Autor Thema: [JdF] Gestaltung einer Schlacht  (Gelesen 1189 mal)

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Offline pharyon

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[JdF] Gestaltung einer Schlacht
« am: 25.08.2011 | 21:27 »
Hallo alle beisammen,
wer noch vorhat die Kampagne "Jahr des Feuers" als Spieler mitzuerleben, sollte evtl. den vorliegenden Text nicht lesen, da er einige Ereignisse aus dem ersten der drei Bände z.T. vorweg nimmt.  

Zur  zur Schlacht vor Wehrheim habe ich mir Gedanken gemacht, damit das Erlebnis herausfordernd, aber nicht völlig gehandwedelt wird. Vielleicht kann/möchte der ein oder die andere von meinen Ideen etwas abgewinnen und selbst in irgendeiner Form umsetzen.
Von den verschiedenen vorgeschlagenen Varianten zum Spielen einer Schlacht in DSA habe ich mich für eine Variante "Nebel des Krieges" entschieden. Dazu habe ich mir aus den Beschreibungen des Buches sieben "Instanzen" generiert, die die Spieler mal mehr, mal weniger fordern sollten. Für dazwischen war angedacht auch noch kleinere, mittels Talenten überwindbare Hürden einzustreuen, was ich schnell verworfen hatte, da die Helden in den Instanzen schon sehr stark strapaziert wurden. Deshalb hab ich dann am Spieltisch spontan drei der sechs Zwischenstationen durch Ruhephasen ersetzt, in denen die SCe zumindest die nötigste Regeneration einfahren konnten.

Zu den Instanzen:

1. Instanz: Kampf gegen Leichname, Skelette und Tierkadaver
Hier bestand die Herausforderung lange genug gegen 3W20 Untote zu bestehen (die kamen in 2 bis drei Phasen, die Summe des Wurfs ergab etwa 28) und dabei möglichst weniger als 40 LeP zu verlieren. Weiterhin "durfte" der Spieler mit dem besten Ergebnis eines Sinnenschärfe-Wurfes sich entscheiden, welchen von zwei der Gruppe bekannten NSCs er vor dem Tod retten konnte (Mass Effect lässt grüßen). Leider verlor die Gruppe in dieser Instanz insgesamt 43 LeP, was dazu führte, dass der verbliebene NSC und ein Teil der Greifengarde zurückbleiben musste, was den SCs im Finale 10 zusätzliche Gegner einbrachte.
Erfahrung: Die Instanz war ausgewogen und spannend, vor allem, da durch den Nekrodem 2 SCe für je 2 KR "die Seite wechselten". Bei 6 Spielern mit schwankendem Regelwissen und Geduld wurde der Kampf zeitweise sehr unübersichtlich und gelegentlich zäh.

2. Instanz: Untote Armbrustschützen
Die SCe und ein Teil des "Keils des Lichtes" gerieten in eine Gruppe besagter Gegner. Es blieb ihnen in 6 KR die Gelegenheit dem feindlichen Beschuss durch Proben auf Reiten und Körperbeherrschung auszuweichen und ein- bis zweimal einen Schützen zu attackieren. da die Spieler ihre Ergebnisse frei auf die Erschwernisse des Beschusses verteilen konnten und gleichzeitig 23 von 30 Schützen schlugen, erlitten sie außer einer Wunde kaum Kratzer und sorgten für Verstärkung der Exorzisten im Finale.
Erfahrung: Durch die Zuweisung der Werte war das eine sehr flotte aber auch vergleichsweise harmlose Instanz.

3. Instanz: Rhazzazzor-Illusion
Auf Ihrem Weg zu Beschwörungskessel des Rahastes-Dämons konnten die Helden mittels Proben auf Sinnenschärfe/Selbstbeherrschung/Magiekunde eine aus der Dunkelwolke auftauchende Illusion des Rhazzazzor (die insbesondere bei der Landwehr direkt für Chaos sorgte) soweit entlarven, dass die Draconiter jene auflösen konnten und diese samt vielen Zwergen fürs Finale über blieben, was wiederum die Zahl möglicher Gegner für die Sce senkte.
Erfahrung: Erst gegen der Mitte der der 7 dafür vorgesehenen KR kamen die Spieler so langsam auf den Trichter, dass etwas nicht stimmen konnte, hatten dafür aber umso mehr Glück bei den Würfen (eine Doppel- und eine Triple-Eins!). Die abschließende Probe zur Illsuionsauflösung gelang dann natürlich auch.

