Autor Thema: Eure Lieblingselemente in "tolkienesker" Fantasy?  (Gelesen 3397 mal)

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Offline Kardinal

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Welches sind eure Lieblingselemente in "tolkienesker" (Zwerge, Elfen, Orks, dunkle Herrscher, magische Ringe, etc.) Fantasy?
Was ist unbedingt notwendig, was sorgt dafür, daß ihr sagt "ne, ohne mich"?
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Offline ElfenLied

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Re: Eure Lieblingselemente in "tolkienesker" Fantasy?
« Antwort #1 am: 22.08.2008 | 13:21 »
Lieblingselemente:
-Hohe/epische Magie
-viele Voelker mit unterschiedlichen Kulturen

No-go:
-Low Magic
-unplausible Rasseneinschraenkungen (Stichwort: Elfen sind zu mystisch, aber Zwerge ok etc.)
-Streamlining auf "Gut" fuer Spielercharaktere (*hust* D&D4e *hust*)
The belief that a cosmic Jewish Zombie who was his own father can make you live forever if you symbolically eat his flesh and telepathically tell him you accept him as your master, so he can remove an evil force from your soul that is present in humanity because a rib-woman was convinced by a talking snake to eat from a magical tree... yeah, makes perfect sense.

Offline Thot

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Re: Eure Lieblingselemente in "tolkienesker" Fantasy?
« Antwort #2 am: 22.08.2008 | 13:39 »
Elfenlied: Mit anderen Worten, Du magst gar keine tolkieneske Fantasy.  ;D

Zum Thema:
An Tolkien fasziniert einerseits der Dualismus, andererseits die Detailliebe bei Sprachen, (Elben-)Kulturen, Landschaft und Geschichte. Die Bösen sind böse, die Guten sind gut, und da gibt es bei Tolkien nur dann etwas zu deuteln, wenn man die Anhänge genau und kritisch liest.

Offline Crimson King

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Re: Eure Lieblingselemente in "tolkienesker" Fantasy?
« Antwort #3 am: 22.08.2008 | 13:42 »
Was ich mag: Tragik und Drama, düstere und melancholische Grundstimmung, perfides, durchtriebenes Böses statt plumpem Eroberungs- und Zerstörungswahn.
Nichts Bessers weiß ich mir an Sonn- und Feiertagen
Als ein Gespräch von Krieg und Kriegsgeschrei,
Wenn hinten, weit, in der Türkei,
Die Völker aufeinander schlagen.
Man steht am Fenster, trinkt sein Gläschen aus
Und sieht den Fluß hinab die bunten Schiffe gleiten;
Dann kehrt man abends froh nach Haus,
Und segnet Fried und Friedenszeiten.

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Offline Mellic Wickedberry

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Re: Eure Lieblingselemente in "tolkienesker" Fantasy?
« Antwort #4 am: 25.08.2008 | 16:27 »
Ich finde es auch wichtig, dass die Charaktere wirklich heldenhaft sind und sich nicht von jedem Bauern dumm anmachen bzw. verdreschen lassen müssen.
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Offline ragnar

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Re: Eure Lieblingselemente in "tolkienesker" Fantasy?
« Antwort #5 am: 25.08.2008 | 17:15 »
Würde ein SL mir einen Kampagne vorsetzen die HdR nahe kommt, so...

...würde mir gefallen: Die Welt wirkt alt und gewachsen, so etwas könnte man schön "erforschen". Magie wird selten und hauptsächlich von "den Bösen" eingesetzt. Apropos "die Bösen": Es gibt keine überkomlizierten Intrigen, Gut und Böse sind schön von einander abgegrenzt (Klar mag ich es manchmal auch komplizierter, aber eben nicht immer und speziell in meiner Freizeit habe ich oftmals Lust darauf, das es eben nicht so kompliziert ist wie im realen Leben) und die Charaktere sind zwar sehr kompetent aber immer noch gefordert (Ignorieren wir mal Frodo und die Überhelden die im Film gezeigt wurden).

...würde mir nicht gefallen: Sich mit Beobachterrollen a la Frodo abgeben zu müssen. Ellenlange Monologe über die Landschaft. Stimmung mitunter zu Depri. Auf Mittelerde spielen.

Offline Haukrinn

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Re: Eure Lieblingselemente in "tolkienesker" Fantasy?
« Antwort #6 am: 25.08.2008 | 18:20 »
Keine. Ich hasse tolkieneske Fantasy!  ;D
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Offline 1of3

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Re: Eure Lieblingselemente in "tolkienesker" Fantasy?
« Antwort #7 am: 25.08.2008 | 18:40 »
Hobbits sind toll.

