Autor Thema: [Designtagebuch] Die tollkühnen Missionare in ihren fliegenden Blechbüchsen....  (Gelesen 12726 mal)

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Online Waldviech

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Japp ! Im Übrigen können sie auch fliegen, bzw. relativ kurze Strecken gleiten. Fliegen ist für die Mondbewohner relativ anstrengend, so daß für längere Strecken über Wasser immer noch Schiffe benutzt werden müssen (Das Mare Imprium zu überfliegen wäre für einen Mondbewohner beispielsweise so wie es für einen Erdbewohner wäre, nonstop von Hamburg nach Mailand zu rennen.)
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Online Waldviech

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So - eingereicht isses......das Layout ist leider Murx, der Inhalt imho zu kurz, ich habe vergessen, anzumerken daß das Titelbild aus einem Film von Milies von 1902 stammt.....aaaaaber es ist eingereicht  ;D
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Offline Nocturama

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So, dein's habe ich zuerst gelesen. Das Lesen hat auf jeden Fall schon mal sehr viel Spaß gemacht. Locker und amüsant geschrieben, das kommt meinem persönlichen Geschmack mehr entgegen als dunkel und schwer. Die rein fluffigen Details haben mir auch gefallen - wie die Tomate  :D
Der Fokus liegt auf Abenteuer und entdecken und das wird auch gut transportiert. Mir hat das Lesen Lust gemacht, mit einer Gruppe den geheimnisvollen Mond zu erkunden. Länger hätte es natürlich sein können, aber JEDES Setting wird "zu knapp" wirken, denke ich.

Kleiner Kritikpunkt: Ich hätte größere Einheiten etwas besser sichtbar gemacht, also zum Beispiel an welche Stelle die verschiedenen Texte zu den Mondreichen beginnen.

Ein wenig zu kurz kommen mir die christlichen Inhalte - wenn es Missionare sind, hätte ich mir mehr Fokus auf's, nun, missionieren gerechnet. So würde ich wohl eher eine Gruppe von Forschern spielen und den christlichen Kram rauslassen, weil ich nicht so ganz wüsste, was genau ich als Missionar machen sollte...

Insgesamt aber ein sehr schönes Setting. Liegt aber auch klar in meinem Geschmacksbereich  :) Jetzt nur noch Zeit finden, um es auszuprobieren...
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Ja, gerade die christlichen Inhalte sind bei "Was packe ich in die knapp 5000 Worte" etwas unter die Räder geraten, da es mir erstmal wichtiger war, den Mond zu beschreiben. Mehr "Theologie" kommt vielleicht bei einer näheren Ausarbeitung des Stoffs (Ich bin übrigens für Vorschläge jeder Art zu haben). "Christliche" Inhalte spielen allerdings etwas versteckt bei den Mondreichen eine nicht unwesentliche Rolle - die sind nämlich so designt, das sie potentielle Missionare möglichst gründlich ärgern (jedes auf seine Weise)  ;D
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Offline Nocturama

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Na gut, so aufmerksam habe ich es wohl nicht gelesen...  ;) Wenn ich Missionare spiele, fände ich eine kleine Anleitung gut: "Wie spiele ich als Nicht-Christ christliche Missionare, ohne total in Klischees und Albernheiten abzugleiten, weil dann würde ich eher einfach Forscher spielen."  Mag ja bei anderen Gruppen anders sein, aber ich kann mir vorstellen, dass meine Mitspieler es entweder überstrapazieren oder überfordert sind... und die Grundstimmung des Settings lädt mich mehr zu pistolenschwingenden Mondmaidenrettungen ein als zu Glaubenskrisen.
Was aber für mich nicht schlimm ist. Auf ersteres habe ich nämlich mehr Lust.

Übrigens noch lobend hervorzuheben: Sehr Kampagnentauglich! Ich kann mir gut vorstellen, in dem Setting wirklich lange zu spielen.
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Offline Arianna

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Dein Setting war auch bei mir eines der ersten, die ich gelesen habe. Und es war unterhaltsam genug, dass ich Scrandy, der noch am letzten Schliff seines Settings gearbeitet hat, mit meinem Lachen beinahe aus dem Konzept gebracht habe.  ;D

