Umfrage

Gibt es innovative Settings?

Ja, klar!
41 (85.4%)
Nein, irgendwie nicht...
7 (14.6%)

Stimmen insgesamt: 39

Autor Thema: Innovation - nur für Systeme?  (Gelesen 1956 mal)

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Offline Jiba

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Innovation - nur für Systeme?
« am: 24.01.2011 | 08:46 »
Hallo Leute,

ausgehend von der Innovationsdiskussion im allgemeinen habe ich mir eine Frage gestellt: Wenn über Innovation im Rollenspiel gesprochen wird, wird häufig damit auf innovative Regelmechaniken abgezielt. Wenn ein System also "fancy new conflict resolution mechanics" hat, dann wird es schnell als innovativ angesehen. Auch Systemen, die einfach nur eine sehr elegante Rekombination von Vorhandenem sind, dichtet man gerne Innovationscharakter an. Kurz: Eigentlich liegt der Fokus bei Innovation schon auf dem Reglement eines Rollenspiels und nicht auf dem Drumherum. Daher meine Frage:

Gibt es innovative Settings?
...zu lesen als: Gibt es Innovation in Rollenspielsettings?

Und, daran anschließend: Welche Rolle spielen sie für den Innovations-Diskurs?
« Letzte Änderung: 26.01.2011 | 12:16 von Barbara »
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Offline korknadel

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Re: Innovation - nur für Systeme?
« Antwort #1 am: 24.01.2011 | 09:00 »
Eigentlich wollte ich gleich lauthals mit Ja antworten, weil ich an (damals) so innovative Dinge wie Breaking the Ice dachte, aber dann ist mir aufgefallen, dass es da ja gar kein Setting gibt. Man müsste vielleicht auch als Kategorie noch "Thema" einführen, denn "settinglose" Sachen wie PTA, Fiasco, Breaking the Ice haben neben etwaigen innovativen Designs eben wenn überhaupt innovative Themen. Selbst bei Polaris, das ja ein eigenes Setting hat, richtet sich dieses so sehr nach dem Thema, dass es beinahe irrelevant wird.

Als innovative Settings fallen mir eigentlich spontan nur Ars Magica, Shadowrun (also zumindest damals) ein. Da sich die Settings allerdings so schnell ausdifferenziert haben, würde ich in letzter Zeit kaum mehr von innovativen Settings sprechen. Oder anders gesagt: Heute gehört es eigentlich zum Standart, "innovative" Settings zu entwickeln.
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Offline Yehodan ben Dracon

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Re: Innovation - nur für Systeme?
« Antwort #2 am: 24.01.2011 | 09:09 »
Dadurch, dass Rollenspielsettings sich der gleichen "Quelle" bedienen wie Romane und Filme ist so ziemlich alles bereits da gewesen. Nun kann man einzelne Bausteine abändern, aber innovativ zu sein, ist wohl noch schwerer geworden als sonst.

Als innovatives Setting habe ich damals Exalted empfunden und Agone, aber auch Wraith:the Oblivion.
Eigentlich empfand ich die ganze WoD damals auch von der Intention als total innovativ, weil sie das Rollenspiel irgendwie weniger "spielig" gemacht und mehr in Richtung Storytelling getrieben haben.
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Offline Private Baldrick

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Re: Innovation - nur für Systeme?
« Antwort #3 am: 24.01.2011 | 09:12 »
Da werfe ich als innovativ einfach mal meine Weltenfabrik in den Ring:

LINK

Entstanden als Challenge-Beitrag zur Tanelorn-Challenge 2010 stellt sie ein Universal-Setting dar, in dem man direkt Einfluss darauf nehmen kann, wie die Welt, in die man sich begibt, aussehen soll. Multiversen-Settings gibt es sicherlich schon einige, aber ich finde meins so toll, dass ich nicht anders kann als es hier zu erwähnen.
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oliof

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Re: Innovation - nur für Systeme?
« Antwort #4 am: 24.01.2011 | 12:55 »
The Shadow Of Yesterday hat den Anspruch, ein nicht ganz klassisches Fantasy-Setting zu sein und trotzdem die üblichen Klischees zu bedienen.

Ob das gut gelungen ist, mag aber vom Betrachtungswinkel abhängen.

Deswegen habe ich jetzt mal nicht abgestimmt.

