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Autor Thema: Blue Rose (war: Green Ronin und Bioware: Dragon Age)  (Gelesen 8193 mal)

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Offline Rumpel

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Re: Blue Rose (war: Green Ronin und Bioware: Dragon Age)
« Antwort #100 am: 1.04.2017 | 15:48 »
Jetzt haben wir endlich auch die Printversion bei uns im Laden, und ich kann mit Genuss den Settingteil zu Ende lesen! (pdf ist einfach nicht so meins ...). Bald mehr!
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Offline Kalimar

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Re: Blue Rose (war: Green Ronin und Bioware: Dragon Age)
« Antwort #101 am: 7.04.2017 | 09:00 »
Und? Wie ist Dein Eindruck?

Offline Rumpel

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Re: Blue Rose (war: Green Ronin und Bioware: Dragon Age)
« Antwort #102 am: 7.04.2017 | 13:16 »
Und? Wie ist Dein Eindruck?

Erst mal nach wie vor gut, außer Setting/System-Kombi-Zweifeln ... brauche aber noch ein bisschen!
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Offline Imiri

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Re: Blue Rose (war: Green Ronin und Bioware: Dragon Age)
« Antwort #103 am: 31.05.2018 | 06:42 »
Erst mal nach wie vor gut, außer Setting/System-Kombi-Zweifeln ... brauche aber noch ein bisschen!
Und nach einem guten Jahr ?
Ich mochte Blue Rose obwohl es d20 (true20 ist ja auch besser) war.
Ich spiele viel Dragon Age und daher ist mir das AGE System vertraut. Das man einiges aus der alten Version mitgenommen hat ist aber denke ich voll okay.
Alle Mongolen fürchten sich vor dem Donner, warum du nicht? Ich hatte keinen Ort an dem ich mich hätte verstecken können und da habe ich aufgehört mich zu fürchten!


Wenn du mehr wissen willst: Imiri -wer ist das?

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Re: Blue Rose (war: Green Ronin und Bioware: Dragon Age)
« Antwort #104 am: 23.09.2018 | 11:08 »
*push*

Ich hab es mir jetzt mal bestellt. Zumindest von der Beschreibung her drückt es ja bei mir ein paar Knöpfe (sowohl beim Setting als auch bei den Regeln). Ich hoffe, dass die Schwächen klein genug sind, dass man sie verhausregeln kann. Vielleicht probiere ich es ja mal auf dem Drachenzwinge-Treffen im Herbst aus?
Über Geschmack kann man nicht streiten. Aber auf Tanelorn hindert das niemanden daran, es trotzdem zu tun.

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Offline Rumpel

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Re: Blue Rose (war: Green Ronin und Bioware: Dragon Age)
« Antwort #105 am: 24.09.2018 | 09:44 »
Ich bereite gerade eine BR-Kampagne vor (wobei geplant ist, auf unserem öffentlichen RSP-Abend regelmäßig One-Shots mit den gleichen Charakteren, aber wechselnden Spielern zu spielen). Vor dem Hintergrund habe ich Regeln und Setting jetzt noch einmal genau unter die Lupe genommen.

Die Regeln:
Der Kern entspricht ziemlich genau FantasyAGE – die Stuntlisten sind weitgehend identisch, die Ausrüstungsregeln ganz leicht abgespeckt (Rüstungen gibt es z.B. nur in drei Stufen mit den Schutzwerten 3/5/8, Waffen beschränken sich wertemäßig auch auf ein paar Standardvarianten). BR nimmt auch die Probleme von AGE – HP-Bloat und Rüstung führen zu langen Kämpfen auf höheren Stufen – mit und verschärft sie teilweise sogar noch, z.B. durch die Regeln zu Heroic Armor, durch die jeder SC alle paar Stufen einen Armor-Punkt bekommt (der allerdings nicht mit normaler Rüstung stackt).
Eine sehr schöne Ergänzung sind in meinen Augen die Regeln für Relationships und Corruption. Erstere geben 1x pro Session Stundpunkte dazu, wenn man sich auf eine Relationship berufen kann, letztere sorgt dafür, dass der Einfluss des Schattens sich spürbar (als so eine Art Depression) in den Spielwerten niederschlägt – es gibt auch vom Lesen her durchaus brauchbare Regeln für „Embracing Corruption“, sich also der Verderbnis zuwenden, durch die Corruption dann zu einem für Magie nutzbaren Eigenschaftswert wird und nicht mehr „belastet“. Da wieder rauszukommen, dürfte ziemlich langwierig sein, der Vorgang dafür ist mit den Regeln zu „Conviction“ verknüpft (bei der es sich um Wurfwiederhol-Gummipunkte handelt), die man wiederum sammelt, indem man seinen gewählten Zielen in Übereinstimmung mit einer von zwei festgelegten Charaktereigenschaften nachgeht.
Problematisch an Conviction: Der Pool wird mit Levelanstieg größer (wobei man zum Rückgewinn dann aber immer noch die entsprechenden Rollenspielsituationen braucht) – wer also hohe Stufe ist und die Re-Rolls tendenziell nicht mehr so sehr nötig hat, bekommt haufenweise davon, was nerven könnte … andererseits braucht man die höhere Conviction wahrscheinlich, wenn viel Corruption im Spiel ist. Das müsste ich erst mal in der Praxis erleben.