Alles andere muss nicht sein.

Offline Thalamus Grondak

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Re: Eure Lieblingselemente in "tolkienesker" Fantasy?
« Antwort #8 am: 25.08.2008 | 18:44 »
Geschichte wird großgeschrieben und Charakter ganz klein.
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Offline der.hobbit

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Re: Eure Lieblingselemente in "tolkienesker" Fantasy?
« Antwort #9 am: 25.08.2008 | 21:58 »
Hobbits sind toll.
Definitiv!

Sonst: Epische Breite. Es geht nicht darum, einen Orksstamm zu besiegen, sondern die Welt zu retten. Außerdem: Historischer Tiefgang. Wenn es besondere Dinge gibt, dann haben die auch eine Geschichte, sind wirklich Teil der Welt und nicht Fettes-Schwert-+7
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Offline Grisnir

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Re: Eure Lieblingselemente in "tolkienesker" Fantasy?
« Antwort #10 am: 25.08.2008 | 23:41 »
Darum spielen: Orks erschlagen, aufspießen, umhauen können, ohne einen Vortrag über "Du, der hätte sich doch aber ändern können, Du Mörder" zu bekommen. Eine ungeheure Tiefe und Vielschichtigkeit der Kulturen und Völker. Ein ganzes Weltkonstrukt inklusive mystischem und hostorischem Unterbau - man kann quasi zu jeder Zeit spielen. Unterschwellige Abstufungen von niederträchtig zu ganz einfach und wirklich richtig, richtig böse. Eine fesselnde Parabel auf den Kampf von Natur gegen Technik. Extrem geile und abenteuertriefende Szenarien. Außerhalb der 'festgelegten' Timeline genügend Platz für epische Kampagnen. Tom Bombadil - ich find ihn saugeil. Wandelnde Bäume, die sprechen können. Wohl dosierter Einsatz von Magie.

Darum nicht spielen: Um wirklich in die Welt eintauchen zu können, muss man sich innerhalb der Spielrunde schon ein wenig mit der Materie beschäftigen. Da ist es nicht mit dem Hobbit und dem Herrn der Ringe getan. Sprich, man braucht einen Spielleiter und Spieler, die sich auch mal Sekündärliteratur reindrücken - zumindest meiner Erfahrung nach. Und man muss sich mit vielen fixen Parametern abfinden, ohne die die Welt 'aus den Fugen' geraten würde. Ein guter Ork und alles ist vorbei.

Offline Thot

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Re: Eure Lieblingselemente in "tolkienesker" Fantasy?
« Antwort #11 am: 26.08.2008 | 08:11 »
[...]Um wirklich in die Welt eintauchen zu können, muss man sich innerhalb der Spielrunde schon ein wenig mit der Materie beschäftigen. Da ist es nicht mit dem Hobbit und dem Herrn der Ringe getan. Sprich, man braucht einen Spielleiter und Spieler, die sich auch mal Sekündärliteratur reindrücken - zumindest meiner Erfahrung nach.

Eigentlich langt es, die Anhänge vom Herrn der Ringe aufmerksam zu lesen. Da steht ja alles drin. Der Rest (wie z.B. der historische Atlas von Mittelerde) ist nützlich, aber optional. Die "Elben-Bibel" braucht dagegen kein Mensch (oder Elb), um in Mittelerde zu spielen, auch nicht im Ersten Zeitalter.

Zitat
Und man muss sich mit vielen fixen Parametern abfinden, ohne die die Welt 'aus den Fugen' geraten würde. Ein guter Ork und alles ist vorbei.

Ist das so? Die Orks waren mal Elben... der Wechsel ist also möglich. Und Melkor wurde ja sicher nicht nur deshalb eine neue Chance gegeben, weil die anderen Valar keine Ahnung vom Universum hatten.

