Autor Thema: D&D5 Smalltalk  (Gelesen 220413 mal)

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Offline hassran

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Re: D&D5 Smalltalk
« Antwort #3950 am: 5.10.2019 | 11:53 »
Wie gesagt: es geht um die Einträge im Monsterhandbuch. Natürlich können im Kampf andere Dinge passieren, aber das gehört nicht ins Monsterhandbuch. Oder soll da gedruckt stehen: "Wenn die SCs mit einem Blauen Drachen kämpfen kommt in Runde 3 ein Paladin vorbei der ihnen ggf hilt" ?

Das nicht unbedingt, aber sowas wie "Blaue Drachen sind sehr feige Geschöpfe. Wenn ihnen in einer Runde X Schaden zugefügt wird, denken sie über einen strategischen Rückzug nach."
Gar nicht notwendigerweise verregelt durch HP Verlust, aber wenn schon keine Moralwürfe vorgesehen sind, gibt man mit solchen Ansätzen der Kreatur den Anschein mehr als nur ein Sack HP zu sein.

Grüße

Hasran
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Offline Rhylthar

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Re: D&D5 Smalltalk
« Antwort #3951 am: 5.10.2019 | 11:57 »
Das nicht unbedingt, aber sowas wie "Blaue Drachen sind sehr feige Geschöpfe. Wenn ihnen in einer Runde X Schaden zugefügt wird, denken sie über einen strategischen Rückzug nach."
Gar nicht notwendigerweise verregelt durch HP Verlust, aber wenn schon keine Moralwürfe vorgesehen sind, gibt man mit solchen Ansätzen der Kreatur den Anschein mehr als nur ein Sack HP zu sein.

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Überlege gerade, wo (und ob überhaupt) ich solche Einträge zu Monstern schon mal gelesen habe? Monsternomicon, Elminster´s Ecologies, irgendwo anders? Oder bilde ich es mir nur ein?
Ich weiss es nicht mehr!  :-[

Ansonsten wird es auch ab und an in Abenteuern dann konkret bei einem Encounter dazugeschrieben. Das MM ist ja durchaus allgemeingehalten und Drachen sind für mich immer Individuen, denen ich unterschiedliche Eigenschaften dieser Art zuordnen würde. Bei Kobolden würde es imho aber passen (oder als Gegenteil: Gnolle kämpfen im Rausch immer bis zum Tod).
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"Naja, ich halte eher alle FATE-Befürworter für verkappte Chemtrailer, die aufgrund der Kiesowschen Regierung in den 80er/90er Jahren eine Rollenspielverschwörung an allen Ecken wittern und deswegen versuchen, möglichst viele noch rechtzeitig auf den rechten Weg zu bringen."

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Offline LushWoods

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Re: D&D5 Smalltalk
« Antwort #3952 am: 7.10.2019 | 12:37 »
Vormerken?! - ... ab morgen auf Kickstarter

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Offline schneeland

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Re: D&D5 Smalltalk
« Antwort #3953 am: 7.10.2019 | 12:39 »
Sieht zumindest recht hübsch aus.
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Offline LushWoods

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Re: D&D5 Smalltalk
« Antwort #3954 am: 7.10.2019 | 13:06 »
Nachdem Primeval Thule als einziges mir bekanntes S&S Setting für 5E nicht besonders gut abschneidet, vielleicht eine gute Alternative.
Blöd nur das ich mit Kickstarter eigentlich nix mehr zu tun haben will.
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Offline Selganor [n/a]

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Re: D&D5 Smalltalk
« Antwort #3955 am: 7.10.2019 | 13:29 »
Auf der verlinkten Homepage ist auch ein Download der aktuellen Playtestversion. Vielleicht kann die ja schon klaeren, ob das was fuer dich waere oder nicht.
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Offline Rhylthar

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Re: D&D5 Smalltalk
« Antwort #3956 am: 7.10.2019 | 13:46 »
Midgard gibt es auch für 5E (Kobold Press). Froggod hat afaik auch was.

Und ich mag Primeval Thule. ;)

Gucke mir das hier mal an.
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Offline LushWoods

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Re: D&D5 Smalltalk
« Antwort #3957 am: 8.10.2019 | 11:13 »
Midgard? S&S?

Naja, also für mich gehören leicht verfügbare Magie und typische Fantasyrassen eigentlich auch so was von gar nicht in ein S&S Setting.
Was das angeht kann ich die Kritiken an UT schon verstehen.
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Offline Rhylthar

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Re: D&D5 Smalltalk
« Antwort #3958 am: 8.10.2019 | 17:12 »
Midgard? S&S?

