Autor Thema: Problem in Spielergruppe  (Gelesen 2342 mal)

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Offline ErikErikson

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Re: Problem in Spielergruppe
« Antwort #50 am: 23.06.2020 | 20:28 »
Irgendwas frustriert ihn jedenfalls fundamental, ohne das er es verbalisieren kann. Ging es denn schonmal besser? Wenn ja, was war da anders?

Offline Medi_DE

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Re: Problem in Spielergruppe
« Antwort #51 am: 23.06.2020 | 22:53 »
So,
wie bereits mehrfach geschrieben, bedanke ich mich für die rege Anteilnahme an dieser Debatte, ebenso für sämtliches Lob und sämtliche konstruktive Kritik.

Wie unsere Gruppe spielt, Erklärungsversuch:

@ghoul: Ich kann mich keiner der SL Typen zuordnen, da sie alle etwas negatives beinhalten, was ich nicht so pauschalisieren kann. Ich kann meine negativen Sachen nur teilweise einschätzen aber von den Typen, die mir gefielen, war keiner mit den an mir festgestellten Defiziten übereinstimmend.

Ich versuche meine Kampagne so interessant und packend wie möglich zu gestalten (natürlich), für jeden Spieler kamen im laufe der Abenteuer ein oder mehrere auf ihren Hintergrund abgestimmte Encounter oder Easter Eggs vor, die immer sehr freudig aufgegriffen werden.
Wir haben sehr viel RP in unseren Runden, was mich rettet, da ich seit 7 Jahren versuche die Kämpfe irgendwie spannender zu gestalten als Mathematik und Herumgeschiebe von Initiative Werten. Besonders in größeren Gruppenkämpfen sehe ich klar meine Schwächen. Ich achte allerdings sehr auf meine Spieler und versuche diese, sollten sie eher stille Personen sein auch ab und an ins Spiel mit hinein zu holen. Ein weiteres negativ ist, dass ich teils zu gütig zu meinen Spielern bin.
Steven ist zum Beispiel von einem Haus auf ein Dunkles Junges gesprungen - joa... da habe ich nicht schlecht gestaunt als er es mir, nach wiederholter Nachfrage, immer noch bestätigte (wir haben trotz der "wir Sterben nicht" Absprache - dazu später mehr - die Regel: Dumme Aktionen können zum Tod des Charakters führen). Ich, unerfahren im Spieler bestrafen, starre entgeistert in die Leere...
Ich:,, Du weißt, dass das echt dumm war, oder? Ich meine du hast deine Geschicklichkeitsprobe nicht geschafft, würfle mal einen W20 Schaden!"
S: ,,1."
Ich:  :puke: ...

So halt. Naja und ich vergesse Malis in den Kämpfen für die Spieler. Ich meine nur, niemand ist perfekt und vieles im P&P ist relativ, genau wie in vielen Regelwerken auf Hausregeln oder Regeländerungen verwiesen wird. Für mich ist es ein sehr tolles Hobby, welches ich mit meinen Freunden spielen möchte und bei dem ich die Realität mal gut sein lassen kann. Politik, Wirtschaft, Drama in der Welt oder in der Familie, all das ist für ein Wochenende weg - zumindest so weg es halt sein kann. Deshalb auch die "die Chars sterben nicht" Entscheidung.
Für eine Gruppe ist es sehr wichtig (und ich möchte hier niemandem vor den Kopf stoßen) ihre Charaktere sterben zu lassen, andere wie ich planen mit den Chars ihre Geschichte (in Cthulhu sind sie zum Beispiel Auserwählte). Ab einer gewissen Anzahl von "neuen Timmys" ist die Legende dann aber irgendwie voll von Plott-Holes und Widersprüchen.
Mir würde auch die Charakterbindung fehlen. Sollte ich zum Wochenende mit 4 Ersatzcharakteren fahren müssen, wäre bei mir die Stimmung dahin. Da mag ich dann wirklich (und laut regelmäßigem Feedback innerhalb der Gruppe) wenn Fehlschläge eine neue Dynamik eröffnet, in dem irgendetwas unvorhergesehenes geschieht. Scheitern ist ja dennoch eine Option und hat definitiv auch Konsequenzen. Dazu muss ich allerdings nochmal ergänzen, es gab schon diverse Tode in One-Shots, falls das zählt.

