Autor Thema: [baue gerade] ein Magiesystem mit Hilfe von Symbolen und brauche Anstöße  (Gelesen 7864 mal)

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Offline Falcon

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Als Fingerübung bastele ich im Moment ein simples Rollenspiel, daß sicher niemals gespielt wird. Konzept ist es, die Spieler mehr in die Tätigkeiten ihrer Charaktere zu involvieren. So etwas fehlt mir allerorts in Rollenspielsystemen.

Als Magier (und Spieler) z.b. zeichnet und entwickelt man Symbole, aus denen sich die Modifikationen der Zauber schnell ablesen lassen. Es sollen ein wenig planerische Überlegungen und Kompromisse dabei sein, wie eine Art Solo-Minispiel im Rollenspiel. Man kann dadurch Zauber vereinfachen oder verstärken, teilweise umwandeln, aber es soll keine universal "optimale" Lösung geben (für eine bestimmte Situation kann es natürlich optimale Lösugen geben).
Ziel ist es hierbei, daß sich der Spieler mit seinen Zaubern aussereinander setzen kann und die Outgame/Ingame Schwelle nur sehr dünn ist. Im Spiel kann der SL z.b. neue Varianten für den Spieler einbringen, die er noch nicht kannte und sich dann in sein "Zauberbuch" schreiben kann.
Natürlich kann man abseits der Abende an seinen Zaubern basteln. Und die Symbole sollen schneller erfassbar sein, als wenn man die Modifikationen einfach aufschreibt (logisch).

Da das System selbst kaum steht und an D&D angelehnt ist, nutze ich als Grundriss Zaubereigenschaften wie
- Dauer
- Sprechdauer und Komponenten (Gesten, Sprache usw.)
- Sprechschwierigkeit (eine Probe um den Zauber zu wirken z.b.)
- Schaden (wenn zutreffend)
- Reichweite
- Ziele
- Resistenz (kann man sich dagegen wehren?)
- Diverse Elemente als Fluff (Eis, Luft,Eisen, whatever usw.)

die Komponenten der Symbole variieren diese Eigenschaften und man kann sich überlegen auf welche Art man das Symbol unter Einhalten der Zeichenregeln variiert oder erstellt. Die Zaubereigenschaften dienen aber, wie gesagt, nur für grundsätzliche Überlegungen und es müssen nicht alle oder überhaupt welche davon auftauchen.

Mögliche Ausbauten fürs RPG wären gar:
- unterschiedliche Möglichkeiten (Zeichenregeln?), je nach Mächtigkeit oder Magierklasse
- Auf Risiko spielene, brechen der Regeln oder absichtliches Überfordern des Charakters für besonders starke Effekte.


Als Orientierung dient mir neben der Optik "realer" magischer Symbole und Geometrie, ein bisschen Symmetriekunde und einige mathematische Spiele aus der Graphen- und Knotentheorie (z.b. Haus vom Nikolaus, Käsekästchen, Sprouts usw..). Die Spiele kommen alle mit sehr wenigen einfachen Regeln aus und bieten relativ viel Variation.
Das Problem ist, daß dabei selten "ästhetische" Schönheiten herauskommen. Und die fertigen Symbole haben dagegen den Nachteil, daß sie individuell und kaum reproduzierbar sind.

Lange Rede, kurzer Sinn,
da hänge ich dann auch alsbald fest. Kennt jemand denn zufällig ein Zeichenspiel, daß Überlegung vorraussetzt und ansehnliche (z.b. symmetrische) Symbole (oder Ornamente oder Muster oder gar Piktogramme..) in zahlreicher Variation nach einfachen Regeln (so daß es wirklich jeder künstlerisch unbegabte Spieler schafft) hervorbringt?