Das Magiesystem ist grundsätzlich neu und funktioniert nicht über Magiepunkte, sondern über Erschöpfungsstufen (die komischerweise sonst keine Verwendung im Regelsystem finden). Das wirkt im Großen und Ganzen ziemlich durchdacht, und es ist viel Regelmaterial da, um z.B. psychisches Eindringen zu einem interessanten Wechselspiel zu machen, bei dem man sich entscheiden kann, Ermüdung in Kauf zu nehmen, um durchzubrechen oder zu widerstehen. Problematisch ist hier, dass das System sehr viel mit Opposed Rolls arbeitet, bei denen beide Würfeln. Dazu gibt es dann noch hier und da gestaffelte Zauberanwendungen – willst du jemanden einschläfern, musst du erst in Psychic Contact mit ihm sein und dafür ggf. seinen Psychic Shield überwinden … das kann schon mal auf vier oder fünf opposed rolls hinauslaufen. Mir persönlich zu viel, es hätte hier dringend zumindest optional) einfach ein paar passive Angriffs- oder Widerstandswerte gebraucht, wie die Spellpower in FantasyAGE. Lässt sich zum Glück sehr leicht hausregeln, einfach 10+Eigenschaft (Fokus) setzen und sich auf einen Wurf pro Zauber beschränken, der dann mit allem verglichen wird.

Schön an der Magie ist, dass jede Klasse ein bisschen was lernen kann.

Schön auch die Umsetzung der „Rhydan“, intelligenter Tiere. Wirkt regelseitig gelungen, wobei die Hauptregel natürlich ist, dass man sich eben einfach fragen muss, was eine Katze mit ihren Pfoten überhaupt versuchen kann und was nicht.

Schrauben werde ich wohl (wie schon bei FantasyAGE) an den Hit Points, mein Favorit ist derzeit, dass man einfach jeden zweiten Level +Con erhält und nicht jeden Level +W6+Con. Heroic Armor werde ich sicher auch weglassen, bei Armor die drei Stufen leicht/mittel/schwer beibehalten aber auf 2/4/6 Schutzpunkte herabstufen. Dann noch ein passiver Schutzwert Willpower (Self-Discipline), und dann sollte es für mich passen.


Welt:
Hier bin ich fast restlos begeistert. Klar, das ist nicht Glorantha oder Tekumel. Aber das Setting ist einfach ungeheuer gut auf klassische Rollenspielabenteuer ausgelegt. Ich werde Blue Rose spielen, weil ich gerade Lust auf das Aventurien-Feelung der 90er habe und finde, BR macht vieles davon besser, konsequenter, stärker aufs Spiel ausgerichtet.

