Autor Thema: Wie stark gewichtet ihr Kämpfe?  (Gelesen 12143 mal)

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Offline flaschengeist

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Re: Wie stark gewichtet ihr Kämpfe?
« Antwort #100 am: 21.10.2025 | 21:09 »
Ein Drehbuch-Lehrsatz, den ich mal gehört hatte, war: "Du musst die Leute zu Beginn gleich bei den <Genitalien> packen." Das muss dann kein Kampf oder Konflikt sein, aber zumindest etwas, das Fragen aufwirft, und stressvoll darf es auch sein. Critical Role Campaign 4 beginnt mit einer Hinrichtung. Ein kleines bisschen wie einer der "Fluch der Karibik"-Filme beginnt.

Das gilt natürlich nicht für jede Art von Film, aber für viele. Mit ihren actionreichen Eröffnungssequenzen folgen Bondfilme, Indiana Jones und wohl auch alle Marvel-Filme diesem Prinzip.

Dieser Drehbuch-Lehrsatz erscheint mir beim Rollenspiel nicht falsch zu sein.

+1. Ich habe mit "strong starts" nur gute Erfahrungen gemacht (und zwar als SL wie als Spieler). Daher haben sowohl das DuoDecem Einführungsabenteuer als auch das hoffentlich noch im ersten Quartal 26 publikationsreife erste lange Abenteuer beide einen entsprechenden Einstieg.
Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzuzufügen gibt, sondern dann, wenn man nichts mehr weglassen kann (frei nach Antoine de Saint-Exupéry). Ein Satz, der auch für Rollenspielentwickler hilfreich ist :).
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Re: Wie stark gewichtet ihr Kämpfe?
« Antwort #101 am: 21.10.2025 | 21:27 »
In medias res zu starten ist ein uralter Trick, und er ist deshalb so alt, weil er funktioniert.

Nur führt das, wenn man's logisch zu Ende denkt, eben auch dazu, daß ein Abenteuer mitten in einem Kampf einsetzen kann, der nominell in der Spielwelt schon seit einer Reihe von Runden tobt...kann man machen und spricht auch rein vom Prinzip her nichts dagegen, wird aber vermutlich mit manchen Spielen und Spielern glatter laufen als mit anderen. ;)

Offline flaschengeist

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Re: Wie stark gewichtet ihr Kämpfe?
« Antwort #102 am: 21.10.2025 | 22:35 »
In medias res zu starten ist ein uralter Trick, und er ist deshalb so alt, weil er funktioniert.

Nur führt das, wenn man's logisch zu Ende denkt, eben auch dazu, daß ein Abenteuer mitten in einem Kampf einsetzen kann, der nominell in der Spielwelt schon seit einer Reihe von Runden tobt...kann man machen und spricht auch rein vom Prinzip her nichts dagegen, wird aber vermutlich mit manchen Spielen und Spielern glatter laufen als mit anderen. ;)

Ja, u.a. deswegen würde ich persönlich einen in medias res Start nicht so gestalten, dass die Spieler keine Entscheidungsmöglichkeit haben sondern so, dass direkt am Anfang etwas dramatisches passiert (was dann je nach Entscheidung der Spieler zum Kampf oder einer anderen Herausforderung führen kann aber nicht muss).
Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzuzufügen gibt, sondern dann, wenn man nichts mehr weglassen kann (frei nach Antoine de Saint-Exupéry). Ein Satz, der auch für Rollenspielentwickler hilfreich ist :).
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Offline Feuersänger

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Re: Wie stark gewichtet ihr Kämpfe?
« Antwort #103 am: 21.10.2025 | 22:44 »
Ich nehme mir hiermit vor, über die nächsten 3-4 Sitzungen mal tatsächlich auf die Uhr zu gucken, aber kann freilich nicht versprechen dass ich auch immer dran denke. Falls es klappt, melde ich mich hier nochmal.

Kurzer Zwischenstand: heutige Sitzung sehr wenig Kampf, insgesamt vielleicht 15, max 20 Minuten (von ca 3,5h Spielzeit).
Dafür steht nächstes mal ein Dungeon an, da wird es dann wahrscheinlich eher andersrum aussehen.
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Offline Feuersänger

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Re: Wie stark gewichtet ihr Kämpfe?
« Antwort #104 am: 22.10.2025 | 01:12 »
War es Pheonix Command?