Ein wenig neue Impulse und Anregungen würden mich wahrscheinlich schon weit bringen. Vielleicht gibt es so ein RPG ja schon und ich leb hinterm Mond.

p.s.:
Ich kenne genau ein Rollenspiel, daß so etwas ähnliches schon versucht hat, und zwar KEAS, das hier im Forum überall aneckte. Genaugenommen ist es die einzige Idee aus dem RPG, die mir gefällt, allerdings ist mir das Symbolsystem nicht herausfordernd genug und es dreht sich nur um 2 Symbole (Pentagramme).
« Letzte Änderung: 1.02.2010 | 19:01 von Falcon »
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Offline kirilow

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Lange Rede, kurzer Sinn,
da hänge ich dann auch alsbald fest. Kennt jemand denn zufällig ein Zeichenspiel, daß Überlegung vorraussetzt und ansehnliche (z.b. symmetrische) Symbole (oder Ornamente oder Muster oder gar Piktogramme..) in zahlreicher Variation nach einfachen Regeln (so daß es wirklich jeder künstlerisch unbegabte Spieler schafft) hervorbringt?

Ich weiß nicht einmal sicher, ob ich das richtig verstanden habe, aber mir fiel bei 'Zeichenspiel' gleich Tangram ein:
http://en.wikipedia.org/wiki/Tangram

Grüße
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Offline Merlin Emrys

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Ich war auch nach kurzem Überlegen bei Tangram vorbeigekommen. Oder vielleicht LÜK? (Für die, die es nicht kennen: Es ist eigentlich eine Art Lernspiel für Vorschul- und Grundschulkinder, bei dem, wenn man alles richtig gemacht hat, ein bestimmtes geometrisches Muster aus bedruckten Plastiplättchen entsteht. Die Möglichkeiten sind allerdings eher beschränkt, aber man könnte über eine höhere Farbauswahl, mehr oder weniger Plättchen usw. ohne Probleme höhere Variabilität erreichen.)
« Letzte Änderung: 1.02.2010 | 20:55 von Merlin Emrys »

Offline Falcon

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Tangram ist schön, keine Frage, daran habe ich auch zu Anfang gedacht (gott, ich hab sogar Mandalas ausprobiert). Tangram ist aber nicht direkt ein Zeichenspiel, da man es ja eher so spielt, daß man die Teile hin und her schiebt, was mit Bleistift und Papier natürlich nicht geht.
Tangram zeichnen ist eher ein großes Geschmiere, zumal man die Proportionen ja nicht von Hand hinbekommt.

Seid auf jeden Fall auf dem richtigen Dampfer.
Guckt euch mal das Sprouts an, was ich erwähnt habe:
http://de.wikipedia.org/wiki/Sprouts
und davon gibts noch einige mehr.

was ich mit magischen Symbolen gemeint habe, ist ja sicher ungefähr klar:
Beispiele:
http://farm4.static.flickr.com/3285/2787274495_e26490a98f.jpg?v=0
http://www.sacred-texts.com/eso/pnm/img/28400.jpg

@LÜK:
cooool, das habe ich sogar noch hier irgendwo rumfliegen!
Habe Stunden damit verbracht damals, es aber nie nach Regeln gespielt ;D
Ist aber leider auch ein Legespiel.

es wundert mich ehrlich gesagt, daß das im RPG völlig unbearbeitet ist.
« Letzte Änderung: 1.02.2010 | 19:57 von Falcon »
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Offline kirilow

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Tangram ist aber nicht direkt ein Zeichenspiel, da man es ja eher so spielt, daß man die Teile hin und her schiebt, was mit Bleistift und Papier natürlich nicht geht.
Tangram zeichnen ist eher ein großes Geschmiere, zumal man die Proportionen ja nicht von Hand hinbekommt.
Stimmt. Ich hatte nicht genau hingelesen und Zeichen = Symbol/Bild/etc. und nicht als Zeichen wie Malen verstanden.

Sprouts sieht cool aus.