Wir gehen aber immer mehr in die Richtung potentielle Tode und ich versuche mich weiterhin an Kämpfen. Nur habe ich mal eine Geschichte von einer P&P Gruppe gelesen, in dem die Spieler selbst entscheiden konnten, wann ihre Legende erzählt war.
Ein D&D Krieger opferte sich nach einem Bosskampf, um die Scharen, die durch ein von einem Dämonen besessenen Magier geöffnetes Portal kamen zu stoppen. Er blieb zurück und opferte sich um die anderen zu retten. Der SL lies ihn noch heroisch kämpfen und nach dem die Tür versiegelt wurde, spürte er eine ungewöhnliche Kraft in sich und kämpfte tapfer bis zum Tod und versiegelte das Portal oder so und so weiter. Jedenfalls hat er den Tag gerettet und seine Geschichte spannender als: SL: ,,Du verlierst deinen Kopf!" oder "Oh, 0 TP und KO Probe verhauen, gib mir den Bogen." - erzählt finde ich ;)
Wie schon geschrieben, meine Mitspieler*innen sehen das sehr ähnlich oder behaupten zumindest dies.

Aber nochmal zu Kasimir und wie alles begann:
 
Alles begann nach meinem ersten Spiel, als Spieler, unter dem wohl schlechtesten SL den man sich vorstellen kann - dort lernte ich auch Kasimir erst so richtig kennen. Unsere Chars verstanden sich sehr gut und wir klügelten Pläne aus, die unser SL hörte ... und sie scheitern lies. Zum Beispiel durfte Kasimir nicht entscheiden wohin sein Runner (wir spielten übrigens Shadowrun ;) ) seine Granate wirft. Dann war ich als Mage, natürlich weil Regeln, das halbe Abenteuer bewusstlos. Später sind wir dann in eine Kuppel geschwommen, die dann plötzlich beleuchtet war und voll von Gegnern - was wir nicht gesehen haben, weil wir nicht gefragt haben...
Irgendwie hatten wir dann nicht mehr so Lust auf Shadowrun, also musste etwas neues her.
Mir wurde geraten mit Cthulhu anzufangen, schließlich kann ich gut erzählen (ich weiß nicht ob es positiv gemeint war) und am besten direkt mit einer Kampagne starten. Gesagt getan.
Die folge waren:
Eine sehr schlecht zusammen geschmissene Kampagne voll von Mythos Widersprüchen und Quatsch, da ich noch kein Lovecraft Buch gelesen hatte und dachte Cthulhu wäre Davie Jones und eigentlich Pirat. Ein Exsoldat/Auftragsmörder mit Schießen 99 und unendlich Reichtum(Sören), sowie ein wahnsinniger Arzt, der später zum Ghul werde und permanent Götter anbeten würde(Kasimir), waren die Folge - dabei noch einige ehemalige Gruppenmitglieder. Aber man lernt mit der Zeit.

So lernte ich auch Kasimir besser kennen und um die Fragen nach seinem Hintergrund oder was ihn bedrückt zu beantworten:
Ich möchte nicht so darauf eingehen, warum er so ist oder was ihn zu diesem Menschen macht. Sagen wir einfach, wenn es einen Gott gibt, hat er es mit ihm nicht nur gut gemeint.
Vielen Dank für die Anregungen und das Interesse, aber ich behaupte ihn gut genug zu kennen um zu wissen, das er dies eben nicht böswillig tut. P&P ist sehr viel für ihn und für uns auch, es ist eben ein Gemeinschaftshobby.

Auch um das Thema Tod mit Kasimir nochmal aufzufassen:

Er hat Angst vor dem Tod seines Chars, sonst würde er sich nicht einen neuen Charakter machen wollen um der Strafe zu entgehen. Bei vielen mag das funktionieren und bei vielen ist vielleicht auch der Ausschluss des Spielers oder sonst was die Lösung, aber ich würde das einfach super gern vermeiden. Nicht das mir die Postings nichts gebracht hätten - ich bin für jede neue und auch für die erwarteten Perspektiven Dankbar. Nur ist meine Frage eher gewesen, wie ich so etwas handlen kann. Mir geht es halt darum ihn in die richtige Richtung zu drücken, ohne ihn an den Pranger zu stellen oder ihn auszuschließen. Es geht halt um seinen Ego-Spielstil der die anderen Spieler am Tisch aufregt. Ich entschuldige mich, sollte ich mich falsch ausgedrückt haben oder von irgendwem hier die Zeit verschwendet haben. Ich habe alle Kommentare gelesen und mir ein paar Dinge abgeschaut. Es ist auch nicht so, dass er permanent die Gruppe stört. In 7 Jahren sind wir in den letzten 4 Sessions angeeckt bzw er mit der Spielergruppe. Auch wollte ich nicht nur einseitig berichten, aber man nennt ja meist eher die negativen Sachen.