Naja, also für mich gehören leicht verfügbare Magie und typische Fantasyrassen eigentlich auch so was von gar nicht in ein S&S Setting.
Was das angeht kann ich die Kritiken an UT schon verstehen.
Ich habe das S&S mal ignoriert...sorry.  :-X
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Offline LushWoods

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Re: D&D5 Smalltalk
« Antwort #3959 am: 9.10.2019 | 09:56 »
 :d


Kurze D&D Noob-Frage:
Gibt's so was für D&D?:
https://paizo.com/products/btpy8tj5?Pathfinder-Pawns-Bestiary-Box
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Offline Antariuk

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Re: D&D5 Smalltalk
« Antwort #3960 am: 9.10.2019 | 10:05 »
Offiziell nicht, soweit ich weiß, aber Kobold Press hat für seine beiden dicken Monsterbücher Tome of Beasts und Creature Codes jeweils auch Pawns veröffentlicht. Da sind zumindest einige auch gut für andere typische D&D-Monster verwendbar.
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Offline schneeland

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Re: D&D5 Smalltalk
« Antwort #3961 am: 9.10.2019 | 10:06 »
Du meinst Aufsteller statt Miniaturen? Zumindest von offizieller Seite wäre mir da nichts bekannt. Wobei man größtenteils die Pathfinder Pawns verwenden könnte - irgendwo habe ich da sogar mal eine Liste gesehen, wie das aufeinander abbildet. Und Kobold Press hat für ihre Monsterbücher Pawns im Angebot. Außerdem gab es für D&D4 eine Box mit Monsterplättchen (natürlich nicht ganz so schön wie die Aufsteller). Bei D&D5 scheint der Trend eher zu ausgiebiger Versorgung mit Miniaturen über WizKids zu gehen.
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Offline LushWoods

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Re: D&D5 Smalltalk
« Antwort #3962 am: 9.10.2019 | 10:20 »
Ich hab da Papieraufsteller zum Ausdrucken gefunden, ich glaub sogar offizielle.
Aber cool wäre so ne fertige Box mit Basen und Aufstellern aus stabilerer Pappe.
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Offline Data

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Re: D&D5 Smalltalk
« Antwort #3963 am: 10.10.2019 | 02:13 »
Ich hab in meiner letzten Runde (mit 4 Neulingen) etwas interessantes bemerkt. Ich habe den Spielern jede Szene auf meiner Battlemap aufgemalt, damit sie es leichter haben, sich vorzustellen, was um sich herum geschieht und wo sie sind. Das hab ich beim Start in der Taverne (tm) gemacht, ebenso wie bei der Reise zum Dungeon, als auch jeden Raum des Dungeons. Witzigerweise haben die Spieler bereits nach kürzester Zeit angefangen, das Spiel so zu spielen, als spielten sie ein Brettspiel. Sie haben ihre Miniaturen tatsächlich von a nach b bewegt (also auch außerhalb des Kampfes) und haben so visualisiert, was sie tun.

Ich fand das etwas befremdlich, wollte ihnen aber nicht verbieten oder vorschreiben, wie sie zu spielen haben. Das hat alles zwar sehr verständlich gemacht (so dass es regeltechnisch kaum Probleme gab), aber es hat doch alles sehr nüchtern gemacht. Deshalb würde ich gerne beim nächsten mal etwas weg von diesem System. Allerdings bin ich mir nicht so sicher, wie ich einen etwaigen Dungeon ohne Aufzeichnen akurat hinbekomme ... wie macht ihr das? Beschreibt ihr den Dungeon einfach nur? Oder malt ihr die Räume auch wirklich auf? Wie agieren eure Spieler damit? Bewegen sie ihre Miniaturen darauf?

Offline LushWoods

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Re: D&D5 Smalltalk
« Antwort #3964 am: 10.10.2019 | 06:54 »
Wir spielen eigentlich ausschließlich TotM, aber bei Action-Szenen skizziere ich schon auch mal, v.a. wenn es viele Gegner gibt.
Das Phänomen das du beschreibst kenne ich aber: Es wird sofort alles genau analysiert und der Kampf wird viel taktischer. Ich finde das ist so ein zweischneidiges Schwert. Einerseits regt es die Fantasie an, andererseits wirkt es irgendwie, wie du schon schreibst, befremdlich.
Da wir jetzt seit über 20 Jahren mal wieder D&D anfangen wollen und auch gerne ein etwas oldschooligeres Gefühl beim Spielen haben wollen, hab ich mir überlegt sogar mal mit Battlemaps und Minis zu spielen, deswegen meine Frage nach günstigen, aber trotzdem stabilen Pappaufstellern.
Im Moment weiß ich noch nicht wie wir das handhaben wollen.