Eine andere Frage: wo und wann soll dieses Minispiel eigentlich vornehmlich in Aktion treten?
1. Am Tisch (wie Kampf- und Fertigkeitssystem) oder
2. zu Hause (wie Charakter- und Abenteuererschaffung)

(Ich halte letzteres für ein solches Spiel im Spiel für gewinnbringender)

Grüße
kirilow
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Offline Falcon

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Also im Kampf auf keinen Fall. Das dauert eben so lange für den Charaktere, wie für den Spieler im Idealfall, aber muss natürlich nicht zeitgleich passieren: "Ne, wir lagern jetzt nicht, da kannst du nicht zeichnen".
(so kleinlich bin ich da nicht, der Spieler soll sich eben nur fühlen als würde er den Job des Magiers übernehmen, egal wann und wo das jetzt outgame passiert).

Da viele Spieler neben dem Spiel rumkritzeln, Würfeltürme bauen, Regeln lesen und Chips essen können, kann man das auch während des Spiels machen. Es soll ja nicht überfordern und die ganze Konzentration verbrauchen. Die Möglichkeiten sollen schon immer klar ersichtlich sein (daher ist Tangram wieder ungeeignet), aber die Zeichenschritte muss man eben selber wählen. Es geht ja nicht darum eine Lösung zu finden, sondern bekannte Kompromisse aus Vorteilen und Nachteilen zu machen ("Der Zauber macht jetzt mehr Schaden, wenn ich es so zeichne, aber dadurch dauert er länger zu sprechen"). Man kann das natürlich auch nach Hause verlegen. Ist ja irgendwie auch Charakterplanung.

Könnt ihr euch vorstellen sowas zu spielen?
Äquivalent stelle ich mir ähnliches oder nicht z.b. für Diebe vor mit anderen Methoden (als Schlösser Knacken z.b.).
Ein ganz Ähnliches Prinzip aber eben mit ganz anderer Methode habe ich mal bei Agon gelesen, da gabs eine Schwerthand und eine Schildhand und in die Entsprechenden Hände verteilte man die Würfel für Angriff und Abwehr, das Würfeln war dann eben wie Kämpfen :whoosh: :)

Ich habe noch zahlreiche links und eigene Versuche, will die aber nicht alle hergeben, da die User dann bald da festhängen wo ich bin, und ich neue Impulse vergessen kann.

worüber ich gerade eben noch gestolpert bin:
Ich habe zunächst viel mit einfachen Geometrien gespielt: Quadrate, Dreiecke, Kreise, das kann jeder Zeichnen. Die könnte man vielleicht so zusammenpuzzlen, wie man das von Kornkreisen kennt. Die hier finde ich auch sehr gut
http://www.suberic.net/~dmm/graphics/omg/circles.html

dann, das Erstellen von Magic Squares basiert auch auf mehr oder weniger "schönen" Mustern.
http://mathworld.wolfram.com/MagicSquare.html  (runter scrollen).
Die Zahlen muss man ja nicht aufschreiben. Man könnte aber ein Punktraster als Hilfe zeichnen (die Punkte siehtman ja später nicht mehr).

In diesem Zuge könnte man bestimmte Züge zulassen wie beim Schach, ein Pferd darf 2Felder vor,und eins zur Zeite - zack - dahin eine Linie zeichnen.

Es gibt halt viele Möglichkeiten aber was Richtig brauchbares war irgendwie noch nicht dabei. Es ist für mich weniger ein Problem ein entsprechendes Spiel zu finden und das abzuwandeln, als eines, bei dem etwas ansehnliches heraus kommt.
« Letzte Änderung: 1.02.2010 | 20:27 von Falcon »
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Offline Merlin Emrys

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Ich habe nochmal eine Runde mehr oder minder ziellos im Internet gewühlt und bin dabei auf diese Seite gestoßen: http://www.zirkumferenz.de/hlx/Vortrag/gnaed/clendy/menhir.htm . Was von dem Text zu halten ist, weiß ich nicht, aber die Bilder am Anfang des letzten Drittels der Seite schienen mir so halbwegs zu dem zu passen, was Du beschrieben hast... Taugt das irgendwas für Dich?