Liebe Grüße
Medi

Offline Daniel E.

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Re: Problem in Spielergruppe
« Antwort #52 am: 23.06.2020 | 23:45 »
Hallo nochmal,

deine Bitte um Handlungsvorschläge fand ich deutlich und nicht missverständlich - um dir da noch einmal die Rückmeldung zu geben.

Bist du denn jetzt der Auffassung, genug Ideen für das Gespräch mit "Kasimir" zu haben, oder wünscht du dir noch Antworten auf bestimmte Fragen?

Offline Medi_DE

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Re: Problem in Spielergruppe
« Antwort #53 am: 24.06.2020 | 00:17 »
Hallo nochmal,

deine Bitte um Handlungsvorschläge fand ich deutlich und nicht missverständlich - um dir da noch einmal die Rückmeldung zu geben.

Bist du denn jetzt der Auffassung, genug Ideen für das Gespräch mit "Kasimir" zu haben, oder wünscht du dir noch Antworten auf bestimmte Fragen?

Erstmal vielen Dank für die Rückmeldung.
In all dem schreiben habe ich wohl das wesentliche vergessen. Ich glaube es liegt auch ein wenig am ersten SL oder was in einer seiner parallel Runden passiert ist. Jedenfalls hatten wir neulich eine Diskussion, weil er seinen Charakter töten wollte, weil er dachte es wäre ein One-Shot.
Cthulhu, 1935, er schrieb sich den Inhalt von Leuchtfackeln auf und das auch noch falsch. Wir erstellen die Charaktere eigentlich zusammen, nur beim Inventar sagte ich:,,Schreib auf was du dabei hast, Sondersachen bitte abklären, aber Taschenlampe oder Dietriche kannst du dir notieren. Also was realistisch ist." - dies nutzte er um mich anzuschauen und zu sagen:,, DU hast gesagt schreib auf! Ich habe es mir hingeschrieben! DA! Siehst du?" und ich darauf entgeistert:,,Naja, wenn du da jetzt Mini-Atombombe notierst, hast du es auch geschrieben, aber du solltest doch bei Sondersachen bescheid geben! Warum kann dein Char sowas? Welcher Wert sagt das?" und er final:,, Sowas ist allgemein Wissen, er interessiert sich halt für sowas! Hier ich habe auf Sprengstoffe umgeskillt. Ich baue da jetzt eine Bombe mit Timer draus." - Er war ein Detektiv in 1935... wie auch immer.

Jedenfalls hält er seit neustem Dinge vor mir, als SL, geheim und ich weiß nicht warum und ich kriege es nicht wirklich aus ihm raus. Er macht halt zu, sobald es unangenehm wird. Im gleichen Abenteuer hat er dann die Hundemutanten im Labor per Totmannschalter erledigt, wärend ein Spieler sich mit ihnen beschäftigte. Wir spielen halt lockerer und etwas abgedrehter, aber es ist halt wirklich was ihm Spaß macht - nur frustriert er grad die anderen Spieler damit, weil es immer mehr wird. Er ist der Held, er ist der der weiß wie es läuft - nur stimmt das eben nicht immer so und eigentlich wollen alle zusammen eine geile Geschichte erzählen.
Ich wüsste einfach nur gerne wie ich Lorenor Zorro aus One-Piece mit Captain Jack Sparrow und Jack Aubrey unter einen Hut bekomme. Wenn das nicht funktioniert, muss ich mir was überlegen - nur hätte ich es zumindest gern versucht.

Aber ich konnte dank der Hilfe hier einiges überdenken und feststellen, auch an meiner Spielart. Mal schauen was draus wird, wir spielen Freitag weiter und naja, ich muss ihm irgendwie erklären, dass ich nicht gerne einen neuen Charakter erstellen möchte und er sich mehr an die Gruppe anpassen müsste - weil wir eben alle einen Schritt zurücktreten müssen.
Meine Freundin und 2 weitere Spieler haben auch fleißig mitgelesen und wir haben mit diskutiert. Ich schreibe hier dann mal das Ergebnis rein.

Weitere Beiträge sind natürlich willkommen, sonst vielen Dank an die Helfer!

