Autor Thema: [Trail of Cthulhu/Gumshoe] Spielerfahrungen  (Gelesen 10509 mal)

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Offline Kardinal Richelingo

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[Trail of Cthulhu/Gumshoe] Spielerfahrungen
« am: 29.04.2009 | 09:20 »
hallo,

gibt es hier jemanden mit spielerfahrungen ? was gibt es für tips beim leiten, was ist zu beachten ?

danke

ingo
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Offline Tom

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Re: [Trail of Cthulhu/Gumshoe] Spielerfahrungen
« Antwort #1 am: 29.04.2009 | 09:24 »
Sag bloß Du willst ToC leiten. Hey ich hab jetzt auch öfter am Samstag Zeit.  ;D

Nein Spielerfahrung hab ich damit bisher noch nicht. Für den Cthulhu Blog ist aber ein umfangreicher Artikel in Arbeit. Wird aber für dich wohl zu spät sein.
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Offline Kardinal Richelingo

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Re: [Trail of Cthulhu/Gumshoe] Spielerfahrungen
« Antwort #2 am: 29.04.2009 | 09:27 »
ja, wir werden es wohl gelegentlich spielen. :)

OT:

Sag bloß Du willst ToC leiten. Hey ich hab jetzt auch öfter am Samstag Zeit.  ;D

Nein Spielerfahrung hab ich damit bisher noch nicht. Für den Cthulhu Blog ist aber ein umfangreicher Artikel in Arbeit. Wird aber für dich wohl zu spät sein.

jetzt samstag könntest du dabei sein. wir treffen uns um 4 bei mir in seefeld. es wird allerdings sehr pulpig. außerdem solltest du die eldritch tales nicht kennen und wie ich dich kenne wird das ein problem. :)

« Letzte Änderung: 29.04.2009 | 09:41 von Kardinal Richelingo »
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Offline Tom

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Re: [Trail of Cthulhu/Gumshoe] Spielerfahrungen
« Antwort #3 am: 29.04.2009 | 09:39 »
Okay ich kenne die Eldritch Tales und die nächsten 3 Samstag kann ich nicht.  :( Aber vielleicht ergibt sich was danach.
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Offline Achim

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Re: [Trail of Cthulhu/Gumshoe] Spielerfahrungen
« Antwort #4 am: 30.04.2009 | 16:26 »
gibt es hier jemanden mit spielerfahrungen ? was gibt es für tips beim leiten, was ist zu beachten ?

Eigentlich keine besonderen Tipps. Wenn man gerne einen größeren Improvisationsanteil in seiner Spielleitung pflegt, muss man (musste ich) zu Beginn ein wenig üben darauf zu achten, dass das Rückgrat der aktuellen Geschichte - der Hauptweg der Hinweise - nicht bricht und die Spieler plötzlich ohne Ziel dastehen. Für dich eine Kleinigkeit, denke ich. Die SL-Teile in ToC, auch und besonders zum Szenario-Aufbau, sind Gold (gehören eigentlich in alle anderen GUMSHOE-Bücher).

Ich hab noch ein bisschen was nützliches für dich, lass ich dir Off-Board zukommen.

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Re: [Trail of Cthulhu/Gumshoe] Spielerfahrungen
« Antwort #5 am: 6.01.2010 | 10:32 »
Mittlerweile ist ein wenig Zeit verstrichen und mich würden weitere Spielerfahrungen interessieren.
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Offline Roland

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Re: [Trail of Cthulhu/Gumshoe] Spielerfahrungen
« Antwort #6 am: 6.01.2010 | 14:48 »
Gibts besondere Punkte die Dich interessieren?

Ich habe Gumshoe und ToC einige Male bespielt und geleitet, und erwäge im Moment als SL eine längerfristige Runde anzubieten. Mein Eindruck von ToC ist durchweg postitiv, sowohl was System als auch was die Verlagsprodukte angeht.
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Re: [Trail of Cthulhu/Gumshoe] Spielerfahrungen
« Antwort #7 am: 6.01.2010 | 15:21 »
Ja, die gibt es. Ich habe mal irgendwo gelesen, wie sich jemand über die Regeln für Kämpfe und das Fliehen mokiert hat. In Fear Itself wird es wohl die gleichen geben, das hab ich auch hier zu Hause. Sonderlich spannend sehen die nicht aus, aber vielleicht funktionieren sie bei der Umsetzung um so besser. Das wäre erstmal das eine.

Die andere Frage hab ich schon weiter oben gestellt: Wie gut lassen sich die "normalen" Cthulhu Abenteuer mit ToC/Gumshoe spielleiten. Ich switche in meiner Gruppe so schon häufig genug die Systeme, da möchte ich zumindest bei Cthulhu gerne bei einer Regelbasis bleiben.

Daran anschließen würde ich die Frage, wie aufwendig es ist, eigene Abenteuer für ToC zu entwickeln. Ich stelle mir das aufwendiger vor, weil Zusatzinfos für ev. ausgegebene Punkte eingeplant werden müssen, die dann ev. doch nicht rausgegeben werden, Beachtung der theoretisch verfügbaren Punkte in der Gruppe, etc.

Und zuletzt wie gut ToC das Kampagnenspiel unterstützt. Ich denke die Trennung in zwei Varianten der geistigen Gesundheit könnte da hilfreich sein, ebenso der Pulp-Modus.
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Offline Roland

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Re: [Trail of Cthulhu/Gumshoe] Spielerfahrungen
« Antwort #8 am: 6.01.2010 | 18:36 »
Ja, die gibt es. Ich habe mal irgendwo gelesen, wie sich jemand über die Regeln für Kämpfe und das Fliehen mokiert hat. In Fear Itself wird es wohl die gleichen geben, das hab ich auch hier zu Hause. Sonderlich spannend sehen die nicht aus, aber vielleicht funktionieren sie bei der Umsetzung um so besser. Das wäre erstmal das eine.

Die Kampfregeln sind recht einfach (Wurf gegen Zielzahl, erfolgt führt zu Schaden), wobei ich es schön finde, das sich die Kämpfer auch gleichzeitig Schaden zufügen können. Wenn man es drauf anlegt, werde die Kämpfe auch recht blutig, was ich für sehr passend halte.
Es gibt allerdings kaum taktische Elemente im System, was die Tüftler unter meinen Spielerm stört. Allerdings exisitieren die bei CoC auch nicht, sieht man mal von den verschiedenen Waffenwerten ab.