Offline Grisnir

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Re: Eure Lieblingselemente in "tolkienesker" Fantasy?
« Antwort #12 am: 26.08.2008 | 09:42 »
Eigentlich langt es, die Anhänge vom Herrn der Ringe aufmerksam zu lesen. Da steht ja alles drin. Der Rest (wie z.B. der historische Atlas von Mittelerde) ist nützlich, aber optional. Die "Elben-Bibel" braucht dagegen kein Mensch (oder Elb), um in Mittelerde zu spielen, auch nicht im Ersten Zeitalter.
Zum Spielen langt auch der Herr der Ringe oder der Film und ein entsprechendes Rollenspielwerk, aber dann ist es halt just another Fantasy Role Playing Game. Gerade die verfügbaren Details machen für mich den tolkienesken Unterschied aus - Atlas von ME, Silmarillion, etc. Das ist genau so, wie Lied von Eis und Feuer spielen, ohne die Romane gelesen zu haben.

Ist das so? Die Orks waren mal Elben... der Wechsel ist also möglich. Und Melkor wurde ja sicher nicht nur deshalb eine neue Chance gegeben, weil die anderen Valar keine Ahnung vom Universum hatten.
Na ja, Elben, die sich nicht gerade freiwillig in Orks verwandelt haben. Da jetzt einen kausalen Zusammenhang draus zu machen, finde ich etwas weit hergeholt. Wer weiß, was der Hexenmeister von Angamr ihnen so alles angetan hat. Im neuen wieder eingestampften HdR RPG gibt es da einen sehr netten Abschnitt zu, warum ein guter Ork das Spiel zerhaut. Und es geht ja hier um persönliche Vorlieben und Geschmäcker - und da sind Orks böse, dumm, hässlich und sie stinken erbärmlich.

Mir geht es um die klare Trennung zwischen Gut und Böse. Bei DSA muss ich mir darüber Gedanken machen, ob der Ork oder Goblin eventuell in tragendes Mitgleid der Gesellschaft sein könnte. Bei Earthdawn sind die Orks cooler als alle anderen Namensgeber zusammen. Bei Arcane Codex sind sie ein Abklatsch der Earthdawnorks. Auf ME sind sie das Gegenvolk, die Perversion des Guten ins Böse verkehrt und damit maßgeblicher Bestandteil des Spielflairs. That's it. Umgekehrt geht natürlich alles - sprich die Guten können vom Bösen verführt werden, und wieder davon befreit werden. Vielleicht hat deswegen Melkor eine zweite Chance bekommen?

So, und überhaupt sind Orks schon per Definition böse - schließlich hat auch Tolkien nur geklaut, afaik kommt der Begriff Ork von Orcus und beschrieb in der Edda irgendwo bei Beowulf Wesen aus der Unterwelt. Und die sind per Definition böse. ;)

Grisnir (just kidding)

Offline Thot

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Re: Eure Lieblingselemente in "tolkienesker" Fantasy?
« Antwort #13 am: 26.08.2008 | 09:54 »
Zum Spielen langt auch der Herr der Ringe oder der Film und ein entsprechendes Rollenspielwerk, aber dann ist es halt just another Fantasy Role Playing Game. Gerade die verfügbaren Details machen für mich den tolkienesken Unterschied aus - Atlas von ME, Silmarillion, etc. Das ist genau so, wie Lied von Eis und Feuer spielen, ohne die Romane gelesen zu haben.

Mein Punkt war, dass man Silmarillion (das sowieso nur eine in-character-Bibel ist) und Atlas und so weiter nicht braucht, weil die Anhänge vom HdR schon praktisch alles enthalten, nur nicht so ausführlich.

Zitat
Na ja, Elben, die sich nicht gerade freiwillig in Orks verwandelt haben. Da jetzt einen kausalen Zusammenhang draus zu machen, finde ich etwas weit hergeholt. Wer weiß, was der Hexenmeister von Angamr ihnen so alles angetan hat.

Der? Gar nichts. Das war ein ganz anderes Kaliber. ;) Aber der Punkt ist: Es ist offensichtlich möglich, die Seiten zu wechseln. Hat Saruman ja auch gemacht.

Zitat
Im neuen wieder eingestampften HdR RPG gibt es da einen sehr netten Abschnitt zu, warum ein guter Ork das Spiel zerhaut. Und es geht ja hier um persönliche Vorlieben und Geschmäcker - und da sind Orks böse, dumm, hässlich und sie stinken erbärmlich.
[...]

Also kann man nur von "Gut" nach "Böse" wechseln, aber nicht umgekehrt? Ja, das ist wohl vordergründig Teil des Genre.

