Autor Thema: [Erzählt mir von] Monsters and Other Childish Things  (Gelesen 2843 mal)

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Offline D. Athair

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Was kann das Spiel?
Was spielt man damit für Abenteuer?
Wie sieht eine Spielergruppe aus?
Ist die ORE wirklich das passende Regelsystem für das, was gespielt werden soll?
Wofür braucht die Pocket Edition 264 Seiten?


... ich schleiche ja schon länger um das Spiel herum.
Die Idee des Spiels/Settings finde ich sau cool, aber diese Fragen (s.o.) ...  wtf?
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Offline Roland

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Re: [Erzählt mir von] Monsters and Other Childish Things
« Antwort #1 am: 12.07.2012 | 12:36 »
Das Spiel kann, was draufsteht.  ;) Mir gefällts.

Spielen kann man damit fast alles, was einem zu Kinder plus Monster so einfällt, von Pokemon bis Little Fears. Der Grundton des Spiel liegt bei einem Stil ähnlich aktueller Young-Adult-Fiction (Skulduggery Pleasant, Un Lun Dun usw.), man kann aber problemlos mehr oder weniger Horror unterbringen. Inspirationen gehen von La cité des enfants perdus über Bartimäus bis Twin Peaks.

Bisher sind drei MaoCT Abenteuer erschienen, Road Trip, eine Kampagne in der die Kinder auf einer Reise durch die USA einen bösen Kult bekämpfen, Curriculum of Conspriracy, in dem es um finstere Verschwörungen an einer Schule geht und The Dreadful Secrets of Candlewick Manor, eine Sandbox, in der merkwürdige und manchmal missgebildete Kinder ins Candlewick-Kinderheim in einem abgelegenen, düsteren Tal geschickt werden.

ORE wurde fürs Spiel gut angepasst, denke ich. Die Pocket Edition hat fast den gleichen Inhalt, wie das großformatige Regelwerk, daher die hohe Seitenzahl.
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Offline Lord Verminaard

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Re: [Erzählt mir von] Monsters and Other Childish Things
« Antwort #2 am: 12.07.2012 | 13:50 »
Was spielt man damit für Abenteuer?
Wie sieht eine Spielergruppe aus?

Diese Fragen stellten sich mir nach Lektüre des Regelwerks weiterhin. (Ich habe das Hardcover.)
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Offline Roland

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Re: [Erzählt mir von] Monsters and Other Childish Things
« Antwort #3 am: 12.07.2012 | 16:16 »
Ein generische Gruppe könnte so aussehen, wie eine übliche Abenteurertruppe. Oder man nimmt populäre Roman und Serien zum Vorbild. Bart, Lisa, Milhouse und Nelson. Buffy und die Scoobies. Die vier vom Breakfast Club. Die Gruppenaufteilung nach amerikanischem Vorbild wäre wohl: Anführer, Athlet, Nerd und das Mädchen.

Was die Abenteuer angeht, kann man imho fast alles umsetzen, was es an Jugendfiktionsvorbildern so gibt. Von 5 Freunde mit Timmy als monströse Bestie über ein Unknown Armies Pfadfinderlager bis zu Es mit mehr Monstern.  
« Letzte Änderung: 13.07.2012 | 14:52 von Roland »
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Offline D. Athair

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Re: [Erzählt mir von] Monsters and Other Childish Things
« Antwort #4 am: 13.07.2012 | 10:40 »
Und wie bindet man die Monster ein? Welche Rolle übernehmen die?
Wie agieren die Monster im Spiel?
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Offline Praion

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Re: [Erzählt mir von] Monsters and Other Childish Things
« Antwort #5 am: 13.07.2012 | 11:54 »
Ich glaube nicht, dass MaoCT ein Spiel mit einer traditionellen Rollenspiel Abenteuergruppe in dem Sinne ist. 
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Offline rillenmanni

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Re: [Erzählt mir von] Monsters and Other Childish Things
« Antwort #6 am: 13.07.2012 | 12:39 »
Ich glaube nicht, dass MaoCT ein Spiel mit einer traditionellen Rollenspiel Abenteuergruppe in dem Sinne ist. 
Praion versteht es wirklich, Spannung aufzubauen. Gebannt harren die Zuhörer dem Augenblick, in dem er endlich durch einen zweiten Satz seine Aussage konkretisiert. Sie hängen an Praions verheißungsvollen Lippen, derweil sich Fragen über Fragen in ihren Köpfen türmen: "Wie mag die Abenteurergruppe aussehen?" - "Welches Spiel ist MaoCT denn dann?" - "Verflixt, wie könnte das Spielen aussehen?" - "Wieso spannt Praion uns derart auf die Folter?" - "Er weiß es doch, er weiß es doch, weshalb sagt er es uns denn nicht?" - "Wenn er jetzt sagt, ich solle mich ausziehen - ich tu's!" - ...
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Offline Praion

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Re: [Erzählt mir von] Monsters and Other Childish Things
« Antwort #7 am: 13.07.2012 | 12:41 »
+1 rillenmanni
ein sehr Moerscher Post.

