Autor Thema: [D&D 5E] Ruling-Fragen / Vorschläge  (Gelesen 63878 mal)

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Offline Fezzik

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Re: [D&D 5E] Ruling-Fragen / Vorschläge
« Antwort #500 am: 12.07.2021 | 05:04 »
Konkret erstmal nichts. Ich schaue mir im Moment nur verschiedene Varianten an die in die Richtung "gritty" gehen.
Wie gesagt, ursprünglich ging es ja ums Originalsystem.
Und ich verstehe nicht so recht was die Wunden Regelung für die 5E bringen soll und wo da vielleicht Haken sind.
Du hast ja bereits einige Haken aufgezeigt.
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Offline Ainor

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Re: [D&D 5E] Ruling-Fragen / Vorschläge
« Antwort #501 am: 12.07.2021 | 09:39 »
Solche Systeme werden immer wieder vorgeschlagen, aber meiner Meinung nach sind die alle schlecht, einfach weil sie nicht zum Rest der Regeln passen. Ausserdem übersehen sie dass grade in 5E TP die wichtigste (oder einzige) Verteidigung für hochstufige Charaktere sind. Es ist so gedacht dass 10 Schaden bei 150 TP nicht viel ausmachen. In einem anderen Spiel wäre das ein leicht zu schaffender Abwehrwurf. Abgesehen davon finde ich nicht dass "Jo-Jo-Effekt" oder TP runterkloppen 5E wirklich gut beschreiben.

Wenn man in 5E in Richtung "gritty" gehen will würde ich eher Exhaustion wenn man auf 0 fällt (und ggf "gritty realism") aus dem DMG verwenden.
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Offline flaschengeist

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Re: [D&D 5E] Ruling-Fragen / Vorschläge
« Antwort #502 am: 12.07.2021 | 10:04 »
Ich finde das auch eine Verschlimmbesserung, die das Problem unnötig kompliziert löst und eine Menge Kollateralschäden verursacht (siehe Hinweise von Runenstahl).
Wir spielen ebenfalls mit der Hausregel 1 Stufe Erschöpfung wann immer ein Char auf null geht, das löst schon mal das "healing word Problem" effektiv.
Die "gritty realism" Regel aus dem DMG halte ich hingegen für eine der schlechtesten Regelvorschläge der 5e überhaupt, weil sie nämlich die Balance zwischen Klassen, die bei kurzen Rasten ihre Fähigkeiten regenerieren und solchen, die lange brauchen, zuungusten letzterer aus dem Fenster wirft. Ohne zusätzliche "Meta-Anpassungen" durch den DM (mit denen man die Effekte einer schlechten Regel immer ausgleichen kann) völlig unbrauchbar.
Falls eine Runde zu schnelle HP-Regeneration stört, würde ich eher eine Modifikation wie diese vornehmen (spontaner Vorschlag): Charaktere regenerieren für jeden Trefferwürfel nur die Hälfte der Standardregel - also (Trefferwürfel + Konsti)/2 - und lange Rasten machen die TP nicht länger voll.
« Letzte Änderung: 12.07.2021 | 10:06 von flaschengeist »
Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzuzufügen gibt, sondern wenn man nichts mehr weglassen kann (Antoine de Saint-Exupéry).

Offline Zero

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Re: [D&D 5E] Ruling-Fragen / Vorschläge
« Antwort #503 am: 12.07.2021 | 11:11 »
In Kamillos Runde nutzen wir leicht veränderte gritty regeln:
- Kurze Rast (1h): max 1 Trefferwürfel regenerieren, 2 mit Healing Kit
- Lange Rast (8h): Regenerieren mit Trefferwürfeln, danach bekommt man die hälfte wieder (also wie bei normaler langen Rast)
- Volle Rast (1 Woche in Zivilisation): Voll Regenerieren

Das macht das Regenerieren nicht ganz so over powered und für Caster verändert sich nix
101010

Offline Fezzik

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Re: [D&D 5E] Ruling-Fragen / Vorschläge
« Antwort #504 am: 12.07.2021 | 12:29 »
Wenn man festlegt, das Heilmagie auch aus dem Trefferwürfelpool für Rast- Heilung "bezahlt" werden muss, schränkt das die Instant Heilung ja auch ein.
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Offline Ainor

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Re: [D&D 5E] Ruling-Fragen / Vorschläge
« Antwort #505 am: 12.07.2021 | 13:35 »
Wenn man festlegt, das Heilmagie auch aus dem Trefferwürfelpool für Rast- Heilung "bezahlt" werden muss, schränkt das die Instant Heilung ja auch ein.

Kann man machen, aber braucht man das? Ein normaler Kleriker auf Stufe 10 heilt etwa 250 TP wenn er alle Slots verballert. Die Gruppe hat grob 280. Insofern ist die Heilmagie schon eingeschränkt. (ggf kann man Sachen wie Healing Spirit oder andere optionale Dinge rausnehmen.)


Die "gritty realism" Regel aus dem DMG halte ich hingegen für eine der schlechtesten Regelvorschläge der 5e überhaupt, weil sie nämlich die Balance zwischen Klassen, die bei kurzen Rasten ihre Fähigkeiten regenerieren und solchen, die lange brauchen, zuungusten letzterer aus dem Fenster wirft. Ohne zusätzliche "Meta-Anpassungen" durch den DM (mit denen man die Effekte einer schlechten Regel immer ausgleichen kann) völlig unbrauchbar.

Ähm, nein.
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Offline flaschengeist

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Re: [D&D 5E] Ruling-Fragen / Vorschläge
« Antwort #506 am: 12.07.2021 | 14:25 »
Ähm, nein.

