Autor Thema: [Schauplatz] Psychologische Kinderheilstätte Deutschland 1925  (Gelesen 5903 mal)

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Offline Edalon

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Für ein Horror-Rollenspiel in den 1920er Jahren möchte ich eine Kinderheilstätte beschreiben, in der psychisch kranke Heranwachsende behandelt werden.

An diesem Schauplatz können - eine gründliche Vorbereitung vorausgesetzt - viele Abenteuer und Handlungsstränge im Rollenspiel verknüpft werden.

Mir fallen die folgenden Stichpunkte ein, zu denen wir Informationen für die Schauplatzbeschreibung suchen.

  • Lageplan / Gebäudeplan
  • Beschreibung
  • historisches Bildmaterial (z.B. von Einrichtung oder Behandlungsmethoden)
  • Ruf / Ansehen der Einrichtung (in der Nachbarschaft, bei Experten, bei Angehöringen der Patienten etc.)
  • Patienten
  • Personal
  • Behandlungsmethoden / verwendete Medikamente Mitte der 1920er (Schlafmittel, Beruhigungsmittel etc.)
  • Träger der Einrichtung (Stiftung, reicher Mediziner, Zusammenschluss/Gruppierung mit zweifelhaften Zielen)

Vielleicht hat hier jemand Anregungen oder Ideen zu einem solchen Schauplatz.

Sofern hier einige Ideen zusammenkommen, würde ich diese gerne zusammenfassen, ergänzen, in eine vernünftige Form bringen und der Rollenspielerschaft frei zur Verfügung stellen.
« Letzte Änderung: 16.02.2012 | 18:49 von Edalon »
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Offline Saffron

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Hi,

für die World of Darkness gibt es einen Band der "Asylum" heißt. Da gibt es zwar nicht allzuviel über das frühe 20. Jahrhundert zu finden, aber vielleicht gibt es darin trotzdem ein paar Anregungen. Allerdings gibt es darin noch einen Lesetipp, und zwar einen Cthulhu Quellenband, der sich genau mit deinem Thema beschäftigt. Nennt sich "Taint of Madness, Arkham Sanitarium" und soll bei Chaosium erschienen sein. Ich selbst kenne das Buch aber nicht.

Mein Tipp wäre sonst noch diese Seite hier:
http://www.oboylephoto.com/ruins/
Da hat sich ein Fotograf mit Bauruinen beschäftigt, und es gibt dort eine Kategorie "Asylums" mit ein paar interessanten Bildern.

Viel Spaß noch, klingt nach einem interessanten Projekt.
Saffron
Ich leide nicht an Realitätsverlust. Ich genieße ihn.

ErikErikson

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ist IMHO aus moralischen gründen unspielbar, es sei denn , du hast ne Gruppe, die echt was verträgt. Ind den 1920ern war die versorgungslage einfach noch zu schlecht.

Offline Waldviech

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Müsste in "Dementophobia" von Pegasus nicht auch was Aufschlussreiches zu finden sein? Ich weiß jetzt nicht, ob da auch was Spezifisches zu Kinderheilstätten drinsteht, aber vielleicht wäre das ne Option.

ist IMHO a
Zitat
us moralischen gründen unspielbar, es sei denn , du hast ne Gruppe, die echt was verträgt. Ind den 1920ern war die versorgungslage einfach noch zu schlecht.
Ist bei "Irrenhäusern" in den 20igern vermutlich eh ein generelles Problem. Geht man bei dem Thema historisch korrekt an die Sache heran, stellt sich der Horror wahrscheinlich schon ganz ohne paranormale Elemente ein. (Vorausgesetzt, es ist keine Nervenheilanstalt für die gehobene Klasse...)
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Offline Deep One

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Dazu scheint es nicht so recht was zu geben im Netz. Mußte Dich wohl hier und hier mal durchfressen. Oder Dir Deine Kinderheilstätte so bauen, wie Du es möchtest. :)

Offline ClockworkGnome

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Hier ein paar Bilder, die dürften zum Teil durchaus auch Ideen liefern:
http://www.flickr.com/photos/tdlphoto/sets/72157613500705789/detail/

Und hier die Seite eines noch bestehenden Waisenhauses, da gibt es sogar einige historische Pläne und Dokumente, die sich evtl. als Handout eignen:
http://www.hillside.com/History_1901-1925.aspx

Offline Khouni

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Ließ mal "The System of Doctor Tarr and Professor Fether" von Poe. Die Geschichte ist klasse und spielt in einem solchen Irrenhaus. Das Abstoßende des Schauplatzes kommt gut herüber, finde ich, wenn es auch eine bizarre und makaber-humoristische Erzählung ist.

Offline Edalon

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Hey,

danke schonmal für die Hinweise und Links. Ich schauen mal was man davon verwenden kann und wie das zu einer stimmigen Schauplatzbeschreibung passt.
Weitere Ideen nehme ich dankend entgegen.

ist IMHO aus moralischen gründen unspielbar, es sei denn , du hast ne Gruppe, die echt was verträgt. Ind den 1920ern war die versorgungslage einfach noch zu schlecht.