Ich schau mir grad das Video an und finde es sehr lustig. ^^
Einen analogen Eindruck hatte ich von The Riddle Of Steel, das scheint so das Pre-Modern Pendant zu PxCmd zu sein. Nämlich in dem Sinne, dass man da auch hochfein auflöst und simuliert, welche Trefferzone man anvisiert und welche Abweichung es gibt und was man tatsächlich trifft und was dann für ein Schaden verursacht wird, ob da nun der Arm abgetrennt oder der Hals aufgeschlitzt oder der Schädel zertrümmert wird... und wenn man das alles feinstgranulierend aufgelöst hat, stellt man fest dass der Getroffene daran krepiert, und auf geht's zur nächsten Zehntelsekunde...
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Offline Sashael

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Re: Wie stark gewichtet ihr Kämpfe?
« Antwort #105 am: 22.10.2025 | 08:08 »
Das erinnert mich an eine Shadowrun 2 Verfolgunslgsjagd durch Seattle.

Am Spieltisch waren das fast zwei Stunden, in denen wir brutal durch die Stadt geheizt sind und uns wilde Gefechte mit ner Bikergang geliefert haben.

Dann haben wir ausgerechnet, dass das Ganze in SR Seattle ungefähr 30 Sekunden gedauert hat und die Höchstgeschwindigkeit war 60 km/h.

Die Berechnung von Modifikatoren für jede einzelne Handlung von 5 SC und 7 Bikern dauerte ewig.

Also, wir hatten damals schon Spaß, aber der Spaß in unserem Kopf passte eigentlich nicht mit der Spielweltrealität zusammen.

Wenn das System allen möglichen Kram klein-klein-klein simulieren will, gehen Tischzeit und Spielweltzeit oft extrem auseinander.

Wenn dann noch die Ingame-Zeit einer Kampfrunde sehr kurz gewählt ist (ich schau dich an, GURPS!), beisst sich das meiner Meinung nach dann auch hart mit den normalen sozialen Mechaniken an einem Spieltisch.

SC, die zu Kampfbeginn nicht vor Ort sind, können nüchtern betrachtet oft nicht einmal auf den Kampflärm reagieren, bevor das Gefecht vorbei ist und ihre Spieler müssten eigentlich den Kampf aussitzen.
"Du stehst in der Schlange an der Kasse, als draußen Schüsse ertönen. Nach etwa fünfzehn Sekunden ist alles wieder ruhig. Was tust du?", während der Rest der Gang sich gerade ein tödliches Feuergefecht geliefert hat, dessen Abwicklung über eine Stunde dauerte.

Sowas möchte ich heute auch nicht mehr wirklich spielen.
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Offline Namo

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Re: Wie stark gewichtet ihr Kämpfe?
« Antwort #106 am: 22.10.2025 | 09:04 »
Klar, das grundlegende Problem bei verregelten Kämpfen ist eben, dass die (imho egal in welchem System) niemals in Echtzeit laufen können. Was in Wirklichkeit ein Zeitraum von z.B. 10 Sekunden pro Runde ist, in der alle gleichzeitig agieren - kann am Tisch auch ohne Würfeln schon nicht funktionieren. Da sitzen neben dem SL vielleicht noch 6 Spieler. Jeder erzählt was er macht. Das muss der Reihe nach laufen und nicht wie im wirklichen Leben gleichzeitig.

Dazu kommen eben noch taktische Planungen und Überlegungen, Zauberauswahl etc. Und natürlich die Würfelwürfe selbst. Und dann haben wir noch nicht über die Handlungen der NSC gesprochen. Und wenn dann neben der sturen Regelbefolgung vielleicht auch noch ein wenig Rollenspiel dazu kommt um Atmosphäre zu schaffen - tja dann dauert das eben. Von daher finde ich Zeit für Dialoge/Erkundung zu vergleichen mit Zeit für Kämpfe schon ein wenig Äpfel mit Birnen verglichen.

Tatsächlich sehe ich auch nicht wirklich das Problem darin. Genau darum soll es ja auch in dem Thread hier gehen. Jeder spielt und gewichtet anders. Auch da gibt es kein richtig oder falsch, sondern es kommt auf die jeweilige Gruppe an. Ich nehme aus den Beiträgen hier schon extrem viel horizonterweiterndes mit. Ich lebe ja schon auch in einer eigenen Blase, da ich ähnlich wie Zed auch nur noch eine langjährige Gruppe habe. Und das ist halt schön. Mann ist aufeinander eingespielt und spielt eben auch seinen "Stiefel" herunter der jedem Spaß macht. Mann versucht auch mal einen anderen Stiefel um Abwechslung herein zu bringen. Dass es aber Menschen gibt, die anstelle eines Stiefels lieber einen Laufschuh anziehen ist für mich spannend. (oje, ich habe es heute mit seltsamen Vergleichen).