Aber generell arbeiten wir maximal mit schnellen Skizzen und kleinen Kreuzchen für die Positionen der Pcs und NPCs.
Wie wir das bei Dungeons machen werden ... da bin ich mir momentan selber noch im Unklaren. Deswegen würden mich Antworten zu der Frage auch interessieren.
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Offline aikar

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Re: D&D5 Smalltalk
« Antwort #3965 am: 10.10.2019 | 07:01 »
Ich liebe schöne Battlemaps, aber ja, sie provozieren Brettspiel-Herangehensweisen. Ganz lösen kannst du es nicht, aber was ich empfehle:

Verwende Battlemaps nur für Kämpfe, alles andere sollte erzählerisch bleiben. Wenn du die Karte nur zum Visualisieren nutzen willst, zeig sie kurz her oder häng sie an die Wand, aber stell keine Minis drauf.

Versuche die Spieler zu animieren, auch im Kampf ungewöhnliche Aktionen durchzuführen (Klettere auf den Mast, wirf Fässer um,...) das zeigt, dass es doch mehr Freiheit gibt als in einem Brettspiel.

In Dungeons jeden Raum hinzulegen habe ich auch zeitweise gemacht. Gerade bei großen Dungeons wird das aber sogar unpraktikabel, da du entweder in jedem Raum eine Herausforderung platzieren musst, oder es langweilig wird.
Ich bin dazu übergegangen, nur Gebiete mit Gegnern als Battlemap hinzulegen (sobald die SCs die Gegner oder eine Falle bemerken oder umgekehrt) und den Rest beschreibend oder über eine Skizze auf Papier zu machen. Meist ist es inzwischen so, dass ich beschreibe und die Spieler machen sich die Skizze.
z.B. "Ihr durchquert für eine halbe Stunde ein Gebiet, das offenbar früher als Wohnbereich verwendet wurde. Die meisten Räume sind leer, die Möbel durch den Zahn der Zeit zu Trümmern zerfallen. Ihr stoßt hier auf keine Monster, aber wenn ihr euch zwei Stunden Zeit nehmen wollt, könnt ihr ihn durchsuchen (Würfle auf einer niedrigen Schatzhort-Tabelle). Danach führt im Norden eine Treppe nach unten".

Das gibt ein Gefühl von Größe und Plausibilität ("Wo in dieser alten Zwergenstadt waren denn die ganzen Zwerge???") ohne, dass die Charaktere sinnlos stundenlang über leere Battlemaps kriechen.

Offline nobody@home

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Re: D&D5 Smalltalk
« Antwort #3966 am: 10.10.2019 | 11:03 »
Das "Brettspiel"-Phänomen kenne ich noch aus meiner D&D3-Zeit, kann ich also bestätigen. Und das lag definitiv nicht einfach nur an den damaligen Regeln -- ich hab' da als Spieler in verschiedenen (typischerweise Con-)Sitzungen unter diversen Spielleitungen mitgemacht, und jedesmal, wenn kein Figurenschubsen auf der Battlemat angesagt war, fühlten sich selbst die Kampfszenen für mich hinreichend deutlich "natürlicher" an, daß der Zusammenhang gewissermaßen auf der Hand lag.

Liegt natürlich mit an meiner "Rollenspiel-Vorbildung", klar; reingekommen bin ich ins Hobby ja von vornherein im TotM-Modus unter anderem deshalb, weil das mal 'ne andere Art zu spielen war und man außer Bleistift, Papier, und ein paar Würfeln im Prinzip nichts brauchte...

Offline Talwyn

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Re: D&D5 Smalltalk
« Antwort #3967 am: 10.10.2019 | 11:20 »
Ich verwende Minis auch nur im Kampf, und auch da nur wenn ich das Gefühl habe, eine Begegnung ist zu komplex um sie ohne derartige Visualisierung abzuhandeln. Begegnungen mit Einzelgegnern löse ich z.B. fast immer narrativ (im Sinne von "ohne Minis"), wobei ich für den Kampf gegen den großen Drachen schon Minis verwenden würde.