Im Spiel möchte ich die Anstalt weniger krass gestalten. Vielleicht dient sie einer Gruppe wohlhabender / einflussrecher Mediziner als Forschungseinrichtung. Um die Erfolge ihrer Behandlung messen zu können, gehen sie vergleichweise fürsorglich mit ihren Patienten um.
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ErikErikson

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Joah, oder für die gehobene Schicht, dann geht das problemlos. In dem Fall kannst du dir auch irgendwas einfallen lassen, was plausibel als behandlungsmethode in Frage kommt.

beispielsweise durch Drogen forcierter Dauerschlaf über tage hinweg, oder Dauer-Aufenthalt in einem raum, der ganz in einer einzigen farbe gehalten ist, nur bestimmte Sachen essen, Schröpfkur usw. Bzw. was dir sonst noch so einfällt, ist historisch mehr oder weniger korrekt.
« Letzte Änderung: 29.01.2012 | 19:35 von ErikErikson »

Eulenspiegel

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Geht man bei dem Thema historisch korrekt an die Sache heran, stellt sich der Horror wahrscheinlich schon ganz ohne paranormale Elemente ein.
Ich verstehe sowieso nicht, warum einige Leute Horror immer gleich mit Übernatürlichem identifizieren.

Die besten Horrorfilme kommen ohne übernatürlichen Touch aus und auch beim RPG hatte ich bisher die besten Horror-Erlebnisse, wenn es keinen übernatürlichen Einschlag gab.

@ Edalon
Keine Horrorfilme, aber es geht auch um Psychatrien. Vielleicht bieten dir die folgenden Filme einige Inspiration:
- Sucker Punch
- Shutter Island

zu den Behandlungsmethoden:
Um Patienten ruhig zu stellen, wurde häufig Lobotomie verwendet.

Offline Jandalf

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Das ganze Thema erinnert mich stark an das Level "The Cradle" aus Thief - Deadly Shadows. Das war in dem Spiel eine alte Irrenanstalt mit angeschlossenem Waisenhaus. Da sollte man per google schnell mehr drüber erfahren können und Bodenpläne sollte es auch geben.

Das Spiel einfach zu dem Punkt spielen ist zwar empfehlenswert (eins der besten Levels aller Zeiten) aber auch Zeitaufwändig, es ist eine der letzten Missionen des Spiels.

Offline Phistomefel

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Zwar nicht unbedingt für psychologische Kinderheilstätten, aber für das Setting Psychiatrien allgemein wäre eventuell noch der Film "Einer flog übers Kuckucksnest" eine gute Inspirationsquelle.
Mord ist auch eine Form der Kritik.

Offline blut_und_glas

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Elektroschocktherapie.

Elektro(heil)krampftherapie. So viel Zeit muss sein.

Ist in den 20ern übrigens vermutlich ein bisschen früh. Aber vielleicht ist die Heilanstalt ja besonders fortschrittlich.

(Im selben Atemzug: Klinische statt eher umgangssprachliche Ausdrucksweise ist meiner Erfahrung nach übrigens ein guter Weg um "Stimmung zu erzeugen", wie es hier vielleicht gewünscht ist. Der Schwerpunkt sollte sich dann durch die Wahl zwischen einer anachronistischen, "aktuellen" Sprache oder für die 20er Jahre angemesseneren Begriffen noch einmal differenzierter setzen lassen, letzteres unterstreicht das Setting/die "Immersion" vermutlich besser.)

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Offline Sphärenwanderer

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Es fand wohl mal ein LARP in einer 20er Jahre Heilanstalt statt, vielleicht bietet das ein bisschen Inspiration.

http://www.siebenhafen.de/7eichen.html
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Slay! Das Dungeonslayers-Magazin - Ausgabe 3: Tod im Wüstensand - mach mit!

Offline aminte

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Um Patienten ruhig zu stellen, wurde häufig Lobotomie verwendet.
Das kommt zeitlich nicht ganz hin. Die erste Leukotomie am Menschen wurde 1936 durchgeführt. Behandlungsmöglichkeiten im heutigen Sinne standen den Ärzten damals nicht zur Verfügung. Die Elektrokrampftherapie wurde erst in den 30ern entwickelt, Neuroleptika kamen erst 1955 auf den Markt. Daher waren solche Anstalten vor allem auf Verwahrung und Versorgung der Insassen eingerichtet. Es waren zudem auch nicht nur "Verrückte" in diesen Einrichtungen untergebracht, sondern auch Autisten, geistig und körperlich Behinderte, Epileptiker, Demenzkranke, etc.  Einzelzimmer gab es natürlich nicht, sondern große Schlafsäle für 20-30 Personen, und bis auf die Mediziner war das restliche Personal auch nicht speziell ausgebildet. Insgesamt wohl ein trostloser Ort, der mit einer Heilstätte im heutigen Sinn nicht das geringste zu tun hatte.

Offline blut_und_glas

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Elektrokrampf hört sich gleich viel sympathischer an als Elektroschock.

Das scheint mir jetzt genau der Effekt von klinischem Sprachgebrauch zu sein, von dem ich gesprochen habe. ;)

(Und zweitens: Ja.)

Unabhängig davon:

Bei der Jahreszahl sind Kriegswaisen möglicherweise ein (großer) Teil der behandelten/verwahrten Kinder.
Genauso könnten unter dem medizinischen Personal durchaus ehemalige Militärärzte vorherrschen.
Noch weitergesponnen: Wie sieht es denn mit bei Kriegsende sehr jungen Soldaten als Patienten aus? Oder fallen die aus der für die "Bewohner" des Schauplatz beabsichtigten Altersklasse heraus?
Und kombiniert: Vielleicht hat ein ehemaliger Stabsarzt ja gezielt solche jungen Veteranen mitgebracht? Um sie weiterbehandeln zu können und/oder um ihnen als Pfleger einen Weg zurück ins Zivilleben zu ebnen? (Und wenn er keine jungen Veteranen mitgebracht hat, dann vielleicht ein oder zwei von seinen alten erfahrenen Sanitätern?)
Wenn Exmilitärs - reden wir dann eher von der desillusionierten Variante, oder doch von Dolchstoß-Säbelrasslern? Das könnte ja große Auswirkungen auf den Umgang mit den Kindern (speziell den - zurück an den Anfang - Kriegswaisen) haben. Wird sich gekümmert? Werden sie ge- oder verachtet? Wird vielleicht versucht sie zur nächsten Generation Soldaten/Kadetten zu machen?