Hier im Thread - auch in Beiträgen von vor 15 Jahren - ist ja auch quasi die komplette Bandbreite vertreten. Von einem immer wieder gerne von der rollenspielenden, Laienschauspielbühne zündelnden Megavolt (ich mag deine gewollt provokativen Beiträge sehr gerne, da ich mir richtig vorstellen kann, wie du mit einem diabolischen Lächeln vorm Monitor sitzt und dich freust mal wieder Schwung ins Tanelron zu bringen) bei dem Kämpfe keine Rolle spielen bzw. etwas ernstzunehemendere Kommentare die in diese Richtung gehen, über viele Beiträge in der Mitte, hin zu einem Beitrag der offen zugibt, dass er eigentlich nur wegen der Kämpfe spielt und die Story dazwischen nur dem Hinleiten zu Kämpfen dient.

Toll unser Hobby. Da findet doch jeder etwas.

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Ein Aspekt, der teilweise auch hier reingehört: Wie stark gewichtet ihr Kämpfe beim Charakterbau oder der -entwicklung? Früher wurden die Charaktere mit Kampfmöglichkeiten und -fähigkeiten zugestopft. Heutzutage sind meine Charaktere meistens Richtung Utility angesiedelt und haben daher meistens nur noch 1 bis 3 Kampfmöglichkeiten, was sich aber interessanterweise als ausreichend herausgestellt hat.

Bitte abtrennen, falls das einen separaten Thread wert ist.

Hängt natürlich ein Stück weit davon ab, was wir eigentlich spielen wollen. Eine Dungeoncrawler- oder Kung-Fu-Kampagne verlangt natürlich praktisch schon ab Werk nach Charakteren, die im Vermöbeln aller möglichen Gegner zumindest "gut genug" sind, aber auf der anderen Seite erwarte ich von einem Kinderdetektiv a la 1W6 Freunde normalerweise nicht, daß er reihenweise erwachsene Kriminelle (und dann am besten noch ausgewachsene Schlägertypen) auf die Bretter schicken soll, und auch Sternenflottenpersonal besteht eher nicht so aus Profikillern.

Aber halbwegs "allgemein" betrachtet und persönlich? Da sind Kämpfe zwar etwas, vor dem ich mit meinem Charakter keine übertriebene Angst haben will, gleich das ganze Team zu blamieren (d.h., auch der Buchhaltertyp hat im Zweifelsfall schon mal geboxt oder ein paar Stunden Hobbyschießerei betrieben), aber so richtig im Fokus stehen sie vom Charakterbau her höchstens dann, wenn er eben auch der ganz große Kämpfer der Gruppe sein soll...und selbst der darf ruhig auch "in Zivil" noch ein paar andere Sachen können, wenn gerade mal nicht gekämpft wird. :)

Offline Namo

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Re: Wie stark gewichtet ihr Kämpfe?
« Antwort #108 am: 22.10.2025 | 09:40 »
Hm, wenn du von einem Buchhaltertypen oder Kinderdetektiven schreibst, entsteht in mir auch in dem Zusammenhang folgende weiterführende Frage:

Gewichtet ihr Kämpfe unterschiedlich in:

1. Fantasyrollenspielen
2. SciFi (Marke Star Wars, Traveler etc. Shadow run würde ich vielleicht schon eher zu 3. zählen.)
3. "unsere Welt Szenarien" (ich kenne den korrekten Begriff nicht, meine hier aber spielen in unserem Zeitrahmen, also in unserer Realwelt, nähere Zukunft und nähere Vergangenheit bei der die Welt annähernd so ist wie aktuell (jeweils +- 100 Jahre ohne jetzt Fallout, was für mich schon wieder zu 2. zählen würde, Cthulhu und Vampire aber schon)

Zu 1. würde ich zum Beispiel theoretisch viel natürlicher zu Zufallsbegegnungen - die oftmals in Kämpfen münden würden - greifen wie in 3.

Würde eine solche Einteilung gegebenenfalls einen deutlichen Unterschied machen, so dass wir alle vielleicht gar nicht ganz so weit auseinanderliegen.

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Re: Wie stark gewichtet ihr Kämpfe?
« Antwort #109 am: 22.10.2025 | 09:45 »
Würde eine solche Einteilung gegebenenfalls einen deutlichen Unterschied machen, so dass wir alle vielleicht gar nicht ganz so weit auseinanderliegen.

Ich bin sicher solche Fragen haben massiven Einfluss. Es ist eben auch ein Unterschied ob ich Dungeon Fantasy mit Dungeonworld, D&D4 oder Cairn spiele.

Das ist letztlich bei allen diesen Fragen so. "Wie spielst du?" trägt regelmäßig implizit die Frage mit sich: "Welches Spiel spielst du?"