4. Instanz: Skelettritter
Durch in den Keil preschende Ritterskelette mit Lanzen wurden einige Ferdoker Reiterinnen an Rondras Tafel beordert. Die Helden blieben von diesem Schicksal jedoch verschont. Sie würfelten zu gut und konnten hier die Ergebnisse wieder verteilen.
Erfahrung: Das war die leichteste und kürzeste Instanz, schnell vorbei, aber ohne Spannung. Merke: für so einen Fall sollte jedem SC ein gesonderter Wert zugewiesen werden, wenn man Spannung erzeugen möchte, oder man lässt diese Variante ganz.

5. Instanz: Hexen-Geschwader
Hier wurden die Helden von 5 hexen auf ihren Besen mit Radau-Artefakten beschäftigt. Endeffekt: 1 Hexe tot, einige Spielercharaktere so langsam am Ende ihrer Kräfte.
Erfahrung: Hier wäre in alle Richtungen mehr drin gewesen. Trotzdem war das eine meiner Lieblingsinstanzen, auch weil die Spieler mal von der eigenen Medizin zu kosten bekamen.

6. Instanz: Untote Oger
Hier durftten die Helden entweder versuchen, die Oger zu umreiten und damit einige einfachere Soldaten im Stich zu lassen, oder selbst einzugreifen. Sie entschieden sich für letzteres und vernichteten einen schwächeren und einen mäßig starken Oger, was ihnen Unterstützung im Finale und damit weniger Gegner einbrachte.
Erfahrung: Hier wurde ein wenig Taktik gefragt. Der Elf konnte schöne Fernkampfattacken führen, wohingegen Barde und Söldner kurz vor dem Ableben standen.

7. Instanz: Der untote König
Kurz vor dem Finale durften die Helden gegen Amagomer, einen schon bekannten (und unerwartet lebenden) Blakharaz-Paktierer und den in der ersten Instanz nicht geretteten NSC antreten, was ihnen viel abverlangte und aufgrund meiner Unkenntnis des Reiterkampfes bei Auflaufenlassen und dessen Folgen dafür sorgte, dass sich ein Spieler zu Recht beschwerte, dass er eigentlich nicht von seinem Pferd geworfen würde. Auch gab es Uneinigkeit über die Zusatzaktion durch beidhändigen Kampf (II).
Erfahrung: Sehr packende Instanz, wobei die Spieler nur durch Glück statt durch überlegen an Amagomer vorbei kamen. Und Regelkenntnis wurde leider nicht an richtiger Stelle abgebracht, dafür im nachhinein angebotene Kompromisse ausgeschlagen. Ansonsten wäre das mein Favorit geworden.

Finale: Der Exorzismus
Hier duften die Spieler Untote und Beschwörer lange genug in Schach halten, bis der Exorzismus erfolgreich beendet wurde. Durch die vorangegangenen Ergebnisse hatten sie etwa 90 Gegner, die durch eine falsche Rechnung meinerseits leider nicht in spannenden Mengen ankamen, was dem Finale etwas an Reiz nahm.
Erfahrung: Insgesamt hat sich die Mühe mEn gelohnt. An einigen hätte besseres Feintuning noch mehr gebracht.
Gruß, p^^
Bei Bedarf kann ich "Formeln" oder genauere Erwägungen noch ausführen, ansonsten bin ich über eure meinung hierzu gespannt.
« Letzte Änderung: 26.08.2011 | 08:11 von pharyon »
"Natürlich werden sie ihn foltern - es sind PRAIOS-Geweihte!" (vielen Dank, Kristin ^^)

"Lassen Sie uns die leichten Raumanzüge anziehen - schließlich wollen wir ja nicht ins All." (Danke, Bob Miller und Koloth, Sohn des Rodoth)