Liebe Grüße
Medi
« Letzte Änderung: 24.06.2020 | 02:11 von Medi_DE »

Offline Dark Stone Cowboy

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Re: Problem in Spielergruppe
« Antwort #54 am: 24.06.2020 | 07:33 »
Also ... ganz ehrlich ... von dem was ich lese: Kasimir fährt keinen Egotrip. Er sabotiert ganz offen das Spiel. Da braucht es eine klare Ansage. Klarere, abgesteckte Regeln, an die sich alle halten müssen. Auch Kasimir. Mag ja sein, dass er in seinem echten leben nicht gut weggekommen ist und das tzt mir dann auch leid ... aber das bedeutet nicht, dass er allen ständig ans Bein pissen darf und alle müssen das ertragen ... vermutlich noch Danke sagen. Rollenspiel ist - wie du richtig schreibst - ein gemeinschaftliches Spiel. Wenn einer durchgehend so einen Blödsinn herbeispielt, zerstört er für alle das Spiel. Raus mit ihm. Wenn er privat krasse Probleme hat, ist der Gang zum Therapeuten der richtige Weg (und wichtige Weg) ... sicher nicht der Gang an den Spieltisch. Ihr seid nicht sein Arzt. Ihr seid Freunde ... aber Freundschaft heißt nicht, dass man sich alles bieten lassen muss.

Ich meine irgendwelche Götter im Wald anbeten und dann (von sich aus ohne den SL zu fragen!) festlegen, dass er eine Tierarmee bekommt? In Warhammer? Da würde ich als SL lachen und ihn mal den Settingteil des Regelwerks lesen lassen. In Warhammer - ab Werk - gibts sowas nicht. Ganz einfach. Riesenwölfe sind auch nicht so ohne weiteres zu halten ... und diese dann auch noch in die Städte mitnehmen? Und diese Tiere reagieren auf Fingerschnippen? Wie lange hat der Charakter diese Tiere trainiert? In Cthulhu irgendwelche große Alte anbeten und sofort spieltechnische Geschenke bekommen? Nicht im Standardsetting vorgesehen. Rollenspielfreiheiten hin oder her ... es muss auch alles eine Konsistenz haben. Das klingt echt schlimmer, als das, was wir so mit 13/14 zusammengespielt haben ... ich bin völlig entgeistert.

Ganz ehrlich? Der Kollege muss aus eurer Gruppe raus. Eher gestern als morgen. Das endet so oder so in Streit. Da kann man dann wenigstens noch die Spielrunde retten.

Offline Seraph

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Re: Problem in Spielergruppe
« Antwort #55 am: 24.06.2020 | 07:42 »
Man kann es eigentlich kurz zusammen fassen:

Es ist ein Spiel.
Ihr wollt alle Spaß haben.
Ihr seid (vermutlich) alle gut befreundet.

Redet miteinander! Und damit meine ich nicht IT oder "mal gucken, was er jetzt macht, wenn ich mit seinem Char XYZ anstelle..." oder sonst was. Setzt euch als Spieler an den Tisch und redet Klartext. Was ihr wollt, was euch stört etc.
Ihr seid alle erwachsen genug, damit umzugehen. Wenn Kasimir ein Problem damit hat...na ja...mir wäre es die Zeit nicht wert.
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Offline Issi

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Re: Problem in Spielergruppe
« Antwort #56 am: 24.06.2020 | 08:17 »
Ich habe eigentlich schon alles Wichtige dazu gesagt.

Denke:
Er will der große Held sein.
Er will wichtig sein. Er braucht echte Gefahr in Form von :"Es ist möglich, dass seine Figuren auch sterben können, wenn er es darauf anlegt. "
Eine Ingame "Ohrfeige " für sein Verhalten fehlt ihm ebenfalls sehr.
Sein riskantes Spiel und Verhalten ist (aus meiner Sicht zumindest )ein Alarmzeichen.
"Wenn es dem Esel zu gut geht, geht er aufs Glatteis. "

Ihn in eine bestimmte Richtung zu bringen, die nicht seine Bedürfnisse erfüllt, wird auf lange Sicht zum Bruch führen.
Stattdessen würde ich vorschlagen aufeinander zu zugehen, soweit es eben möglich ist.
(Wenn für eine Seite das Opfer zu groß ist, dann macht es keinen Sinn. Aber der Versuch war ja angedacht )

Was er vermutlich braucht/will:
 1.Figuren,  die wichtig für die Geschichte sind.
2. Spotlight -Szenen, in denen seine Figur besonders glänzen kann.
3. Angemessene Konsequenzen im Spiel.
(Nicht die Regeln biegen, damit sein SC seine Mord und Suizid Aktionen sicher überlebt)
4. Mehr Kampf. Gefährlicheren Kampf.
5. Einzelaktionen, in denen er mal ganz alleine dran ist.

Viel Erfolg!
 :)









Offline ghoul

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Re: Problem in Spielergruppe
« Antwort #57 am: 24.06.2020 | 09:06 »
Ein ganz klassischer, bereits häufig diskutierter Taschenlampenfallenlasser (TLFL). Tja.
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PESA hilft!