Offline Urias

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Hmmm... Wie wärs mit der Sigillenmagie?
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Offline Nachtfrost

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zum Kampf:
bei einer älteren Ars Magica Auflage gabs mal ein paar Seiten mit Handzeichen, die bestimmte Elemente und magische BEfehle repräsentierten (z.b. zeichen 1 (creo) + zeichen 2 (ignem) = Feuer erschaffen). Das wären auch magisch Zeichen im weiteren Sinne und eben schnell als Feldformel einsetzbar.
Ich kann die Gedanken hinter den Regeln ja durchaus verstehen. Dämonen sollen schliesslich schreckliche und furchteinflößende Wesen sein. Daher müssen auch die entsprechenden Regeln grauenvoll sein.

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Offline Falcon

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Stimmt, in Ars Magica werden ja Befehle kombiniert. Wenn ich das weiter denke könnte ich mir ein Set auf fertigen Symbolen vorstellen (Wie ein "Alphabet", eins für "mehr Schaden", eins für "größere Reichweite" usw.), daß man dann nach bestimmten Regeln zusammenpuzzlen kann.

Sigillenmagie klingt schon spannend aber es fehlen wohl die festen Regeln, man soll die Sigills ja irgendwie zeichnen. Ein Mitspieler muss das ja reproduzieren können.

@Merlin: möglich, daß es was bringt. Ich lese den Text mal durch, wenn ich Zeit habe, bin mir noch nicht sicher, wie die da die Punkte verbinden. Etwas ähnliches habe ich schon mit dem mathematischen Spiel Cross Lines bekommen (finde den Link jetzt nicht).

Da zeichnet man einen Kreis aus Punkten (üblich 10Pkte) und verbindet abwechselnd (2Spieler) zwei nicht benachbarte Punkte. Im Folgenden muss dann immer ein Strich (und nur einer) gekreuzt werden. Wer zuerst keinen Strich mehr setzen kann, hat verloren.
Die Ergebnisse sind aber nicht so vielfältig, wie man glauben mag. Bei 5 oder 6 Punkten geht die Variabilität extrem runter. Und immer schönes kommt dabei auch nicht raus.
« Letzte Änderung: 1.02.2010 | 21:47 von Falcon »
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Irgendwie kommt dann sowas wie das Minispiel von Paradroid bei raus, oder?

Ich sehe allerdings immer noch nicht, welches SPielerlebnis Du mit dem Magiesystem färdern willst.
Was erhoffst DU Dir davon?

Vielleicht kann man daran etwas entlangkonstruieren.

Offline Urias

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Njo üblicherweise werden Sigillen ja erschaffen indem man das "Ziel" der Sigille aufschreibt, doppelte Buchstaben wegstreicht und dann daraus sowas zeichnet. Man könnte hier ja quasi für diverse Effekte bestimmte extra-Zeichen einbauen die man hinzumacht.

Also zB wenn man ne Sigille für Heilung schreibt, hat man einen Heilzauber für eine Person. Wenn man jetzt einfach sagt, dass wenn ein Zauber auf mehrere Ziele gehen soll, man über die Segille einen Kreis legen soll oder so, dann hat man schnell ein Variantenreiches System. Alternativ könnte man hier auch zB durch Spiegeln des Zeichens daraus einen Schmerzzauber machen oder so...
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Offline Yvo

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Moin,

DSA-Schwertmeister hatte irgendwann mal "Runenmagie"... ...aber das war recht simpel: Man wählte drei Runensteine (Ausgangspunkt, Weg, Ziel) und formte daraus ein Runendreieck. (Hat man gelegt, könnte man allerdings auch malen...)