Aber mal im Ernst: Die Mondmission (ich hätte ja den langen Titel als alleinigen stehen gelassen) ist ein äußerst unterhaltsames Setting mit einer Menge Spielpotenzial und hohem Heiterkeitsfaktor. Klar ist das Layout ziemlich schlicht, aber die Schriftart der Überschriften ist stimmig und der pastellfarbene Hintergrund lenkt nicht vom eigentlichen Text ab - und der ist schließlich das Wichtige! Übrigens vom Schreibstil und Tonfall, den du gewählt hast, perfekt auf das Setting abgestimmt.
Ein Inhaltsverzeichnis wäre hilfreich gewesen, auch bei nur 11 Seiten, da man über die Überschriften schon mal einen überblick bekommt, was einen so erwartet. Ansonsten ist das Ganze übersichtlich und klar strukturiert, logisch aufeinander aufgebaut und durch die Zitate am Anfang jedes Kapitels werden diese stimmungsvoll eingeleitet. Wenn man sich das Setting so durchliest, hat man das Gefühl, sich auf dem Mond schon recht gut zurechtfinden zu können. Was mir besonders gut gefallen hat, waren die Beschreibungen der unterschiedlichen Mondkulturen, die jede auf ihre Weise einzigartig ist und die Spieler vor völlig unterschiedliche Herausforderungen stellt.
Das einzige, was mir ein bisschen fehlt, was ja auch Nocturama schon angemerkt hat, ist eine etwas genauere Ausarbeitung, was man als Missionar denn konkret zu tun hat. Die Mondkulturen stellen die Spieler vor die unterschiedlichsten Aufgaben, und ich meine nicht, dass du da konkrete Vorgehensweisen vorgeben solltest - schließlich sollen die Spieler ruhig ihre Köpfchen anstrengen ;) - aber so eine grundsätzliche "Anleitung zum Missionieren" wäre nicht schlecht.
Eine Anbindung an ein Regelsystem wäre natürlich das Sahnehäubchen gewesen, aber man kann ja nicht alles haben, und schon gar nicht in 5000 Wörtern. Die hast du jedenfalls bestens ausgenutzt, um ein in sich schlüssiges Setting zu schaffen, in dem man eine ganze Weile beschäftigt ist. Die Mondmission ist eines meiner persönlichen Favorites.

Offline sir_paul

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Hallo,

hier dann auch mal mein Feedback zu deinem Setting. Wie schon gesagt macht es Spass deinen Text zu lesen, es ist auch alles schlüssig aufgebaut und man kann sich den Mond schön vorstellen.

Ohne deine Plothooks hätte ich allerdings nur wenig Ideen für Abenteuer auf dem Mond gehabt. Was ich noch gerne gesehen hätte wären eventuelle Konflikte zwischen den protestantischen und katholichen Missionaren. Wettlauf um die meisten geretteten Sellen, usw.

Gruß
sir_paul


Offline Enkidi Li Halan (N.A.)

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Zur Erleichterung der Diskussion auch hier nochmal das Feedback:

Beurteilung Mondmission

Präsentation
In Ordnung, auch wenn ich beim Fließtext auf das Hintergrundbild verzichtet hätte. Das Coverbild ist witzig und passt gut zur Stimmung des Settings. Die Mondkarte ist gut gelungen (wenngleich es schade ist, dass sie so verzerrt ist).

Sprache
Der Text ist flüssig, miteißend und humorvoll geschrieben. Habe mich beim Lesen sehr amüsiert, besonders über die 'originelle' Namensfindung für Völker und Orte. ^^

Fokus des Settings
Schon nach Lesen des Exposés ist klar, was Sache ist bei "Mondmission" und das Thema zieht sich stringent durch den gesamten Text. Er enthält viele Hinweise und Anregungen, wie sich das Thema konkret im Spiel unterbringen lässt.   

Einzigartigkeit

Schon nach wenigen Sätzen hatte ich Bilder von Jules Vernes-Filmen, Münchhausen-Geschichten, Zamonien und der Scheibenwelt im Kopf. Gepaart mit Missionaren und imperialer Spionagetätigkeit auf einem Mond, der so ganz anders ist, als uns die Wissenschaft heutzutage glauben macht. Tolle Kombination, toller Flair! Das Setting ist sehr eigenständig und durchgehend originell, voller humorvoller Details.   

Informationsdichte
Ja, wenn man die richtigen Worte findet, kann man auch in 5000 Worten jede Menge Informationen und Anregungen unterbringen. Ist hier sehr gut gelungen; ich hatte schon nach wenigen Absätzen ein sehr klares Bild von der Spielwelt, sei es nun die eine Hälfte der Spielwelt (die Erde der 1830er) oder die andere (der Mond mit seinen Bewohnern und Kulturen). Die Informationen sind klar auf wichtige Orte und Gruppen fokussiert, aber dennoch sehr ergiebig und stilbildend. 

