde ein SC in die umlegenden Häusergassen geschleudert, sodass dann Gebäude dazu kamen. Während die anderen auf der Mauer ein Stück weiter entlang liefen, um zum Wachturm zu kommen, der dann angebaut wurde. Mit den Bauklötzen wird die Map doch recht dynamisch, wo man sie halt gerade braucht. Wobei da auch mal die Spielenden was hinsetzen können, wie wenn die SL sagt, da hinten beginnt der Wald und die Person in der Nähe eine Handvoll Baumstämme platziert. Da muss sich niemand über den Tisch beugen und es ging bis jetzt eigentlich recht flott.

Ich hab noch nicht ausprobiert, ob man mit den White Board Makern oder ähnlichen sogar darauf herummalen könnte (also sinnvoll mehrfach - einmal geht bestimmt). Bis jetzt waren die Bauklötze, Muggelstein, ein paar Minis, Ü-Ei Figuren, Würfel, etc ausreichend für unsere Zwecke. Für Zustände und so hab ich noch ein Handvoll dieser kleinen, bunten Dekoperlen.

Alles nicht ganz so schick, aber brauchbar und den Rest macht die Phantasie.

Offline Zouan81

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Re: Wie groß darf eine Kampfkarte eigentlich sein?
« Antwort #4 am: 22.03.2026 | 19:55 »
Ich habe noch eine Battlemap in DIN A2 - Größe.

Für die meisten Kämpfe reicht das auch. Zudem hat dieses Format auch auf einem verhältnismäßig kleinen Tisch noch Platz.

Eine große Tischdecke für den ganzen Tisch als Battlemap, das hat natürlich schon was. Man müsste dann auch einige Utensilien dabei haben, um die Battlemap mit den entsprechenden Hindernissen auszustatten (Bäume, Steine, Wände, etc.).

Zuviel ist es definitiv, wenn die Battlemap dermaßen groß ist, dass kaum noch jemand an die Figuren herankommt, um diese zu bewegen.

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Offline Raven Nash

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Re: Wie groß darf eine Kampfkarte eigentlich sein?
« Antwort #5 am: 7.05.2026 | 16:00 »
Meine "Maps" sind mittlerweile A2 große Platten, von denen ich auch mal zwei nebeneinander platziere, wenn ich größere Bewegungsräume brauche.
Grid brauch ich nicht - dafür hab ich mir Maßstäbe 3D gedruckt. Damit kann man blitzschnell Distanzen abmessen, auch diagonal und mit ein wenig Verstand auch um Ecken.
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Offline Namo

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Re: Wie groß darf eine Kampfkarte eigentlich sein?
« Antwort #6 am: 7.05.2026 | 16:28 »
Das mit den Maßstäben ist mal wieder eine so simple und gute Idee, dass ich mich frage, warum ich noch nicht darauf gekommen bin. Das hätte uns schon etwas Zeit und Rechnerei gespart. Super, sowas werde ich definitiv für den nächsten Abend noch händisch anfertigen. :headbang: