Autor Thema: Eine Versteigerung/Auktion spielen  (Gelesen 775 mal)

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Offline Megan

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Eine Versteigerung/Auktion spielen
« am: 23.04.2026 | 12:10 »
Ich starte demnächst eine Broken Compass-Kampagne und möchte in der Auftaktsession mit einer Versteigerung (des Nachlasses eines Abenteurers) beginnen, bei der die Charaktere das eine oder andere Artefekt abgreifen können, zum einen relevantes Material für das erste Abenteuer, zum anderen vielleicht schon den einen oder anderen Hinweis für spätere.

Natürlich ist auch der erste Rivale anwesend und möchte was abgreifen.

Jetzt frage ich mich, wie man sowas interessant aufziehen könnte. Mindestens ein SC ist ziemlich wohlhabend, so wie auch der Rivale, da könnte man sich also mindestens um ein Stück (z.B. das Tagebuch oder ein spezielles Artefakt) ordentlich zanken.

Aber wie setzen wir die Stakes?
Wie bestimmt man, wo einfach die finanziellen Grenzen erreicht werden?
Wie definieren wir, was die Charaktere und auch der Rivale opfern müssen, wenn sie das Gebot über die Maßen in die Höhe treiben?

Mir schwebt z.B. sowas vor, wie "Dir ist bewusst: wenn du nochmal überbietest, dann belastest du eure Reisekasse empfindlich, das bedeutet konkret ... ."
z.B. dass die Reise länger dauern wird oder dass sie sich weniger/keine Träger oder keine Unterkunft vor Ort leisten können ...

Ich habe auch überlegt, ob ich das Monopolygeld auspacke, sowie kleine Tokens bastle, auf denen z.B. Bezinkanister oder ein Hotel abgebildet sind, die man dann opfern würde.

Was meint Ihr: Wie bereite ich das vor und wie setze ich es im Spiel um?

Ideen, Gedanken, Erfahrungswerte?
Ich freue mich auf eure Beiträge.  :)

EDIT: Titel angepasst, für besseres Gefundenwerden.
« Letzte Änderung: 5.05.2026 | 11:30 von Megan »

Online nobody@home

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Re: Eine Versteigerung spielen
« Antwort #1 am: 23.04.2026 | 12:31 »
Vorweg: ich habe keine Ahnung von Broken Compass und erst recht nicht davon, wie es eventuell Charakterfinanzen verregelt (wenn überhaupt).

Aber wenn ich an einzelne Kaufabenteuer zurückdenke, die mit Auktionen anfangen -- bei mir hauptsächlich das eine oder andere Call-of-Cthulhu-Szenario --, dann geht in denen die Versteigerung so gut wie nie einfach nur glatt über die Bühne, sondern irgendetwas unterbricht sie mehr oder weniger gewaltsam oder irgendwer klaut zumindest direkt nach dem doch mal erfolgreichen Abschluß frech das Abenteuer-Plotartefakt. Die ganze eventuelle Bieterei vor diesem Ereignis dient also in erster Linie der Atmosphäre und dem Mehr-oder-weniger-Kennenlernen der anderen interessierten Parteien, auch wenn sich dabei für die SC schon mal eine Gelegenheit ergeben mag, etwas von "echtem" Spielwert (bei CoC noch am ehesten einen als solchen natürlich nicht unbedingt leicht erkennbaren magischen Gegenstand oder sonstiges Mythos-Material von Interesse) in die Hände zu bekommen, wenn sie mehr oder weniger zufällig auf das richtige Objekt mitbieten und den Zuschlag bekommen.

Edith: Wortwiederholung
« Letzte Änderung: 23.04.2026 | 12:51 von nobody@home »

Offline Taktikus

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Re: Eine Versteigerung spielen
« Antwort #2 am: 23.04.2026 | 12:42 »
Betriebswirtschaftlich gesehen wollen die Protagonisten Gewinn machen, damit werden dann manche Gebote sinnfrei. Den finanziellen Hintergrund und die Gewinnerwartung kann man recht gut anhand persönlicher Erfahrungen abschätzen. Dadurch werden Gebote begrenzt in der Höhe. Auch ein reicher NPC wird (sollte) nicht jede Summe für alles zahlen.