Features:
Ein meritokratisch-wohlmeinender Abenteureradel (wie geschaffen für sozial Aufstiegsorientierte Abenteurer). Abenteurerorganisationen wie die Sovereign‘s Finest, das Konzept herumziehender junger Adliger mit Gefolge, die Gutes Tun(TM).
Mit dem Königreich Aldis eine extrem kosmopolitische Homebase, die eine kulturelle Schablone liefert, vor deren Hintergrund es glaubwürdig ist, dass die Helden gelernt haben, gegen Diskriminierung und Ausbeutung zu sein, weshalb man bei der Konzeption der Abenteuer einfach davon ausgehen kann, dass diese Helden eben einen guten Grund haben, einzugreifen, wenn sie beispielsweise mitkriegen, wie eine religiöse Minderheit aus dem Dorf gejagt wird – anstatt dass man jetzt immer überlegt, ob das eigene moralische Empfinden als Spieler jetzt gerade auch dem entspricht, was der Charakter empfinden müsste, und dann kommt am Ende doch wieder vorne und hinten nichts raus, was Spaß macht, sondern schlimstensfalls zähes „anspruchvolles Rollenspiel“. Mit Blue Rose kann ich „ernste“ Themen anschneiden und trotzdem locker „nach Gefühl“ spielen.

Geografisch werden auch wahnsinnig viele Abenteuerspielarten abgedeckt: Es gibt die Vermächtnisse der Sorcerer Kings, die auch in Aldis Ärger machen; es gibt die spukhafte Wildnis der Shadow Barrens; Es gibt ein „Mordor“ für Kommandomissionen hochstufiger SC; es gibt die Pirateninseln mit viel moralischem Konfliktstoff (Freiheitsversprechen für Flüchtlinge, aber auch Sklaverei und böse Zauberer); und es gibt natürlich die Theokratie Jarzon, die eigentlich zu den Guten(TM) Kämpfern gegen den Schatten gehört, aber extrem restriktiv ist – perfekt, wenn man die Variante „Wir begehren gegen unterdrückerische Normen auf“ spielen will. Das Matriarchat Lar‘Tya im Süden gefällt mir auch, das dürfte vor allem vor Intrigenabenteuer gut sein.

Ich finde das extrem gut aufs Rollenpiel hin durchdacht. Das Setting wirkt rund und plausibel, auch, wenn es wie gesagt keine große Weltenschöpfungstat der Marke Glorantha oder Tekumel darstellt. Es schreit einfach danach, bespielt zu werden.
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Re: Blue Rose (war: Green Ronin und Bioware: Dragon Age)
« Antwort #106 am: 24.09.2018 | 14:42 »
Danke dir!

Ich gebe da sicherlich im Laufe der nächsten Wochen noch ab und zu meinen Senf dazu, sobald das Buch bei mir eingetroffen ist und ich zum Lesen komme.

Interessant finde ich den Hinweis, dass die Regeln weitgehend Fantasy Age folgen. Da gibt es glaube ich im "Companion" einige Tipps, wie man die Regeln abändern kann, so dass die von dir genannten Probleme mit höheren Stufen nicht mehr so stark auftreten. Vielleicht schaue ich dann da mal rein.
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Re: Blue Rose (war: Green Ronin und Bioware: Dragon Age)
« Antwort #107 am: 24.09.2018 | 15:22 »
Interessant finde ich den Hinweis, dass die Regeln weitgehend Fantasy Age folgen. Da gibt es glaube ich im "Companion" einige Tipps, wie man die Regeln abändern kann, so dass die von dir genannten Probleme mit höheren Stufen nicht mehr so stark auftreten. Vielleicht schaue ich dann da mal rein.

Die Companion-Vorschläge dürften 100% kompatibel mit BR sein, die beiden Regelwerke sind wirklich sehr nah beieinander, nur dass BR halt noch ein paar Subsysteme dranschraubt (die übrigens dann auch wieder größtenteils mit im Companion gelandet sind).
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Re: Blue Rose (war: Green Ronin und Bioware: Dragon Age)
« Antwort #109 am: 6.11.2018 | 11:19 »
So, nachdem ich jetzt etwas mehr gelesen habe und Blue Rose auch einmal probegespielt habe, ist es bei mir doch wieder auf dem "Verkaufen"-Liste gelandet. Das "Warum" hat natürlich hochgradig mit meinem persönlichen Geschmack zu tun, aber da mich Leute gefragt haben, hier für alle:

Die Regeln gefallen mir ausgesprochen gut. Sie lasen sich gut und haben auch am Spieltisch hervorragend funktioniert. "Fantasy Age" werde ich daher weiter bespielen.

