Deswegen zurück zur Qualitätsabteilung, das einzige was ich da vieleicht in betracht ziehen kann als Qualitätsmerkmal ist wie sich ein Spiel verkauft. Vieleicht wäre ein konsens den wir finden können: Ein grottenschlechtes Regelwerk verkauft sich auch grottenschlecht. Ein anderes Merkmal wäre - für ein grottenschlechtes RPG finden sich keine Spieler.
Tatsächlich sehe ich auch noch die Sache das ein gutes Regelwerk mit einem grottenschlechten SL auch keine Spieler findet.
Und das ein oder andere RPG mag einfach Pech gehabt haben und untergehen.
Na ja, Verkaufszahlen waren noch nie ein guter Indikator für Qualität. Weltweit ist D&D
der Marktführer, aber ist es deshalb das beste Rollenspielsystem? Da gehen die Meinungen zumindest weit auseinander. Es gibt ja genug Leute, die andere Systeme entwickelt haben, weil sie mit D&D nicht zufrieden sind, und Leute, die aus demselben Grund diese anderen Systeme auch spielen. Natürlich gibt es Systeme, die so schlecht sind, dass niemand sie spielen will, aber ein System, das die meisten spielen, ist deshalb noch nicht unbedingt besonders gut - die Marktführerschaft kann andere Gründe haben, und einer davon ist eine lange
Tradition, wie man etwa an D&D und DSA sehen kann. Die Leute spielen es schon seit über 40 Jahren, und bleiben dabei, weil sie es "schon immer" gespielt haben und es ihnen auch heute noch
gut genug ist. Zumal D&D und DSA sich ja auch über die Jahrzehnte weiter entwickelt haben und neueren Entwicklungen gefolgt sind und nicht mehr das sind, was sie zu Anfang mal waren. Da hat ein jüngeres System immer Schwierigkeiten, den Platzhirsch zu verdrängen. Manchmal finden Leute auch die
Welt gut, aber das System nicht, und dann fangen sie an, beispielsweise Aventurien oder die Sechste Welt mit einem anderen System als DSA bzw. Shadowrun zu bespielen.