Die andere Frage hab ich schon weiter oben gestellt: Wie gut lassen sich die "normalen" Cthulhu Abenteuer mit ToC/Gumshoe spielleiten. Ich switche in meiner Gruppe so schon häufig genug die Systeme, da möchte ich zumindest bei Cthulhu gerne bei einer Regelbasis bleiben.

Daran anschließen würde ich die Frage, wie aufwendig es ist, eigene Abenteuer für ToC zu entwickeln. Ich stelle mir das aufwendiger vor, weil Zusatzinfos für ev. ausgegebene Punkte eingeplant werden müssen, die dann ev. doch nicht rausgegeben werden, Beachtung der theoretisch verfügbaren Punkte in der Gruppe, etc.

Wenn ein Abenteuer einen investigativen Roten Faden hat, kann man es recht einfach konvertieren.  Einfach das Rückgrat niederschreiben und ein kleines Diagramm erstellen, wie die Hinweise zusammen hängen, hat sich bei mir bewährt.
Für viele Mythoswesen und so ziemlich alle generischen Bösewichte gibt's Werte die man übernehmen kann.

Die Punkteverteilung ist eine Sache, die man lernen muß, aber auch keine Wissenschaft, ich denke, dass läßt sich nach ein oder zwei Abenteuern schon sehr gut abschätzen.

Und zuletzt wie gut ToC das Kampagnenspiel unterstützt. Ich denke die Trennung in zwei Varianten der geistigen Gesundheit könnte da hilfreich sein, ebenso der Pulp-Modus.

Im Puristen Modus gibt's natürlich keine Kampagnen, im Pulp Modus geht das sicherlich. Mit den Drives, Pillars of  Stability u,ä, hat ToC auch einige gute Aufhänger um SCs in Abneteuer zu verwicklen. Wie's mit einer recht herkömmlichen "Investigatoren-Kampagne" aussieht, werde ich demnächst sehen. Allerdings ist ToC von seinen "Grundeinstellungen" nicht freundlicher zu den SCs als CoC, daher braucht man auch dort ein paar Reserve-Charaktere.
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Re: [Trail of Cthulhu/Gumshoe] Spielerfahrungen
« Antwort #9 am: 6.01.2010 | 19:07 »
Danke, das hilft mir schon mal weiter bzw. macht Appetit auf mehr.
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Offline Horatio

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Re: [Trail of Cthulhu/Gumshoe] Spielerfahrungen
« Antwort #10 am: 6.01.2010 | 19:14 »
Hab die "Esoterrorists" vor kurzem gelesen, auch ein Spiel mit dem Gumeshoe System. Detektiv Abenteuer waren in "klassischen Systemen" ne ganze Zeitlang mein Steckenpferd und als ich die Regeln gelesen hab konnte ich nur alles abnicken und hab noch ein paar Inspirationen erhalten. Das System scheint mir das Beste zu sein, was an Investigarion Kram auf dem Markt ist und trägt solchen Abenteuern endlich mal Rechnung. Hat mich beim lesen sehr begeistert.

Steht bei mir auch auf meiner "must play" Liste.
Wenn ihr gespielt habt, unbedingt einen Erfahrungsbericht posten :).
« Letzte Änderung: 6.01.2010 | 23:22 von Horatio »
You see, it did not matter that setting canon and expected style was being broken,
as long as the characters in the story believed in their roles, the Story Guide believed in the consequences of any actions taken,
and the players believed in the story more than mere setting facts. Whatever the story would be in genre and message,
that would be revealed after the fact, not before.
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Re: [Trail of Cthulhu/Gumshoe] Spielerfahrungen
« Antwort #11 am: 6.01.2010 | 21:18 »
Werde ich gerne machen, kann aber noch ein Weilchen dauern. Aktuell stehen in meiner Runde Space Gothic (leite ich) und Mystic Path (da bin ich Spieler) an. Was mir allerdings Zeit verschafft mir ToC zuzulegen und mich mit den Regeln vertraut zu machen. :ctlu:
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Offline Andhur

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Re: [Trail of Cthulhu/Gumshoe] Spielerfahrungen
« Antwort #12 am: 15.02.2014 | 21:43 »
Gibt es schon einen verfügbaren deutschen Charakterbogen für ToC?  :ctlu: Wir starten demnächst mit "Eternal Lies".  :)

Offline Scimi

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Re: [Trail of Cthulhu/Gumshoe] Spielerfahrungen
« Antwort #13 am: 20.02.2014 | 13:12 »
Meines Erachtens gibt es nicht mal einen englischen Charakterbogen - ich finde den echt unpraktisch. Aber es gibt hier eine deutsche Übersetzung.

Offline Andhur

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Re: [Trail of Cthulhu/Gumshoe] Spielerfahrungen
« Antwort #14 am: 20.02.2014 | 18:53 »
Danke Scimi,

so eine Übersetzung habe ich gesucht. Du hast übrigens recht, der Charakterbogen ist echt Mist!
Schade, dass sich bisher noch niemand die Mühe gemacht hat, einen "optimierten" Bogen auf deutsch zu kreieren.  ::)

...zumindest hat niemand was ins Netz gestellt.

Muss ich mir halt selbst was überlegen.  ::)

Offline PurpleTentacle

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Re: [Trail of Cthulhu/Gumshoe] Spielerfahrungen
« Antwort #15 am: 20.02.2014 | 19:11 »
Hier gibt es noch eine weitere Übersetzung.

Ansonsten gefallen mit die Bögen von Tony Williams als Alternative ganz gut.

Offline Little Indian #5

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Re: [Trail of Cthulhu/Gumshoe] Spielerfahrungen
« Antwort #16 am: 21.02.2014 | 23:15 »
Schön, dass dir die Sachen von Tony Williams gefallen - ich habe zusammen mit ihm eine Übersetzung der wichtigsten Begriffe und einen deutschen Charakterbogen erstellt. Den Bogen konnten wir zwar nicht auf der Pelgrane Press-Seite veröffentlichen, aber ich denke, dass ich sie hier weitergeben kann. Ich frage da nochmal nach.