Ich werd demnächst noch mal drüber lesen und mit einer Antwort zurückkommen.
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Offline Lord Verminaard

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Re: [Erzählt mir von] Monsters and Other Childish Things
« Antwort #8 am: 13.07.2012 | 14:57 »
Ich fand halt, zumindest in der Version, die ich habe, die Erklärungen / Hilfestellungen im Regelwerk enttäuschend. Die Monster und die Beschreibung der Beziehung zwischen Kind und Monster sind cool, aber der Autor knallt dir den dicken Fisch halt einfach so auf den Tisch, ausnehmen musst du ihn selber. Ich hatte da schon den Eindruck, dass es gerade nicht Sorcerer mit anderen Mitteln / Bass Playing ist. Sondern eher das Prinzip "ein guter SL kriegt das schon hin".
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Re: [Erzählt mir von] Monsters and Other Childish Things
« Antwort #9 am: 13.07.2012 | 18:28 »
Tvtropes sagt:

Stories in Monsters revolve around the normal trials of childhood, aided and complicated by the monsters. The game is explicitly intended as allegory; Baugh says the monsters "represent lots of things". The monsters form bonds only with children because they are more "emotionally exposed" than adults, who have learned to guard their feelings to protect themselves. This combines with the fantastic setting to make a game which is serious in subject matter, but light-hearted in tone.

Und so würde ich das auch so etwa machen. Sehr "slice of life" und normales Teenydrama bzw. niedliches vorteeny Zeug (denke Hayao Miyazaki) nur mit dem Fakt, dass da Monster sind und die treiben einen in bestimmte richtungen. So mag dein Monster vlt. das Monster von dem Typen den du so gar nicht leiden kannst.

Ich würde also von sehr normalen Szenerien ausgehen und schauen wohin sich das entwickelt. Ein wenig ne Mischung aus Monsterhearts und Sorcerer.

Ansonsten gibt es einen Adventurepath namens Roadtrip.
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Re: [Erzählt mir von] Monsters and Other Childish Things
« Antwort #10 am: 13.07.2012 | 19:37 »
Jo, die Themen klingen schon cool, ich hatte halt so ein bisschen den Unknown Armies Effekt: "Cool - und was mach ich jetzt damit?"

Was taugen denn die offiziellen Abenteuer / Kampagnen? Bzw. wie gehen die es an?
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Re: [Erzählt mir von] Monsters and Other Childish Things
« Antwort #12 am: 14.07.2012 | 18:52 »
Und wie bindet man die Monster ein? Welche Rolle übernehmen die?
Wie agieren die Monster im Spiel?

Die Monster sind im Standardsetting unmenschliche Freunde, Kampfgefährten und ein wenig Comic Relief. Gespielt werden sie abwechselnd vom SL und vom Spieler, braucht der SC die Hilfe des Monsters/soll es für ihn agieren, übernimmt der Spieler, ansonsten ist das Monster SLC.

Jo, die Themen klingen schon cool, ich hatte halt so ein bisschen den Unknown Armies Effekt: "Cool - und was mach ich jetzt damit?"

Was taugen denn die offiziellen Abenteuer / Kampagnen? Bzw. wie gehen die es an?

Road Trip ist ein Abenteuerpfad im Standardsetting. Die Kinder werden in die Machenschaften eines bösen Kults hineingezogen und entschließen sich, etwas dagegen zu unternehmen. Sie reisen in den Ferien durch die USA und retten (hoffentlich) die Welt.

The Dreadful Secrets of Candlewick Manor ist eine Sandbox, die etwas vom Standardsetting abweicht. Hier sind die Kinder Ausgestoßene und Freaks, zunächst noch ohne Monster, die ins Candlewick-Kinderheim abgeschoben werden. Im Candlewick-Tal sich selbst und neue, manchmal monströse, Freunde finden, außerdem gibt es genug Konflikte, Geheimnisse und andere Dinge, für erfüllendes Sandboxing.

Generell muss man sagen dass die MaoCT-Themen (so ziemlich alles was mit dem Erwachsenwerden zu tun hat) in der Mechanik nicht besonders stark verankert sind. Da gibt's durchaus Parallelen zur WoD und Unknown Armies. Genau wie fast alle anderen ORE-Spiele ist MaoCT zum allergrößten Teil ein traditionelles Rollenspiel, das zwar einige Vorgaben macht, aber von der Gruppe noch definiert werden will.
« Letzte Änderung: 14.07.2012 | 18:55 von Roland »
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