Offline Feuersänger

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Re: Wie stark gewichtet ihr Kämpfe?
« Antwort #110 am: 22.10.2025 | 13:42 »
Am Spieltisch waren das fast zwei Stunden, in denen wir brutal durch die Stadt geheizt sind und uns wilde Gefechte mit ner Bikergang geliefert haben.

Dann haben wir ausgerechnet, dass das Ganze in SR Seattle ungefähr 30 Sekunden gedauert hat und die Höchstgeschwindigkeit war 60 km/h.

 ;D
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Zitat
SC, die zu Kampfbeginn nicht vor Ort sind, können nüchtern betrachtet oft nicht einmal auf den Kampflärm reagieren, bevor das Gefecht vorbei ist und ihre Spieler müssten eigentlich den Kampf aussitzen.

Das hast du ja auch in gängigen Fantasysystemen sehr oft. Was mit ein Grund ist, warum "voraus-scouten" nicht funktioniert und auch das nächtliche Wacheschieben ziemlich problematisch ist. Auch wenn es ein Vorkommnis gibt, ist der ganze Spuk auch mit 6-Sekunden-Kampfrunden doch meist schon vorbei, ehe der Rest der Party sich aus den Schlafsäcken geschält hat.

Aber was willste machen. Längere Kampfrunden bedeuten wieder umso höhere mögliche Bewegungsweiten, was dann wieder bei der typischen zugweisen Abwicklung -- erst macht Figur A ihren kompletten Zug und alle anderen halten solange still, dann Figur B... -- immer unbefriedigender wird. Also doch besser Ticksystem?
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Offline Quaint

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Re: Wie stark gewichtet ihr Kämpfe?
« Antwort #111 am: 22.10.2025 | 13:48 »
Naja naja, Ticksystem... Hat mich bisher nicht so abgeholt. Zumindest bei Splittermond (wo ich am meisten damit zu tun hatte) sorgt das dafür, dass du viel Verwaltungsaufwand hast der sehr bei der Zahl der Kampfteilnehmer einschränkt. Es muss dort halt wirklich jeder seine eigene Figur auf der Leiste haben, weil sich da ständig was ändert, etwa durch aktive Abwehr. Wenn man 4 SC hat und 6 Ratlinge geht das vielleicht, aber wenn du mal größere Gegnermengen bringen willst, wird das schnell sehr träge. Mag bei anderen Ticksystemen anderst sein. Ich bring halt gern auch mal etwas größere Gegnergruppen.
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Re: Wie stark gewichtet ihr Kämpfe?
« Antwort #112 am: 22.10.2025 | 13:52 »
Hm, wenn du von einem Buchhaltertypen oder Kinderdetektiven schreibst, entsteht in mir auch in dem Zusammenhang folgende weiterführende Frage:

Gewichtet ihr Kämpfe unterschiedlich in:

1. Fantasyrollenspielen
2. SciFi (Marke Star Wars, Traveler etc. Shadow run würde ich vielleicht schon eher zu 3. zählen.)
3. "unsere Welt Szenarien" (ich kenne den korrekten Begriff nicht, meine hier aber spielen in unserem Zeitrahmen, also in unserer Realwelt, nähere Zukunft und nähere Vergangenheit bei der die Welt annähernd so ist wie aktuell (jeweils +- 100 Jahre ohne jetzt Fallout, was für mich schon wieder zu 2. zählen würde, Cthulhu und Vampire aber schon)

Zu 1. würde ich zum Beispiel theoretisch viel natürlicher zu Zufallsbegegnungen - die oftmals in Kämpfen münden würden - greifen wie in 3.

Würde eine solche Einteilung gegebenenfalls einen deutlichen Unterschied machen, so dass wir alle vielleicht gar nicht ganz so weit auseinanderliegen.

Ich denke, diese spezielle Trennung macht für mich keinen großen Unterschied. Eine Kampagne kann sich ja im Fantasy-, SF-, oder "moderne Welt"-Kontext jeweils immer noch um die verschiedensten Dinge drehen und entsprechend andere Protagonistenfiguren vor andere Herausforderungen stellen; Auswirkungen sehe ich hier höchstens bei der Frage, womit eigentlich gekämpft wird, wenn's soweit ist, und selbst da gibt's ja schon Fälle, wo beispielsweise in einem SF-Setting die Leute immer noch mit Schwertern antreten. Die leuchten dann höchstens mal. ;D

Ich bin sicher solche Fragen haben massiven Einfluss. Es ist eben auch ein Unterschied ob ich Dungeon Fantasy mit Dungeonworld, D&D4 oder Cairn spiele.

Das ist letztlich bei allen diesen Fragen so. "Wie spielst du?" trägt regelmäßig implizit die Frage mit sich: "Welches Spiel spielst du?"