Ich fände die Idee mit einem Legespiel aber auch nicht verkehrt... ...zum einen kann man die Teile mit hübschen arkanen Symbolen verziehren und zum anderen muss ich keine komischen Zeichen auswendiglernen.

Es gibt ein Brettspiel namens Ubongo, von dem man ausgehen könnte...
http://www.youtube.com/watch?v=u1lsrcQJbwk

Man muss da Tetris-Puzzle-ähnlich unter Zeitdruck zufällig ausgewählte Teile in eine vorgefertigte Form legen (es gibt 48 Karten, für die "schweren" braucht man 4, für die "leichten" 3 Teile).

Jetzt könnte man sagen ein Zeichen/Teil erhöht die Wirkungsdauer, ein anders geformtes den Schaden, ein drittes erhöht die Anzahl der Ziele um eins etc.

Man könnte auch sagen, das die nützlichen Zeichen besonders groß, sperrig und kompliziert geformt sind. Dann gibt es noch kleine Zeichen (1cm*1cm), die allerdings negative Effekte haben (z. B. der Zauber erschöpft den Magier) oder keine...
Je nach Macht/Stufe des Magier stehen ihm andere Zeichen/Teile zur Verfügung.

Wird jetzt ein Zauber gesprochen, gibt der Spielleiter ihm zufällig eine von 10 vorgefertigten Karten (die "Magie-Matrix des Ortes", oder so...) und der Spieler hat 30 Sekunden Zeit, diese mit seinen Zeichen auszumalen/Teilen vollzulegen. Ist die Karte komplett ausgefüllt, gelingt der Zauber. Sind noch "weiße Flecken" da, schlägt er fehl.

Hoffe, ihr versteht, was ich meine. Falls nicht, schaut euch oberes Video an und stoppt bei 0:19.
Auf der linken Seite seht ihr auf der Karte 6mal 3 Teile (die natürlich auf einer "Magie-Matrix-Karte" dann nicht stehen)... ...mit allen 6 Kombinationen lässt sich der rechte, weiße Bereich ausfüllen.

Ist halt nur eine erste Idee... ...vielleicht hilft sie dir bei deinem Brainstorming ja.

Bye,
Yvo
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Offline Yvo

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Eine andere Idee: Buchstaben, bzw. Schrift statt Zeichen/Malen...

Können ja "magisch" aussehen, wie arabische Schrift oder sowas.

Da kann man dann bestimmte Regeln machen, z. B. immer abwechselnd Konsonanten und Vokale, ein "Mk" darf nie am Anfang stehen, ein "Tr" nie am Ende, kein Zeichen doppelt verwenden, es sei denn ein o steht dazwischen, aber keine zwei o in einem Wort...

Das wäre wohl zu kompliziert mit zuvielen Regeln. Müssen ja auch nicht viele Buchstaben sein, "12" reichen...

Vorteil des ganzen: Dann hat man auch ein schönes, "magisches Wort" das der Spieler Aussprechen kann.

Leichtere Regeln wären "Andockpunkte": ein K hat oben und unten einen, lässt sich als mit einem X verbinden, das wiederzum mit einem Z, dann ist aber Schluss... ...vor das K könnte ich ein M oder ein N setzen.
Beim Aussprechen muss ich natürlich Vokale dazwischen setzen... MaNoKaXuZ!



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Offline Whisp

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Also für schöne und variable geometrische figuren eignet sich powerpoint. Nutze die Sympbole und verändere sie mit den gelben Rauten. Auch wenn es sich seltsam anhört, damit kann man eine menge machen. unter anmderem habe ich einige Symbole (v.a. Flaggen) für mein Starlords RPg damit gemacht

gruß
Whisp
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Eulenspiegel

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Cool, Sprouts kannte ich noch gar nicht. Werde ich aber bei uns ab sofort als Pausenspiel einführen. :)

Wie man Sprouts evtl. fürs RPG nutzen kann:
1) Der Spieler hat verschiedene Runensymbole, die alle seinen Zauber stärken.
Jede Rune hat dabei drei Eigenschaften. (Normalerweise eine positive Eigenschaft, eine neutrale Eigenschaft und eine negative Eigenschaft.)
 
