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Autor Thema: Stories from the Outer Twilight - Mystery-RPG im Anthologieserienstil?  (Gelesen 406 mal)

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Offline Waldviech

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Es ist nichts falsch mit Ihrem PC. Von irgendwoher, außerhalb der inneren Sphären des Geistes und seinen äusseren Grenzbereichen, aus einer Zeit jenseits des Gestern, Heute oder Morgen schleicht sich ein Brainstorming an....

Mal so locker in die Runde gefragt: Wie und womit könnte man das Konzept der guten alten SF-Horror-Mystery-Anthologieserie alá Twilight-Zone, Outer Limits und Konsorten im RPG umsetzen und, was am Wichtigsten ist: Ginge das überhaupt? So wie ich das sehe, müsste ein Anthologieserien-RPG im Stil von TZ und OL:

- Stark auf Oneshots ausgelegt sein. Weder bei TZ noch bei OL und den diversen Nachfolgeserien gibt es einen wiederkehrenden Cast oder übergreifende Handlungsbögen. (OK, bei der Neuauflage von Outer Limits aus den 90ern teilweise schon - aber soweit mir bekannt nicht weiter als über Doppelfolgen...)
- Eine relativ breite Palette an Psychoterror, Alienzeugs, seltsamen Phänomenen, Superscience und Paranormalem abdecken können. (Wobei zu "traditionelle" Horrorgestalten wie Vampire, Werwölfe u.ä. nicht zwingend mit vorkommen müssen, es sei denn, man mischt auch noch das sehr artverwandte "Tales from the Crypt" mit hinein).
- sowas wie Sanity-Regeln haben. In vielen Folgen geht es ja schließlich ums Überschnappen durch die Konfrontation mit Phänomen X.
- Eventuell sowas wie ein Moralsystem haben. Grade Twilight-Zone geht ja doch recht häufig in Richtung "Morality Play".
- Spielern einen Anreiz bieten, die Handlung auch mal übel enden zu lassen. (Etliche Folgen von TZ und OL haben fiese Enden).
- Das ist Tünche: Aber irgendwie eine Art 60er-Jahre-Feeling haben, auch wenn die Einzelfolge drölfzigtausend Jahre in der Zukunft spielt.

Was nimmt man da am Besten? Cthulhu? Fate? Fiasko? Und funktioniert das Ganze als RPG überhaupt? Fragen aus der Zwischenwelt....

« Letzte Änderung: 18.11.2014 | 12:28 von Waldviech »
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Offline Rumpel

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Ich kann mir das eigentlich nur als Fiasko-artigen Indie vorstellen, wobei es irgendwie schön wäre, einen Kampagnencharakter reinzubringen, vielleicht über wechselnde Produzentenrollen und thematische Schwerpunkte. Evtl. könnte man dazu noch mal einen Blick in PTA werfen ...
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Offline Waldviech

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Irgendwas Indiemäßiges denke ich auch mal. Das mit den Themenschwerpunkten halte ich für eine gute Idee. Ähnliches kann man in den Serien ja auch beobachten. Da gibt es meist auch größere "Überthemen", die in mehreren Folgen auftauchen. Im Falle von Twilight Zone wären das zum Beispiel der "Magische Hausierer" oder die wie auch immer geartete Begegnung mit dem Tod. Im Falle von Outer Limits wären es das missverstandene Alien oder das Experiment mit unerwartetem Ausgang.
Eventuell könnte man eine Art Mechanismus basteln, bei dem jeder Spieler aus einem Fundus von "Twilight-Tropes" ein Versatzstück beisteuert, um das Grundgerüst der "Unwahrscheinlichen Geschichte" zu erstellen. Dabei würd ich das Ende allerdings dem SL überlassen ;). Vielleicht in den Kategorien "Überthema", "Ort und Zeit der Handlung" "Charaktere", "Stimmung" und "End-Twist".
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Offline GustavGuns

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Ich würde persönlich das nWoD-System verwenden oder vielleicht WoD 3+3 (die auf 3 Attribute&3 Skills abgespeckte Version). Hauptsächlich weil da alle meine Spieler Erfahrung mit haben und so die Charaktergenerierung schön fix geht. Eigentlich könnte man aber auch FATE, Over The Edge, Cthulhu, Unknown Armies, GURPS, Dread, Fiasko oder was weiß ich nehmen, wobei Systeme, die sich von der Zeitperiode nicht so sehr festlegen, natürlich für so eine One-Shot-Serie, bei der eine Episode eigentlich in jeder Zeitperiode spielen kann, gewisse Vorteile bieten.

Ansonsten sehe ich da eigentlich keine besondere Herausforderung, weil es ja in dem Sinne keine Kampagne ist, sondern eine eigentlich unzusammenhängende Serie von one-shots, deren Zusammenhang primär durch den erzählerischen "Mystery"-Stil hergestellt wird. Man könnte eigentlich auch für jeden Abend ein anderers System nehmen.
« Letzte Änderung: 18.11.2014 | 16:36 von GustavGuns »
Peng! Du bist tot!

Offline Waldviech

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Hmmm....grade "Over the Edge" dürfte da recht gut funktionieren. Zum Einen belastet einen das nun wirklich nicht mit zu viel Regeln und zum Anderen geistert Over the Edge ja ohnehin schon im selben Dunstkreis herum wie TZ und OL.

Zitat
wobei es irgendwie schön wäre, einen Kampagnencharakter reinzubringen
Will man es weniger Metaebenen-Mäßig haben, ließe sich vielleicht auch eine ordentliche Prise Psi-Factor reinmischen. Die SC gehören zu einer Organisation, die sich berufsmäßig mit merkwürdigen Phänomenen beschäftigt - das Ganze würde dann einer klassischen Kampagne um paranormale Ermittler ähneln, hätte aber statt auf den üblichen Vampiren und Zombies einen Fokus auf eher "wissenschaftliche" Phänomene.
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