Wissen die SC denn, daß es um Plot-relevante Dinge geht? Sonst könnten sie auf den (falschen) Trichter kommen, die Auktion sei nur für den Fluff oder um jemanden schonmal gesehen zu haben oder sowas.
Veni, Vidi, Vomiti

Ich kam, ich sah, ich übergab mich

Offline Megan

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Re: Eine Versteigerung spielen
« Antwort #3 am: 23.04.2026 | 12:48 »
Wissen die SC denn, daß es um Plot-relevante Dinge geht? Sonst könnten sie auf den (falschen) Trichter kommen, die Auktion sei nur für den Fluff oder um jemanden schonmal gesehen zu haben oder sowas.
:d
Ja, sie werden einen ganz guten Plan haben, was nützlich für ihre anstehende Suche sein könnte, also auf welche Stücke sie bieten sollten.

@nobody@home Danke für die Idee - eigentlich naheliegend, da gleich auf so eine Art und Weise Action reinzubringen. In den Sinn gekommen ist es mir aber nicht.  ;D
« Letzte Änderung: 24.04.2026 | 08:35 von Megan »

Offline Megan

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Re: Eine Versteigerung spielen
« Antwort #4 am: 4.05.2026 | 11:13 »
Um mal selber einen Lösungsansatz zu bieten, denn wir haben die Runde letzten Samstag gespielt:

Ich habe das Ganze wie folgt aufgezogen:

Einen Stapel Items gebastelt (auf Kärtchen, mit Bild und kleiner Beschreibung), die die für die SC irgendwie relevanten Auktionsgegenstände dargestellt haben und auf dem Tisch ausgelegt.

Ich habe dazu gesagt, dass eben noch mehr versteigert würde, aber diese Gegenstände dem einen oder anderen besonders ins Auge fallen könnten. Das hat schonmal viel Spaß eingebracht, besonders der 1811er Cognac in der versiegelten Flasche stieß auf großes Interesse.  ;D

In meinem Abenteuer gab es mehrere Gegenstände, die für die Gruppe als ganzes und jeweils 1 bis 2, die speziell für einen SC interessant waren.
Nach der Inspektionsphase, die ich mit kleinen Szenen unterfüttert habe, durfte jeder einen Gegenstand wählen, den er für sich als wichtigstes Ding ansah (ich habe darauf geachtet, dass es sich um charakterspezifische Items handelte).

Abwicklung:

Das Item wird aufgerufen und der Spieler, der es gewählt hat, muss auf "Cool" würfeln:

Runde 1:
Basiserfolg nötig.
Verpatzt: bekommt das Objekt aber hat eigene Ressourcen aufgebraucht => 2. Runde nur mit Gruppen-Ressourcenabzug

Beschreiben, was passiert, ggf. kleiner Dialog.
Wer weitermachen will, wählt ein neues Item.
An dieser Stelle kamen nun auch Items dran, die für die Gruppe interessant waren, aber nicht das wichtigste, hauptplotrelevante Item (ein Tagebuch).

Runde 2:
Basiserfolg nötig.
Verpatzt: bekommt das Objekt aber Gruppen-Ressourcenabzug
keine 3. Runde möglich

Beschreiben, was passiert, ggf. kleiner Dialog.
Wer weitermachen will/darf, wählt ein neues Item.
Nun kam das hauptplotrelevante Item unter den Hammer, an dem auch der Rivale größtes Interesse hatte.

Runde 3:
Kritischer Erfolg nötig
Erfolge, die in Runde 2 überschüssig waren, konnten hier angerechnet werden.
Verpatzt: Rivale ersteigert das Objekt (SC müssen sich überlegen, wie sie nun an die Info kommen).

Beschreiben, was passiert; Abschlussszene.

Gruppen-Ressourcen, die bei Patzern abgestrichen wurden:
[  ] billige Absteige
[  ] mageres Essen
[  ] wenig vertrauenwürdiger Local Guide
[  ] Auto statt Flugzeug (vor Ort)
[  ] Pferde statt Auto (vor Ort)
[  ] keine Träger


Das hat echt gut geklappt. Kurz und knackig, kein langwieriges Bieten, kein umständliches Ressourcenspiel. Die SC haben was bekommen aber es hat sie auch was gekostet. Alle hatten tatsächlich Spaß und sind jetzt ganz gespannt, was sie da cooles ersteigert haben.







Offline Wonko

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Re: Eine Versteigerung spielen
« Antwort #5 am: 4.05.2026 | 22:13 »
Interessant. Klingt nach einer guten Lösung. Was ich nicht verstehe: Was repräsentiert denn der Würfelwurf innerweltlich? Wieso konnte der Charakter bei Misserfolg nicht weitermachen? Konnte man sich auch entscheiden, die ersten beiden Runden nicht mitzumachen? Wieso konnte man nicht alle Gruppenressourcen investieren, um einen höheren Erfolg zu haben?