Das Setting hat mich dagegen letztlich doch nicht so gepackt wie erhofft. Konkret vor allem, weil ich mir die dort beschriebene Gesellschaft einfach nicht vorstellen kann. Meine Hauptpunkte:
  • Ich habe nichts gegen ein Setting, in dem man auch mal einen schwulen Charakter spielen kann, ohne gleich von allen Seiten gemobbt zu werden. Ganz im Gegenteil. Aber damit gibt sich Blue Rose ja nicht zufrieden - es will auf Biegen und Brechen eine LGBT-Utopie entwerfen. So stellen die "reinen Heteros" in Aldis die Minderheit (!!!) der Bevölkerung, und unter den Zauberern sind Laevvel (Transgender) überproportional stark vertreten. Natürlich kann man das mögen, aber für mich persönlich ist es deutlich zu viel. Über die Gründe könnte ich mich jetzt lang und breit auslassen, aber dieses Thema hat eine Tendenz, ohne Aussicht auf irgendwelche Annäherungen zu eskalieren, daher lasse ich das lieber.
  • Ganz schwierig fand ich die massive Verbreitung telepathischer Magie in Blue Rose. Etwa 10% der Bevölkerung kann Gedanken lesen, und zwar nicht nur ein bisschen, sondern schon auf Stufe 1 richtig gut. Die gesellschaftlichen Folgen werden dann mit einem "aber ungefragt gucken schickt sich nicht" weggehandwedelt, was aber in der Praxis natürlich Unfug wäre, denn "es schickt sich nicht" hat ja noch nie dazu geführt, dass etwas nicht gemacht wurde. Wir müssten also eigentlich mit einer Gesellschaft zu tun haben, die die ganze Zeit in dem Wissen lebt, dass jederzeit jemand in ihrem Kopf rumwühlen könnte (mit Gedankenlesen, aber auch -manipulation), denn selbst bei nur 5% Arschlöchern wäre diese Welt ein paranoider Alptraum - für die Guten wie für die Bösen. Aber wie so häufig bei Fantasy-Welten wird völlig ignoriert, welche Auswirkungen die umfassende Existenz solcher Fähigkeiten auf die Gesellschaft hätte.
  • Auch im Spiel ist diese Form der Telepathie natürlich schwierig. Ich selbst mag gerne investigative Abenteuer; die fallen aber aufgrund der Vielzahl entsprechender Zauber auch auf niedrigsten Stufen (Mind Delving, Mind Reading, Object Reading, Visions,...) völlig in sich zusammen.
  • Und zu guter Letzt wären da noch die Rhydan - erwachte Tiere, die über menschliche Intelligenz, aber ansonsten tierische Fähigkeiten verfügen. Sie können nicht sprechen, sondern müssen über Telepathie kommunizieren (was bedeutet, dass alle, mit denen sie reden wollen, ihre Schutzmagie gegen Telepathie deaktivieren müssen). Natürlich verfügen auch sie je nach Tierart über Fähigkeiten, die gerade Investigativabenteuer fast unmöglich machen. Und auch hier sind die Konsequenzen für die Spielwelt nicht wirklich zu Ende gedacht.
Ich denke, dass Blue Rose etwas ist, an das man sich gewöhnen muss, ganz so wie man sich an bestimmte Science-Fiction-Settings (z.B. im Bereich Transhumanismus) erst gewöhnen muss. Man muss als Gruppe langsam lernen, was mit diesen neuen Fähigkeiten möglich ist und wie sie die Welt verändern würden. Was mich etwas ärgert ist, dass man nicht den Eindruck hat, dass das den Autoren selbst gelungen ist, dafür ist die Welt in zu vielen Bereichen zu sehr wie unsere.

Außerdem muss ich einsehen, dass ich mir unter "Romantic Fantasy" schlicht etwas anderes vorgestellt habe. Ich dachte, hier ginge es in erster Linie um "Chivalric Romance", also um Ritter und Heldentaten. Das kann man zwar auch damit spielen, aber im Kern geht es Blue Rose tatsächlich um (gender-gerechte) Romantik. Wobei man weder vom einen noch vom anderen in den Abenteuern, die ich gelesen habe, viel merkt - die Plots waren doch eher konventionell oder im Falle von "The Mistress of Gloamhall Manor" sogar wie etwas, das direkt aus "Shadows of the Demon Lord" stammen könnte.