Konfliktpotential
Jede Menge! Und da sich der Autor geschickt aus dem Bekannten (den irdischen Religionen und imperialen Mächten mit ihren Konflikten) bedient, ist sofort klar, um was es geht und welche Tragweite die Konflikte haben. Ich sehe hier Stoff für viele unterhaltsame Spielabende, vorrausgesetzt man mag den humoristischen/satirischen Grundton des Settings.
Sehr schön finde ich übrigens, dass keine massenhafte Reise zum Mond möglich ist, und jede Mission einzigartig, wichtig und politisch/spirituel/moralisch umkämpft ist. Da die SCs Missionare sind, wird jeder Einsatz bedeutend, die Charaktere stehen zwangslufig im Fokus der Aufmerksamkeit, ihre Taten und Entscheidungen haben Gewicht. Ausgesprochen gelungene Verknüpfung von Spielwelt und Spielfokus.   

Systemanbindung
Wird keines vorgeschlagen.

Will ich dieses Setting bespielen?
Aber hallo! Ich finde "Mondmission" sehr gelungen und inspirierend, sicherlich ein schönes Setting für eine humorvolle Runde zwischendurch. Wobei ich mir durchaus auch vorstellen könnte, ernstere Themen in dem Setting zu inszenieren.
Der Text enthält meiner Einschätzung nach genügend Informationen, um sofort loszuspielen. Die Atmosphäre ist so klar vorgegeben, dass es einem Spielleiter leicht fallen sollte, selbst Details der Spielwelt im Sinn des Settings zu entwickeln und weiterzuspinnen. Alles in allem eine sehr runde Sache!

Nominierung
Dieses Setting ist nominiert für die nächste Runde.


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Online Waldviech

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Herzlichen Dank für Nominierung, Feedback und Lob  :d  :)
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Online Waldviech

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Und nu mal Butter bei die Fische.....ich habe ganz sträflich das Feedback zum Feedback schleifen lassen - und das möchte ich nun ausbügeln.

Am wichtigsten scheint mir wohl dieser Kritikpunkt zu sein:
Zitat
Wenn ich Missionare spiele, fände ich eine kleine Anleitung gut: "Wie spiele ich als Nicht-Christ christliche Missionare, ohne total in Klischees und Albernheiten abzugleiten, weil dann würde ich eher einfach Forscher spielen."  Mag ja bei anderen Gruppen anders sein, aber ich kann mir vorstellen, dass meine Mitspieler es entweder überstrapazieren oder überfordert sind...  

Zitat
aber so eine grundsätzliche "Anleitung zum Missionieren" wäre nicht schlecht

Das ich nicht näher auf die eigentliche Missionstätigkeit eingegangen bin, ist wohl wirklich der größte Knackpunkt in meinem Setting - ich werd´ das in den nächsten Versionen (bei denen ich ja auch nicht auf die Länge achten muss) mal nachtragen. Da im Feedback auch auf dezidiert nicht-christliche Spieler aufmerksam gemacht wurde: für wie sinnvoll haltet ihr es, nochmal grob die unterschiedlichen Glaubenssätze der mondmissionierenden Konfessionen aufzulisten ?

Zitat
und die Grundstimmung des Settings lädt mich mehr zu pistolenschwingenden Mondmaidenrettungen ein als zu Glaubenskrisen.
Was aber für mich nicht schlimm ist. Auf ersteres habe ich nämlich mehr Lust.
Damit hast du einen wesentlichen Teil des Settings erfasst! Mondmaidenrettung ist natürlich eines der wichtigsten Motive! Ebenso wie Degenduelle, wüste Schießereien mit Perkusionspistolen, bizarre Hofintrigen und gefahrvolle Abenteuer in der Wildniss Lunas.  Für protestantische Missionare gäbe es sogar die reelle Chance auf ein richtiges Happy-End mit der Mondmaid, da die ja nicht dem Zölibat verpflichtet sind ;). Übrigens ist das "outgame" einer der Gründe, warum die Katholiken auch Schweizer Gardisten dabei haben. Der Jesuit kann zwar ebenfalls Mondmaiden retten und degenschwingend die Schergen des Generalintriganten von Pu vermöbeln, aber zarte Romanzen im...ähm...Erdenschein...(klingt lustig  :D) hätten doch einen äusserst tragischen Beigeschmack. Der Schweizer Gardist kann die Sache etwas lockerer sehen (und vom Jesuiten im Bedarfsfalle ja auch mit seiner Angebeteten getraut werden ;D)
Immerhin geht es auch um bizarre Schnurpfeifereien und atemberaubende Abenteuer im Stile eines Münchhausen oder eines Hans Pfahl und nicht nur um die reine Verbreitung des eigenen Glaubens. (Letztere sollte ja auch eher augenzwinkernd betrachtet werden.....;) )
« Letzte Änderung: 2.07.2009 | 09:59 von Waldviech »
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Offline scrandy

