Autor Thema: [D&D4] Fortune Cards - Pro & Con  (Gelesen 3740 mal)

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Samael

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Re: [D&D4] Fortune Cards - Pro & Con
« Antwort #25 am: 28.03.2011 | 20:44 »
Bis jetzt haben sie aber noch nichts gemacht, was du auch nur vorsichtig kritisiert hättest. Dafür verteidigst du beinahe alles mit den seltsamsten Volten. Siehe z.Bsp. dieser Thread.

Hat mich halt an Katholiken und den Papst erinnert.
« Letzte Änderung: 28.03.2011 | 20:48 von Samael »

Mike

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Re: [D&D4] Fortune Cards - Pro & Con
« Antwort #26 am: 28.03.2011 | 21:13 »
Wenn der in einer "Hausrunde" genug Karten hat um auch den Rest der Gruppe mit "passenden" Decks zu versorgen ist es doch klasse...
Nein, finde ich ganz und gar nicht. Ich kam mir bei den Zügen des besagten Spielers mit seinem optimierten Deck viel eher an eine MtG-Runde erinnert vor als an D&D. Der hat ernsthaft seine Boni, seine Minor-Actions, seine Shifts, etc. rein um seine gezogenen Karten gebaut. Kurzum: Mir hat das Spielgefühl nicht mehr gefallen. Ganz und gar nicht.

Die Karten der anderen Spieler hingegen haben mich nicht gestört, da sie nur alle paar Züge mal zum Tragen kamen, und auch dann nur mit irgendwelchen eher nebensächlichen Dingen ohne gleich den gesamten Aktionsablauf eines Zuges zu beeinflußen.

Online Selganor [n/a]

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Re: [D&D4] Fortune Cards - Pro & Con
« Antwort #27 am: 28.03.2011 | 21:47 »
Gab's dasselbe Gefuehl auch bei erfahrenen Spielern mit optimierten Charakteren (am Besten auf hoeheren Stufen mit verschiedenen Utility-Powers und magic items/feats) im Gegensatz zu "Erstspielern" die einfach mal mit einem vorgefertigten Charakter "drauflosspielen"?
Abraham Maslow said in 1966: "It is tempting, if the only tool you have is a hammer, to treat everything as if it were a nail."

Mike

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Re: [D&D4] Fortune Cards - Pro & Con
« Antwort #28 am: 28.03.2011 | 22:01 »
Nein, überhaupt nicht. Und ich hab' erst letztens 'ne Lvl-30-Runde geleitet.

Humpty Dumpty

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Re: [D&D4] Fortune Cards - Pro & Con
« Antwort #29 am: 28.03.2011 | 22:09 »
Das sind aber auch Äpfel und Birnen, Selganor. Du kannst kaum eine Power Card mit einem Character Build vergleichen. Oder: klar kannst Du das tun, aber es ist halt nicht sinnvoll und könnte als Provokation und übermäßige Verteidigungshaltung wahrgenommen werden.

Online Selganor [n/a]

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Re: [D&D4] Fortune Cards - Pro & Con
« Antwort #30 am: 28.03.2011 | 22:27 »
Ich hab' nicht behauptet, dass ein optimiertes Fortune Deck identisch mit einem optimierten Build ist, die Beschreibung der Spielweise aehnelt aber der Erfahrung die ich gemacht habe.

Wer sein Build selbst gebaut hat (oder sich genuegend mit einem "Fremdbau" beschaeftigt hat um zu kapieren wie man das spielen muss/soll) geht meistens ebenso taktisch dran wie im Beispiel beschrieben.

Der Spieler mit dem eigenen Deck hat sicherlich auch keinen vorgefertigten Charakter verwendet sondern einen eigenen Charakter (mit eben solchen Faehigkeiten die zu seinem Deck "passen") verwendet.

Da ich bisher (weder als Spieler noch als Spielleiter) irgendwelche praktischen Erfahrungen mit den Fortune Cards gemacht habe sind meine Aussagen hierzu reine Spekulationen und die Fragen als ernstzunehmende Nachfragen an Leute die ja Erfahrungen damit gemacht haben gemeint.
Abraham Maslow said in 1966: "It is tempting, if the only tool you have is a hammer, to treat everything as if it were a nail."

Humpty Dumpty

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Re: [D&D4] Fortune Cards - Pro & Con
« Antwort #31 am: 28.03.2011 | 22:30 »
Ich habe nicht behauptet, Du hättest behauptet, das sei identisch. Und so weiter. Ich finde die Fortune Cards scheiße und Deine Ausführungen klingen für mich unnötig apologetisch. Aber klar: die Meinung sei Dir dennoch gegönnt, wenn Du das tatsächlich so empfindest.