Wem das Kampfsystem von Trail of Cthulhu zu wenige Optionen bietet, der sollte sich mal Night's Black Agents ansehen - dort gibt es ein paar coole Optionen für Kämpfe und Verfolgungsjagden.
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Offline Andhur

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Re: [Trail of Cthulhu/Gumshoe] Spielerfahrungen
« Antwort #17 am: 22.02.2014 | 13:44 »
Danke PurpleTentacle, der Charakterbogen von Williams ist genau das, was ich gesucht habe.

@Little Indian

Wäre super, wenn das mit dem Veröffentlichen einer deutschen Übersetzung klappen würde.

Offline Little Indian #5

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Re: [Trail of Cthulhu/Gumshoe] Spielerfahrungen
« Antwort #18 am: 22.02.2014 | 15:30 »
@Little Indian
Wäre super, wenn das mit dem Veröffentlichen einer deutschen Übersetzung klappen würde.

Whoa, ich sehe gerade, dass es da neben allem anderen auch ein technisches Problem gibt. Der pdf-Charakterbogen ist über 4 MB groß, sodass ich ihn nicht als Anhang an einen Forenbeitrag anhängen kann.

Ich bin, ehrlich gesagt, hier mehr der klassische Lurker und weiß gar nicht, ob es eine andere Möglichkeit gibt, eine so große Datei über dieses Forum weiterzugeben (in ein Album kann ich sie auch nicht hochladen, dafür ist sie ebenfalls zu groß).
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Offline Little Indian #5

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Re: [Trail of Cthulhu/Gumshoe] Spielerfahrungen
« Antwort #19 am: 23.02.2014 | 19:34 »
So, nachdem ich von Tony das (Mi-)"Go" bekommen habe, hier die Dateien:

1. Der deutsche Charakterbogen, basierend auf Tony Williams' Original-Design

2. Eine "Matrix", um ausgegebene Fertigkeitspunkte aufzuzeichnen

3. Eine Liste der verwendeten Übersetzungen

4. Für die Action-Enthusiasten: Eine Liste mit Kampfmanövern (aus Night's Black Agents (NBA))

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« Letzte Änderung: 23.02.2014 | 19:37 von Little Indian #5 »
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Offline PurpleTentacle

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Re: [Trail of Cthulhu/Gumshoe] Spielerfahrungen
« Antwort #20 am: 23.02.2014 | 19:36 »
Cool, danke! :d

Offline Andhur

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Re: [Trail of Cthulhu/Gumshoe] Spielerfahrungen
« Antwort #21 am: 23.02.2014 | 19:44 »
Vielen Dank! Absolut  :d

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Re: [Trail of Cthulhu/Gumshoe] Spielerfahrungen
« Antwort #22 am: 10.03.2014 | 08:44 »
Auf Nachfrage (und viel Mailkorrespondenz um zu erklären, was ich weshalb will) habe ich von Pelgrane Press nun endlich den Original-Blanke-Charakterbogen erhalten, damit die deutschsprachige Community die übersetzten Begriffe einsetzen kann. Wer hat die Mittel ein PDF Dokument entsprechend zu bearbeiten sowie Zeit und Lust, die deutschen Übersetzungen zu übertragen?
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Offline LushWoods

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Re: [Trail of Cthulhu/Gumshoe] Spielerfahrungen
« Antwort #23 am: 10.03.2014 | 11:15 »
Andere Frage:
Hast du bei Pelgrane dieses Forum erwähnt? Wenn nicht wäre es cool wenn du das noch machen würdest.
Ich hab mal eine zeit lang öfters mit Cat gechattet und sie bzw. Pelgrane sind daran interessiert zu erfahren wie groß das Interesse an ihren Produkten in Deutschland ist und wie das hier ankommt.
Ich persönlich würde mich freuen wenn Leute aus dem Forum hier etwas Kontakt mit diesem hervorragenden RPG-Verlag halten würden.

Online tannjew

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Re: [Trail of Cthulhu/Gumshoe] Spielerfahrungen
« Antwort #24 am: 10.03.2014 | 11:21 »
Andere Frage:
Hast du bei Pelgrane dieses Forum erwähnt? Wenn nicht wäre es cool wenn du das noch machen würdest.
Ich hab mal eine zeit lang öfters mit Cat gechattet und sie bzw. Pelgrane sind daran interessiert zu erfahren wie groß das Interesse an ihren Produkten in Deutschland ist und wie das hier ankommt.
Ich persönlich würde mich freuen wenn Leute aus dem Forum hier etwas Kontakt mit diesem hervorragenden RPG-Verlag halten würden.

Nein, aber das mache ich gerne - muss mich bei Cat noch bedanken, weil sie mir die Datei geschickt hat. Ich würde da natürlich gerne schreiben, dass "wir" (im Sinne die dt. Community) begonnen haben den Bogen zu befüllen. Ich schiele da auf die Profis - ich habe keine Tools, um PDFs zu befüllen. Und ich möchte den bisherigen Übersetzern auch nicht die Show stehlen. In einer Google+ Gruppe zu dem Thema (ich finde die nicht mehr) stand drin, dass jmd. bereits versucht hat einen solchen Blanko-Bogen zu bekommen, aber dass Simon ihn nicht verstanden hat (ich musste auch 5 Mails austauschen, bis er verstanden hatte, worum es uns geht).
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Offline LushWoods

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Re: [Trail of Cthulhu/Gumshoe] Spielerfahrungen
« Antwort #25 am: 10.03.2014 | 11:46 »
Also ich kann PDFs bearbeiten und arbeite ab und zu als Übersetzer.
Und ich liebe Gumshoe.
Aber leider hab ich im Moment keine Zeit dafür und die technischen Möglichkeiten nur hier in der Arbeit und nicht daheim, leider.

Na schreib doch einfach das "wir" hier immer versuchen Diskussionen rund um Pelgrane am Laufen zu halten, News veröffentlichen und so weiter. Du mußt ja nicht direkt auf den Bogen eingehen.

Online tannjew

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Re: [Trail of Cthulhu/Gumshoe] Spielerfahrungen
« Antwort #26 am: 10.03.2014 | 13:17 »
Also ich kann PDFs bearbeiten und arbeite ab und zu als Übersetzer.
Und ich liebe Gumshoe.
Aber leider hab ich im Moment keine Zeit dafür und die technischen Möglichkeiten nur hier in der Arbeit und nicht daheim, leider.