Also für mich ist das offensichtlich:
Vorher 2-3 short rests pro Tag, dann eine long rest (so zumindest der Vorschlag des DMG). Also 2,5 Kurze auf eine Lange. Nun die Variante: Eine short rest dauert statt einer Stunde nun einen Tag, eine long rest statt einer Nacht nun eine Woche. Also plötzlich 7 Kurze auf eine Lange, wobei das nur die stumpfe mathematische Betrachtung ist. In der Spiepraxis ist die Divergenz noch größer, denn die Spieler haben eine gewisse Kontrolle darüber, ob ihre Charaktere mal eine Nacht ungestört rasten (z.b. Tiny Hut, Teleport oder einfach ein gutes Versteck). Bei einer ganzen Woche sieht es aber düster aus. Ergo sind alle Charaktere, die ihre Ressourcen über long rests regenerieren mit der "gritty realism" Regel schlechter gestellt als mit der Standardregel.
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Offline Ainor

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Re: [D&D 5E] Ruling-Fragen / Vorschläge
« Antwort #507 am: 12.07.2021 | 15:51 »
Also wenn man jeden Morgen pünktlich um 9 nach dem Frühstück kämpft mag das sein. Aber tatsächlich hängt es komplett davon ab wie die Kämpfe verteilt sind. Und da kann man mit längerem Rasten genauso 2/2/2 haben wie bei kürzerem.
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Offline Sphinx

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Re: [D&D 5E] Ruling-Fragen / Vorschläge
« Antwort #508 am: 12.07.2021 | 16:35 »
Fand die Idee hier ganz net als Homebrew
https://www.youtube.com/watch?v=k7R1-wgWDL8
Eine Longrest gibt es nur nach einer Ruhephase von einigen Tagen.
Eine Nacht durchschlafen gibt nur ein paar Spellslots (evtl. hitdice, ist etwas her das ich das video geschaut hab)
Und eine Kurze eben nur Hit Dice Heilung.


Offline flaschengeist

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Re: [D&D 5E] Ruling-Fragen / Vorschläge
« Antwort #509 am: 12.07.2021 | 17:45 »
Also wenn man jeden Morgen pünktlich um 9 nach dem Frühstück kämpft mag das sein. Aber tatsächlich hängt es komplett davon ab wie die Kämpfe verteilt sind. Und da kann man mit längerem Rasten genauso 2/2/2 haben wie bei kürzerem.

Klar, wenn der DM den "Encounter Day" (wie ihn der DMG vorschlägt) auf eine ganze Woche streckt, dann ändert sich für Klassen, deren Fähigkeiten von langen Rasten abhängen, nichts. Genau darauf bezog ich mich, als ich sagte, dass ein Spielleiter den Auswirkungen schlechter Regeln natürlich mit "Meta-Anpassungen" begegnen kann. Das ändert aber nichts an der Qualität der Regel.
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Offline Ainor

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Re: [D&D 5E] Ruling-Fragen / Vorschläge
« Antwort #510 am: 12.07.2021 | 22:56 »
Wieso Meta-Anpassungen? Es ist doch selbstverständlich dass man weiterhin mit "XP per Adventure Day" arbeitet, nur dass der
"Adventure Day" halt eine Woche lang ist.

Häufig ändert sich garnicht so viel, weil bei zeitkritischen Missionen weder eine noch 8 Stunden Zeit für Short Rests da ist. Die wichtigste Änderung die ich beobachte ist dass An- und Abreise zum Dungeon nicht mehr egal sind. Da freut sich der Ranger oder Druide für jedes Encounter an dem er die Gruppe vorbeilotst. 
 
Eine Longrest gibt es nur nach einer Ruhephase von einigen Tagen.

Ich mach das so ähnlich. 5 Tage mit Short Rests und das Wochenende ist dann der Long Rest der dann aber auch alles zurücksetzt.
Für die  Short Rests gibt es noch die Rest Talents: https://sterlingvermin.com/2016/08/08/rest-for-the-weary/

Deas macht es deutlich einfacher die Zeit mitzuhalten, und Zauber nur einmal alle 7 Tage zu haben sorgt für ein gewisses low magic Feeling. Items und ein paar wenige Zauber muss man dann noch anpassen.
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Offline Feuersänger

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Re: [D&D 5E] Ruling-Fragen / Vorschläge
« Antwort #511 am: 12.07.2021 | 23:00 »
Schon ein paar Wochen her, aber mir ist noch was zu der Hydra-Sache eingefallen:

Ja, zu kniffelig sollte es nicht sein, herauszufinden wie ein Gegner zu besiegen ist.
Z. B. hatten sie vor der Hydra ja gegen Trolle gekämpft und hatte ich auch den DC auf 15 gesetzt, dass man das mit Feuer und Säure etc. weiss. (Zum Glück unwissend sogar Tasha-konform!)
Wusste aber auch nur ein NSC...

Mein Ansatz dazu wäre: der Check kann wiederholt werden und wird jedes mal leichter. Passt mE perfekt für so Herausforderungen wie die Hydra, wo man ja sieht was passiert wenn man einen Kopf abhackt. Da sollte es doch irgendwann auch der dümmste begreifen.
Also zB mit DC20 anfangen, nach jedem abgetrennten Kopf eine neue Probe würfeln und kumulativ um 2-3 Punkte pro Kopf erleichtern.
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Zitat von: ErikErikson
Thor lootet nicht.

"I blame WotC for brainwashing us into thinking that +2 damage per attack is acceptable for a fighter, while wizards can get away with stopping time and gating in solars."

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