In der Hochzeit der Eugenik befinden wir uns darüberhinaus natürlich auch, mit allem was das heißen kann. Mindestens einmal Schädelvermessungen lassen sich relativ unkompliziert direkt ins Spiel einbringen.

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Offline spielleiten

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Wow... die Resonanz ist ja schon mal super! Ich hatte noch nicht Zeit all das Material zu sichten, aber einiges davon sieht ja schon sehr vielversprechend aus.

Ich werde mich übers Wochenende mal damit beschäftigen einen Gebäudeplan zu machen, dann kann man vielleicht auch etwas konkreter werden. Wenn jemand anderes Gebäudepläne entwerfen möchte, darf er das natürlich auch gerne tun :)
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Offline Edalon

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Hier entwickelt sich ja eine wahre Goldgrube bezüglich Hinweisen und Ideen zum genannten Schauplatz.
Danke!

Den aktuellen Stand versuche ich im Beitrag der Materialsammlung zu dokumentieren.
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Offline blut_und_glas

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Wenn jemand anderes Gebäudepläne entwerfen möchte, darf er das natürlich auch gerne tun :)

Ich glaube Shadom hat bei Edalon im Blog gesagt, dass er auch Pläne machen würde, wenn ihm ein paar Hinweise/Vorgaben gegeben werden.

Wie steht es eigentlich mit Regeln? Je nach System könnten einige der Aspekte hier (die Behandlungsmethoden zum Beispiel, die Charaktere natürlich sowieso) ja auch mit Werten oder Sonderregeln unterlegt werden. Oder soll das absichtlich außen vor bleiben, um es universell zu halten?

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Offline Edalon

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Wie steht es eigentlich mit Regeln? Je nach System könnten einige der Aspekte hier (die Behandlungsmethoden zum Beispiel, die Charaktere natürlich sowieso) ja auch mit Werten oder Sonderregeln unterlegt werden. Oder soll das absichtlich außen vor bleiben, um es universell zu halten?

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Ja, die Schauplatzbeschreibung soll möglichst universell einsetzbar sein und daher keine speziellen Rollenspielregeln enthalten.
Neutrale Anmerkungen zu allgemeinen Charaktereigenschaften sind aber durchaus erlaubt.
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Offline Edwin

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Ich glaube es gab mal bei irgendeinem  :T: Treffen eine Runde eines Systems, bei welchem man Patienten einer solchen Anstalt spielt. So weit ich mich erinnere ein französisches.

Vll kann da jemand anderes mehr zu sagen?
Guten Tag! Ja, ich bin ein sprechendes Pferd mit einer Kerze auf dem Kopf, aber kommunizieren Sie doch bitte mit mir so unbefangen wie mit bipedalen vernunftsbegabten Lebewesen auch!

Offline spielleiten

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Ich glaube Shadom hat bei Edalon im Blog gesagt, dass er auch Pläne machen würde, wenn ihm ein paar Hinweise/Vorgaben gegeben werden.


Um es gleich schon mal vorneweg zu nehmen, viel mehr als eine Skizze wird da bei mir auch nicht rauskommen. Ich habe nicht vor einen Gebäudeplan in Stein zu meiseln, sondern einfach etwas zu zeichnen, mit dem man anfangen kann zu arbeiten. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass der Gebäudeplan am Ende immer noch genauso aussieht wie in der ersten Version. Sinn dahinter ist, dass man ein Stückchen konkreter werden kann.
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Offline Edalon

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Ich stelle mir die Anstalt in Randlage eines kleineren Ortes vor. Niemand möchte so eine Einrichtung in unmittelbarer Nachbarschaft haben.
Vielleicht wurde die Heilanstalt in ein oder zwei Wohnhäusern am Ortsrand eingerichtet.
Durch kleinere Umbauten an den Gebäuden wurden die Räume an die Bedürfnisse der Kinderheilanstalt angepasst.
Natürlich gibt es auch im Keller Behandlungs- und Schlafräume für die schweren Fälle...

Ideensammlung wurde aktualisiert.
« Letzte Änderung: 20.02.2012 | 21:06 von Edalon »
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Offline blut_und_glas

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Ich stelle mir die Anstalt in Randlage eines kleineren Ortes vor. Niemand möchte so eine Einrichtung in unmittelbarer Nachbarschaft haben.
Vielleicht wurde die Heilanstalt in ein oder zwei Wohnhäusern am Ortsrand eingerichtet.

Wenn ich auf meiner Militärärzteschiene von oben weiterfahre, vielleicht war dort im Krieg ja ein Lazarett untergebracht. Die Heilanstalt könnte dann nicht nur Personal sondern auch Einrichtung direkt übernommen haben.

Vielleicht finden sich auch noch Kriegsbriefe oder persönliche Hinterlassenschaften der hier versorgten (und verstorbenen) Soldaten - ein Nebenplot oder roter Hering?

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Offline spielleiten

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Ich habe mich mal nach weiteren Fotos umgesehen, um einen Gebäudeplan zu machen, zu dem es auch passende Fotos gibt. Da bin ich auf dieses schicke Gebäude hier gestoßen:

Buffalo State Hospital.

Man muss es nicht so rießig machen, wie es in Wirklichkeit ist (es gibt ein sich wiederholendes Muster in der Architektur, welches man an beliebiger Stelle abbrechen lassen kann), damit es auch in eine ländlichere Gegend passt. Da es zu diesem Gebäude wirklich viele Fotos gibt, werden wir dort auch bestimmt jemanden finden, der uns erlaubt eines oder zwei seiner Bilder im fertigen pdf zu benutzen. Ich hoffe einen ersten Plan heute abend skizzieren zu können... das Wochenende endet ja am Dienstag, richtig?
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Offline Naldantis

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Sehr interessantes Projekt...

