Autor Thema: DSA5 Regelvorschlag: Alternative Fertigkeitswürfe (mit nur einem W20)  (Gelesen 2571 mal)

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Offline Village Idiot

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Vorweg, bitte keine Diskussion über das für und wieder von 3W20 Probe oder nicht. Hier geht es um eine Regelalternative, für Leute, die DSA5 auf der einen Seite nur mit einem W20 spielen wollen und auf der anderen Seite das System ohne große Umbauten weiter nutzen wollen. Zudem soll durchaus der Einfluss von verschiedenen Eigenschaften auf die Fertigkeit gewahrt bleiben.  Hier also der vorläufige Regelvorschlag

  • Gewürfelt wird, mit dem W20 auf den Fertigkeitswert, analog etwa zu Kampftechniken
  • Die (vom Wert her) mittlere Eigenschaft gilt als Leiteigenschaft. Gleichstand von zwei oder drei Werten bedeutet, dass dieser Wert als der mittlere gilt und der Spieler eine der Eigenschaften frei wählt. Die Leiteigenschaft gibt  für je drei volle Punkte über 8 einen Bonus auf den Wert
  • Jeder Punkt den man unter dem Fertikeitwert bleibt, ist entspricht eine Qualitätsstufe
That's it.

Beispiel: Ein Charakter hat einen Etikette ( KL/IN/CH) Wert von 10 und KL10 IN14 CH13 dann Ist der Wer der Probe 10+1=11 da CH mit 13 der mittlere Wer ist. Wird der Wert von CH auf 14 gesteigert, so ist der Wert für die Probe 10+12=12 und der Spieler sucht sich im Zweifelsfall die Leiteigenschaft aus.

Alternativen, Ergänzungen, Überlegungen

  • Die Leiteigenschaft könnte auch, den Maximalwert beim Steigern festlegen. Da bin ich aber aus verschiedenen Gründen, wie etwa dem niedrigeren Wert [siehe den nächsten Punkt] oder Betonung der Wichtigkeit nicht mehrerer Eigenschaften, so überzeugt von. 
  • Die Kompetenz von Startcharakteren sinkt. Es gilt zu überlegen, ob man nicht den Startwert für Fertigkeiten nicht dem der Kampftechniken anpasst oder gar auf von Maximum, bei der Charaktererschaffung, abseits vom normalen Höchstwert, absieht. Was aber schnell zum Mini-Maxen führt

Meinung, Vorschläge?
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Offline Graf Hardimund

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Prinzipiell eine gute Idee. Allerdings wäre mir das Herumhantieren mit je drei Werten schon zu umständlich.

Ich würde darum wie den Kampftechniken jeder Fertigkeit ein Leitattribut fest zuweisen, bei Grenzfällen analog zu Raufen oder Schwerter vielleicht auch zwei zur Auswahl.

Ich würde ein von der Leiteigenschaft abhängiges Maximum festsetzen, weil sich sonst das Steigern von Attributen ggü Fertigkeiten kaum lohnt (s.u.).

Wie die Kampftechniken sollten auch du Fertigkeiten nicht bei Null beginnen. (Oder einige vielleicht doch? Vielleicht sollte man hier zwischen Allerweltsfertigkeiten und Spezialfertigkeiten differenzieren.)

Trotz Bonus und Grenze für Steigerung der Fertigkeiten ginge die Bedeutung der Attribute ggü den Fertigkeiten zurück. Etwas retten ließe sich das noch dadurch, dass man einige Talente zugunsten von reinen Attributsproben streicht: GE statt Körperbeherrschung, KK statt Kraftakt, IN statt Sinnesschärfe (und weitere?).

Dennoch: Steigerungskostentabelle, AP-Pakete und Schwierigkeiten durch Boni/Mali geraten durcheinander. Für das QS-System müsste man sich auch einen Ersatz suchen, d.h. an so ziemlich jedem Zauber rumdoktorn. Das alles schreckt mich ab.
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Offline Thallion

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Wer die hohe Streuung von nur einem W20 problematisch findet, der kann auch eine 3W20-Median-Probe auf den Fertigkeitswert würfeln.

Gruß
Thallion

Offline Boba Fett

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Meinung, Vorschläge?