Mike

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Re: [D&D4] Fortune Cards - Pro & Con
« Antwort #32 am: 28.03.2011 | 22:50 »
Ja, hat er. Ich empfand es einfach persönlich als sehr irritierend dass er erst seine Karte zog, und dann basierend rein auf dieser Karte seine Aktionen, Powers, etc. plante um den gegebenen Effekt der Karte maximal nutzen zu können. Mache seiner Angriffe und Bewegungen hätte er ohne Karte nie gemacht. Daher entstand sehr schnell das Gefühl, dass sein gesamtes Spiel rein um die Karten aufgebaut war. Und das empfand ich persönlich eben als.... ja, störend. Das war einfach kein D&D. Mag sein dass sich andere nicht an sowas stören oder es einfach anders empfinden als ich.

Bei anderen Spielern hatten die Karten manchmal auch diesen Effekt dass sie Handlungen ermöglichten welche von den Spielern vorher ohne Karte wohl nicht in Erwägung gezogen wurden, da fiel es aber eher positiv auf. Ich vermute das lag daran, dass dies nur alle paar Züge vorkam und die Spieler trotz Karten ihre Aktionen planten und durchführten, als gäbe es die Karten nicht.

Was mir ganz persönlich dann missfiel, war dass der Spieler mit dem optimierten Deck dann am Ende die anderen Spieler noch ermutigte ihre Decks ebenfalls zu optimieren und Tips gab, andere Powers zu wählen die sich mit der ein oder anderen Karte toll nutzen lassen würden. Das fand ich schrecklich.

Ich habe absolut nichts gegen optimierte Charaktere (die Spieler aus meinen Lvl30-Runden wissen das *g*), jedoch gefliel mir absolut nicht, wie die Fortune Cards das Charakterkonzept dieses einen Spielers beeinflussten. Irgendwie beißt sich das vielleicht auch zu sehr mit meinem Rollenspielverständnis, wenn so wenig Rollenspiel übrig bleibt und soviel durch rein mechanische Karten ersetzt wird. Keine Ahnung, ich kann's irgendwie auch gar nicht so genau erklären was mich an der Spielweise mit diesem optimierten Kartendeck so gestört hat, aber dadruch dass in ausnahmslos jedem Zug eine dieser Karten eine entscheidende Rolle gespielt hat, hatte ich teilweise eher das Gefühl wieder MtG zu spielen als D&D. Das Gefühl habe ich bei einem voll optimierten Charakter im Epic-Tier beispielsweise gar nicht, da habe ich manchmal nur teilweise Schwierigkeiten mir manche Dinge bildlich vor zu stellen ;-)
« Letzte Änderung: 28.03.2011 | 22:52 von Mike »

Offline Alrik

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Re: [D&D4] Fortune Cards - Pro & Con
« Antwort #33 am: 28.03.2011 | 23:17 »
@Mike
Das klingt ja echt schrecklich! Ich hatte bisher immer nur den Powercreep, den bescheuerten Sammelkartenfaktor (und sinnlose Geldmacherei von WotC) etc. kritisiert. Aber das gezielte Abstimmen aller Handlungen auf die gezogene Karte eines optimierten Decks ist ja noch schlimmer! :q
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Re: [D&D4] Fortune Cards - Pro & Con
« Antwort #34 am: 28.03.2011 | 23:38 »
Aber das gezielte Abstimmen aller Handlungen auf die gezogene Karte eines optimierten Decks ist ja noch schlimmer! :q
Wenn er ALLE seine Aktionen von der gezogenen Karte abhaengig macht dann kommt ja schon fast der Monopoly-Effekt auf.

War nur die gezogene Karte fuer seine Entscheidungen relevant oder hat ihn der Rest der Welt (z.B. Hinweise/Wuensche/Probleme/... der Mitspieler) auch noch irgendwie interessiert/beeinflusst?

Mal ein Konstruiertes Beispiel ohne Kartenbasis (hab' auf die Schnelle nix derartiges gefunden) 
Anderer Spieler: "Wenn du dich hier in Flanking Position begibst krieg ich den Gegner weg"
Kartenspieler: "Ist ganz schlecht. Wenn ich meine Move Action diese Runde aufgebe kann ich zielen, kriege +4 auf den Trefferwurf und kann ihn selbst weghauen"

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Offline afbeer

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Re: [D&D4] Fortune Cards - Pro & Con
« Antwort #35 am: 29.03.2011 | 02:09 »
Ich habe mit einem Booster gespielt.
War ganz lustig, jedoch hat nur die seletene Karte was gerissen, und einmal hat eine häufige Karte geholfen, weil die Situation gerade sehr passte.