Offline Wonko

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Re: Eine Versteigerung spielen
« Antwort #6 am: 4.05.2026 | 22:14 »
Im Pathfinder-Abenteuer "Entombed with the Pharaos" gibt es eine Auktion. Sie dient eher als Hintergrund und zum Kennenlernen der NPC; der eigentliche McGuffin wird nicht versteigert, aber es gibt einige interessante Gegenstände. Die Charaktere bieten einfach mit dem Geld, das sie haben. "Wealth by Level" ist in Pathfinder ja eine recht fixe Sache. Ich liste sie hier wie im Abenteuer auf ("schätzen" heißt hier Erkennen des Wertes bei einer gelungenen "Appraise"-Probe):

#1 kann auf 65gp geschätzt werden. Ein Rivale der PCs bietet bis zu 75gp; bis zu 125gp, wenn die Gruppe ihn gegen sich aufgebracht hat.
#2 ist eine Steinfigur kann auf 40gp geschätzt werden, mit einem größeren Erfolg aber als eine Art Fälschung entlarvt werden. Der Rivale versucht den Preis etwas zu treiben. Ein reicher Sammler bietet 200gp.
#3 sind Kunstgegenstände, die auch als Foreshadowing zum späteren Abenteuer dienen. Sie können auf 200gp geschätzt werden, aber in einem Bietergefecht werden bis zu 750gp geboten.
#4 sind ein Gegenstand, der später im Abenteuer nützlich werden kann. Ohne zu spezifizieren, ob und wie die PCs das herausfinden können, kann der Wert auf 90gp geschätzt werden. Für ihn werden 135gp geboten.
#5 ist eine weitere Skulptur, die später im Abenteuer nützlich werden kann. Auch hier wird nicht spezifiziert, wie die PCs das herausfinden können. Sie kann auf 400gp geschätzt werden. Sie wird von einer neutralen Partei für 500gp ersteigert, wenn die PCs nicht mitbieten, aber für 1500gp von dem Rivalen, wenn die PCs bieten.

Was ich daran ändern würde:
- Ein versteckter Wurf auf den Schätzwert abhängig vom Erfolgsgrad des Wurfes - ich verstehe nicht richtig, warum sämtliche Bieterlimits über dem Schätzpreis liegen
- Überlegen, wie andere Skills eingesetzt werden können (Wissenswürfe, Charisma-Proben, um Preise zu treiben oder niedrig zu halten
- Überlegen, wie die PCs vom verborgenen Nutzen mancher Gegenstände erfahren können.

Offline Feuersänger

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Re: Eine Versteigerung spielen
« Antwort #7 am: 4.05.2026 | 22:52 »
Find es ganz lustig, was man bei solchen Szenarien für Salti schlagen muss, wenn das System "der Einfachheit halber" auf konkrete Zahlen in harter Währung verzichtet. =) (Und bitte, das soll wirklich kein Front darstellen, es ist halt nur eben der Spielmodus so ganz weit weg von dem, was ich gewöhnt bin.)

Wollte ich so eine Art Auktion in den von mir favorisierten Systemen darbieten wollen, müsste ich mir nur vorher angucken, wieviel Geld die Party zur Verfügung hat; würde die Konkurrenzbieter mit einem Budget und der Lust auf bestimmte Gegenstände ausstatten, jo und das wäre es dann eigentlich schon, wenn man es so simpel wie möglich halten will.

Man könnte natürlich noch hinterkünftige Tricks mit einflechten, zB dass man dem einen Bieter ein Abführmittel unterjubelt oder es bei dem anderen mit der magischen Einflüsterung versucht, er müsste UNBEDINGT diese rosa Klolampe ersteigern, koste es was es wolle (damit er für die wirklich wichtigen Gegenstände kein Geld mehr übrig hat).

Achja, zu beachten wäre da noch, dass die für die Spieler interessanten Gegenstände in ihrer Art und Funktion so besonders und einzigartig sein müssten, dass sie sich der regulären Preisberechnung entziehen. Artefakte, sozusagen.
Der :T:-Sprachführer: Rollenspieler-Jargon

Zitat von: ErikErikson
Thor lootet nicht.

"I blame WotC for brainwashing us into thinking that +2 damage per attack is acceptable for a fighter, while wizards can get away with stopping time and gating in solars."

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Offline Megan

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Re: Eine Versteigerung spielen
« Antwort #8 am: 5.05.2026 | 10:28 »
Was ich nicht verstehe: Was repräsentiert denn der Würfelwurf innerweltlich?
Bei mir repräsentierte der Wurf Nervenstärke und Biet"kompetenz".