...gibt es nichts für 'kleine Ängste' zu dem Thema?

Ich habe mal eine Fanfiction-Story zu McGree's (?) Alice in Wonderland gelesen, die zu weiten Teilen in der Zeit im der Anstalt spielt - da hat sich der Autor auch etwas ausgelebt und Stoff für mehrere Abenteuer einfließen lassen.

Offline spielleiten

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So ich habe mich daran gesetzt einen Gebäudeplan zu skizzieren. Da man meine Skizzen jedoch nie wieder entziffern könnte, habe ich mit Calc direkt mal sowas wie einen "richtigen" Gebäudeplan gemacht. Ich habe pdf zum einfachen Anschauen und ods zum Bearbeiten angehängt. Ist bisher nur das Erdgeschoss, die anderen werde ich im Laufe des Tages nachreichen.

EDIT: Ich bin mir noch nicht so schlüssig, ob ich man nicht diverse Flure größer machen muss, wenn da Krankenbetten durchgerollt werden müssen... Für Behandlungszimmer dachte ich an die Keller  >;D

EDIT: Die oberen Stockwerke sind bis auf die Türme des Hauptgebäudes nun auch fertig. In die Türme sollte natürlich irgendwas ganz spezielles... Vorschläge?

[gelöscht durch Administrator]
« Letzte Änderung: 22.02.2012 | 19:03 von spielleiten »
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Offline blut_und_glas

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EDIT: Ich bin mir noch nicht so schlüssig, ob ich man nicht diverse Flure größer machen muss, wenn da Krankenbetten durchgerollt werden müssen...

Wenn es da überhaupt großartig Krankenbetten gibt. Wir sind in einer (privaten?) Einrichtung in den 20er Jahren. Ich denke da ja eher an ein Provisorium - sowohl was das Bauwerk, als auch was die Ausstattung angeht.

Insgesamt vielleicht mehr Heim und weniger Krankenhaus.

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Offline Edalon

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Wenn es da überhaupt großartig Krankenbetten gibt. Wir sind in einer (privaten?) Einrichtung in den 20er Jahren. Ich denke da ja eher an ein Provisorium - sowohl was das Bauwerk, als auch was die Ausstattung angeht.

Insgesamt vielleicht mehr Heim und weniger Krankenhaus.

Ja, das entspricht auch meiner Vorstellung von der Anstalt. Ein (oder mehrere) alte Gebäude mit vielen Provisorien.
Eine derartige Einrichtung verfügte in den wirtschaftlich schwierigen Zeiten sicher nicht über die erforderlichen Mittel für eine vernünftige Ausstattung.
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Offline spielleiten

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Bei der Jahreszahl sind Kriegswaisen möglicherweise ein (großer) Teil der behandelten/verwahrten Kinder.
Genauso könnten unter dem medizinischen Personal durchaus ehemalige Militärärzte vorherrschen.
Noch weitergesponnen: Wie sieht es denn mit bei Kriegsende sehr jungen Soldaten als Patienten aus? Oder fallen die aus der für die "Bewohner" des Schauplatz beabsichtigten Altersklasse heraus?
Und kombiniert: Vielleicht hat ein ehemaliger Stabsarzt ja gezielt solche jungen Veteranen mitgebracht? Um sie weiterbehandeln zu können und/oder um ihnen als Pfleger einen Weg zurück ins Zivilleben zu ebnen? (Und wenn er keine jungen Veteranen mitgebracht hat, dann vielleicht ein oder zwei von seinen alten erfahrenen Sanitätern?)
Wenn Exmilitärs - reden wir dann eher von der desillusionierten Variante, oder doch von Dolchstoß-Säbelrasslern? Das könnte ja große Auswirkungen auf den Umgang mit den Kindern (speziell den - zurück an den Anfang - Kriegswaisen) haben. Wird sich gekümmert? Werden sie ge- oder verachtet? Wird vielleicht versucht sie zur nächsten Generation Soldaten/Kadetten zu machen?

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Wenn es da überhaupt großartig Krankenbetten gibt. Wir sind in einer (privaten?) Einrichtung in den 20er Jahren. Ich denke da ja eher an ein Provisorium - sowohl was das Bauwerk, als auch was die Ausstattung angeht.

Insgesamt vielleicht mehr Heim und weniger Krankenhaus.

Mit dieser Idee freunde ich mich nach und nach immer mehr an. Vor allem auch deswegen, weil es noch viele Räume zu belegen gibt. Einige Räume können schlicht verfallen sein und noch nicht renoviert. Andere Räume können nach besser intakt sein, jedoch vollgestopft mit der Ausstattung der vorherigen Bewohner.

Wenn wir die Militärgeschichte weiterspinnen, welche alten Räume würde man dann dort vorfinden?

Anderes Ding: Sicherlich hat ein Irrenhaus genug natürliches Horrorpotential zu bieten, bisher wurde jedoch noch gar nicht über übernatürlichen Horror gesprochen. Hier ein paar Vorschläge:

Ein Arzt könnte auf die Idee gekommen sein, dass antike "Heilungsrituale" den Zustand der Patienten verbessern könnte. Aggresive und manische Personen sprechen auf die "Behandlung auch tatsächlich an, sie werden ruhiger und friedlicher (manchmal auch zu friedlich im Sinne von lethargisch, bis hin zum unbegründeten Sterben). In Wahrheit verfüttert der Arzt jedoch Stück für Stück den Lebenswillen der Patienten an eine cthuloide Monströsität, welche bald schon stark genug sein wird vollständig in unsere Dimension zu treten.