Offline flaschengeist

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Re: Problem in Spielergruppe
« Antwort #58 am: 24.06.2020 | 09:29 »
Wenn er privat krasse Probleme hat, ist der Gang zum Therapeuten der richtige Weg (und wichtige Weg) ... sicher nicht der Gang an den Spieltisch. Ihr seid nicht sein Arzt. Ihr seid Freunde ... aber Freundschaft heißt nicht, dass man sich alles bieten lassen muss.

Das sehe ich genauso. Und darüber hinaus: Ich kann gut verstehen, dass eine "offene Konfrontation" dir unangenehm ist. Aber wenn Kasimir mit seinen dysfunktionalen Verhaltensmustern bei euch durchkommt, seid ihr ein Faktor, der den Druck raus nimmt, sich weiter zu entwickeln. Bei Alkoholikern nennt man sowas "Co-Abhängigkeit". Damit schadet ihr also nicht nur euch selbst sondern vor allem auch Kasimir. Ich sage das nicht, weil ich moralischen Druck erzeugen will sondern weil ich sicher gehen will, dass du nicht denkst, du tust Kasimir etwas Gutes, wenn du die Konfrontation vermeidest.
Ich selbst habe mich z.B. kürzlich sehr schwer getan, einem engen Freund zu sagen, dass ich finde, er sieht & behandelt seine Partnerin eher wie ein Kind als wie einen Erwachsenen. Nachher war er sehr dankbar und meine "Konfrontation" hat unsere Freundschaft gestärkt.

Offline Luxferre

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Re: Problem in Spielergruppe
« Antwort #59 am: 24.06.2020 | 12:30 »
Was Du so erlebst, ist schon harter Tobak. Aber auch nur eine Momentaufnahme aus über 7 Jahren scheinbar halbwegs konfliktlosen Spiels.
Du hast ja bereits viele gute Tipps bekommen und wirst damit auch sicherlich einen Weg finden, wie ihr als Gruppe damit umgehen werdet.

Aber ...  >;D

Du schreibst, dass Deine Gruppe das hier alles gelesen hat und dass ihr das intern auch schon besprecht und Euch austauscht.
Gehe ich recht in der Annahme, dass Kasimir das alles nicht gelesen hat?
Nur mal so ...  :think: ... also ich schreibe mir nur soweit den Frust von der Leber (bzw versuche es), sodass auch alle Beteiligten das gern mal lesen können. Wie würdest Du Dich an Kasimirs Stelle fühlen, wenn Du das jetzt so unverhofft zum Lesen präsentiert bekämest?
Ich frage das mal, weil ich vermute (und es selbst so erlebt habe), dass man Kritik unter Freunden nicht mal eben so locker-flockig raushaut, gerade wenn der Adressat dazu neigt gleich die schweren Geschütze aufzufahren. Fällt mir nämlich in einem Fall in meinem Freundeskreis auch sehr schwer ...

Wenn ihr also als Gruppe offen redet und alle -außer K- haben das hier schon gelesen und sich besprochen, dann wird K das a) unter Garantie merken und b) zu recht ziemlich angepestet sein und c) das dann umdrehen und vielleicht wieder gegen Euch verwenden.

Als Westentaschenpsychologe mit 25 Rängen in Menschenkenntnis und dem Talent "Altehrwürdiger Durschauer von Menschen" würde ich nämlich mal so tippen, dass K einige schweren Dinge mit herumschleppt, die nicht am Spieltisch therapiert/ausgelebt/kompensiert werden sollten. diesen Themenkomplex sehr verletzt und frustriert aufnehmen wird und seine aktuellen Lösungsstrategien anwenden wird.

Ich würde seine Seite sehr gern dazu lesen.
ina killatēšu bašma kabis šumšu

---

‘Consider the seed of your generation:
You were not born to live like animals
But to pursue virtue and possess knowledge.’

Offline Medi_DE

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Re: Problem in Spielergruppe
« Antwort #60 am: 24.06.2020 | 13:52 »
Du schreibst, dass Deine Gruppe das hier alles gelesen hat und dass ihr das intern auch schon besprecht und Euch austauscht.
Gehe ich recht in der Annahme, dass Kasimir das alles nicht gelesen hat?
Nur mal so ...  :think: ... also ich schreibe mir nur soweit den Frust von der Leber (bzw versuche es), sodass auch alle Beteiligten das gern mal lesen können. Wie würdest Du Dich an Kasimirs Stelle fühlen, wenn Du das jetzt so unverhofft zum Lesen präsentiert bekämest?
Ich frage das mal, weil ich vermute (und es selbst so erlebt habe), dass man Kritik unter Freunden nicht mal eben so locker-flockig raushaut, gerade wenn der Adressat dazu neigt gleich die schweren Geschütze aufzufahren. Fällt mir nämlich in einem Fall in meinem Freundeskreis auch sehr schwer ...