Ich werde daher jetzt für mich das Gute rausnehmen - nämlich die Fantasy Age-Regeln - und damit andere Settings bespielen. Und ein anderer Tanelorni freut sich bereits auf meine Blue Rose-Sachen...
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Offline D. Athair

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Re: Blue Rose (war: Green Ronin und Bioware: Dragon Age)
« Antwort #110 am: 6.11.2018 | 13:09 »
... ich muss das mal weiterlesen.

Was mir bisher nicht gefallen hat:
Die autoritative Spielweltbeschreibung. Ich hätte mir gerade bei einem Setting, das auf Diversität Wert legt eine glorantha'sche Mehrdeutigkeit gewünscht. Aber gut, darin war Green Ronin - anders als in der Darstellung von Schattierungen - noch nie besonders gut.

Aber das Setting ist einfach ungeheuer gut auf klassische Rollenspielabenteuer ausgelegt.
Ich find es eher schade, dass das Spiel da v.a. 0/8/15 mit anderem Anstrich bietet. Ja, das soll schon drin sein, aber so ...
Für mich ist das auch eng verknüpft mit Weltengeists Kritikpunkt "... es fehlt, dass Element Y konkrete Auswirkungen auf die Spielwelt hat."

Ich habe nichts gegen ein Setting, in dem man auch mal einen schwulen Charakter spielen kann, ohne gleich von allen Seiten gemobbt zu werden. Ganz im Gegenteil. Aber damit gibt sich Blue Rose ja nicht zufrieden - es will auf Biegen und Brechen eine LGBT-Utopie entwerfen. So stellen die "reinen Heteros" in Aldis die Minderheit (!!!) der Bevölkerung, und unter den Zauberern sind Laevvel (Transgender) überproportional stark vertreten.
Das ist auch so ein Punkt, den ich bisher (kann sein, dass da in Folgepublikationen nachgebessert wird) nicht so gelungen finde. Mir ist das zu sehr "utopisch-fantastisch zusammengestrickt". Anknüpfungspunkte zu unserer Welt sind nicht gut herausgearbeitet. Bei den "Gods of Light" geht es noch. Da sind die Bezüge und Darstellungen mit Alltagswissen, mythologischem Allgemeinwissen und Erfahrungen von Rollenspielern noch ganz gut synchronisierbar.

An anderen Stellen fehlen vermittelnde Texte ( psoitive Beispiele sh. Urban Shadows oder Dream Askew).
Exempel: Dass Laevvel überproportional Zauberer sind, passt für mich, weil ich ich weiß, dass Seher (Teiresias), Schamanen, Propheten (Daniel im AT), Medizin-Leute (v.a. indianische Two-Spirits) überproportional (und aus heutiger, westlicher Sicht) als transgender oder anderweitig als "queer" gelten müssen. Das Spiel macht da keine Anstalten solche Kontexte zu erläutern oder Brücken des Verständnisses zu bauen.

Kann aber auch sein, dass das ne persönliche Nummer ist und mit zunehmender kultureller Differenz zu tun hat.
GR agiert - nach meinem Empfinden - nach der kulturellen WASP-Logik der Welterklärung, welche die Gesellschaften der USA und von Canada geprägt haben, von der ich jedoch zunehmen Abstand nehme. Mich stört jedenfalls das "So-Isses und nicht anders!"
[Sorry für den kleinen Ausflug in Gesellschaft, Kultur und Politik. Weiter ggf. per PM.]


Insgesamt scheint mir Blue Rose trotzdem ein schönes Spiel, das - in dem, was es will - bisher ziemlich für sich und allein steht.
Das ist schön und irgendwie erfrischend anders.
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Re: Blue Rose (war: Green Ronin und Bioware: Dragon Age)
« Antwort #111 am: 6.11.2018 | 15:03 »
Die Gründe, Blue Rose doch eher nicht zu spielen, kann ich insbesondere, wenn es um die Psychic Aracana geht, gut nachvollziehen, die machen mir auch ein bisschen zu schaffen. Andererseits denke ich wie schon gesagt, dass BR sogar deutlich weiter im Durchdenken von Implikationen geht als man das von vielen anderen Settings gewohnt ist (das größte Schaudern befällt mich ja immer noch bei D&D mit seinen Wiederbelebungen für Geld, wo sich anscheinend keiner Fragt, warum die ganzen D&D-Welten gesellschaftlich nicht deutlich mehr wie die von Altered Carbon oder so was aussehen - Reiche kaufen sich Extra-Leben ...). Aber ich gebe zu, natürlich greift es etwas kurz, einen Haufen der implizierten Probleme mit Gedankenlesen mit "Regeln der Höflichkeit" wegzuwischen.