Hmja. Die Spielregeln hatte ich bei meinem letzten Beitrag gar nicht mal so im Auge, aber natürlich spielen die und damit insbesondere auch die in ihnen präsentierten NSC-Gegner auch mit hinein. In der klassischen D&D-Schule etwa fange ich auf Stufe 1 als ziemlicher Underdog an, den potentiell schon so ein Hutzelkobold oder eine etwas übergroße Ratte fast im Alleingang (und allein sind die ja gegen eine ganze Gruppe von Spielercharakteren so gut wie nie) recht schnell fertigmachen kann...und da das Monsterhandbuch reichlich Stoff und Abwechslung hergibt und auch die meisten spielrelevanten Nicht-Monster-NSC höherstufig sind, braucht es eine Weile und wahrscheinlich nicht unter ein bis zwei Handvoll Stufen, bis ich mich mit meinem Charakter so halbwegs als "richtiger Held, dem so schnell keiner das Wasser reicht" fühlen darf. Das prägt logischerweise, zumal durch die niedrigen Stufen so ziemlich jeder muß, aber längst nicht jede Runde die hohen überhaupt je erreicht...

In einem einigermaßen auf "Realismus" getrimmten Regelwerk ist ein SC natürlich immer ein Stück weit in Lebensgefahr, wenn er sich auf einen Kampf einläßt, weil das nun mal die Art ist, wie auch die Realität funktioniert -- da kann dann schon mal eine "bloße" Kneipenschlägerei tödlich enden oder den Charakter zumindest längerfristig ins Krankenhaus schicken sowie permanent ein paar Zähne o.ä. kosten. Auch eine Motivation, Kämpfen möglichst weiträumig aus dem Weg zu gehen...aber spielen würde ich so was normalerweise nicht wollen (oder höchstens vielleicht mal da, wo die "Gewalt ist Scheiße, okay?"-Botschaft einfach Teil des Spiels sein soll), und ich vermute mal frech, daß ich da nicht komplett allein stehe. ;)

Und letztendlich betrachte ich ganz persönlich ohne Anspruch auf Allgemeinheit Rollenspielfragen in den letzten Jahren primär schlicht durch die Fate-Brille, was dann auch wieder seine Auswirkungen hat. Wenn Konflikte gar nicht erst zwangsläufig bis zum Tod gehen, Beteiligte oder zumindest ihre Spieler jederzeit das Handtuch werfen dürfen, und Spielercharaktere als Hauptpersonen zwar nicht automatisch die Überkämpfer, aber doch den meisten einzelnen NSC der Welt ("Monster" eingeschlossen) zumindest an Gesamtkompetenz und schlichter Ausdauer ein Stück weit überlegen sind...dann läßt sich eben auch schon mal ein Kampf von SL-Seite her einfach mal so einwerfen, "weil's mal wieder etwas Äktschn braucht!", ohne daß er deswegen gleich unbedingt besonders wichtig oder gefährlich sein oder lange dauern muß. Genau für so was gibt's dann halt die "namenlosen" Szenenfüller-NSC, deren paar Werte sich obendrein mit etwas Übung leicht auch spontan aus dem Ärmel schütteln lassen. :)

Offline manbehind

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Re: Wie stark gewichtet ihr Kämpfe?
« Antwort #113 am: 24.10.2025 | 09:23 »
Bei den Kiesows Worten... wusste ich schon, dass für mich nichts interessantes und relevantes dabei rauskommen kann.

In deiner Antwort steckt allerdings auch weder etwas Interessantes noch etwas Relevantes ^^ Warum siehst du das so?

Offline Tressym

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Re: Wie stark gewichtet ihr Kämpfe?
« Antwort #114 am: 5.05.2026 | 14:27 »
70-80 % Rollenspiel
20-30 % Kämpfe
sind so in etwa ein Sweet Spot für mich, wenn ich es in Zahlen fassen müsste.

Ganz ohne macht es keinen Spaß, aber eine zu schwere Gewichtung zieht sich und wird schnellmal auch langweilig, wenn es sich nur drum dreht einen großen LP-Balken auf 0 zu bringen.
Ich mag es auch, wenn ich das Rollenspiel im Kampf fortsetzen und den Charakter nach seiner Persönlichkeit agieren lassen kann.

Da Kämpfe im Vergleich zum Rollenspiel weniger fließend sind, füllt diese auch oftmals den restlichen Abend.
Wir haben daher auch immer wieder Sessions, in denen gar nicht gekämpft wird.