Offline AceOfDice

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Re: Innovation - nur für Systeme?
« Antwort #5 am: 24.01.2011 | 16:38 »
Manchmal habe ich den Eindruck, "innovativ" wird überbewertet. Wichtiger ist mir, dass eine Welt atmosphärisch und schlüssig ist und dass sie viele und interessante Plot Hooks bietet. Unter diesem Gesichtspunkt ist mir ein gut gemachter Heartbreaker allemal lieber als das flashigste Zeug auf Erden, mit dem mich emotional nichts verbindet.
Ich habe z.B. mal in Talislanta hineingeschnuppert, aber das war mir alles viel zu abgefahren; aber hey, ich bin auch kein Startrek-Fan, der 800 humanoide Rassen braucht, die sich durch die Länge ihres Steißbeins unterscheiden...
Im übrigen sehe ich das ähnlich wie Priscilla Molesworth und schließe mit Goethe: "Alles Gescheidte ist schon gedacht worden, man muß nur versuchen es noch einmal zu denken."
www.aceofdice.com - mehr Abenteuer, weniger Vorbereitung | Destiny Dungeon | Destiny Beginner | Flucht von Valmorca | Portal | Araclia | Destiny Space

Offline YY

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Re: Innovation - nur für Systeme?
« Antwort #6 am: 24.01.2011 | 16:51 »
Ich denke, wirklich innovative Settings gibt es nicht mehr.

Ähnlich wie in der Unterhaltungsliteratur, insbesonder der SF, ist/sind bei Rollenspielsettings mMn schon der krasseste Scheiß, der absurdeste Mist und die schönsten Tramwelten erdacht und beschrieben worden, auch und gerade als Module für Universalsysteme.


Wie Korknadel sagte: Damals war z.B. das SR-Setting innovativ - wir hatten ja nichts...  ;) ;D

Heutzutage begegnet mir kein Setting mehr, bei dem ich mir nicht denke "Ah, so ähnlich wie XY / eine Mischung aus Z und U" etc.

Sicher gibt es gut und schlecht kombinierte Versatzstücke und manchmal auch Settings, die in genau dieser Form noch nicht zu finden waren.
Aber dass es einen erfahrenen Spieler (im Sinne von: kennt viele Systeme und damit auch Settings) bei einem RPG-Setting vor lauter Innovation rückwärts auf den Arsch haut...ne, das gibts nicht mehr.
"Kannst du dann bitte mal kurz beschreiben, wie man deiner Meinung bzw. der offiziellen Auslegung nach laut GE korrekt verdurstet?"
- Pyromancer

Offline Horatio

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Re: Innovation - nur für Systeme?
« Antwort #7 am: 24.01.2011 | 16:51 »
@ Oliof
World of Near hab ich mal nicht durchgehalten und das obwohl mich das System und gerade auch der Crunch des Settingbuches sehr angesprochen hat. Ist halt sehr brokig dahingeworfen und dann mit Kommentare des Autors versehen.. was aber tatsächlich nötig war, da das Write Up nur begrenzt für sich selbst sprechen kann.. Trotzdem hat es in mir nichts hervorrufen können.


Klar gibt es inovative Settings. Hier gehts ja nicht um Setting-Fluff, sondern darum was man im Spiel damit machen kann und wie es das Spiel am Tisch prägt. Originalität hat da nur teilweise was mit zu tun.

Mal "on top of my head" Settings die ich als inovativ betrachte:

- Das Mondmeer vom Schlachter bietet da einiges; einfach in der Aufmachung der Settingelemente und dem "Was bisher geschehen ist"-Abenteuergenerator.

- Swashbucklers of the 7 Skies würde ich da noch nennen. Überall Probeleme in die man sofort reinstolpert, jede Insel dominiert von einem klassiche Mantel und Degen Thema aber immer "with a twist" und die Möglichkeit jede Insel leicht als Gut oder Böse oder was dazwischen zu definieren.

- Ebenso das Dresden Files RPG das einem in einer großen Welt ein lokales Stadsetting basteln lässt, das sich weiterentwickeln und wachsen kann.

- Die nWoD mit ihren Settingversatzstücken muss man hier einfach auch nennen; ganz klar einer der Wegweiser im Mainstream wie man Settings aufzubauen hat.

- Don't rest your Head. Sowohl von der Idee wie auch von der Aufbereitung fürs Spiel :).
« Letzte Änderung: 24.01.2011 | 16:53 von Horatio »
You see, it did not matter that setting canon and expected style was being broken,
as long as the characters in the story believed in their roles, the Story Guide believed in the consequences of any actions taken,
and the players believed in the story more than mere setting facts. Whatever the story would be in genre and message,
that would be revealed after the fact, not before.
- Eero Tuovinen: A Loveletter to a Story Gamer