Was ich tatsächlich nach wie vor nicht nachvollziehen kann, ist die Kritik an der Darstellung der sexuellen Normen von Aldis, die ich wirklich sehr plausibel finde - es wird ja nicht gesagt, dass hetersexuelle Praktiken selten sind, sondern dass ein ausschließlich heterosexuelles Begehren eher selten ist - was in meinen Augen eben die plausibelste Folge ist, wenn eine Gesellschaft über lange Zeit hinweg nicht-heterosexuelle Handlungen in keiner Weise tabuisiert oder diskriminiert. Auf jeden Fall kann man den Autoren hier m.E. nicht vorwerfen, das nicht zu Ende gedacht zu haben - wahrscheinlich gehen sie nur einfach von anderen Annahmen aus, die für mich zumindest absolut plausibel sind. Ich finde das jedenfalls allemal besser und einleuchtender als die übliche "in unserer Spielwelt wird keiner für seine Sexualität diskriminiert, aber Hetero ist trotzdem Norm, und die anderen Geschlechteridentitäten sind auch alle im Großen und Ganzen wie man das so kennt"-Tour.

Klar, so interessant wie die vielfältigen Geschlechtersysteme Gloranthas ist bei Blue Rose eigentlich nichts. Glorantha ist da letztendlich m.E. auch deutlich subversiver und streckenweise ironischer in der Darstellung von Geschlechtersystemen; aber mal ehrlich, welche Spielwelt stinkt nicht in so ziemlich jeder beliebigen Hinsicht (ausgenommen Zugänglichkeit) gegen Glorantha ab?

Ansonsten ist die Welt zugegebenermaßen vor allem eine für's Rollenspiel aufbereitete Version naiv-freundlicher Massenfantasyromane aus der ersten Hälfte der 90er. Tatsächlich finde ich aber, dass es durchaus einen Mangel an so was gibt - in D&D finde ich das nicht, das ist irgendwie viel zu sehr in seinen eigenen Tropes gefangen. Und sonst auch nicht. Was dem für mich neben BR am nächsten kommt, ist DSA so zwischen zweiter und dritter Edition.
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Re: Blue Rose (war: Green Ronin und Bioware: Dragon Age)
« Antwort #112 am: 6.11.2018 | 16:08 »
Was ich tatsächlich nach wie vor nicht nachvollziehen kann, ist die Kritik an der Darstellung der sexuellen Normen von Aldis, die ich wirklich sehr plausibel finde - es wird ja nicht gesagt, dass hetersexuelle Praktiken selten sind, sondern dass ein ausschließlich heterosexuelles Begehren eher selten ist - was in meinen Augen eben die plausibelste Folge ist, wenn eine Gesellschaft über lange Zeit hinweg nicht-heterosexuelle Handlungen in keiner Weise tabuisiert oder diskriminiert.
An den diesbezüglichen Spielweltsetzungen habe ich nichts auszusetzen. An der Vermittlung umso mehr. Eine Erklärung, wie die von dir oben, gehört mMn in das Spiel selbst rein. Zwischen der dortigen Realität und unseren Lebenswirklichkeiten braucht es mehr Brücken. Nicht jede.r weiß um Kinsey, der anno dazumal die Normalität völlig ausschließliche Heterosexualität als illusionär entlarvte ... Nicht jede.r kann das in Zusammenhang mit Blue Rose abrufen. Ein "das ist hier so" reicht für BR mMn nicht.

Ansonsten finde ich nicht, dass Blue Rose ein soziales Utopia ist. Trans- und v.a. Asexuelle können auch in Aldis leicht Schwierigkeiten bekommen. Liberale Jharzoni, die ihr Heimatland verlassen haben, aber trotzdem aus religiösen und persönlichen Überzeugungen ein zölibatäres Leben führen (wollen), dürften in Aldis auf noch mehr Unverständnis stoßen als in unserer Welt.