Es gibt ja noch mehr Gumshoe SLs hier :)

Zitat
Na schreib doch einfach das "wir" hier immer versuchen Diskussionen rund um Pelgrane am Laufen zu halten, News veröffentlichen und so weiter. Du mußt ja nicht direkt auf den Bogen eingehen.

Schon erledigt. :cthulhu_smiley:
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Offline LushWoods

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Re: [Trail of Cthulhu/Gumshoe] Spielerfahrungen
« Antwort #27 am: 11.03.2014 | 18:34 »
Coole Sache  :d

Offline Little Indian #5

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Re: [Trail of Cthulhu/Gumshoe] Spielerfahrungen
« Antwort #28 am: 3.05.2014 | 23:56 »
Nachdem ich jetzt das erste ToC-Abenteuer geleitet habe, muss ich sagen, dass ich doch etwas enttäuscht bin.
Gumshoe funktioniert ganz prächtig und die Regeln treten während des Spieles extrem in den Hintergrund (was mir selbst ganz gut gefällt). Allerdings ist der Unterschied zum normalen CoC-System vom Spielgefühl her nicht soooo groß (das mag aber vielleicht auch an unserer Runde liegen, in der es keine Regelfüchse und Powergamer gibt).
Tatsächlich wurde mir persönlich sogar fast ein bisschen zu wenig gewürfelt, was ein bisschen auf die Spannung drückt. Auch waren meine Spieler sehr geizig, wenn es darum ging, ihre Punkte auszugeben, sodass ihnen ein paar coole Zusatzinformationen durch die Lappen gegangen sind und sie ein paar wichtige Würfe auf allgemeine Fähigkeiten unnötigerweise verhauen haben. Das Kampfsystem hingegen hat mich positiv überrascht: Trotz der Möglichkeit, über das Ausgeben von Punkten Treffer zu garantiere, ging der einzige Kampf doch noch knapper aus als bei CoC.
Alles in  allem werden wir aber wohl zu CoC zurückkehren. Auch weil es als alter Rollenspieler irgendwie unbefriedigend ist, immer nur einen einzigen W6 zu werfen.
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Offline LushWoods

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Re: [Trail of Cthulhu/Gumshoe] Spielerfahrungen
« Antwort #29 am: 6.05.2014 | 11:35 »
Das mit dem Punktegeiz wurde, glaub ich, schon mal irgendwo angesprochen.
War bei uns anfangs auch so, da braucht man 2 bis 3 Sessions um den richtigen Flow zu finden. Zumindest war es bei uns so, dann klappt das auch alles sehr gut.
Kämpfe werden noch interessanter wenn man die Martial Arts Regeln verwendet. Zumindest in einem pulpigen ToC passen die meisten da auch hervorragend hinein.
Lustigerweise hatten aber auch meine Spieler ein Problem damit "nur" einen d6 zu würfeln. Denen ging da ein gewisses Feeling ab.

Offline Prisma

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Re: [Trail of Cthulhu/Gumshoe] Spielerfahrungen
« Antwort #30 am: 6.05.2014 | 13:57 »
Nachdem ich jetzt das erste ToC-Abenteuer geleitet habe, muss ich sagen, dass ich doch etwas enttäuscht bin.
Gumshoe funktioniert ganz prächtig und die Regeln treten während des Spieles extrem in den Hintergrund (was mir selbst ganz gut gefällt). Allerdings ist der Unterschied zum normalen CoC-System vom Spielgefühl her nicht soooo groß
Diese Erfahrung habe ich auch gemacht. Ich war anfangs von ToC und Gumshoe recht angetan, aber die Spielerfahrung zeigte, dass wirklich neues nicht geliefert wird. Und gerade bei den Punktausgaben zu den investigativen Regeln kommt man leider früher oder später in widersinnige Situationen, á la "eigentlich schon... aber leider keine Punkte mehr". Schade Gumshoe.

Offline Rumpel

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Re: [Trail of Cthulhu/Gumshoe] Spielerfahrungen
« Antwort #31 am: 6.05.2014 | 14:36 »
Und gerade bei den Punktausgaben zu den investigativen Regeln kommt man leider früher oder später in widersinnige Situationen, á la "eigentlich schon... aber leider keine Punkte mehr". Schade Gumshoe.

Das Problem hatte ich bei Ashen Stars eigentlich noch nicht. Bedenkst du denn auch, dass die Core Clues prinzipiell ohne Spends ausgegeben werden und Punkte Ausgeben bei den investigativen Fähigkeiten eigentlich nur für coole Bonuseffekte da ist?
Und letztlich gibt es das gleiche Problem bei Würfelsystemen wie CoC doch auch, nur noch unkontrollierter: "Eigentlich schon ... aber dummerweise zu schlecht gewürfelt."

In meiner Gruppe hat eigentlich keiner der Spieler Hemmungen, Punkte zu verbraten. Eher ist es so, dass die bei den General Abilities lieber gleich die Erfolge kaufen, wenn es ihnen nur halbwegs wichtig ist. Führt natürlich öfters auch mal dazu, dass die Pools knapp werden, was das Spiel aber um so interessanter macht.
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Offline LushWoods

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Re: [Trail of Cthulhu/Gumshoe] Spielerfahrungen
« Antwort #32 am: 6.05.2014 | 15:05 »
@Prisma: Kann ja, dank der CoreClues eigentlich nicht passieren?!

Offline Prisma

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Re: [Trail of Cthulhu/Gumshoe] Spielerfahrungen
« Antwort #33 am: 6.05.2014 | 17:10 »
Es stimmt, man braucht die Punkte nicht um jeden Preis - d.h. man verrennt sich in der Regel nicht - aber bei den General Abilities ist ihr Einsatz oft entscheident wenn es um Sieg oder Niederlage geht, besonders im Kampf. Ihr Wert ist enorm. Bei den Investigative Abilities bringt der Punkteinsatz zusätzliche Informationen (ob es bei Ashen Stars dazu noch coole Bonuseffekte gibt, ist mir nicht bekannt, erscheint mir aber wünschenswert). Es gibt zwar die Core Clues, aber das Problem der zusätzlichen Infos ist oft: entweder nicht wirklich wichtig oder sehr wertvoll. Und wenn die Punkte weg sind, sind sie erst mal ausgegeben. CoC hingegen bietet zwar die geringere Chance aber die hat man dafür immer zur Verfügung. Letztlich muss jeder entscheiden wie er/sie es lieber hat.