Natürlich nur, wenn man nicht genau hinsieht. Wer die Anhänge aufmerksam liest, der weiss ja eh, dass das "Rote Buch der Westmark" (besser bekannt als "Der Herr der Ringe") nichts weiter ist als gondorianisch-arnorische Kriegspropaganda und Geschichtsklitterung. Tolkien war ein Schelm, auch wenn's kaum einer merkt. ;D

ChristophDolge

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Re: Eure Lieblingselemente in "tolkienesker" Fantasy?
« Antwort #14 am: 26.08.2008 | 10:18 »
Mir gefällt besonders gut, dass man sich darüber streiten kann ;-)

Irgendwie macht für mich den Charme aus, dass es wirklich echte Helden gibt - es ist nicht alles gebalanced und ausgeglichen, es gibt halt einfach auch die Arier-Über-Elben, die besser kämpfen, singen, dichten, Städtebauen und fi**** können als alle anderen. Nur haben die meisten von denen halt keinen Bock drauf. Die Geschichten erklären, dass jeder noch so kleiner Pupser, wenn er Mut beweist, etwas reißen kann.

Offline Grisnir

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Re: Eure Lieblingselemente in "tolkienesker" Fantasy?
« Antwort #15 am: 26.08.2008 | 10:27 »
Mein Punkt war, dass man Silmarillion (das sowieso nur eine in-character-Bibel ist) und Atlas und so weiter nicht braucht, weil die Anhänge vom HdR schon praktisch alles enthalten, nur nicht so ausführlich.
Jop, das ist vollkommen richtig.

Der? Gar nichts. Das war ein ganz anderes Kaliber. ;) Aber der Punkt ist: Es ist offensichtlich möglich, die Seiten zu wechseln. Hat Saruman ja auch gemacht.
Örgl, was hat mich denn da geritten? Das war vor meinem ersten Kaffee...

Also kann man nur von "Gut" nach "Böse" wechseln, aber nicht umgekehrt? Ja, das ist wohl vordergründig Teil des Genre.
Neh, man kann auch von Böse zu Gut wenn man vorher Gut war, und 'verführt' worden ist. Ich glaube, dass ist ein Kernprinzip von HdR, siehe Boromir, Gollum, etc. Der Glaube an das Gute - wenn man nicht gerade Ork ist. ;)

Natürlich nur, wenn man nicht genau hinsieht. Wer die Anhänge aufmerksam liest, der weiss ja eh, dass das "Rote Buch der Westmark" (besser bekannt als "Der Herr der Ringe") nichts weiter ist als gondorianisch-arnorische Kriegspropaganda und Geschichtsklitterung. Tolkien war ein Schelm, auch wenn's kaum einer merkt. ;D
Na und! Geschichte wird von den Siegern geschrieben. ;)

Grisnir (der damit immerhin schon sein tägliches Fettnäpfchen weg hat)

Offline Thot

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Re: Eure Lieblingselemente in "tolkienesker" Fantasy?
« Antwort #16 am: 26.08.2008 | 11:40 »
[...] es gibt halt einfach auch die Arier-Über-Elben, die besser [...] fi**** können [...]

Gibt's dafür ne Textstelle? ;D

So alles in allem scheinen sie da ja eher selten Erfolg zu haben... so einfach anhand der Bevölkerungszahl ableitbar. (Elrond war Jahrhunderte mit einer ewig jungen Frau verheiratet, und hat nur drei Kinder, und das vor Erfindung der Pille?)

Offline Crimson King

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Re: Eure Lieblingselemente in "tolkienesker" Fantasy?
« Antwort #17 am: 26.08.2008 | 11:47 »
Arier-Über-Elben

Meines Erachtens ist das einen Titel wert.
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Als ein Gespräch von Krieg und Kriegsgeschrei,
Wenn hinten, weit, in der Türkei,
Die Völker aufeinander schlagen.
Man steht am Fenster, trinkt sein Gläschen aus
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ChristophDolge

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Re: Eure Lieblingselemente in "tolkienesker" Fantasy?
« Antwort #18 am: 26.08.2008 | 11:51 »
Gibt's dafür ne Textstelle? ;D

So alles in allem scheinen sie da ja eher selten Erfolg zu haben... so einfach anhand der Bevölkerungszahl ableitbar. (Elrond war Jahrhunderte mit einer ewig jungen Frau verheiratet, und hat nur drei Kinder, und das vor Erfindung der Pille?)

Das ist ja der Trick beim wirklich guten F***. So, genug Schweinkram für heute.

Offline Thot

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Re: Eure Lieblingselemente in "tolkienesker" Fantasy?
« Antwort #19 am: 26.08.2008 | 12:00 »
Das ist ja der Trick beim wirklich guten F***.