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Also ich fände die augenzwinkernden Glaubenskrisen eigentlich ccoler, da es nunmal einzigartig bei dir ist. Man kann das ganze natürlich auch mit anderen Elementen mischen, damit man mehr Abwechslung hat, aber das Missionieren fehlt mir da ein bisschen. Aber genau das wäre für mich der Grund es eigentlich zu spielen. Also leg da bitte unbedingt noch was nach, ich will nämlich unbedingt diese abstrusen Glaubenskrisen spielen!
 :d
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Online Waldviech

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Keine Angst - die augenzwinkernden Glaubenskrisen (sowohl auf irdischer als auch auf lunarer Seite) sind ja zum Teil auch schon in den Mondreichen angelegt und nehmen natürlich ebenso viel Raum ein, wie die Rettung zarter Mondmaiden ;). Wie sicher ist es wirklich, wenn der Generalintrigant von Pu sich zum Christentum bekennt ? Was machen die Missionare in Gnuf, wo die Satzung "Liebe deinen Nächsten" garantiert sehr körperlich umgesetzt wird ? Etc.pp.... ;D
Das eine schließt das andere ja nicht aus !  :d
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Offline Joerg.D

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Ich möchte ich darauf hinweisen, das mein Feedback weder Anspruch auf die ultimative Wahrheit erhebt, noch dass ich frei von persönlichen Meinungen und Fehlern bin. Ich schreibe mein Feedback jedoch immer in der Hoffnung, das es den Autoren eine Meinung gibt, an der er seine Sicht der Dinge relativieren kann um das Werk für ihn eventuell besser zu machen.

Beurteilung von  Mondmission

Das Setting beginnt mit einem schönen Cover, welches in mir gleich Assoziationen zu Jules Verne weckt, der auch bei den kommenden Abschnitten immer bei mir im Hinterkopf rumspukt. Darauf folgt ein brauchbares Exposee und es geht gleich mit dem groben Fluff weiter. Einzelne Einstreuungen von Zitaten lockern die Infos auf und schaffen es auch, die Grundstimmung aufrecht zu erhalten.

Es werden die Parteien geschildert, die sich auf den Mond befinden oder ihn wenigstens mit Ihren Büchern beschießen und ich bekomme eine grobe Idee, was ich denn auf dem Mond spielen würde. Es folgen die Sprachen mit ihren Eigenarten, eine Übersicht, wie die Mondbewohner aussehen und anderer netter Fluff, bevor die Mondnationen behandelt werden. Die Namen sind zwar ab und an etwas gewöhnungsbedürftig, aber was soll es, dass ist zu vernachlässigen.

Die Mondbewohner und ihre Nationen werden mit viel Liebe beschrieben und ich habe weiter gute Ideen, was ich so auf dem Mond machen will. Anschließend kommen noch Tipps, was man auf dem Mond so spielen kann und eine tolle Karte.

Doch das war es dann auch und deshalb bekommt das wunderschöne Setting einen fahlen Beigeschmack. Es fehlen Persönlichkeiten und Orte, an denen man Abenteuer erleben kann. Das Setting selber strahlt mit Wucht, doch es kann mich nicht überzeugen, weil der sofortige Einstieg zum Spiel trotz dichter Atmosphäre nicht gewährleistet ist. Das ist insbesondere sehr blöd, weil noch viel Platz für die von mir geforderten Orte und NSCs, so wie meine üblich geforderten R-Maps und C-Webs zu bauen gewesen wäre.

So ist es einfach nur eine tolle Beschreibung, der die wichtigsten Elemente für ein Setting (Konflikte, besondere Orte und Persönlichkeiten) fehlen.