Offline rillenmanni

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Re: [Trail of Cthulhu/Gumshoe] Spielerfahrungen
« Antwort #34 am: 6.05.2014 | 17:52 »
Mein Problem mit dem Punkte ausgeben in den IAs: Es fehlt eine klare Bemessungsgrundlage. Selbst in den ToC-Kaufabenteuern findet man da keine klare Linie. Ab und an fragt man sich, weshalb man für ein wirklich nebensächliches Detail, das nicht gewinnbringend sein wird, einen oder gar mehrere Punkte ausgeben soll. Im Gegenzug werden nicht essentielle und dennoch auf der Hand liegende Details mitunter gar nicht "verpunktet" sondern einfach nicht weiterverfolgt. Ich verstehe, dass dies kein leichtes Geschäft ist, umso mehr sehe ich hier ein konzeptionelles Problem.
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Offline Rumpel

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Re: [Trail of Cthulhu/Gumshoe] Spielerfahrungen
« Antwort #35 am: 6.05.2014 | 17:54 »
Und wenn die Punkte weg sind, sind sie erst mal ausgegeben. CoC hingegen bietet zwar die geringere Chance aber die hat man dafür immer zur Verfügung. Letztlich muss jeder entscheiden wie er/sie es lieber hat.

Klar hast du recht, dass es letztlich Geschmackssache ist - ich würde aber doch einwenden, dass die "Chance" eher eine Illusion ist, denn faktisch bedeutet sie, dass man etwas eben bekommt oder nicht. Da passiert es dann auch immer leicht mal, dass selbst ein offiziell hochkompetenter Charakter versagt und die entscheidende Probe versaut.
Dass einem das zumindest bei den Investigative Abilities in Gumshoe nicht passieren kann, finde ich da schon einen enormen Vorzug. Denn da eine Fähigkeit zu haben, heißt ja nicht nur: "Du bekommst alle Abenteuerrelevanten Infos, die sich damit finden lassen", sondern auch: "Du erhältst automatisch alle Infos, die eine in dieser Fertigkeit hochkompetente Person finden sollte". Wenn man nach der Maßgabe spielt, dann ist es eigentlich zumindest bei den Investigativen Fertigkeiten ein befremdliches Scheitern unmöglich.

Bei Ashen Stars gibt es übrigens auch keine besonderen Bonuseffekte, die an die investigativen Fertigkeiten geknüpft werden. So, wie ich es in Erinnerung habe, steht doch in allen Gumshoe-Regelwerken über Spends:

"Additional information gained provides flavor, but is never required to solve the case oder move to a new scene. Often it makes the character seem clever, powerful or heroic."

Das meine ich mit coolen Bonuseffekten - die sind ein Grundbestandteil jedes Gumshoe-Systems. In den offiziellen Gumshoe-Abenteuern, die ich kenne, wird dieses Prinzip eigentlich auch durchgehalten - da findet man in der Regel ganz ohne Spends das meiste heraus.

Kann es vielleicht sein, dass der SL in deiner Runde einfach zu sehr mit den Clues geizt und Spends verlangt, wo die nicht vorgesehen sind?

Was die General Abilities angeht: Es stimmt, dass es hier für die Spieler oft schwer ist, die vernünftig über das Abenteuer zu verteilen, da man ja auch meistens nicht weiß, was für Herausforderungen man vor sich hat. In dem Bereich habe ich als SL schon gelegentlich etwas großzügigere Refreshs oder Fertigkeits-Substitutionen erlaubt - da geht das System allerdings schon deutlich in die Richtung, Handwedeln zu erfordern. Komme ich persönlich inzwischen mit zurecht, obwohl ich nicht ganz glücklich damit bin. Andererseits gefällt mir aber das Poolprinzip, bei dem die Spieler sich Erfolge kaufen können, aber dafür halt später mit ihren Misserfolgen leben müssen (oder umgekehrt), prinzipiell so gut, dass ich das in Kauf nehme.
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Re: [Trail of Cthulhu/Gumshoe] Spielerfahrungen
« Antwort #36 am: 6.05.2014 | 17:58 »
Im Gegenzug werden nicht essentielle und dennoch auf der Hand liegende Details mitunter gar nicht "verpunktet" sondern einfach nicht weiterverfolgt. Ich verstehe, dass dies kein leichtes Geschäft ist, umso mehr sehe ich hier ein konzeptionelles Problem.

Was meinst du mit "nicht weiterverfolgt"? Dass die nicht erwähnt sind? Laut Regeln sollte alles auf der Hand Liegende doch schlicht und einfach ein "passiver" Clue sein, den man den entsprechenden Charakteren gibt, ohne dass sie überhaupt nachfragen müssen.
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Re: [Trail of Cthulhu/Gumshoe] Spielerfahrungen
« Antwort #37 am: 6.05.2014 | 18:05 »
Was meinst du mit "nicht weiterverfolgt"? Dass die nicht erwähnt sind? Laut Regeln sollte alles auf der Hand Liegende doch schlicht und einfach ein "passiver" Clue sein, den man den entsprechenden Charakteren gibt, ohne dass sie überhaupt nachfragen müssen.

Damit ich nicht erst nachgucken muss, kann ich Dir auf die Schnelle ein Beispiel (Arkham Detective Tales) liefern, über das ich im Tanelorn schon einmal berichtet habe. Stichwort: Säurebad.
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Re: [Trail of Cthulhu/Gumshoe] Spielerfahrungen
« Antwort #38 am: 6.05.2014 | 18:09 »
Damit ich nicht erst nachgucken muss, kann ich Dir auf die Schnelle ein Beispiel (Arkham Detective Tales) liefern, über das ich im Tanelorn schon einmal berichtet habe. Stichwort: Säurebad.

Den Band kenne ich nicht; ich habe jetzt aber wirklich so dumm gefragt, weil ich den Sinngehalt der Aussage nicht verstehe. Was heißt in diesem Zusammenhang "nicht weiterverfolgt"? Das dazu nichts im Abenteuer steht?