Ich persönlich glaube, dass ein Wechsel von den 3 W20 Proben zu einer W20 Probe durchaus denkbar wäre, aber ich bin überzeugt, wenn, dann muss man das Wüfelsystem vollständig neu strukturieren, um keine Brücke zu erzeugen. Wie Grad Hardi schon sagt: vieles gerät durcheinander.
[Simpel gesagt, sehe ich das als denkbare (!) Aufgabe für DSA6 (irgendwann mal) an.]

Ich würde eine Berücksichtigung von allen drei Eigenschaften als Boni gut finden (nicht nur den mittleren, weil dies Dumpstats zulässt), aber sehe auch, dass eine Summe von 3 Attributsboni ggf. zu viel wird (insbesondere, wenn 2 der drei Boni aus dem gleichen Attibut stammen) und der Fertigkeitswert zu irrelevant wird.
Ich (persönliche Meinung!) finde eine W20 plus Boni plus Fertigkeitswert gegen eine Schwierigkeit auch besser als das Unterwürfeln von Eigenschaften, zumal die Punkte, die man drüber ist, auch gleich als Qualitätsaussage verwendet werden kann.
Aber wie schon gesagt: Ein solcher Umbau bedeutet eigentlich schon eine Neustrukturierung des gesamten Regelwerkes.
« Letzte Änderung: 2.09.2015 | 09:35 von Boba Fett »
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Offline Village Idiot

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Zitat von: Graf Hardimund
Ich würde darum wie den Kampftechniken jeder Fertigkeit ein Leitattribut fest zuweisen, bei Grenzfällen analog zu Raufen oder Schwerter vielleicht auch zwei zur Auswahl.
Mein Gedanke war ja, gerade die drei Eigenschaften noch einen Einfluss haben zu lassen. Legt man darauf kein Wert bzw. will man das gar nicht, ist die ein/zwei Leitattribut Lösung sicher die komfortable. Macht am Anfang sicher etwas Arbeit, weil man die Leitattribute festlegen muss, dafür ändert sich während des Spiel natürlich nichts.

Zitat von: Graf Hardimund
Ich würde ein von der Leiteigenschaft abhängiges Maximum festsetzen, weil sich sonst das Steigern von Attributen ggü Fertigkeiten kaum lohnt (s.u.).

Ja, ein Attributsabhängiges Maximum sollte auf jeden Fall geben.

Zitat von: Graf Hardimund
Wie die Kampftechniken sollten auch du Fertigkeiten nicht bei Null beginnen. (Oder einige vielleicht doch? Vielleicht sollte man hier zwischen Allerweltsfertigkeiten und Spezialfertigkeiten differenzieren.)

Guter Punkt. Startwerte zwischen 0 und 2 sind schon verdammt mies. Ein Startwert von 6 wäre da vielleicht eine Alternative. Ich bin mir nicht sicher, ob das nicht das AP-Kosten budeget ein wenig durcheinander wirft. Anderseits, will/sollte man ja wahrscheinlich auch in mehr Fertigkeiten Punkte investieren um einigermaßen kompetent zu sein, so dass sich das wieder ausgleicht.

Zitat von: Graf Hardimund
Trotz Bonus und Grenze für Steigerung der Fertigkeiten ginge die Bedeutung der Attribute ggü den Fertigkeiten zurück. Etwas retten ließe sich das noch dadurch, dass man einige Talente zugunsten von reinen Attributsproben streicht: GE statt Körperbeherrschung, KK statt Kraftakt, IN statt Sinnesschärfe (und weitere?).
Also ich könnte damit Leben.;) Anderseits würde ein paar reine Eigenschaftswürfe durchaus ins System passen. (Deutlich besser, als ins Ausgangssystem, wo sie für mich immer fürchterlich überflüssig waren und sind.)

Zitat von:  Graf Hardimund
Dennoch: Steigerungskostentabelle, AP-Pakete und Schwierigkeiten durch Boni/Mali geraten durcheinander. Für das QS-System müsste man sich auch einen Ersatz suchen, d.h. an so ziemlich jedem Zauber rumdoktorn. Das alles schreckt mich ab.
Und das glaube ich wie gesagt nicht so richtig, Qulitätststufen sind eins zu eins die Punkte, die man den Zielwert unterwürfelt hat. Die Schwierigkeiten von -5 bis +5 passen gut zu dem W20. Nur wenn man den Startwert der Fertigkeiten auf 6 oder so sitzt ändert sich was an den AP-Paketen der Professionen. Das wäre in der Tat viel Arbeit, aber die Charaktererschaffung klappt auch ohne Professionen (die ja eher auf das Startlevel erfahren ausgelegt sind.)
Aber in der Tat muss man schauen, was da für ein Rattenschwanz am Ende dran hängt, was auch ein wenig Ziel dieses Threads ist.