Beurteilungsgrundlagen
Fluff und Setting unter Einbindung der Stichwörter 68 von 70%  (70% da keine Regelanbindung)
Exposé 8 von 10%
Sofort spielbar 0 von 10%
Layout 6 von 10%

Gesamt 84% der Vorgabe, wie ich sie gerne erreicht hätte.


Fazit: Stark angefangen und dann am entscheidenden Punkt nachgelassen. Das Setting glänzt durch deine tollen Ideen und ist echt ausbaufähig, doch die fehlenden ausgearbeiteten Orte, lebendige Persönlichkeiten, welche die Orte mit Leben Erfüllen und Konflikte (die durchaus kurz angerissen, aber nicht gut ausgearbeitet sind) lassen das Werk für mich unfertig erscheinen. Das ist insbesondere sehr Schade, weil Du noch viele Wörter übrig hattest und noch etwas gegangen wäre. Hier hast du extrem viel Potential im Sinne der Challenge in den Sand gesetzt, obwohl es noch Platz gegeben hätte etwas entsprechendes einzubauen. Falls du weiter am Werk arbeitest, lese ich da gerne weiter, doch im Rahmen der Challenge, reicht der Super-Fluff für mich einfach nicht, um gleich los zu spielen. Da patzt Du auf den letzten Metern.

Aber ich gehöre ja nicht zur Jury, also bitte nicht denken, das mein Feedback irgend etwas, außer meiner eigenen Meinung, zu bedeuten hat.
Wer schweigt stimmt nicht immer zu.
Er hat nur manchmal keine Lust mit Idioten zu diskutieren.

Offline Enkidi Li Halan (N.A.)

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Offline Achim

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Heute (20.07.) läuft übrigens im famosen Themenabend auf Arte Georges Méliès' Die Reise zum Mond von 1902.

Online Waldviech

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Ah, cool !! Danke für den Tip. Man kann das Ganze zwar auch legal im Internet schauen, aber im Fernsehen dürfte das Bild doch um Längen besser sein als bei Youtube...
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Offline Enkidi Li Halan (N.A.)

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Nochmal Feedback aus der Endrunde:

Fazit: Die Mondmission
Meine Einschätzung dieses Settings habe ich ja bereits schon einmal gegeben, aber ich wiederhole mich gerne noch einmal: ein sehr gelungenes Setting, toll geschrieben, handwerklich überzeugend und absolut spielanregend - auch längerfristig. Ich finde es ausgesprochen rund und daher ist die Mondmission mein persönlicher Top-Favorit der Challenge.
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Online Waldviech

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Und nochmals vielen herzlichen Dank :). Und irgendwann reiche ich noch die Zillertaler Mondkolonisten im Mondkrater Tycho nach  ;D
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Offline Lord Verminaard

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Noch mal ein bisschen Feedback von mir. Ich habe eigentlich nicht viel zu meckern und halte „Die Mondmission“ für einen der besten Beiträge der Challenge. Besonders Pu und Pa haben es mir angetan, insgesamt durchzieht das Setting eine interessante, humorvolle, aber nicht übertriebene Exotik, und zugleich sehe ich bei allem, was da vorkommt, sofort, wie ich das ins Spiel einbinden würde.

Was ich nicht verstanden habe, ist, warum du die Sprachbarriere so hoch setzt. Klar, die Idee, Fledermausohren und tonale Sprachen zu kombinieren, ist witzig, aber Kommunikationsprobleme sind genau einmal witzig, danach behindern sie das Spiel. Das würde ich an der Stelle abschwächen.

Die Sache mit den Missionaren ist eine klare und mutige Core-Story, und gleichzeitig bleibt der Schwerpunkt auf Abenteuer (im Gegensatz zu Glaubenskrise) deutlich. Trotzdem weiß ich nicht, ob eine etwas größere Bandbreite von Mondreisenden nicht zur Nachhaltigkeit beitragen würde. „Kein militärisches und volkswirtschaftliches Interesse“ finde ich gut, aber ein paar Mondforscher, Diplomaten und der ein oder andere Opportunist…

So wie es ist, erschöpft sich das Konzept glaube ich schneller als bei den anderen Teilnehmern, die aus meiner Sicht um den Sieg konkurrierten. Daher habe ich dich letztendlich nur fast, aber nicht ganz vorne gesehen.
Der Heimweg ist dunkel und mit Schuld behaftet
Wenn du in dich gehst, dann geh nicht unbewaffnet


Danger Zone Blog - Vermi bloggt über Rollenspiel und Blood Bowl