2) Jeder Strich, der die Rune berührt, aktiviert eine Eigenschaft.
Bei normalen Runen mit höchstens zwei positiven Eigenschaften, sollte der Spieler also versuchen, dass diese Rune nur zweimal berührt wird.
Gute Runen mit drei positiven Eigenschaften sollten dagegen dreimal berührt werden.

3) Anstatt Startpunkte zeichnet der Spieler seine Runen frei aufs Papier.
Jetzt beginnt der Spieler nach den Regeln von Sprouds, seine Runen zu verbinden.

Dabei muss er das Spiel zu Ende spielen. Die Macht der Runen entfaltet sich bloß, wenn es keine weiteren Verbindungsmöglichkeiten mehr gibt. (Solange sich also noch zwei Punkte regelkonform verbinden lassen, muss er diese beiden Punkte auch verbinden.)

4) Wenn er zwei Punkte/Runen verbindet, muss er auf der Verbindungslinie ja einen weiteren/Punkt Rune zeichnen. Der Spieler muss sich bei diesem Punkt entscheiden, welche Rune er dahinzeichnet. Es muss eine der beiden Runen sein, die er verbindet.

Beispiel:
Der Spieler verbindet die Feuerrune mit der Schadensrune. Dann darf er sich aussuchen, ob die neue Rune, die dabei entsteht jetzt die Feuerrune oder die Schadensrune ist.
Er darf nicht eine Hellsichtrune oder so einzeichnen.

optionale Zusatzregel:
5) Gegensätzliche Runen dürfen nicht direkt verbunden werden:
Ich darf die Feuerrune nicht direkt mit der Wasserrune verbinden.
Und ich darf die Hellsichtrune nicht direkt mit der Illusionsrune verbinden.

Ja, ich weiß, dass ist jetzt kein komplett neuer Ansatz, aber vielleicht hilft er dir trotzdem weiter. Ich werde mal über deine Idee schlafen. Vielleicht fällt mir ja morgen noch etwas Neues ein.

Ah ja, Runen sollten einfache und intuitive Symbole sein.
Beispiel:
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Offline Falcon

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Danke für die weiteren Tips, wenigstens interessiert es ein paar Leute.

zum Einzelnen:

@DK: Paradroid ist doch ein Rogue Like oder? wüsste jetzt nicht, was das damit zu tun hat.
Was ich mir davon erhoffe, habe ich ja eigentlich schon zweimal geschrieben:
Ich will daß Spielgefühl einen Charakter darzustellen dadurch verstärken, daß man nicht nur ausspielt sondern etwas weniger abstrakt als Probewürfe auch den Tätigkeiten nachgeht. So kann man als Magierspieler selbst an magischen Symbolen hantieren um seine Zauebr zu modifizieren.
Wichtig ist mir dabei, daß es
- strategisch ist (man also gut oder schlecht darin sein)
- es einfach aber variabel ist (wie ein mathematical game)
- das ansehnliche, atmosphärische Ergebnisse (magische Symbole) dabei herauskommen
- daß man die Symbole modular aufbauend und ohne Zeitdruck zeichnet (das heisst nicht aus Steinen legend, nicht mit Stoppuhr im Kampf und schon gar nicht mit Radieren).
- Diese Symbole bewahrt man dann auf, um auch im Kampf schnell wählen zu können welche selbst enwickelte Form man nun zaubert.