Offline Terrorbeagle

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Re: Innovation - nur für Systeme?
« Antwort #8 am: 24.01.2011 | 17:08 »
"Es gibt nichts neues unter der Sonne" stammt meines Wissens aus der Bibel. Ist aber nur begrenzt stichhaltig, immer davon abhängig, was man als "Neues" oder Innvoatives auffasst. Ich würde stumpf behaupten, dass sich seit der Zeit von David und Salomo doch die ein oder andere Neuerung eingeschlichen hat (Gerüchten zu folge war das Verhältnis und die Abhängigkeit des Menschen von der Maschine was das soziale Zusammenleben angeht, in den Zeiten des alten Königreichs Judäa noch nicht so ausgeprägt und bedurfte keiner literarischen Näherung).
Genre und Genrekonventionen sind halt auch immer ein Ausdruck der Zeit ihrer Entstehung, und mit veränderter Gegenwart und gegenwärtiger Kultur verändert sich auch der Blickwinkel und die Perspektive auf die Fiktioon und sehr ähnliche Genre können somit sehr unterschiedlich gemeint sein und sehr unterschiedlich aufgefasst werden, wenn nur lächerliche 30 jahre dazwischen liegen.
Eine Neuerung kann schon die neue Konstelation aus vorher bekannten Elementen sein, da ja eben für ein Setting oder Genre nicht bloß die einzelnen möglicherweise bekannten Elemente, sondern eben auch das Zusammenspiel eine wesentliche Rolle spielen.
Insofern: Keine Kunst ist je zu Ende gedacht und eine defätistische Grundhaltung der Unfähigkeit der Neuerung ist vor allem erst einmal kontraproduktiv.
Würde ich tatsächlich jedes Mal, wenn ich sinnbildlich Lehrgeld bezahlen würde, tatsächlich Geld verteilen, wäre ich arm.

Offline Tudor the Traveller

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Re: Innovation - nur für Systeme?
« Antwort #9 am: 24.01.2011 | 17:11 »
Auf was beziehst du "Innovation"? Wohl allein auf die inhaltlichen Elemente eines Settings. Da stellt sich die Frage, wie genau man Innovation auffasst... Im Kleinen sind noch viele Innovationen möglich. Im Großen wirds halt eng, wenn da nur Niedagewesenes als innovativ zählt. Da sind die Möglichkeiten eben begrenzt.

Da viele mir z.B. Sundered Skies ein, imo ein Cross-Over aus Fantasy und Space Pirate Setting. Als Mischung finde ich das innovativ (zumindest ist mir so etwas vorher noch nicht untergekommen). Die vermischten Teile wiederum sind altbekannt...
Ein ähnlicher Kandidat wäre für mich Eberron.



Und was ist mit Präsentation des Settings oder der Verzahnung der Settingelemente untereinander bzw. deren Aufbereitung oder der Verzahnung von Setting und Regeln? Da können auch Innovationen drin sein.

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Offline Teylen

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Re: Innovation - nur für Systeme?
« Antwort #10 am: 24.01.2011 | 17:26 »
Imho gibt es noch innovative Settings fuer Rollenspiele.
Sowie recht konkrete Wuensche fuer innovative Settings, siehe der "Beschreibt das Setting/System das ihr haben wollt mit Bildern" Thread.
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Offline Robert

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Re: Innovation - nur für Systeme?
« Antwort #11 am: 25.01.2011 | 14:51 »
Ich sags ja nicht gern, aber
JA, es gibt innovative Settings(einige davon sogar schon ziemlich lange^^).
NEIN, ich glaube nicht, das noch viele Neue dazukommen(ganz ausschließen will ich es nicht, S7S hat mich überrascht).

@ Tudor the Traveller:
Sundered Skies hat sich mit dem von Dir beschriebenen Genremix(Fantasy + Weltraum + Piraten/Segelschiffe) sehr wohl bedient.
Bei Spelljammer, einem AD&D-Setting von TSR(also ganz was altes).
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Re: Innovation - nur für Systeme?
« Antwort #12 am: 25.01.2011 | 15:08 »
Auf die Gefahr, in die Definitionsfalle abzudriften: ein Setting kann für mich nicht innovativ sein, sondern nur originell. Und das ist IMHO was anderes. Originell zu sein ist eine Frage des Zeitgeistes, und kommt bzw. geht wieder. Innovation ist eine Verbesserung, die für immer da ist.

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Offline Beral

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Re: Innovation - nur für Systeme?
« Antwort #13 am: 25.01.2011 | 15:50 »
Die Beschränkungen des eigenen Erfahrungshorizonts machen den Großteil des Innovationsempfindens aus. Wenn du nichts Innovatives mehr siehst, such woanders und auf eine neue Art und Weise.

Dann haben wir noch das Problem, dass Innovation immer relativ ist. Was uns eine Innovation, ist woanders schon ausgelutschter Stoff.

Wer denkt, er brauche Innovation, soll die Weltenbastler besuchen. Da gibt es so viele so vollkommen andere Welten, dass sie keiner beachtet, weil sie SO anders sind, dass man überfordert ist.
Spielertyp: Modellbauer. "Ich habe das Rollenspiel transzendiert."