EDIT: Ach, jetzt habe ich erst den Link gesehen! Okay, das ist natürlich eine Frage des Abenteuer- und nicht des Regeldesigns. Bei Ashen Stars sind auch nicht alle Abenteuer superdupergut designt, wobei gerade die Cluestruktur aber dort immer bestens funktioniert hat. Da hapert es manchmal eher an zu diffusen Settingelementen und unglaubwürdigen Hintergrundgeschichten. Wenn man die aber akzeptiert bzw. ein bisschen aufpoliert oder ummodelt, kann man die Clue-Struktur selbst eigentlich immer problemlos verwenden und sich auch auf die Angaben darüber verlassen, was Core Clues sind und was nicht.
« Letzte Änderung: 6.05.2014 | 18:27 von Rumspielstilziel »
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Re: [Trail of Cthulhu/Gumshoe] Spielerfahrungen
« Antwort #39 am: 6.05.2014 | 20:41 »
Ja, die Core Clues bekommen sie auf jeden Fall hin. Das ist ja schon einmal das Wichtigste. :)
Abgesehen davon wird das Design der Abenteuer den Regeln erstaunlich oft nicht gerecht. ... Aber ich habe noch eine ganze Menge mehr an den Abenteuern auszusetzen, die nichts mit der Regelumsetzung zu tun haben, sondern allein den Abenteueraufbau betreffen. Tatsächlich gibt es nur ganz wenige ToC-Abenteuer, die ich gut gemacht finde. Ich fühle mich schon wie ein Nörgelei. So bspw das Abenteuer aus dem tollen Band "Bookhounds of London", das ich geleitet habe. Ich finde den Rahmen mit den vier Konkurrenten / Parteien klasse, aber das Szenario funktioniert wirklich nur dann, wenn man hart RR fährt, weil Motivation und Verhalten der Parteien wie beschrieben einfach hahnebüchen sind! Dabei benötigt das Abenteuer eigtl nur eine gelungene Beschreibung der Parteien und der wichtigen Hinweise (Hinweiskette), und dann läuft die Kiste von ganz allein mit den Bookhounds als Katalysator! Ein wirklich tolles Abenteuer ist das, es ist nur total verhunzt.
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Re: [Trail of Cthulhu/Gumshoe] Spielerfahrungen
« Antwort #40 am: 7.05.2014 | 14:20 »
Ich kenne zwar keine ToC-Abenteuer, bei Ashen Stars macht sich aber gelegentlich auch eine gewisse Schlampigkeit im Szenariodesign bemerkbar. Bei "The Justice Trade" gibt es eine doch sehr schwer durchschaubare bis unsinnige Bösewicht-Motivation, ein völlig unlogisches Timing, bei dem die SC einfach so Gelegenheit bekommen, in letzter Minute ein Raumschiff abzufangen, das ihnen eigentlich schon weit voraus sein muss, und dann auch noch Geschehnisse vor dem Abenteuer, die einem als SL nie ganz genau erklärt werden und für die Clues ausgelegt werden, die auf einen reichlich unlogischen Hergang hindeuten ... oder Dead Rock 7, wo einfach mal eine grobe Übersichtskarte des Asteroiden-Handlungsschauplatzes fehlt, die wirklich extrem nützlich gewesen wäre, und ein NSC im Abenteuer mehrmals den Namen wechselt. Oder Pleasure Bringers, das ziemlich gut ausgearbeitet ist, aber im Mittelteil unnötigerweise total railroadig präsentiert wird. Oder Terra Nova, wo man nie so richtig erfährt, wie der Bösewicht seinen Plan eigentlich hätte umsetzen wollen, wenn die Laser nicht aufgetaucht wären ...
Die habe ich alle gespielt bzw. spiele sie gerade und musste da vieles schon ganz schön aufbohren und umbauen. Sind dann aber toll gelaufen, weil die Grundideen meistens sehr gut waren und die Clue-Strukturen auch funktioniert haben. Ab und zu musste man halt nur den Inhalt der Clues ändern, damit die Abläufe einen Sinn ergeben, und ein paar Schlenker aus unnötig verwickelten Hintergrundgeschichten rausnehmen. Insgesamt war ich dann doch mit bisher allen Abenteuern sehr zufrieden, aber es mag schon stimmen, dass vieles, was bei Pelgrane kommt, in den Details etwas hingeschlurt ist und sich manchmal mehr wie ein Sammelsurium cooler Ideen liest, die passend gemacht werden.
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Re: [Trail of Cthulhu/Gumshoe] Spielerfahrungen
« Antwort #41 am: 8.05.2014 | 13:04 »
Weil ich es gerade gesehen habe (und es am ehesten hierher passt):

Im Bundle of Holding bekommt man aktuell Grundregelwerk, Keeper's Resource Book und die Pulp-Abenteuer-Sammlung "Stunning Eldritch Tales" für ~8,95 $ - und wenn man bereit ist, etwas mehr auszugeben, auch noch ein paar weitere Bücher.

Wer also Trail of Cthulhu mal ausprobieren möchte, kann zuschlagen. Bundle of Holdings lassen sich mittlerweile übrigens auch verschenken.  :ctlu:
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Re: [Trail of Cthulhu/Gumshoe] Spielerfahrungen
« Antwort #42 am: 9.05.2014 | 14:37 »
Interessant, ich habe bisher noch kein schlechtes Gumshoe Abenteuer gelesen oder geleitet.
Zumindest keines das größere Defizite hatte als andere beliebige (Cthulhu)Abenteuer.
Aber ich hab das eigentlich jetzt auch nicht anders erwartet.

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Re: [Trail of Cthulhu/Gumshoe] Spielerfahrungen
« Antwort #43 am: 9.05.2014 | 15:09 »
Interessant, ich habe bisher noch kein schlechtes Gumshoe Abenteuer gelesen oder geleitet.
Zumindest keines das größere Defizite hatte als andere beliebige (Cthulhu)Abenteuer.


Ein schlechtes Gumshoe-Abenteuer habe ich auch noch nicht gelesen; aber bei einigen ist halt schon Luft nach oben, und manchmal finde ich es ein bisschen schade, dass tolle Ideen, ein gutes Grundgerüst und eine gute Schreibe nicht noch durch mehr Aufmerksamkeit für die Feinheiten abgerundet werden ...