@ glorantha-esk: Clockwork & Chivarly 2nd bekommt es wunderbar hin Spielweltfakten zu beschreiben ohne soziale Realitäten und Überzeugungen zu bewerten - kurz: eine Mehrdeutigkeit zuzulassen. (Mythras: Mythic Britain dagegen fällt da weit hinter Marion Zimmer Bradleys Avalon-Trilogie zurück.)

Kann auch sein, dass literarische Vorlagen oder der US-Rollenspielmarkt einem solchen Vorgehen entgegenstehen. Oder es ist halt tatsächlich ne kulturelle Nummer (bei Chaosium war da ja einiges anders). 
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Re: Blue Rose (war: Green Ronin und Bioware: Dragon Age)
« Antwort #113 am: 7.11.2018 | 00:15 »
(das größte Schaudern befällt mich ja immer noch bei D&D mit seinen Wiederbelebungen für Geld, wo sich anscheinend keiner Fragt, warum die ganzen D&D-Welten gesellschaftlich nicht deutlich mehr wie die von Altered Carbon oder so was aussehen - Reiche kaufen sich Extra-Leben ...).

Wenn das mit den Wiederbelebungszaubern mal so einfach wäre...Du musst ziemlich hochstufig sein, um die hinzubekommen, und damit bist Du eigentlich ein reicher Abenteurer, der auf Wiederbelebungen gegen Geld nicht angewiesen ist. Außerdem waren in früheren Regeln durchaus Grenzen für die Wiederbelebung eingebaut. Dazu noch, dass im eigentlich D&D-Kontext nie vorgesehen war, dass jeder Priester auch Mitglied der Cleric-Klasse ist. Bei D&D sind viele "gespielte" Fehlsetzungen des Settings drin.
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Offline Rhylthar

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Re: Blue Rose (war: Green Ronin und Bioware: Dragon Age)
« Antwort #114 am: 7.11.2018 | 05:29 »
Wenn das mit den Wiederbelebungszaubern mal so einfach wäre...Du musst ziemlich hochstufig sein, um die hinzubekommen, und damit bist Du eigentlich ein reicher Abenteurer, der auf Wiederbelebungen gegen Geld nicht angewiesen ist. Außerdem waren in früheren Regeln durchaus Grenzen für die Wiederbelebung eingebaut. Dazu noch, dass im eigentlich D&D-Kontext nie vorgesehen war, dass jeder Priester auch Mitglied der Cleric-Klasse ist. Bei D&D sind viele "gespielte" Fehlsetzungen des Settings drin.
Nicht nur in früheren Regeln, auch in der letzten Fassung.

Raise Dead regeneriert z. B. keine Körperteile, also einfach mal den Kopf oder das Herz des Toten mitnehmen/entfernen und der Zauber schlägt fehl. Und falls der Tote/die Seele des Toten nicht will, wird es auch nichts. Reincarnate braucht auch die Einwilligung des Toten und kostet 1.000 gp (und ändert im Zweifel die Race des Wiedererweckten). Resurrection ist auch mit 1.000 gp dabei.

Und auch in den Forgotten Realms stehen nicht an jeder Ecke Level 13+ Clerics rum. Von anderen Welten ganz zu schweigen.

“Never allow someone to be your priority while allowing yourself to be their option.” - Mark Twain

"Naja, ich halte eher alle FATE-Befürworter für verkappte Chemtrailer, die aufgrund der Kiesowschen Regierung in den 80er/90er Jahren eine Rollenspielverschwörung an allen Ecken wittern und deswegen versuchen, möglichst viele noch rechtzeitig auf den rechten Weg zu bringen."

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« Antwort #115 am: 7.11.2018 | 07:01 »
Bei D&D sind viele "gespielte" Fehlsetzungen des Settings drin.

Gefühlt sind dann aber auch in den offiziellen (!) Abenteuern diese Fehlsetzungen drin, und zwar häufig. Da tauchen schließlich nicht nur dauernd hochstufige Kleriker auf (hochstufige SC brauchen schließlich hochstufige Gegner), sondern auch Scrolls of Resurrection und solche Sachen. Und ich bin da völlig bei Athair - das erste, was ich als König / Fürst / reicher Kaufmann machen würde, wäre mich mit so etwas gegen "dumme Zufälle" abzusichern.