In den noch nicht renovierten Teilen der Anstalt gibt es Geister/Monster/Übernatürliche Phänomene, welche dort ihr Unwesen treiben. Während sie tagsüber relativ friedlich sind verteilen sie sich nachts über die gesamte Anstalt, natürlich bevorzugt bei den Patienten, deren Zustand sich dadurch natürlich nicht verbessert. Ein Zustand der lange Zeit unerkannt blieb, bis schließlich Dinge geschehen, welche durch Vernunft (oder Unvernunft der Patienten) nicht mehr erklärbar sind.

Einer der behandelnden Ärzte ist ein Kultmitglied, welcher die Einrichtung und seine Patienten für seine sinistren Pläne nutzt.

Einer der Patienten ist wahrhaftig besessen und die "Behandlungen" sind völlig erfolglos, beziehungsweise verschlimmern die Situation.

Weitere Vorschläge?
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Offline Edalon

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Anderes Ding: Sicherlich hat ein Irrenhaus genug natürliches Horrorpotential zu bieten, bisher wurde jedoch noch gar nicht über übernatürlichen Horror gesprochen. Hier ein paar Vorschläge:

Ein Arzt könnte auf die Idee gekommen sein, dass antike "Heilungsrituale" den Zustand der Patienten verbessern könnte. Aggresive und manische Personen sprechen auf die "Behandlung auch tatsächlich an, sie werden ruhiger und friedlicher (manchmal auch zu friedlich im Sinne von lethargisch, bis hin zum unbegründeten Sterben). In Wahrheit verfüttert der Arzt jedoch Stück für Stück den Lebenswillen der Patienten an eine cthuloide Monströsität, welche bald schon stark genug sein wird vollständig in unsere Dimension zu treten.

In den noch nicht renovierten Teilen der Anstalt gibt es Geister/Monster/Übernatürliche Phänomene, welche dort ihr Unwesen treiben. Während sie tagsüber relativ friedlich sind verteilen sie sich nachts über die gesamte Anstalt, natürlich bevorzugt bei den Patienten, deren Zustand sich dadurch natürlich nicht verbessert. Ein Zustand der lange Zeit unerkannt blieb, bis schließlich Dinge geschehen, welche durch Vernunft (oder Unvernunft der Patienten) nicht mehr erklärbar sind.

Einer der behandelnden Ärzte ist ein Kultmitglied, welcher die Einrichtung und seine Patienten für seine sinistren Pläne nutzt.

Einer der Patienten ist wahrhaftig besessen und die "Behandlungen" sind völlig erfolglos, beziehungsweise verschlimmern die Situation.
Die Ideen finde ich grundsätzlich sehr gut und können auch stimmungsvoll eingebaut werden. Lediglich "cthuloide Monströsitäten" würde ich gerne vermeiden, da der Schauplatz ja möglichst nicht an ein bestimmtes Rollenspiel gebunden sein soll.

Die Idee besonderer Behandlungsmethoden (Versuche am lebenden Objekt) finde ich ganz besonders passend, da dies Erklärungsansätze gibt, warum Patienten besonders (gut) behandelt werden. Außerdem könnte man auf diese Weise finanzielle Zuschüsse durch zweifelhafte Stiftungen begründen.

Eine weitere Idee für einen besonderen Raum gibt es übrigens als Kommentar zum Blog-Beitrag.
« Letzte Änderung: 23.02.2012 | 18:57 von Edalon »
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Offline Edalon

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Ich habe mal versucht, die bisherigen Ideen und das Material in einer geordneten Beschreibung zusammen zu fassen.

Das Ergebnis ist ein erster Entwurf der Schauplatzbeschreibung.

Gibt es weitere Vorschläge / Ergänzungen?
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Offline Edalon

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Einer der Patienten ist wahrhaftig besessen und die "Behandlungen" sind völlig erfolglos, beziehungsweise verschlimmern die Situation.

Das ist auch ein spannender Ansatz.
Vielleicht gibt es unter dem Personal auch eine Arzt oder einen Geistlichen, der von der Besessenheit eines Patienten überzeugt ist und nun einen Exorzismus vorbereitet.
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Offline spielleiten

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Ich habe das pdf aktualisiert. Es gibt nun einen Keller und in den oberen Stockwerken wurden einige Räume umfunktioniert. Sie beinhalten jetzt alte Archive, Lager und Büros, aus der Zeit, in der das Gebäude noch ein Kriegsspital war.

« Letzte Änderung: 28.03.2012 | 22:48 von spielleiten »
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Offline Edalon

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Bei dieser Schauplatzbeschreibung handelt es sich um die erste in einer geplanten Serie von Rollenspielschauplätzen.

Welche formalen Anforderungen sollte die Beschreibung erfüllen? Gibt es Anregungen zum aktuellen Entwurf?

Ich denke an eine Beschreibung in gut strukturierten Abschnitten und auf maximal 4 Seiten (=2 Doppelseiten)
Die Gestaltung soll einfach und übersichtlich sein, damit die Spielleitung sie direkt am Spieltisch ohne weitere Bearbeitung einsetzen kann.
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Offline Edalon

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Ich habe das pdf aktualisiert. Es gibt nun einen Keller und in den oberen Stockwerken wurden einige Räume umfunktioniert. Sie beinhalten jetzt alte Archive, Lager und Büros, aus der Zeit, in der das Gebäude noch ein Kriegsspital war.

Super! Ich habe den neuen Plan in den Entwurf eingebaut und die Schauplatzbeschreibung entsprechend angepasst.