Zum Spielen mit optimierten Deck:
Hintenraus kann der DM halt Encounter des der durchscnittlichen Charakterstufe +5 statt nur +4 auffahren.
Die Deckoptimiereung kann unterschiedlich aufgezogen werden, wie in der Anekdote alles aufs Deck ausgerichtet
mit dem beschriebenen Effekt oder
auf die Powers und Feats ausgerichtet, so dass diese immernoch den Zug regieren und die Karte nur das i-Tüpfelchen sind.

Ich gimpe in Euren Augen immer meine Charaktere, weil meine Charaktere das zweitwichtigste Attribut um zwei höher haben als das Angriffsattribut! Der DM hat damit keine Probleme, das mein Charakter seltener trifft aber dann heftigere Bedingungen streut. Die Gegner sind halt eine Stufe niedriger.

Das ist die funktionierende Flexibilität des 4E DMs mit den Werkzeugen des Encounterbaus. Diese wird wie eingangs beschrieben auch optimierte Fortunecards ertragen.

Man sehe auch, dass das Organized Play von Wizards für LFR eine eigene spezialisierte Deckbauregel hat.



Mike

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Re: [D&D4] Fortune Cards - Pro & Con
« Antwort #36 am: 29.03.2011 | 09:12 »
Mal ein Konstruiertes Beispiel ohne Kartenbasis (hab' auf die Schnelle nix derartiges gefunden) 
Anderer Spieler: "Wenn du dich hier in Flanking Position begibst krieg ich den Gegner weg"
Kartenspieler: "Ist ganz schlecht. Wenn ich meine Move Action diese Runde aufgebe kann ich zielen, kriege +4 auf den Trefferwurf und kann ihn selbst weghauen"
Klingt wie ein Protokoll unserer Spielrunde...  :-\

Der Rest der Welt hat ihn natürlich auch interessiert, jedoch war dies ganz klar sekundär. Primär war, wie er denn die gezogene Karte am sinnvollsten und nutzbringendsten verwenden kann.

Offline Fredi der Elch

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Re: [D&D4] Fortune Cards - Pro & Con
« Antwort #37 am: 30.03.2011 | 09:00 »
Ich hatte ja mal kritisiert, dass das Ziehen der Karte am Anfang der Runde ein Problem ist, da der Spieler dann erst einmal die Karte lesen muss und so lange alle auf ihn warten müssen. War das denn im Spiel ein Problem oder hielt sich die Zeit dafür in Grenzen?
Where is the fun at? - The rules should tell me clearly - And how to get there
- Don't try to make me feel like I live there, make me care about it. -

Zitat von: 1of3
D&D kann immerhin eine Sache gut, auch wenn es ganz viel Ablenkendes enthält: Monster töten. Vampire kann gar nichts.

Mike

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Re: [D&D4] Fortune Cards - Pro & Con
« Antwort #38 am: 30.03.2011 | 10:03 »
Das war kein Problem, da wir die Regel in zwei von drei Runden etwas verändert haben: Jeder zieht am Ende seines Zuges eine Karte, darf sie aber erst spielen ab dem Start seines nächsten Zuges. So wusste jeder bereits rechtzeitig vorher, ob er eine Karte hat die er einsetzten mag und kann oder nicht.

Und in der Runde in der wir streng nach den Regeln gespielt haben, verzögern die Karten den Spielfluß durch's Lesen nicht wirklich, da ihre Effekte ja recht kurz beschrieben sind und die Spieler auch in etwa wissen, was sie mit ihren gegebenen Charakteren damit anfangen können und was nicht. Und für die meisten Spieler kam der Einsatz einer Karte ohnehin nur alle paar Züge in Frage.

Offline Benjamin

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Re: [D&D4] Fortune Cards - Pro & Con
« Antwort #39 am: 30.03.2011 | 15:28 »
... bis sie irgendwann doch wieder Skat spielten.

scnr >;D

Mike

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Re: [D&D4] Fortune Cards - Pro & Con
« Antwort #40 am: 10.04.2011 | 22:55 »
Nach dem heutigen D&D Day in dem ich in einer Runde spielte und zwei Runden leitete in denen Fortune Cards zugelassen waren, hat sich mein bisheriger Eindruck bestätigt: Je optimierter ein Kartendeck ist, desto deutlicher fällt es negativ auf. Spieler die ein reines Random-Deck hatten und ihre Karten aus einem einzigen Booster gezogen haben, haben ihre Karten hin und wieder verwendet, ohne dass es negativ auf fiel und entprechend groß war die Freude wenn sich mal eine Karte passend anwenden ließ. Spieler mit optimierten oder zusammengestellten Karten-Decks haben fast in jedem Zug eine Karte genutzt, und da hat es dann doch (für meinen Geschmack) zu großen Einfluß auf das Balancing genommen.