Wenn ihr also als Gruppe offen redet und alle -außer K- haben das hier schon gelesen und sich besprochen, dann wird K das a) unter Garantie merken und b) zu recht ziemlich angepestet sein und c) das dann umdrehen und vielleicht wieder gegen Euch verwenden.

Als Westentaschenpsychologe mit 25 Rängen in Menschenkenntnis und dem Talent "Altehrwürdiger Durschauer von Menschen" würde ich nämlich mal so tippen, dass K einige schweren Dinge mit herumschleppt, die nicht am Spieltisch therapiert/ausgelebt/kompensiert werden sollten. diesen Themenkomplex sehr verletzt und frustriert aufnehmen wird und seine aktuellen Lösungsstrategien anwenden wird.

Ich würde seine Seite sehr gern dazu lesen.

Erstmal auch hier danke für den Beitrag. Um die nicht Quote Punkte zu behandeln, danke für die Sichtweise und die Punkte.
Ich bin grad unterwegs und kann deshalb aktuell nicht auf die restlichen Postings eingehen, aber das hilft mir alles immens.

Um auf das von dir geschriebene zum Thema „über den Spieler hinter dem Rücken sprechen“ einzugehen:

Meine Freundin (die Ghyran Magierin in WH) und zwei weitere Spieler lesen mit, ja - aber nicht alle in der Gruppe. Allerdings nicht aus Hinterhältigkeit oder um uns gegen ihn zu verbinden, sondern um einen Lösungsansatz zu erarbeiten. Ich hatte bereits bedauert ihn eher negativ dargestellt zu haben, nur geht es eben hauptsächlich um die jüngsten Ereignisse mit ihm.
Ich werde allein, ein vier Augen Gespräch mit ihm führen, in dem ich ihn versuche zu überzeugen doch mal etwas mehr mit der Gruppe und mir als SL zusammenzuarbeiten. Ich werde ihm weder die Forenposts noch irgendwelche Drohungen entgegenwerfen.
Er fühlte sich ja auch nicht wohl wie alles lief.


Ich unterhalte mich gerne und tausche mich aus, da ich der Meinung bin, nur in gewissen Parametern meine Perspektive wechseln zu können und wer hat schon in allem den richtigen Blickwinkel?

Sollte er diesen Post finden und es sollte ihm nicht schmecken, so werde ich mich ehrlich und aufrichtig entschuldigen - nur wäre ich an seiner Stelle nicht enttäuscht, da ich so etwas schon sehr oft über mich mitbekommen habe und die Menschen nunmal so sind. Was natürlich nichts an dem von ihm empfundenen ändert. Natürlich wird er vieles nicht nachvollziehen können, weil wie ich es bereits geschrieben habe, Menschen nur in gewissen Maßen dazu fähig sind ihre eigenen Fehler zu bemerken (ebenso ich).

Um mal auszuholen:
Ich hatte einen minimalen Disput mit Sören wegen gewissen Dingen die er für seine Kampagne vorgeschrieben hatte und ich bin mMn etwas schlechter weggekommen als der Rest, da er mir verschiedene Sachen nicht erlaubte.
Als ich von einem Spieler auf das selbe angesprochen wurde, dachte ich, so wie ich es in diesem Fall auch empfunden habe, es wäre das Beste sich irgendwo auszutauschen oder andere Sichtweisen zu bekommen.
Also habe ich mit meiner Freundin gesprochen, danach mit meinem besten Kumpel und zu guter letzt mit Kasimir - wie er es empfindet und ob wir da mit Sören mal drüber sprechen sollten. - Wert frei - ohne dicken Hals, ohne sauer sein, ohne die Gruppe verlassen zu wollen.
Alle teilten meine Meinung in gewissen Bereichen (und Kommunikation sowie konstruktive Kritik gehören als P&Pler, besonders als SL einfach dazu und sind wichtig) - auch Kasimir nur noch im Gespräch sagte er: „Naja gut, wenn er dieses und jenes nicht änder nehmen wir ihn halt aus der Gruppe!“
Ich sage:,, Aber es ist ja jetzt nicht so schlimm, wir sollten nur mal mit ihm sprechen.“ und im Endeffekt hat er Sören angeschrieben, er solle auf den Discord-Server kommen. Dann kam Sören und Kasimir sagte:“Sören, Medi will dir was sagen...“ und Peng. Das war eine sehr unangenehme Situation und diese würde ich Kasimir sehr gerne ersparen. Wie gesagt, ich will ihn nicht als Sau durchs Dorf treiben, ich wollte nur Meinungen. Und wäre er nicht so leicht zu verletzen, hätte ich ihn damals gerne schon nach Shadowrun dazu angesprochen. Nur da die anderen langsam auf die Barrikaden gehen, muss ich jetzt etwas tun.