Wobei mir gerade die oft eher grobe Schilderung von Fluff-Details in Ashen Stars wiederum gefällt. Keine Lust auf ellenlange Beschreibungen von Auftraggebern, Raumhäfen und anderem Kram, der eh nur Kulisse ist. Diesbezüglich machen die's schon richtig, finde ich. Nur manchmal ist es halt ein bisschen zu flott aufs Papier geworfen.
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Re: [Trail of Cthulhu/Gumshoe] Spielerfahrungen
« Antwort #44 am: 9.05.2014 | 15:42 »
Oh, nicht, dass wir uns hier falsch verstehen: Ich halte Gumshoe-Abenteuer nicht für schlechter als andere Kaufabenteuer! Ich bin ein Gumshoe-Jünger (weshalb ich beim aktuellen Bundle of Holding auch absolut aufgeschmissen bin - "Hab' ich alles! Mist!"). Aber ich bin grundsätzlich sehr kritisch bei Kaufabenteuern. Rumpel drückt es wirklich gut aus: "Nur manchmal ist es halt ein bisschen zu flott aufs Papier geworfen." Ich frage mich dann schon, wozu sie die so gut organisierten Spieltests machen.

Wegen des Bookhound-Szenarios bin ich ihnen wirklich ein bisschen böse. Das hatte ich mit meiner Cthulhu-Runde leider angefangen, obwohl mir einiges Spanisch vorkam. Und das war ein Fehler, weil ich dann zwischen den Sitzungen mächtig nacharbeiten und umschreiben musste, um das Ding noch zu retten. ... "Retten" ist nun so ein Wort: Wir hätten das Abenteuer so oder so fertig bekommen, aber ich kenne als Spieler das Gefühl sehr gut, im Grunde nicht zu wissen, was passiert ist, und nur getan zu haben, was die irgendwie gerade so plausible / angemessene Handlungsweise gewesen sein musste. Und daran sind in aller Regel Abenteuerfehler schuld. So auch in diesem Szenario, das mE schlicht unschlüssig ist, was Motivation und Handlungsweisen der widerstreitenden Parteien angeht. Und über diesem Ballast breitet sich dann die Decke des vorgezeichneten Handlungsablaufs aus. Folgt man dem, dann bekommt man das Abenteuer fertig, aber mit Beigeschmack. Ich habe das Szenario aber lieber umgeschrieben.

Noch ein Beispiel (das, ich wiederhole es gern, Gumshoe-Abenteuer nicht schlechter macht als andere): In dem King-Kong-Abenteuer aus Shadows over Filmland geht die Motivation der Investigatoren einfach über Bord! Man besehe sich den Grund, der ihnen genannt wird, um sich vor Ort zu begeben. Dieser Grund wird vor Ort aber nicht mehr aufgegriffen. Wenn ich hier Spieler wäre, würde ich natürlich nach dem Grund suchen und bliebe am Ende verwirrt zurück.

SoF ist aber auch wirklich ein Paradebeispiel für Rumpels Aussage: Rob und Ken scheinen den Band flott geschrieben zu haben. (Irgendwo auf Google+ haben sie meiner Erinnerung nach auch geschrieben, wie sie Simon mit dem Resultat überrascht hätten - aber ich bin alt und werde im Geiste kreativ, diese Erinnerung mag also trügen.) Rob hat sich dabei wenigstens an den typischen Gumshoe-Abenteuer-Aufbau gehalten, Ken allerdings keineswegs. Wieso redigiert der Verlag so etwas nicht? Eine Woche Arbeit durch den Autor oder eine Verlagsperson, und Kens Abenteuer entsprächen den selbstgesteckten Bedingungen.

« Letzte Änderung: 9.05.2014 | 15:50 von rillenmanni »
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Re: [Trail of Cthulhu/Gumshoe] Spielerfahrungen
« Antwort #45 am: 10.05.2014 | 18:32 »
(Tut mir leid wegen der späten Antwort.)

Klar hast du recht, dass es letztlich Geschmackssache ist - ich würde aber doch einwenden, dass die "Chance" eher eine Illusion ist, denn faktisch bedeutet sie, dass man etwas eben bekommt oder nicht. Da passiert es dann auch immer leicht mal, dass selbst ein offiziell hochkompetenter Charakter versagt und die entscheidende Probe versaut.
Dass einem das zumindest bei den Investigative Abilities in Gumshoe nicht passieren kann, finde ich da schon einen enormen Vorzug. Denn da eine Fähigkeit zu haben, heißt ja nicht nur: "Du bekommst alle Abenteuerrelevanten Infos, die sich damit finden lassen", sondern auch: "Du erhältst automatisch alle Infos, die eine in dieser Fertigkeit hochkompetente Person finden sollte". Wenn man nach der Maßgabe spielt, dann ist es eigentlich zumindest bei den Investigativen Fertigkeiten ein befremdliches Scheitern unmöglich.
Es hängt davon ab, wie man CoC spielt. Wir würfeln nicht für alles. Wenn der Charakter Fertigkeiten ab einem bestimmten Wert besitzt, sind entsprechende Dinge automatisch gegeben, zusätzliche Verbesserungen mit Würfelwurf möglich. In Not- und besonderen Stresssituationen kann das natürlich ganz anders aussehen. Es erschließt sich einfach aus dem Spielen des Systems, dass man Unstimmigkeiten in Abenteuern, wie beispielsweise der Anfang des "Mr. Corbitt" Abenteuer, oder im System, etwas anders, nämlich mit gesundem Menschenverstand, handhabt.
(Bei "Mr. Corbitt" ist ein erfolgreicher Spot Hidden Wurf nötig, um überhaupt ins Abenteuer zu kommen. Das ist in meinen Augen besonders offensichtlicher Mumpitz.)


Kann es vielleicht sein, dass der SL in deiner Runde einfach zu sehr mit den Clues geizt und Spends verlangt, wo die nicht vorgesehen sind?
Dieses Gefühl kam nicht auf, zumal der SL Spends die ins Leere gingen (weil es da einfach nichts mehr zu erfahren/erreichen gab) zurückerstattet hat.

Was die General Abilities angeht:  [...]
Was mir bei den ToC Abilities im Gesammten gefällt ist ihre Zusammensetzung. Die ist wesentlich sinnvoller als die bei CoC. Okay, das mag nun nicht schwer sein, aber wir spielen CoC/BRP öfters mit den ToC Ability Listen.  Hm... vielleicht spielen wir sowas wie Call of Gumshoe?