@Stahlstadtkind: ich finde die Zeichenregeln für ein Sigill jetzt nicht. Klar, ich habe bei "Heilung" nur die Buchstaben aber es gibt ja zig gleichwertige Möglichkeiten ein Symbol zu zeichnen, einzige Bedingung, es soll sich "richtig anfühlen". Ist fürs RPG natürlich ungeeignet.
Das Spiegeln den Effekt umkehrt ist aber ein netter Gedanke. Mit Spiegelebenen, Rotationsachsen und Inversionszentren habe ich nämlich auch schon herumgespielt.

@Yvo: Was machte man mit dem Runendreieck bei DSA?
Unbongo finde ich jetzt sehr unäthetisch und durch den Zeitfaktor auch serh stressig. Kann man sicher machen, aber ich will das ja nicht als Kampfakt, sondern als "magischer Forschungsakt" umsetzen.

die Buchstabenidee könnte gut sein. Die Buchstabenserien wirken nur etwas trist. Die Möglichkeiten der Andockpunkte finde ich aber etwas beschränkt.

@whisp: Es geht nicht darum wie die Symbole gezeichnet werden. PC Arbeit und Rollenspiel finde ich ganz ungeeignet. Nein, daß muss schon mit Notizbuch und Stift machbar sein. Ausserdem erhöht das ja gerade den "Zauberbuch"-Effekt und ein PC zerstört ihn genau wieder.

@eulenspiegel: ich habe gefühlte 1000 Sproutsskizzen gemacht aber auf die Möglichkeit bin ich noch nicht gestoßen. Deine Idee erfüllt zwar keinen ästhetischen Gesichtspunkt aber vielleicht kann man das ja modifizieren.
« Letzte Änderung: 2.02.2010 | 18:00 von Falcon »
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Ah, dann sollen sich die Spieler ein Grimoire anlegen und im Spontanfall die Möglichkeit haben, zu improvisieren.

mittlerweile bin ich mehr und mehr begeistert von der Idee. Vor Allem Eulenspiegels Ansatz könnte rocken.
Ich würde ein Grimoire dann auf eine bestimmte Spruchanzahl reduzieren und auch Spruchkerne zulassen, die man dann erweitern kann.

Vorschlag:
Anzahl der Linien beeinflusst die Spruchdauer (Es muss gezogen werden, bis nichts mehr geht.)

Ich glaube, ich baue mir mal ein paar Sprüche. ;D)


@Paradroid
in dem Spiel spielt man eine Drohne, die andere Roboter übernehmen kann. Das geschieht durch ein kleines Minispiel gegen den Rechner.
Die Sproutvariante gegen den SL klang für mich nach einer solchen Variante:
Ziel des Spieles ist es, mehr der mittleren felder für sich zu beanspruchen als der Gegner.
Dabei kommen auch logische Gatter, Zeitdruck usw. ins Spiel.

*Threadabo*

Alex

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Ein bisschen destruktive Kritik kann auch nicht schaden  >;D
Spätestens Donnerstag kann ich mich wieder ernsthaft damit beschäftigen, bis dahin fehlt mir die Zeit.

@Grimoire: ja genau, sowas habe ich mir vorgestellt. Es macht ihmo so einfach mehr Spass einen Magier zu spielen.
ich habe mir vor Wochen fürs RPG sogar schon ein passendes besorgt ;D
http://www.zubin.de/Lederbuch/Reisetagebuch:::1_4.html

@Paradroid: gut, dann kenne ich das definitiv nicht. Aber sowas ähnliches wirds sicher sein.

@Crossline:
ENDLICH, ich habs wiedergefunden:
http://www.boardgamegeek.com/boardgame/58671/crossline
Das ist ein topologisches Spiel und kürzlich erst in einem Magazin erschienen.
Anhand dessen habe ich die meisten Versuche gestartet  (auch die Regeln verändert). Die Ergebnisse sind immer einigermaßen ansehnlich, allerdings auch nicht sehr abwechslungsreich (Dreiecke und Vielecke) aber man kann schön mit offenen Andockpunkten und Flächen arbeiten (die beiden hängen voneinander ab also kann man sie von den effekten her theoretisch gegeneinander ausbalancieren). Als Zaubergrad könnte man z.b. die Punkte im Kreis variieren (je mehr, desto komplexer).
« Letzte Änderung: 2.02.2010 | 20:23 von Falcon »
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Offline Yvo