Nach dem Gespräche schreibe ich hier rein wie ich es getan habe und wie er es aufgenommen hat, falls es den einen oder anderen interessierert.

Vielen Dank für all die Tipps!

Liebe Grüße
Medi

Offline Ludovico

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Re: Problem in Spielergruppe
« Antwort #61 am: 25.06.2020 | 17:52 »
Klingt alles in allem nach einem erwachsenen Umgang, den Du praktiziert.
Ich find das gut.

Offline AlucartDante

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Re: Problem in Spielergruppe
« Antwort #62 am: 25.06.2020 | 18:53 »
Oje oje, das klingt wirklich schwierig. Ich glaube, mir wäre das zuviel, ein solches Problem zu lösen. Kasimir scheint prinzipiell anzuecken. Unter der Konstellation würde ich nicht spielen wollen. Ich befürchte ein Gespräch allein hilft da nicht. Aber Lösungsmöglichkeiten wären:

1. Autoritäre Erziehung: Wer einen Fehler macht wird vom SL (oder noch härter: von den anderen Charakteren) bestraft, exiliert oder sofort getötet.

2. Kasimir soll selbst mal spielleiten und ihr spiegelt das Verhalten. Das geht auch, wenn er spielen will, aber eure Charaktere ihn sabotieren. In einem von hundert Fällen erlebt er eine Katharsis. Vielleicht könnt ihr auch per Theater oder Videos von anderen Gruppen ähnliche Szenen zeigen und mit ihm analysieren.

3. Er geht eine Liebesbeziehung mit einer Frau ein, deren Gunst er möchte, die aber sehr autoritär ist. Immer wenn er so was machen möchte, streichelt sie sanft seinen Rücken, kichert und sagt dann bestimmt "Nein".

4. Fünf Jahre Psychotherapie

Wäre aber alles nichts für mich. Würde dann einfach mit ihm andere Dinge machen, als Rollenspiel. Brettspiele zum Beispiel oder Computerspiele...

Offline ErikErikson

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Re: Problem in Spielergruppe
« Antwort #63 am: 25.06.2020 | 19:16 »
Vielleicht ihm einfach mal ne weile alles geben, was er will? Also wenn er zu nem alten betet,  ihm sein Geschenk geben? Wenn er Leute umbringt, dies als sein recht hinnehmen, sowohl in gruppe wie in spielwelt? Und dann einfach mal sehen, was passiert?

Offline Derjayger

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Re: Problem in Spielergruppe
« Antwort #64 am: 25.06.2020 | 19:48 »
Oje oje, das klingt wirklich schwierig. Ich glaube, mir wäre das zuviel, ein solches Problem zu lösen. Kasimir scheint prinzipiell anzuecken. Unter der Konstellation würde ich nicht spielen wollen. Ich befürchte ein Gespräch allein hilft da nicht. Aber Lösungsmöglichkeiten wären:

1. Autoritäre Erziehung: Wer einen Fehler macht wird vom SL (oder noch härter: von den anderen Charakteren) bestraft, exiliert oder sofort getötet.

2. Kasimir soll selbst mal spielleiten und ihr spiegelt das Verhalten. Das geht auch, wenn er spielen will, aber eure Charaktere ihn sabotieren. In einem von hundert Fällen erlebt er eine Katharsis. Vielleicht könnt ihr auch per Theater oder Videos von anderen Gruppen ähnliche Szenen zeigen und mit ihm analysieren.

3. Er geht eine Liebesbeziehung mit einer Frau ein, deren Gunst er möchte, die aber sehr autoritär ist. Immer wenn er so was machen möchte, streichelt sie sanft seinen Rücken, kichert und sagt dann bestimmt "Nein".

4. Fünf Jahre Psychotherapie

Wäre aber alles nichts für mich. Würde dann einfach mit ihm andere Dinge machen, als Rollenspiel. Brettspiele zum Beispiel oder Computerspiele...

Bitte nicht machen.

1 führt zu mindestens zu Spielerparanoia, Schere im Kopf und macht einfach null Spaß.