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Offline Destroy all Monsters

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Re: Innovation - nur für Systeme?
« Antwort #14 am: 25.01.2011 | 17:24 »
Bestimmt gibt es welche, zu SW "wonderland no more", "lost life" und "Space 1889" finde ich z.B. recht innovativ. Klar ist "wonderland no more" eine Rollenspielübersetzung von "Alice im Wunderland" und Space 1889 beruht erstens schon auf einer älteren Urform und ist zweitens auch nur eine Adaption von Jules Verne-artiger Sci Fi, aber neue Bereiche der phantastischen Literatur fürs Rollenspiel zu erschließen, finde ich innovativ.

Die Frage, die mich eher umtreibt: macht ein innovatives (oder auch nur originelles) Setting das Rollenspiel interessanter? Meiner Meinung nach nicht sonderlich. Ehrlich gesagt verstehe ich Leute auch nur eingeschränkt, die ihre Rollenspielvorlieben spezifisch anhand des Settings (nicht des Genres!) festmachen.
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Offline Tudor the Traveller

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Re: Innovation - nur für Systeme?
« Antwort #15 am: 25.01.2011 | 17:40 »
@ Tudor the Traveller:
Sundered Skies hat sich mit dem von Dir beschriebenen Genremix(Fantasy + Weltraum + Piraten/Segelschiffe) sehr wohl bedient.
Bei Spelljammer, einem AD&D-Setting von TSR(also ganz was altes).

Ich kenne Spelljammer nur vage. Was ich darüber weiß, macht es aber zu Sundered Skies nicht sehr ähnlich. Spelljammer ist da doch mehr "spacig", mit all dem Ebenen-Krams und so. Aber ja, es gibt sicherlich Parallelen.
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alexandro

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Re: Innovation - nur für Systeme?
« Antwort #16 am: 25.01.2011 | 17:54 »
Die oWoD war damals sehr innovativ. Zwar war das Thema (Übernatürliche in der modernen Welt) nichts neues (nicht einmal im Rollenspiel, wenn man sich "Nightlife" anschaut), aber bisher war es immer als "Einzelgänger, die (ohne erkennbaren Grund) die üblichen Monster-Klischees erfüllen" umgesetzt worden.

Die oWoD war deshalb innovativ, weil sie hinter die üblichen Klischees geblickt und die Überlegung angestellt hat "OK, wir haben jetzt Vampire, Werwölfe und Magier in der modernen Welt. Aber was machen die so die ganze Zeit? Sind sie irgendwie organisiert? Haben sie eine eigene Geschichte und Mythologie? Wie rechtfertigen sie das, was sie tun?...usw.usf.".

Damals existierte die Forge noch nicht und die Frage "What do you imagine the characters to do?" wurde damals ziemlich stiefmütterlich behandelt. Entweder die "core-story" entsprach der von D&D oder sie war schwammig und diffus (was dann darauf hinauslief, dass das Spiel wie D&D gespielt wurde). Die oWoD änderte das.

Offline Khouni

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Re: Innovation - nur für Systeme?
« Antwort #17 am: 25.01.2011 | 18:07 »
Ich empfehle die Welt Carcosa für D&D. Das ist herrlicher Bockmist, und zumindest für mich Laien ein in dieser Art sehr neues Setting, welches ein anderes Spielgefühl hervorruft.

Offline Bad Horse

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Re: Innovation - nur für Systeme?
« Antwort #18 am: 25.01.2011 | 19:30 »
Ich fand Unknown Armies innovativ. Der Gedanke, dass es keine fiesen Monster gibt, die allen das Leben schwer machen, sondern nur Menschen, ihre Motive, ihre Handlungen und die Konsequenzen daraus... das hat mich nach der mit übernatürlichen Wesen überfrachteten WoD ziemlich geflasht.

Ansonsten empfehle ich einen Blick in die Challenge-Settings, bei denen "Innovation" ja eines der Bewertungskriterien war und die teilweise sehr ungewöhnliche und einzigartige Blickwinkel boten/bieten.
Zitat von: William Butler Yeats, The Second Coming
The best lack all conviction, while the worst are full of passionate intensity.

Korrekter Imperativ bei starken Verben: Lies! Nimm! Gib! Tritt! Stirb!

Ein Pao ist eine nachbarschaftsgroße Arztdose, die explodiert, wenn man darauf tanzt. Und: Hast du einen Kraftsnack rückwärts geraucht?

Offline Boba Fett

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Re: Innovation - nur für Systeme?
« Antwort #19 am: 6.02.2011 | 15:53 »
Earthdawn empfand ich als recht innovativ, Mage, Cyberpunk 2020, Shadowrun, kleine Ängste,
Kopfgeldjäger? Diesen Abschaum brauchen wir hier nicht!