Gibt es noch Wünsche zur Ergänzung / Verfeinerung / Verbesserung der Schauplatzbeschreibung?
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Offline spielleiten

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jupp, ich denke die Ideen sind gesammelt und wir sollten so langsam zur Detailarbeit übergehen.

Ich werde die Karte noch mit dem umgebenden Zaun, dem erwähnten Spielplatz und anderen Außenelementen ausstatten. Haben wir richtig gute Kartenmacher hier? Dann kann derjenige vielleicht eine Karte machen, welche wirklich nach was aussieht?

Das Kartenmaterial sollte so arrangiert werden, dass die einzelnen Stockwerke im A5-Format liegen, sodass zwei auf eine Seite passen. Damit würden vier Karten auf ein Blatt passen (Vorder- und Rückseite) und die fünfte nicht mehr. Wenn die fünfte der Keller ist, kann man diesen auch auf ein Blatt der Ortsbeschreibung packen (zusammen mit den anderen SL-Infos). Alternativ macht man einfach zwei Blätter Kartenmaterial und füllt den überschüssigen Platz mit Bildern auf.

Wegen Bildern wollte ich in DA sowieso mal Leute anschreiben, ob wir deren Fotos nutzen dürfen.

Das SL-Material (die Ortsbeschreibung) sollte sich auf 2 Blätter beschränken.

Soviel zum Arrangement, der Infos.

Zum Inhalt werde ich im Laufe des Wochenendes auch noch etwas schreiben.

Zum Inhalt:
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Zum Inhalt:

Es sieht so aus, als benötigen die SL-Informationen zwei Blätter, damit haben wir noch eine etwa eineinhalb Seiten Platz, welcher gefüllt werden kann.

Im dritten Abschnitt auf der ersten Seite (es geht um die Gebäudeaufteilung) kann man präziser werden. Das Buffalo State Hospital war so aufgebaut, dass in einem Flügel die Männer untergrebacht wurden und in dem anderen die Frauen. Diese Trennung nach Geschlechtern würde ich beibehalten, da sie Sinn macht (in der Karte ist momentan auch alles doppelt, um diese strikte Trennung zu ermöglichen). Diese Trennung muss natürlich erwähnt werden. Eine genauere Beschreibung der anderen "Behandlungsräume" kann man zusammen mit den Therapiemethoden verbinden.

Eine Zeitleiste über das Gebäude wäre ganz gut, sowie ein paar Ereignisse der Vergangenheit, welche als echte Erklärungen oder rote Heringe dienen können. Damit dürften wir dann auch Seite vier vollbekommen.
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Offline Edalon

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Das Kartenmaterial sollte so arrangiert werden, dass die einzelnen Stockwerke im A5-Format liegen, sodass zwei auf eine Seite passen. Damit würden vier Karten auf ein Blatt passen (Vorder- und Rückseite) und die fünfte nicht mehr. Wenn die fünfte der Keller ist, kann man diesen auch auf ein Blatt der Ortsbeschreibung packen (zusammen mit den anderen SL-Infos). Alternativ macht man einfach zwei Blätter Kartenmaterial und füllt den überschüssigen Platz mit Bildern auf.

Die Beschreibung umfasst aktuell 8 Seiten. Das wäre das gesetzte Limit: 2 Blätter jeweils doppelseitig und im DIN A5-Format bedruckt. Ein Blatt für die Beschreibung (ggf. inkl. Bilder) und ein Blatt für die Karten. (Wobei jetzt eine Seite der Beschreibung für die Karten des Kellergeschosses verwendet wird).

Im dritten Abschnitt auf der ersten Seite (es geht um die Gebäudeaufteilung) kann man präziser werden. Das Buffalo State Hospital war so aufgebaut, dass in einem Flügel die Männer untergrebacht wurden und in dem anderen die Frauen. Diese Trennung nach Geschlechtern würde ich beibehalten, da sie Sinn macht (in der Karte ist momentan auch alles doppelt, um diese strikte Trennung zu ermöglichen). Diese Trennung muss natürlich erwähnt werden.

Ich habe die Beschreibung entsprechend auf die Gebäudepläne angepasst.

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Sehr schön. Das Dokument gefällt mir gut.  :d

Hier erstmal die aktualisierten Karten. Ich habe die Schrift etwas größer gemacht, da sie auf A5 wohl etwas arg winzig ist. Im Hinterhof(!) gibt es nun eine Grünfläche auf der der "Spielplatz" und der Kletterbaum sind. Außerdem habe ich den erwähnten Zaun um das Gebäude gezogen und einen Schuppen eingesetzt. Was es mit diesem auf sich hat, bleibt dem kreativen SL überlassen ;)

Eine Kleinigkeit im Text müsste noch geändert werden. Dort steht, dass die Nebengebäude vor dem Eingang angeordnet sind... es ist genau umgekehrt. Anscheinend war das ohne Zauntor schwer zu erkennen, aber jetzt müsste es klar sein.

Da das Dokument schon ziemlich vollgeladen ist und das mit den Rechten immer so ne Sache ist, würde ich noch zwei Links auf Galerien angeben und zwar:

http://www.opacity.us/gallery62_night_photography.htm
http://advent-ck.deviantart.com/gallery/7301959

sowie den Hinweis, dass man viele weitere Bilder mit dem Begriff "Buffalo State Hospital" bzw. "Buffalo State Asylum" findet. (Besonders diese Verbindungsbögen finde ich ja sehr geil: http://www.flickr.com/photos/onasill/5008497508/lightbox/)

Mit diesen Änderungen wäre das Ding von meiner Seite aus komplett(?)