2 führt am ehesten zu SL-Paranoia ("ich kann wohl nicht leiten"). Immerhin erwähnst du die 99%ige Misserfolgschance.

Bei 3 beschreibst du einen Double-Bind, der Psychoschäden mittelfristig fördert (google das mal).

"Lösungsmöglichkeiten" würde ich das nicht nennen.
« Letzte Änderung: 25.06.2020 | 19:53 von Derjayger »
D&D 5E Quick-Combat (Mechanik, um Kämpfe erzählerisch und schnell als Group-Check abzuhandeln) -> wieder online

D&D 5E Buying Magic Items (Wie man 1. Inventar von Magiegeschäften generieren und 2. mit der Suche nach spezifischen magischen Gegenständen umgehen kann)

Offline Seraph

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Re: Problem in Spielergruppe
« Antwort #65 am: 26.06.2020 | 08:12 »
Bitte nicht machen.

1 führt zu mindestens zu Spielerparanoia, Schere im Kopf und macht einfach null Spaß.

2 führt am ehesten zu SL-Paranoia ("ich kann wohl nicht leiten"). Immerhin erwähnst du die 99%ige Misserfolgschance.

Bei 3 beschreibst du einen Double-Bind, der Psychoschäden mittelfristig fördert (google das mal).

"Lösungsmöglichkeiten" würde ich das nicht nennen.

+1

Bitte keine "Lösungen", die gegenseitiges Übertrumpfen von derartigem Verhalten beinhalten. Redet miteinander oder lasst es.
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Offline Lord Selis

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Re: Problem in Spielergruppe
« Antwort #66 am: 26.06.2020 | 08:19 »
+1
die Lösungsvorschläge gehen gar nicht. Ich bin aber auch von Ironie ausgegangen, siehe Punkt 4.

Auf der anderen Seite ist mir das auch schon passiert, wo meine Spielweise nicht so war, wie sich der SL das vorstellte und dann versucht hat mich zu erziehen. Genauso wie die Spielrunde keine Therapiegruppe ist, sind die Spielleiter auch keine Erziehungsberechtigten, eine Spielrunde ist kein Ausstechen, OT Probleme, werden nicht IT bestraft, genauer gesagt, hat Strafe gar nichts darin zu suchen.

Reden, in Ruhe und sich wenn es nicht passt trennen und wenn es nur diese spezielle Runde betrifft, man muss nicht überall mitspielen.
Es gibt keine Unwissenheit, es gibt Wissen.
Es gibt keine Furcht, es gibt Stärke.
Ich bin das Herz der Macht.
Ich bin das offenbarende Feuer des Lichts.
Ich bin das Mysterium der Dunkelheit,
im Gleichgewicht mit Chaos und Harmonie,
unsterblich in der Macht.
Je’daii-Kodex
(ca. 36000 - 26000 VSY)

Offline Issi

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Re: Problem in Spielergruppe
« Antwort #67 am: 28.06.2020 | 05:43 »
Ich finde, es gibt einen Unterschied zwischen Ingame Bestrafung und Konsequenz .

Eine Konsequenz ist eine Art "natürliche Folge", die auf die vorangegangenen Handlungen eines SC folgt.

Beispiel :
1. Wenn ich im Spiel eine andere Figur aus Lust und Laune beleidige, foltere oder schlage, kann ich nicht erwarten, dass sie mir mit Vertrauen und Wohlwollen begegnet.
2. Wenn ich mich trotz besseren Wissens in den Tod stürze, kann ich nicht davon ausgehen, dass die SL für mich die Regeln biegt, damit ich sicher überlebe.

Das hat mit Bestrafung mMn. nichts zu tun.
Bestrafung wäre : Mir gefällt nicht, was du mit deiner Figur machst, also gebe ich dir eins drauf, damit du das nicht mehr machst.
 Die Sanktionen sind hier eher eine "Geschmacksfrage."

Edit.
Konsequenz kann natürlich auch den Effekt haben, dass ein Spieler in Zukunft anders agiert aber die Intention der SL dahinter ist hier nicht: "Spieler erziehen/bestrafen" sondern "Die Plausibilität der Spielwelt bewahren" und/oder "die System Regeln einhalten."

Wenn ich als SL nämlich für einen Problem Spieler ständig die Regeln biege, und die Plausibilität der Spielwelt mit Füssen trete,  werden damit alle anderen Spieler bestraft.
(Die Spiel und Spielwelt achten, und das auch in ihren Handlungsweisen versuchen auszudrücken )
« Letzte Änderung: 28.06.2020 | 06:14 von Issi »