Dazu muss ich sagen, dass ich meine Minis liebe und sie auch gerne einsetze, allerdings möchte ich das Brettspiel-Problem vermeiden, außerdem verursachen ausufernde Miniaturenkämpfe offensichtlich mehr Vorbereitungsarbeit (Minis bemalen, und vor dem Spielabend bereitstellen, Battlemap vorbereiten) und Logistik am Spieltisch (Minis auf der Karte platzieren, nach der Begegnung wieder wegräumen). Da Zeit sowohl für die Vorbereitung als auch am Spieltisch ziemlich knapp ist, versuche ich diese möglichst effizient zu nutzen. Auch aus diesem Grund habe ich aktuell, nachdem wir jüngst Keep on the Borderlands beendet haben, die Frequenz der Kämpfe massiv zurück gefahren, einfach weil diese doch relativ viel Zeit in Anspruch nehmen (im Verhältnis zum Story-Fortschritt, den man in dieser Zeit erspielt).

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Offline Tudor the Traveller

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Re: D&D5 Smalltalk
« Antwort #3968 am: 10.10.2019 | 11:54 »
Meine Erfahrung ist, dass es oft ohne halbwegs akkurate Map / Skizze nicht geht, sobald es zu Kämpfen oder ähnlichen Situationen kommt (z B. Verfolgung). Zu häufig kam es bei uns dazu, dass Positionen erzählerisch nicht übereinander passten und Spieler sich beschwert haben, dass sie ja dann ganz anders vorgegangen wären. Und zur Map immer nur überzugehen, wenn der Bedarf da ist, hat auch nicht geklappt: so jetzt brauchen wir doch die Battle Map. Also Chips vom Tisch räumen, Map ausrollen, alles aufmalen, genaue Positionen ausdiskutieren... Das ist / war ein zu großer Break inmitten der Action. Deshalb kommt die Map bei Kämpfen vom Start an zum Einsatz.

Aber unsere Gruppe steht eben auch auf Taktik und legt Wert auf Positionierung und regelkonforme Optionen, wenn es darum geht, was SC oder NSC in einer Szene tun können. Typischer Fall ist, irgendwen an einer Handlung zu hindern.
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Offline Feuersänger

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Re: D&D5 Smalltalk
« Antwort #3969 am: 10.10.2019 | 12:05 »
Ja, das geht mir auch so. Solange die Positionierung relevant ist für Spezialfähigkeiten, Nicht-treffen-lassen und dergleichen, will ich das akkurat per Battlemap dargestellt haben.
Erfahrung lehrt, dass es sonst zuviel SL-Willkür gibt:
- "nein du kannst nicht cleaven, niemand in Reichweite"
- "mit einem Feuerball erwischst du 1w6 Gegner"
- "jetzt knüllt der Oger den Magier zusammen. Nein der ist außenrum gelaufen."


usw
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Offline Thandbar

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Re: D&D5 Smalltalk
« Antwort #3970 am: 10.10.2019 | 12:23 »
Zitat
Ja, das geht mir auch so. Solange die Positionierung relevant ist für Spezialfähigkeiten, Nicht-treffen-lassen und dergleichen, will ich das akkurat per Battlemap dargestellt haben.
Erfahrung lehrt, dass es sonst zuviel SL-Willkür gibt:

Ja, so sehe ich das auch. Wobei es auf die Zusammenstellung der Gegnergruppe ankommt.
Das Problem für mich ist, dass man D&D halt doch die Brettspielwurzeln immer deutlich anmerkt und die Spielweise, die auf Battlemat & Co verzichtet, regelseitig unvollständig ist und diese deshalb immer auf die spontane Einschätzung des DMs verlagert wird, der sich die ganzen verschiedenen Fußlängen, Reichweiten, Bewegungsgeschwindigkeiten, Würfel und Kegel mal bitte im Kopf zusammenrechnen darf.
Ob ein Flammmenschädel aber wie viele Abenteurer gerade auf den unteren Stufen jetzt gleichzeitig mit seinem Feuerball bestreichen kann, ist allerdings *keine* unrelevante Entscheidung, sondern kann durchaus über einen TPK bestimmen.