Ich freue mich schon darauf, dieses Ding zum ersten Mal zu bespielen :)
« Letzte Änderung: 28.03.2012 | 09:16 von spielleiten »
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Hier erstmal die aktualisierten Karten. Ich habe die Schrift etwas größer gemacht, da sie auf A5 wohl etwas arg winzig ist. Im Hinterhof(!) gibt es nun eine Grünfläche auf der der "Spielplatz" und der Kletterbaum sind. Außerdem habe ich den erwähnten Zaun um das Gebäude gezogen und einen Schuppen eingesetzt. Was es mit diesem auf sich hat, bleibt dem kreativen SL überlassen ;)

Wo sind denn die Karten? Der Anhang weiter oben ist noch der alte.
Den Text habe ich bereits entsprechend modifiziert.
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ja... den Anhang habe ich geschickterweise vergessen anzuhängen  ::) Den gibt's dann heute abend/nacht, habe ihn auf der Arbeit nicht zur Hand.
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Auch wenn der Schauplatz schon fast fertig ist, hier noch zwei Anregungen.

In der Serie Carnivale von HBO gibt es auch eine recht bedrückende Szene/Folge 1.8 oder 1.9 die in einer Irrenanstalt spielt.

Eins der Kinder könnte eine Zwangsneurose "Malen" haben und wenn es keine Kreide etc. gibt, benutzt es seine Finger.

"Aus der Zelle ist leises Wimmern zu hören, die kleine Lisa kniet auf dem Boden und malt rote Kringel an die Wand.
Sie zittert am ganzen Körper, aber ihr "Stift" kratzt unaufhörlich über den Rauputz." Sanity-Check now!  :ctlu:
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Offline Edalon

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Eins der Kinder könnte eine Zwangsneurose "Malen" haben und wenn es keine Kreide etc. gibt, benutzt es seine Finger.

"Aus der Zelle ist leises Wimmern zu hören, die kleine Lisa kniet auf dem Boden und malt rote Kringel an die Wand.
Sie zittert am ganzen Körper, aber ihr "Stift" kratzt unaufhörlich über den Rauputz."

Tolle Idee für eine weitere Patientin! Danke!
Der Vorschlag wird so noch in der Schauplatzbeschreibung aufgenommen.
« Letzte Änderung: 28.03.2012 | 19:09 von Edalon »
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Hier die Karten.

[gelöscht durch Administrator]
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AcevanAcer

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Huhu,
ich habe eine kurze Anmerkungen

Patienten wurden in großen Schlafsäälen eigentlich eher gehalten, als in kleinen Zellen und mit dicken lederfixiergurten bei Unruhezuständen Befestigt worden. Zudem gab es damals noch den berufstand des Irrenwärter, der an sich keine Ausbildung genossen hat. psychatriepfleger waren in der Regel groß und Kräftig um Patienten im zaum zu halten.
 Als Behandlung gab es noch das Zwangsstehen im Sarg. Oder das Dauerbaden. Oder das Laufrad für unruhige Patienten. Zudem waren Psychatrien oftmals völlig Autarke Selbstversorger in Deutschland, mit zahlreichen Patienten, ich finds ein bisschen schade das die Psychatrie wenig mit den Deutschen Vorbilder gemein hat und eher ans Ausland reicht, weil Deutschland schon an sich extrem Gruselige Psychatriegeschichte hat. Auch den Baustil finde ich etwas unpassend, da für die Psychatrie nicht selten die Gebäude extra gebaut wurden (um sie möglichst weit aus der Stadt zu haben.) Ich arbeite in einer Psychatrie, derren Gebäude zum größten Teil aus dieser Zeit stammt, und die sehen irgendwie anderst aus.
Also, es gibt mit Sicherheit auch eine Psychatrie die so ausgesehen haben könnte, aber der Standart wars nicht so richtig.
Allerdings kann ich mich auch irren,..
Ansonsten,.. Hut ab, ich finde die Pläne und besonderst den Flyer mehr als gelungen, so sollten Spielhilfen aussehen. Zwei Daumen von mir.
« Letzte Änderung: 29.03.2012 | 01:05 von AcevanAcer »

AcevanAcer

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http://www.youtube.com/watch?v=E_tJC1HKh8E

Hier ist übrigens ein Intressantes Video wer mal so miterleben will wie es damals gewesen sein könnte. Es stammt zwar aus den 90er Jahren aber ich denke viele dinge sind übertragbar.

Edit: Achtung, das ist nix für Schwache nerven.
« Letzte Änderung: 28.03.2012 | 23:36 von AcevanAcer »

Offline Edalon

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Patienten wurden in großen Schlafsäälen eigentlich eher gehalten, als in kleinen Zellen und mit dicken lederfixiergurten bei Unruhezuständen Befestigt worden. Zudem gab es damals noch den berufstand des Irrenwärter, der an sich keine Ausbildung genossen hat. psychatriepfleger waren in der Regel groß und Kräftig um Patienten im zaum zu halten.
 Als Behandlung gab es noch das Zwangsstehen im Sarg. Oder das Dauerbaden. Oder das Laufrad für unruhige Patienten. Zudem waren Psychatrien oftmals völlig Autarke Selbstversorger in Deutschland, mit zahlreichen Patienten, ich finds ein bisschen schade das die Psychatrie wenig mit den Deutschen Vorbilder gemein hat und eher ans Ausland reicht, weil Deutschland schon an sich extrem Gruselige Psychatriegeschichte hat. Auch den Baustil finde ich etwas unpassend, da für die Psychatrie nicht selten die Gebäude extra gebaut wurden (um sie möglichst weit aus der Stadt zu haben.) Ich arbeite in einer Psychatrie, derren Gebäude zum größten Teil aus dieser Zeit stammt, und die sehen irgendwie anderst aus.
Also, es gibt mit Sicherheit auch eine Psychatrie die so ausgesehen haben könnte, aber der Standart wars nicht so richtig.
Allerdings kann ich mich auch irren,..