Spiele und schreibe: High & Steampunk-Fantasy (meist in DnD-Settings).
Gerne eine Mischung aus Kampf und Charakter- und Beziehungsfokus.
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Offline Runenstahl

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Re: Wie stark gewichtet ihr Kämpfe?
« Antwort #115 am: 5.05.2026 | 23:23 »
Ich mag es auch, wenn ich das Rollenspiel im Kampf fortsetzen und den Charakter nach seiner Persönlichkeit agieren lassen kann.

So soll es ja auch sein. Meiner Meinung nach ist es nicht "Rollenspiel oder Kampf". Das sind im Optimalfall nur verschieden Spielarten derselben Beschäftigung: Gemeinsames Storytelling.

Ich gewichte Kämpfe nicht bewusst oder absichtlich, die ergeben sich aus der Geschichte. Ich bereits zwar Battlemaps etc vor wenn ich Kämpfe erwarte, die müssen aber nicht zwangsweise stattfinden. Es gibt auch Strecken in denen in mehreren Sessions kein Kampf stattfindet und es gibt auch Boßkämpfe die dann auch mal eine ganze Session dauern.

Mir ist wichtig das Kämpfe eine Bedeutung haben. Reine Zufallsbegegnungen gibt es bei mir nicht mehr. Das wirkt auf meine Spieler vielleicht nicht immer so aber jeder Kampf hat eine Bedeutung. Dann ist es auch egal wie oft oder wie selten man kämpft, denn dann sind die Kämpfe Teile der Story und die Spieler fiebern mit. Oder wie Jill Bearup sagen würde "Each fight should serve the story".
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Offline Namo

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Re: Wie stark gewichtet ihr Kämpfe?
« Antwort #116 am: 6.05.2026 | 09:21 »
Kampf als Teils des Rollenspieles (oder eher Rollenspiel im Kampf) findet bei uns eher weniger bis gar nicht statt muss ich zugeben. Nicht wegen der Battlemaps die wir inzwischen benutzen, auch schon vorher. Irgendwas legt bei den Spielern einen Schalter im Kopf um. Da ist dann eher das Thema Fertigkeitsnutzung (inklusive Magieanwendung) und etwas Taktik im Fokus. Überspitzt gesagt ist das fast wie bei einem Berserker, der so lange kämpft bis keine Feinde mehr da sind. Nicht dass die jetzt Mörderhobbomäßig unterwegs sind. Aber es muss erst der Raum frei von Gegnern sein - oder maximal Gefangene zur Befragung genommen - bevor sie wieder in den Rollenspielmodus abseits des Charakterblattes fallen können. Das fällt mir schon immer wieder auf. Wirkliches Charakterspiel ist da selten anzutreffen in solchen Szenen. Da wird es einfach Brettspielig.

Allerdings muss ich auch zugeben, dass ich als Spielleiter zwar versuche hier und da das mit Beschreibungen und Sprüchen der NSC anzureichern. Aber tatsächlich bin ich auch selbst sehr damit beschäftigt die ganze "Buchhaltungsarbeit" während des Kampfes bewältigt zu bekommen. Vielleicht wäre das wirklich mal wieder ein reminder an mich selbst bewusst zu versuchen, das zu ändern.

Wobei ich das jetzt auch nicht als sonderlich schlimm empfinde. Nach vielleicht sehr langen und anstrengenden Rollenspielszenen ist das eine regelrechte Entspannung in die Anspannung einer Kampfszene zu kommen. Das berührt andere Punkte im Kopf finde ich. Derzeit ist es auch so, dass ich rund ums Rollenspiel in meinem Leben relativ ausgelastet und manchmal fast schon überlastet bin. Dadurch stelle ich fest, dass ich versuche den Zeitaufwand für die Rollenspielvorbereitung zu minimieren um nicht auch hier noch in Stress zu geraten. Ich weiß nicht ob es daran liegt, aber letzten Abend und auch die kommenden Abende habe ich spürbar mehr Kämpfe geplant. Ursprünglich hatte ich gedacht, dass nach dem letzten Abenteuer in dem auch viel Dialog und Handlung war mit eher wenigen Kämpfen ich die Spieler auch mit einfach Szenarien und normaleren Kämpfen entlasten möchte. Einfach um nochmal etwas down to earth zu kommen, bevor irgendwann die Kampagnenhandlung nochmal anzieht. Aber vielleicht mache ich das doch auch ein wenig für mich.

Daher denke ich, dass sich mein ursprüngliches 1/3 Verhältnis von Kämpfen zu Rollenspiel/Handlung/anderen Fertigkeitsproben, die nächsten Abende deutlich Richtung Kämpfen verschieben wird. Nach wie vor keine Zufallskämpfe, aber die Geschichte wird dadurch eher zum Stillstand kommen. Ich bin gespannt wie ich das so wahrnehmen werde. Aktuell habe ich aber auch Lust auf ein paar mehr Kämpfe muss ich sagen.