Hm. Dafür beklagt sich Elrond einmal zu oft über die geringe Zahl der Elben, würde ich sagen. Soll er halt was dagegen tun! ;D

ChristophDolge

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Re: Eure Lieblingselemente in "tolkienesker" Fantasy?
« Antwort #20 am: 26.08.2008 | 12:03 »
Aber es macht doch viel zu viel Spaß so!

Offline Bad Horse

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Re: Eure Lieblingselemente in "tolkienesker" Fantasy?
« Antwort #21 am: 26.08.2008 | 12:04 »
Ich mag die eigenen Sprachen. Und die Epen in Stabreimen aus dem Silmarillion.

Und ja, so eine epische Gut-gegen-Böse, wo das Gute heftig, aber trotzdem eigentlich total unterlegen ist, finde ich auch cool.  ;)
Zitat von: William Butler Yeats, The Second Coming
The best lack all conviction, while the worst are full of passionate intensity.

Korrekter Imperativ bei starken Verben: Lies! Nimm! Gib! Tritt! Stirb!

Ein Pao ist eine nachbarschaftsgroße Arztdose, die explodiert, wenn man darauf tanzt. Und: Hast du einen Kraftsnack rückwärts geraucht?

Offline der.hobbit

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Re: Eure Lieblingselemente in "tolkienesker" Fantasy?
« Antwort #22 am: 26.08.2008 | 12:08 »
Hey, wenn die Entwicklung von Elbenkindern ebenfalls etwas langsamer als bei den Menschen ist, dann wundert es mich nicht, dass die Elben lieber weniger Nachwuchs zeugen. Da werden aus den 3-Monats-Koliken schnell 3-Jahrzehnte-Koliken, und DAS will man nun wirklich nicht!
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Offline Thot

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Re: Eure Lieblingselemente in "tolkienesker" Fantasy?
« Antwort #23 am: 26.08.2008 | 12:22 »
    Ich mag die eigenen Sprachen. Und die Epen in Stabreimen aus dem Silmarillion.

    Und ja, so eine epische Gut-gegen-Böse, wo das Gute heftig, aber trotzdem eigentlich total unterlegen ist, finde ich auch cool.  ;)

    Wobei das ja nicht stimmt. Das Böse ist im Ringkrieg offensichtlich viel schwächer als die Guten:

    • Schon zum Ende des Zweiten Zeitalters fand die entscheidende Schlacht gegen den bösen Invasor Sauron, aeh, naja... als Folge einer Invasion des Letzten Bündnisses in Mordor statt. (Dagorlad war zwar davor, aber auch eher um die Ecke von Mordor als in den Kernbereichen der "Guten")
    • Das gewaltige Heer von Saruman ist nicht mal in der Lage, im Laufe einer Nacht eine unterbesetzte Festung einzunehmen (trotz Zugriff auf schweres Belagerungsgerät), und sobald die Kavallerie eintrifft, laufen diese unglaublich disziplinierten und "keinen Schmerz kennenden" Truppe weg. Dass die Huorns sie dann auch noch eliminieren, ist ja vergleichsweise schmückendes Beiwerk.
    • Die Schlacht auf den Pelennor-Feldern ist im Buch noch weniger bedrohlich als im Film, die Stadt Minas Tirith verliert nicht mal ihren untersten Ring, ehe (zwei mal) die Kavallerie eintrifft. Saurons Super-Heer ist offenbar gerade mal stark genug, es mit ein paar Reitern von Rohan und der Stadtgarnison aufzunehmen. Sobald dann aber Gondors geballte Macht mit den Schiffen eintrifft, wird zwar noch weiter gemetzelt, aber die Menschen sind danach stark genug, Cair Andros zu befreien und direkt vors Schwarze Tor zu ziehen. Und dabei hat Sauron schon alle, wirklich alle Verbündeten aus der Tasche gezogen, die er auftreiben konnte, zum Teil aus Ländern, die vor Ort keiner kennt.
    • Wie wir den Anhängen entnehmen, werden Saurons Streitkräfte im Düsterwald von Elben und Zwergen ebenfalls vernichtend geschlagen.


    Alles in Allem hat Sauron doch nur deshalb überhaupt eine Chance auf einen militärischen Sieg, weil er Saruman und Denethor mit den Palanthir-Steinen ein bisschen kirre machen konnte. Ohne das hätte er die ganze "Operation Gondorsturz" gar nicht erst versuchen brauchen.[/list]