Danke für die Anmerkungen und Ergänzungen!
Wir werden noch einige Ideen (z.B. zu den Behandlungsmethoden) in der Schauplatzbeschreibung berücksichtigen.

Der beschriebene Schauplatz ist für die damalige Zeit eine wirkliche Besonderheit wegen des sozialen Umgangs mit den Patienten der Einrichtung. Ein Erklärungsansatz ist in der Beschreibung schon enthalten. (Für den Einsatz in der Rollenspielrunde halte ich die Realität der 1920er Jahre außerdem für zu extrem.)
Weiter oben wurde dieses Thema schon einmal diskutiert.

In den Jahren nach dem Krieg musste viel improvisiert werden, so dass ich die Nutzung eines vorhandenen Gebäudes in Ortsrandlage nicht für unrealistisch halte. Gerade für den Neubau derartiger Einrichtungen dürften in den Nachkriegsjahren vielerorts die Mittel gefehlt haben.
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Offline anachronist

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Ich finde es auch ziemlich gut es vermittelt schon ziemlich morbide Stimmung. Die Angestellten und die Räume wirken auf gruselige Art realistisch. Aber die Patienten finde ich nicht stimmig. So sehen Störungsbilder bei Kindern nicht aus oder sie bleiben zu undeutlich.

Lisa Malchow könnte eine Kanner-Autistin (selten bei Mädchen) sein, mit dem zwanghaft wirkenden malen, die durch Deprivation und Traumata autoaggressive Verhaltensweisen entwickelt hat. Diese zeigen sich in stundenlangem Kreise kratzen auf dem Boden und den Wänden, Schlägen gegen die eigene Schläfe und den Unterkiefer, Bisse in die Unterarme. Funktion der Selbstverletzungen sind akuter Spannungsabbau und Habituierung. Richtig gruselig ist bei diesen Kindern übrigens nicht ein etwaiges Wimmern, sondern die stumpfe Gleichmütigkeit, mit der sie sich selbst verletzen.

Tim Habicht könnte am Pica-Syndrom leiden, dem Bedürfnis, Nichtessbares zu essen oder auch an de Unterform Koprophagie, dem Bedürfnis, menschliche Exkremente zu essen. Möglicherweise ist er geistig behindert oder (wie du es ja andeutest) und/oder durch zeitgenössische aber dysfunktionale Heilmethoden schwer traumatisiert, was eine Verschärfung der eigentlichen Problematik und diverse andere Störungen nach sich ziehen kann.

Interessant wäre auch der Gedanke, dass er die Leichen seiner Eltern angefressen hat, um zu überleben und jetzt durch moralisiernde Schuldzuweisungen und -gefühle abdreht und eine Fetisch entwickelt, der sich genau um seine "Sünde" dreht. So wird er zum Kannibalen. Das kann sich in dem Stehlen von Leichenteilen zum Verzehr, Bluttrinken bei anderen Kindern oder in Nekrophilie niederschlagen. Dann würde ich ihn aber älter machen. Präpubatär so um die 12.

Ist auf jeden Fall ein gruseliges Projekt. Respekt.

Offline Dreamdealer

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Vielleicht sehe ich das nur so, aber ich finde die Realität muß im Spiel nicht 1:1 abgebildet werden. Die wenigsten Spieler werden wohl wissen wie tatsächlich eine Heilanstalt ausgesehen hat, oder wie sich psychische Krankheiten manifestieren. Ich bin der Meinung, dass der Horror und die Spannung größer ist, wenn man möglichst nah an die Vorstellung der Spieler von so einem Ort rankommt und der wird in den meisten Fälle sicherlich auch von der Realität ein gutes Stück abrücken.

Wenn man Experte auf dem ein oder anderen Gebiet ist, kann man es ja gut und auch unverkrampft ins Spiel mit einfließen lassen. Wenn ich aber keinen Schimmer von Geisteskrankheiten bzw. richtigem Verhalten von Kranken habe, würde ich einfach versuchen sie so darzustellen wie es mir in den Kram passt und nicht zwanghaft versuchen es richtig darzustellen.
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Offline Saffron

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Hi, wollt nur kurz sagen:
Sehr genial, das Material!
CU
Saffron
Ich leide nicht an Realitätsverlust. Ich genieße ihn.

AcevanAcer

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Vielleicht sehe ich das nur so, aber ich finde die Realität muß im Spiel nicht 1:1 abgebildet werden. Die wenigsten Spieler werden wohl wissen wie tatsächlich eine Heilanstalt ausgesehen hat, oder wie sich psychische Krankheiten manifestieren. Ich bin der Meinung, dass der Horror und die Spannung größer ist, wenn man möglichst nah an die Vorstellung der Spieler von so einem Ort rankommt und der wird in den meisten Fälle sicherlich auch von der Realität ein gutes Stück abrücken.

Wenn man Experte auf dem ein oder anderen Gebiet ist, kann man es ja gut und auch unverkrampft ins Spiel mit einfließen lassen. Wenn ich aber keinen Schimmer von Geisteskrankheiten bzw. richtigem Verhalten von Kranken habe, würde ich einfach versuchen sie so darzustellen wie es mir in den Kram passt und nicht zwanghaft versuchen es richtig darzustellen.

Das nicht, ich bin definitiv kein Realitätsfanatiker und viele Dinge im Rollenspiel male ich mir auch so aus wie sie mir passen obwohl sie Historisch/Technisch völliger Unfug sind. Darum waren es auch nur Anmerkungen.
Ich bin allerdings der meinung, das nichts so gruselig ist wie die Realität. Aber das wäre eine Grundatzdisskusion und hätte hier nichts zu suchen.