Abgesehen davon, dass bei einer Spielweise, die auf diese Visualisierungen grundsätzlich verzichtet, es viel schwieriger ist, Nutzen aus bestimmten Vorteilen zu ziehen (Geschwindigkeit der Waldelfen oder Ähnliches).
« Letzte Änderung: 10.10.2019 | 12:28 von Thandbar »
"Du wirst direkt in diesem Moment von einer Zilliarde grünkarierter Kakerlakeneinhörner in Tweedanzügen umzingelt, die mit Fallschirmen aus gebeiztem Vanillepudding aus der nächstgelegenen Dattelpalme springen und dich zu ihrer Avonberaterin krönen - und die Krone ist aus Dr. Frankensteins bösartig mutiertem Killernougat! Streich dir 78000 Hirnschadenspunkte ab und mach sofort eine Jodelimprovisation!"

Offline Kaskantor

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Re: D&D5 Smalltalk
« Antwort #3971 am: 10.10.2019 | 12:30 »
Wir spielen auch schon seit jeher mit BM.

Was mich aber bis heute stört, sind die Schablonen. Da ging DnD4 schon den besseren Weg fand ich.
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Offline rugjin

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Re: D&D5 Smalltalk
« Antwort #3972 am: 10.10.2019 | 12:38 »
Bei uns werden die Battlemaps auch immer im Kampf ausgepackt. Liegt vor allem daran das die meisten meiner Mitspieler begeisterte Tabletop Spieler sind und sie sich so besser auf das Kampfgeschehen einlassen können.

Ich weis noch in meinen PnP Startzeiten als ich als Spieler bei DSA dabei war, hat der Meister nie Battlemaps verwendet. Da ging das aber weil keiner außer mir aus dem TT Bereich kam. Sie waren es schlichtweg gewöhnt es sich vor zu stellen.
 
Definitiv eine Sache der Gruppe.
Das Chaos besiegt die Ordnung weil es besser organisiert ist. - echt zauberhaft - Terry Prattchet

Offline Ainor

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Re: D&D5 Smalltalk
« Antwort #3973 am: 10.10.2019 | 13:06 »
D&D 3,4 und 5 sind einfach für Battlemap geschrieben. Es macht wenig Sinn das System anders zu verwenden, auch wenn 5E so tut als ginge das.
Reichweite, AOOs, etc je nach Spielleiterlaune sind nicht hilfreich.

Dasselbe gilt auch für unkonventionelle Aktionen. Eine gute Battlemap macht automatisch Vorschläge wo man in Deckung gehen könnte, wie man Gegner umgeht etc.  Ich will als SL nicht entscheiden müssen ob so etwas eine gute Idee ist oder nicht.
Die Wahrheit liegt auf der Battlemap.

Offline winterknight

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Re: D&D5 Smalltalk
« Antwort #3974 am: 10.10.2019 | 16:22 »
Ich hab in meiner letzten Runde (mit 4 Neulingen) etwas interessantes bemerkt. Ich habe den Spielern jede Szene auf meiner Battlemap aufgemalt, damit sie es leichter haben, sich vorzustellen, was um sich herum geschieht und wo sie sind. Das hab ich beim Start in der Taverne (tm) gemacht, ebenso wie bei der Reise zum Dungeon, als auch jeden Raum des Dungeons. Witzigerweise haben die Spieler bereits nach kürzester Zeit angefangen, das Spiel so zu spielen, als spielten sie ein Brettspiel. Sie haben ihre Miniaturen tatsächlich von a nach b bewegt (also auch außerhalb des Kampfes) und haben so visualisiert, was sie tun.

Ich fand das etwas befremdlich, wollte ihnen aber nicht verbieten oder vorschreiben, wie sie zu spielen haben. Das hat alles zwar sehr verständlich gemacht (so dass es regeltechnisch kaum Probleme gab), aber es hat doch alles sehr nüchtern gemacht. Deshalb würde ich gerne beim nächsten mal etwas weg von diesem System. Allerdings bin ich mir nicht so sicher, wie ich einen etwaigen Dungeon ohne Aufzeichnen akurat hinbekomme ... wie macht ihr das? Beschreibt ihr den Dungeon einfach nur? Oder malt ihr die Räume auch wirklich auf? Wie agieren eure Spieler damit? Bewegen sie ihre Miniaturen darauf?
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Häufiger aber mit Theater of the mind, das hat den Vorteil, das die Spieler da mehr involviert sind. Kampf in einer Kneipe:
"Ich werfe den Tisch um und gehe dahinter in Deckung komme hervor und schieße auf den Gegner"
oder
"Ich will keine Waffe ziehen, ... , ich gehe zum Kamin (hat nicht gefagt OB da ein Kamin da ist oder wie weit der weg ist ) und nehme den Schür haken und verteiidge mich damit "
Funktioniert in meiner gruppe sehr gut.
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