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Re: [Trail of Cthulhu/Gumshoe] Spielerfahrungen
« Antwort #46 am: 10.05.2014 | 20:16 »
(Bei "Mr. Corbitt" ist ein erfolgreicher Spot Hidden Wurf nötig, um überhaupt ins Abenteuer zu kommen. Das ist in meinen Augen besonders offensichtlicher Mumpitz.)
... vielleicht spielen wir sowas wie Call of Gumshoe?

Ja, beim Lesen der besagten Corbitt-Stelle möchten einem ja glatt die Augen aus dem Kopf fallen. Aber eigtl gibt es derlei Mumpitz öfter in Kaufabenteuern.
... Gum of Cthulhu muss das dann heißen. :)
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Re: [Trail of Cthulhu/Gumshoe] Spielerfahrungen
« Antwort #47 am: 10.05.2014 | 20:38 »
(Tut mir leid wegen der späten Antwort.)
Es hängt davon ab, wie man CoC spielt. Wir würfeln nicht für alles. Wenn der Charakter Fertigkeiten ab einem bestimmten Wert besitzt, sind entsprechende Dinge automatisch gegeben, zusätzliche Verbesserungen mit Würfelwurf möglich. In Not- und besonderen Stresssituationen kann das natürlich ganz anders aussehen.

Dann spielt ihr da ja auch eigentlich schon eine Call-of-Gumshoe-Hausregel mit automatischen Erfolgen in den Kernkompetenzbereichen der SC und der Möglichkeit, darüber hinaus "Spezialeffekte" zu erzielen - nur halt über gelungene Würfe statt über ausgegebene Punkte. Kommt wahrscheinlich unterm Strich fast aufs Gleiche raus. Bei mir hat Cthulhu halt immer enorm unter den durch unter 60% krebsenden Fertigswerten verursachten Scheiterorgien gelitten ...

Dieses Gefühl kam nicht auf, zumal der SL Spends die ins Leere gingen (weil es da einfach nichts mehr zu erfahren/erreichen gab) zurückerstattet hat.

Das ist bei uns allerdings bei Gumshoe so auch RAW - beziehungsweise sind die RAW noch freundlicher, laut denen sagt der SL den Spielern explizit vorher, ob sie durch Spends etwas erreichen können und ggf. wieviel Punkte sie sinnvoll einsetzen können. Es ist eigentlich unmöglich, Punkte in Investigativen Fertigkeiten zu verschwenden.
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Re: [Trail of Cthulhu/Gumshoe] Spielerfahrungen
« Antwort #48 am: 10.05.2014 | 20:42 »
Ja, beim Lesen der besagten Corbitt-Stelle möchten einem ja glatt die Augen aus dem Kopf fallen. Aber eigtl gibt es derlei Mumpitz öfter in Kaufabenteuern.
... Gum of Cthulhu muss das dann heißen. :)

Da gönnt der Meis.. äh. Spielleiter den SCs eben noch jedem einen Glückswurf, einer davon wird dann schon klappen. Kommt zwar dann auf das Gleiche raus, als hätte man die Information gleich gegeben und kostet unnötig Zeit, aber was solls...

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Re: [Trail of Cthulhu/Gumshoe] Spielerfahrungen
« Antwort #49 am: 10.05.2014 | 20:47 »
Da gönnt der Meis.. äh. Spielleiter den SCs eben noch jedem einen Glückswurf, einer davon wird dann schon klappen. Kommt zwar dann auf das Gleiche raus, als hätte man die Information gleich gegeben und kostet unnötig Zeit, aber was solls...

Und genau aus der Erfahrung kam natürlich wiederum Gumshoe ...
Wobei ich auch manchmal das Gefühl habe, dass man für das, was da geregelt wird, in einer funktionierenden Runde eigentlich gar keine Regeln mehr benötigen würde. Eigentlich sind die investigativen Skills ja fast nur dafür da, sicherzustellen, dass jeder Spieler mit den Fähigkeiten seines Charakters genug Spotlight bekommt.
Bei Ashen Stars schauen wir beispielsweise kaum noch auf die investigativen Fertigkeiten - ich habe inzwischen so grob im Kopf, was die Kernbereiche der jeweiligen SC sind und sage dann bei jedem Clue einfach nach Gefühl, wer aus der Gruppe ihn beisteuern/ermitteln kann. Dafür braucht man in meinen Augen die Gumshoe-Regeln gar nicht. Was ich an denen wirklich schätze, sind aber die Pools der General Abilities.
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Re: [Trail of Cthulhu/Gumshoe] Spielerfahrungen
« Antwort #50 am: 10.05.2014 | 21:06 »
Nunja, ich finde schon die Gumshoe-Regel nicht unwichtig. Das die Spieler zumindest auf die Idee kommen müssen, ihre Investigativen Fähigkeiten einzusetzen. Irgendwas sollen sie auch tun, und nicht alles geschenkt bekommen, und wenn es nur die richtige Idee haben ist.
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Re: [Trail of Cthulhu/Gumshoe] Spielerfahrungen
« Antwort #51 am: 10.05.2014 | 22:39 »
Dann spielt ihr da ja auch eigentlich schon eine Call-of-Gumshoe-Hausregel mit automatischen Erfolgen in den Kernkompetenzbereichen der SC und der Möglichkeit, darüber hinaus "Spezialeffekte" zu erzielen - nur halt über gelungene Würfe statt über ausgegebene Punkte. Kommt wahrscheinlich unterm Strich fast aufs Gleiche raus. Bei mir hat Cthulhu halt immer enorm unter den durch unter 60% krebsenden Fertigswerten verursachten Scheiterorgien gelitten ...
Kann man so sagen, nur das wir das so (bis auf die Abilities) schon vor dem Erscheinen von ToC/Esoterroists/Gumshoe gespielt haben. Ich finde, man muss es auch so spielen. Einerseits wegen den Scheiterorgien und andererseits sollen die Charaktere doch dem Geheimnis auf der Spur bleiben. CoC/Toc/etc. dreht sich doch um schreckliche Ent-/Aufdeckungen und "*Würfelwurf* Oh, keine Ahnung, wir finden nichts, lasst uns nach Hause gehen..." bringt es nicht. Ich nehme an, aus solchen Gedanken und Erfahrungen kam auch die Idee das in Form von Gumshoe als eigenständiges Rollenspielsystem zu machen.