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@Falcon: Mit den Runendreiecken machte man jetzt nicht soooo viel.
Auf Tharun (Dere, die Welt von DSA ist nämlich Hohl und innen liegt die Hohlwelt Tharun... ...war zumindest um 1991 noch so, als dieses Schwertmeisterset rauskam.) funktionierte Spruchmagie nicht mehr. Magier konnten nur noch mit Runensteinen zaubern, die sie im Spiel finden mussten und dann als Spieler auch ausgehändigt bekamen.
Die Original-Regeln findest du auf der folgenden Seite:

http://www.cedrik.net/dsa/tharun/allerunen.jpg

http://www.cedrik.net/dsa/tharun/index.html
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Offline Ikarus

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Hallo habe vielleicht einen Einfall, der dir weiterhelfen könnte...

Du könntest einfache geometrische Formen mit einem an den Enden zusammengebundenen Stück Schnur darstellen. Die Spieler könnten dann mittels einer Pinnwand oder Ähnlichem und Nadeln die Ecken der späteren Form definieren und das Stück Schnur beliebig falten und wenden. Ein Pentagramm kann man damit zum Beispiel auch darstellen. Wenn du das noch ein wenig komplexer willst, kannst du noch Ringe und gerade Hölzchen dazugeben.

Als Spielleiter könntest du zum Beispiel sagen: ich möchte eine Figur, die symmetrisch ist, 5 Ecken hat und von einem Kreis umschlossen wird. Ihr bekommt dazu ein mittellanges Stück Schnur, einen Ring und zwei Hölzchen.

Das ist natürlich nur eine fluxe Idee, aber vielleicht kann man sie ja abändern und weiterentwickeln...

Gruß

Ikarus

Offline Falcon

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ich hab das mit dem Faden nicht ganz verstanden.

Aber Pinnwand und Faden UND Bauklötze UND notwendiger Spielleiter um die Rahmenbedingungen festzulegen scheint mir viel zu aufwändig zu sein.

Egal zu welchem Ergebnis ich komme, es wird auf jeden Fall eines sein, daß man alleine und nur mit Stift und Papier machen kann.

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die Tharunregeln gucke ich mir nochmal an. Mal schauen, ob sich etwas daraus ziehen lässt.
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Offline Ikarus

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ok, warum definierst du dann nicht einfache geometrische Formen (Kreise, Ellipsen, Polygone, Halbkreise, Sterne,...) und ordnest sie einem magischen Aspekt zu (z.B. Kreise sind Heilung, Zerstörung sind Dreieck). Je nachdem wie hoch der Grad des Zaubers ist, desto mehr Symbole müssen verwendet werden und desto komplexer wird das ganze. Einige Symbole dienen natürlich lediglich zum Verbinden und Anordnen der Aspekt Formen. Damit lassen sich doch schon ziemlich aufwendige Gebilde skizzieren.

Rahmenbedingungen oder Aufbauregeln müssen natürlich weiterhin bestehen, können aber vorher natürlich allgemein aufgeschrieben werden.

Offline Falcon

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und nach welchen, limitierenden Gesetzmäßigkeiten sollten die Geometrien dann angeordnet werden? Das ist doch genau die Frage.

Einfach mal Kreise und Dreiecke zu nehmen und zu sagen, das ist Wasser, das ist Feuer, war nie das Problem. Aber danach fängt die Arbeit an.

UND dann soll auch noch etwas "ästhetisches" dabei herauskommen und kein chaotisches Durcheinander.

danke trotzdem für die Hilfe.
« Letzte Änderung: 4.02.2010 | 16:58 von Falcon »
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