Wieso konnte der Charakter bei Misserfolg nicht weitermachen?
Diese Regelung habe ich aus rein dramaturgischen Gründen aufgesetzt. Nachdem bei Fails in den ersten beiden Runden das Item in jedem Fall ersteigert wurde, sollte nur derjenige, der gut gewürfelt hatte, die Nervenstärke haben, auch noch in der dritten Runde mitzumachen. Mir ist klar, dass das nicht eine echte Aution abbildet, aber es sollte ja auch etwas auf dem Spiel stehen.

Konnte man sich auch entscheiden, die ersten beiden Runden nicht mitzumachen?
Ja, aber dann wäre dem Charakter das speziell für seinen Charakter interessante Item durch die Lappen gegangen. Wäre in Ordnung gewesen, wollte aber keiner.

Wieso konnte man nicht alle Gruppenressourcen investieren, um einen höheren Erfolg zu haben?
Das wäre vielleicht eine Verbesserungsoption, ja. Vielleicht hätte ich es "on the flight" zugelassen. Andererseits hatte ich keine Stellschraubem wieviel der Rivale bereit gewesen wäre, einzusetzen.
Man muss dazu sagen, dass alle bis auf einen unverschämtes Würfelglück hatten und sich dadurch irgendwie gar keine Diskussionen ergeben haben.

Und: Diese Regeln habe ich mit Fokus auf die Dramaturgie und die Folgen gebastelt und im Vorfeld nicht getestet. Da gibts mit Sicherheit Möglichkeiten, sie zu optimieren und anzupassen. Z.B. wollte ich ursprünglich einen schwierigeren Wurf für begehrtere Objekte verlangen. Und ich hatte überlegt, ob die betuchteren SC länger mitbieten dürfen, aber das war mir dann schon wieder alles zu verwinkelt.  ;D

Aber, ich wollte sie mal als potentielle Grundlage vorstellen, weil mir gefiel, dass man sich keine Gedanken um die Ressourcen machen musste, so wie Feuersänger das getan hätte. Meine ersten Überlegungen gingen in diese Richtung, aber dann tauchten dreimillionen Fragen auf, weil das System das eben nicht regelt (Ja, es gibt Wealthpunkte, aber das ist auch recht grob),z.B.:
- Wieviel Vermögen hat denn so ein durchschnittlicher Adeliger 1936 und wieviel steht ihm davon liquide zur Verfügung?
- Wieviel Vermögen hat der Rivale?
- Was wäre dieses und jenes Item denn überhaupt wert?

Wir spielen eigentlich nicht mit Ressourcen. Keinem macht der Verwalten ebendieser Spaß.
Außerdem wollte ich auf keinen Fall die Auktion ausspielen und es kurz und knackig halten.

Offline Wonko

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Re: Eine Versteigerung spielen
« Antwort #9 am: 5.05.2026 | 11:17 »
Ich würde behaupten, dass das Ausspielen der Aktion vielleicht den Fokus von dir wichtigeren Dingen genommen hätte, aber Spaß hätte sie gemacht. Schließlich gehen Leute buchstäblich zu Auktionen wegen des Unterhaltungswerts.

Ich überlege, wie ich die Pathfinderauktion in einem ressourcenlosen Spiel gemacht hätte. Vieles wäre ja immer noch gültig. Die Befriedigung, den wahren Wert oder die Funktion eines Gegenstands herauszufinden. Oder die Konkurrenz übers Ohr zu hauen. Oder einen nützlichen Gegenstand zu haben. Wie wäre es, die Erfolge anders herum zu framen? Also anstatt bei wenigen Erfolgen zu sagen "ihr habt kein Geld mehr für gutes Essen" sagt man bei vielen Erfolgen: "ihr könnt besonders luxuriös essen" oder "Ihr habt X soziales Ansehen gewonnen, das ihr später einsetzen könnt". Wäre das besser oder schlechter?

Versuch, das in eine Move-artige Struktur zu bringen (ich bin darin nicht sehr geübt):

Wenn du bei einem Gegenstand mitbietest, würfle Cool.
- Bei 6- wähle 2, bei 7-9 wähle 1:
  - du hast für zukünftige Auktionen -1 Cool
  - streiche einen Gegenstand aus deinem Inventar
  - jemand hegt einen persönlichen Groll auf dich (nur 1x)
  - du darfst nicht mehr mitbieten
  - du bekommst den Gegenstand nicht

Okay, das war jetzt eher der negative Ansatz. Wie wäre es positiv?