Offline Kaskantor

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Re: Wie stark gewichtet ihr Kämpfe?
« Antwort #117 am: 6.05.2026 | 10:35 »
Ist bei uns genau so.
Die Spieler betreiben wunderbares Rollenspiel auch untereinander, selbst beim größten Dungeoncrawl (bei uns aktuell im „Schreckensgewölbe“), aber sobald ein Kampf losgeht und alles „gesagt“ ist, geht es eher brettspielig weiter, bis der Kampf vorbei ist.

Danach wieder feinstes Rollenspiel  ^-^
Ist für uns aber auch völlig in Ordnung so.

Da wir eh viel vorbereitetes spielen, sind viele Kämpfe vorgegeben. Trotzdem versuchen die Spieler und auch ich als SL Kämpfe wenn es geht zu vermeiden und alternativ nach Lösungen zu schauen.
Da wird dem Brückentroll auch einfach mal der Zoll gezahlt, statt alles zu Schlacheten, was nicht bei drei auf dem Baum ist :)
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Re: Wie stark gewichtet ihr Kämpfe?
« Antwort #118 am: 6.05.2026 | 11:18 »
Mir ist wichtig das Kämpfe eine Bedeutung haben. Reine Zufallsbegegnungen gibt es bei mir nicht mehr. Das wirkt auf meine Spieler vielleicht nicht immer so aber jeder Kampf hat eine Bedeutung. Dann ist es auch egal wie oft oder wie selten man kämpft, denn dann sind die Kämpfe Teile der Story und die Spieler fiebern mit. Oder wie Jill Bearup sagen würde "Each fight should serve the story".

Kann ich nachvollziehen. Ich meine, okay, ich weiß, wozu "wandernde Monster" hinreichend alter Schule prinzipiell gut sein sollen, aber um zu zeigen, daß die Spielwelt "lebt", und die Spieler ein bißchen auf Trab zu halten, brauche ich als SL nicht unbedingt alle X Spielweltminuten Würfel und Zufallstabelle. Ab und zu mal 'ne spontane Begegnung, die in einem Kampf enden kann (nicht unbedingt immer gleich muß), läßt sich auch so einstreuen und dabei gleich wieder in den "Dienst der Story" stellen.

Offline Galatea

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Re: Wie stark gewichtet ihr Kämpfe?
« Antwort #119 am: 6.05.2026 | 13:12 »
Hängt vom spezifischen Spiel ab.
Gerade bei so Sachen wie Midgard oder D&D kann es gut sein, dass über mehrere Abende überhaupt nicht gekämpft wird (fick dich, Zufallsbegegnungstabelle), einfach auch weil ernsthafte Kämpfe ordentlich Zeit verbrauchen.

Bei Starship Troopers ist das eigentlich nur bei den "Offtime-Abenden" (Reise von Planet zu Planet, Vorbereitung für irgendwas) der Fall. Aber, dass eine Quasi-MilSim jetzt kampflastig ist, dürfte auch wenig überraschend sein. Wobei es da halt auch oft so ist, dass mehrere Kampfszenarien quasi ineinander übergehen (evtl. mit kurzen "Zwischensequenzen"). Da kleinere Gefechte ("normale RPG-Größe") schnell abzuwickeln sind, ist es auch kein Problem, 4-5 davon an einem Abend durchzubekommen.

Bei manchen Spielen (v.a. sowas wie Ratten) hängt es auch komplett von der Gruppe ab, welchen Lösungsweg sie gehen möchte. Da kann man kämpfen, muss es in den allermeisten Fällen aber nicht.
« Letzte Änderung: 6.05.2026 | 13:15 von Galatea »
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Offline D. M_Athair

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Re: Wie stark gewichtet ihr Kämpfe?
« Antwort #120 am: 6.05.2026 | 13:36 »
Ich bin sicher solche Fragen haben massiven Einfluss. Es ist eben auch ein Unterschied ob ich Dungeon Fantasy mit Dungeonworld, D&D4 oder Cairn spiele.

Das ist letztlich bei allen diesen Fragen so. "Wie spielst du?" trägt regelmäßig implizit die Frage mit sich: "Welches Spiel spielst du?"
Würde ich genau so unterschreiben.
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Offline Tressym

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Re: Wie stark gewichtet ihr Kämpfe?
« Antwort #121 am: 10.05.2026 | 00:03 »
So soll es ja auch sein. Meiner Meinung nach ist es nicht "Rollenspiel oder Kampf". Das sind im Optimalfall nur verschieden Spielarten derselben Beschäftigung: Gemeinsames Storytelling.


Das stimmt natürlich, wobei ich da unterschiedliche Erfahrungen gemacht habe.