Geht aber hier arg OT - vielleicht ausgliedern?
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Offline Luxferre

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Re: Blue Rose (war: Green Ronin und Bioware: Dragon Age)
« Antwort #116 am: 7.11.2018 | 07:35 »
Ich hatte mal vor gefühlt 3 und ich echt 7 Jahren dazu eine Diskussion angestoßen: Konsistenz in Fantasywelten, die leider sehr stark auf einen Aspekt der Plausibilität von high-magic Settings abgedriftet ist und später in der damals üblichen Zerpflückerei endete ... Aber als Gedankenanstoß mag er vielleicht noch herhalten.
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Offline Rumpel

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Re: Blue Rose (war: Green Ronin und Bioware: Dragon Age)
« Antwort #117 am: 7.11.2018 | 08:08 »
Ich gebe zu, dass ich da auch nur aufgrund einer einzelnen AD&D 2nd Erfahrung rumrante, die sehr lange zurückliegt, mich als DSA- und Cthulhu-Spieler damals aber total erschüttert hat.
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Offline Lord Verminaard

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Re: Blue Rose (war: Green Ronin und Bioware: Dragon Age)
« Antwort #118 am: 19.11.2018 | 16:37 »
Bin hier gerade drüber gestolpert. Bin am Überlegen, ob das in ein paar Jahren mal etwas für meine Töchter sein könnte, wie "mature" ist denn der Contänt? Und gibt es Hinweise auf eine mögliche deutsche Fassung?

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Offline Rumpel

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Re: Blue Rose (war: Green Ronin und Bioware: Dragon Age)
« Antwort #119 am: 19.11.2018 | 20:50 »
Bin hier gerade drüber gestolpert. Bin am Überlegen, ob das in ein paar Jahren mal etwas für meine Töchter sein könnte, wie "mature" ist denn der Contänt? Und gibt es Hinweise auf eine mögliche deutsche Fassung?

(Ich will kein My Little Pony Rollenspiel kaufen! Will nicht, will nicht! ;D)

Besonders "mature" it da eigentlich nichts, wobei das "Romantik-Thema" natürlich bei Teenagerinnen Anlass zu Gekicher geben könnte ... andererseits, wenn ich an meine beiden Nichten (14 und 15) denke, scheinen viele heutzutage erfreulicherweise eh ziemlich anders drauf und wesentlich weniger verklemmt zu sein, gerade, was Fragen sexueller Orientierung angeht.
Romantische Beziehungen und Sex sind halt Thema. Letzteres aber wenn ich mich richtig erinnere nie explizit und auch nicht in Form dummer Anspielungen.

Zu den großen Inspirationen des Settings gehören übrigens auch die Jugendbücher von Tamora Pierce, passt also auch.

Und es gibt im Grundregelwerk einen (leider regelseitig nicht weiter ausgearbeiteten) Kampagnenvorschlag dafür, wie man Blue Rose als "Portal Fantasy" spielen kann, also als Fantasy um Kinder/Jugendliche aus unserer Welt, die in die Welt von Aldea versetzt werden.

Deutsche Ausgabe ist aber meines Wissens nicht in Sicht - würde mich sehr wundern, wenn Truant sich da angesichts des Umfangs und des in Deutschland wahrscheinlich doch eher kleinen potenziellen Käuferkreises rantraut.
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Offline Lord Verminaard

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Re: Blue Rose (war: Green Ronin und Bioware: Dragon Age)
« Antwort #120 am: 19.11.2018 | 22:24 »
Danke! Also jedenfalls für die nähere Zukunft noch nix. Na vielleicht ja doch "So nicht, Schurke!" Wobei das doch eigentlich "Babykram" ist. ;)
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Offline Thandbar

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Re: Blue Rose (war: Green Ronin und Bioware: Dragon Age)
« Antwort #121 am: 7.12.2018 | 13:34 »
Ich bin sehr dankbar für die vertiefte Diskussion zu Blue Rose ... ein System, mit dem ich liebäugle, es mir anzuschaffen, aber wo ich echt am Zweifeln bin, ob es meinen Geschmack letztlich trifft.
Gibt es eigentlich Beschreibungen, wo jemand mal eine komplette Kampagne - gerne auch in höhere Stufen hineingehend - gespielt hat? 
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