- Bei 6- bekommst du den Gegenstand nicht.
- Bei 7-9 wähle 1, bei 10+ wähle 2:
  - du bekommst den Gegenstand
  - du hast auf zukünftige Auktionen +1 Cool (bis zu 3x)
  - du hast +1 Barter ("Geld")

Offline Megan

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Re: Eine Versteigerung spielen
« Antwort #10 am: 6.05.2026 | 11:19 »
Ich würde behaupten, dass das Ausspielen der Aktion vielleicht den Fokus von dir wichtigeren Dingen genommen hätte, aber Spaß hätte sie gemacht. Schließlich gehen Leute buchstäblich zu Auktionen wegen des Unterhaltungswerts.
Wie gesagt, wir haben ein paar Szenen dazu gespielt, aber weiß Gott nicht das Ersteigern von jedem Gegenstand. Ich hätte die Befürchtung, dass sich das schnell abnutzt und als SL über einen längeren Zeitraum so viel NSCs parallel darstellen zu müssen, ist auch nicht jedermans Sache.

Wie wäre es, die Erfolge anders herum zu framen? Also anstatt bei wenigen Erfolgen zu sagen "ihr habt kein Geld mehr für gutes Essen" sagt man bei vielen Erfolgen: "ihr könnt besonders luxuriös essen" oder "Ihr habt X soziales Ansehen gewonnen, das ihr später einsetzen könnt". Wäre das besser oder schlechter?
Die Erfolge für Ansehen/Charisma/Außenwirkung/Coolness oder ähnliches zu nutzen, finde ich eine schöne Idee. Das andere ("Ihr könnt besonders luxuriös essen") wirkt so, als hätten sie plötzlich mehr Geld als vorher.  ;D

Die Idee der moveartigen Struktur finde ich recht gelungen, muss ich sagen. Vielleicht könnte man es in positive und negative Auswahlmöglichkeiten staffeln.
z.B. so:

Wenn du bei einem Gegenstand mitbietest, würfle Cool.
- Bei 6- wähle 1:
  - du hast für zukünftige Auktionen -1 Cool
  - streiche einen Gegenstand aus deinem Inventar
  - jemand hegt einen persönlichen Groll auf dich (nur 1x)
  - du darfst nicht mehr mitbieten
  - du bekommst den Gegenstand nicht

- Bei 7-9 wähle 1, bei 10+ wähle 2:
  - du bekommst den Gegenstand
  - du hast auf zukünftige Auktionen +1 Cool (bis zu 3x)
  - du hast +1 Barter ("Geld")


Offline Eleazar

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Re: Eine Versteigerung/Auktion spielen
« Antwort #11 am: 6.05.2026 | 12:06 »
Ich hätte auch die Auktion ausgespielt, weil ich das für spaßiger halte, als das noch mal abstrakter zu machen und dann zu würfeln.
Und dann würde ich dem Hauptantagonisten insgesamt ein Budget geben, das er zur Vergügung hat und eine erste Grenze, bis zu der er auf jeden Fall mitgeht, und ein Limit, das er keinesfalls überschreitet. Dann noch ein oder zwei Sachen, die er unbedingt haben möchte, bei denen er sein Limit noch mal um 20% überschreitet.

Und ich würde noch zwei, drei weitere Bieter dazu nehmen, die mit 10% Wahrscheinlichkeit die erste Grenze überschreiten.

Und dann müssen die Spieler und der Antagonist mit ihrem Geld haushalten. Gerade wenn am Ende noch was kommt, was sie unbedingt haben wollen. Und die Spieler können halt pokern, wie weit sie die Preise für den Antagonisten hochtreiben können.

Alternativ könnte man dem Spieler eine Farbe eines Kartenspiels geben, also meinetwegen Herz. Der Antagonist bekommt Pik.

Für jedes Versteigerungsobjekt wird verdeckt eine Karte ausgespielt. Die höhere bekommt den Zuschlag. Bei einem Gleichstand, wird eine zweite Karte ausgespielt. Wenn eine sieben (Skatblatt) oder eine 2 (Poker) ausgespielt wird, gewinnt nicht die höchste, sondern die niedrigste Karte.

Das fände ich spannender, als zu würfeln.

Offline Wonko

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Re: Eine Versteigerung/Auktion spielen
« Antwort #12 am: 6.05.2026 | 12:50 »
Natürlich kann man auch in einem System, was eigentlich kein Geld hat, so etwas für den Anlass einführen. Würfle auf STAT, du hast abhängig vom Ergebnis 100-200 Gold in Cash. Und dann müssen sie einfach mit dem echten Gold bieten.