Zufällige Kämpfe während einer Reise bin ich zwar nicht komplett abgeneigt, aber sie sollten nicht ständig auftreten.
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Gerne eine Mischung aus Kampf und Charakter- und Beziehungsfokus.
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Offline Eleazar

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Re: Wie stark gewichtet ihr Kämpfe?
« Antwort #122 am: 10.05.2026 | 07:37 »
Ich selber habe viel Spaß an Kämpfen. Am "Rollenspiel" auch und auch am Schmieden toller Pläne, die Kämpfe elegant umgehen und überflüssig machen. Die Mischung macht's, die Abwechslung.

Meiner Beobachtung nach wird das Abtauchen ins Rollenspiel auch tiefer, wenn diese Spannung nicht endlos aufrecht erhalten wird. Und im Kampf sind mehr Leute aktiv beteiligt. Im "Rollenspiel" halten sich oft einige zurück. Ehrlich gesagt, stetzen mich sehr intensive "Rollenspielszenen", in denen man sich spontan auch mal um Kopf und Kragen reden kann, irgendwann auch mal unter Stress. Dann hätte ich davon gern einen Break.

Kämpfe sind für mich einfach eine andere, auch tolle und auch notwendige Ebene. Und dann spiele ich auch gern auf der Matte mit Gelände und Miniaturen.

Bei einem Feedback unserer Wochenendrunde fiel mal der Begriff "Freitagsabendkampf". Mir war das noch nie aufgefallen, aber offenbar ist das ein fester Bestandteil: Nach bis zu 5 Stunden Anreise (einer sogar noch wesentlich mehr), nach dem Auspacken der Sachen, dem Herrichten des Spieltisches und nach den obligatorischen Spaghetti Bolognese klären wir, was bisher geschehen ist und machen einen stimmungsvollen Einstieg. Aber vorm Schlafengehen braucht es noch mal ein bisschen Action, aber ein bisschen auch No-Brainer-Action. D.h., der Kampf darf nicht zu hart sein und er muss auch keinen Meilenstein darstellen. Danach werden die Gläser noch mal gefüllt, gequatscht und dann geht jeder froh ins Bett.

Am Samstag ist dann mehr "Rollenspiel" und Getüftel.

Zufallstabellen haben auch weitestgehend ausgedient, vor allem deren sklavische Anwendung alle soundsoviele Stunden. Was ich aber gern mache - ich spielleitere eine Kampagne in der Wildnis - ist: Ich streue auf dem Weg zum dramaturgischen Höhepunkt ein paar stimmungsmäßig passende Begegnungen ein. Irgendwie wäre es ja blöd, wenn man beschreibt, wie die Gruppe durch gefährlich wirkende Urwälder marschiert - und nie passiert irgendwas. Ebentuell lasse ich mich durch eine Tabelle inspirieren, aber nie blind den Würfeln folgend. Wenn das Abenteuer Fahrt aufgenommen hat oder praktisch "beendet" oder aufgelöst ist, dann spiele ich solche Sachen nicht mehr aus. Insofern sind die Weg irgendwo hin immer gefährlich, aber die Wege zurück lassen sich in ein paar Sätzen beschreiben.

Offline Sphinx

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Re: Wie stark gewichtet ihr Kämpfe?
« Antwort #123 am: 10.05.2026 | 09:01 »
Vorweg ich will nichts anprangern oder schlechtreden. Und ich weiß das für viele der Mix wichtig ist

Meiner Beobachtung nach wird das Abtauchen ins Rollenspiel auch tiefer, wenn diese Spannung nicht endlos aufrecht erhalten wird. Und im Kampf sind mehr Leute aktiv beteiligt. Im "Rollenspiel" halten sich oft einige zurück. Ehrlich gesagt, stetzen mich sehr intensive "Rollenspielszenen", in denen man sich spontan auch mal um Kopf und Kragen reden kann, irgendwann auch mal unter Stress. Dann hätte ich davon gern einen Break.

Bei dem Absatz fällen mir wieder ganz stark die 2 Spielmodi auf und das ist so eine harter Cut ist, das selbst die passiven Spieler mitmachen sobald man in den Brettspiel Modus wechselt. Und ob es nicht ein System geben würde wo beide "Gruppen" dauerhaft aktiv spielen können.
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Offline Zouan81

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Re: Wie stark gewichtet ihr Kämpfe?
« Antwort #124 am: 10.05.2026 | 09:51 »
Für mich ist die Sache ganz einfach:

Kämpfe gehören zum Rollenspiel mit dazu, sollten aber nicht den ganzen Abend füllen.
Gespielte Regelsysteme:

D&D, DSA, RdW, Saga, Earthdawn


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