Wer die hohe Streuung von nur einem W20 problematisch findet, der kann auch eine 3W20-Median-Probe auf den Fertigkeitswert würfeln.

Hehe, Zweck war ja eine Probe mit nur einem W20 einzuführen, aber mir gefällt wie das weiter gedacht ist.  :D

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Offline Boba Fett

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Qulitätststufen sind eins zu eins die Punkte, die man den Zielwert unterwürfelt hat.

Hmmm, das klingt aber nicht gerade sauber.
Nehmen wir einen Zielwurf von 10 an, also 50:50 Chance. (egal, wie hoch jetzt Schwierigkeitsmalus und Fertigkeitswert ist)
eine gewürfelte 1 wäre dann QS 9?
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Offline Village Idiot

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Na, ich würde halt auch bei 6 deckeln, aber prinzipell ja.
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Wulfhelm

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Die Kompetenz von Startcharakteren sinkt. Es gilt zu überlegen, ob man nicht den Startwert für Fertigkeiten nicht dem der Kampftechniken anpasst oder gar auf von Maximum, bei der Charaktererschaffung, abseits vom normalen Höchstwert, absieht. Was aber schnell zum Mini-Maxen führt
Das ist leider ein erhebliches Problem, das nicht nur Startcharaktere betrifft und das letzten Endes nur durch Hebung der Startwerte auf >0 behoben werden kann... was aber wiederum tiefe Eingriffe in das restliche System erfordert. Vom spezifischen 3W20-System abgesehen, ist es bei DSA nun einmal so, dass Dir Deine Eigenschaften schon eine nicht allzuhohe, aber wahrnehmbare Grunderfolgsschance in allen möglichen Tätigkeiten verschaffen. Das ist bei 1W20-Rollunder gegen Werte, die bei 0 beginnen, naturgemäß nicht so.

Nehmen wir mal als Beispiel die "bornische Hexe" mit Körperbeherrschung TaW 4 und 13 in den relevanten Eigenschaften:
Probe +2: Im Standardsystem 79% Erfolgschance, in Deinem System 35% (65% s.u.)
Probe +0: Im Standardsystem 56% Erfolgschance, in Deinem System 25% (55% s.u.)
Probe -2: Im Standardsystem 38% Erfolgschance, in Deinem System 15% (45% s.u.)

Wenn die Dame TaW 10 statt 4 hätte...
Probe +2: Im Standardsystem 99% Erfolgschance, in Deinem System 60% (95% s.u.)
Probe +0: Im Standardsystem 92% Erfolgschance, in Deinem System 50% (85% s.u.)
Probe -2: Im Standardsystem 79% Erfolgschance, in Deinem System 40% (75% s.u.)

Bei TaW 0 hingegen...
Probe +2: Im Standardsystem 42% Erfolgschance, in Deinem System 15% (45% s.u.)
Probe +0: Im Standardsystem 28% Erfolgschance, in Deinem System 5% (35% s.u.)
Probe -2: Im Standardsystem 17% Erfolgschance, in Deinem System 0% (25% s.u.)

Als gangbare Alternative würde ich vorschlagen, für jedes Talent eine einzelne Leiteigenschaft zu etablieren wie von Graf Hartimund vorgeschlagen und den Grunderfolgswert auf die Hälfte dieser Eigenschaft festzulegen. Das spiegelt die Erfolgswahrscheinlichkeitsspanne des Standardsystems schon eher wieder, schleift sie bei sehr hohen oder sehr niedrigen Werten aber etwas ab. Der zu unterwürfelnde Wert wäre dann also:

TaW + ½ Leiteigenschaft

Die Erfolgswahrscheinlichkeiten beispielhafter Proben für dieses Verfahren habe ich oben in Klammern angegeben. Die Qualitätsstufe würde ich bei so einem Verfahren auf den halben Unterschied zwischen Wert und Wurf (maximal halber TaW) veranschlagen.
« Letzte Änderung: 2.09.2015 | 16:00 von Wulfhelm »

Offline Trollkongen

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Wenn man schon Talent- und andere Proben vereinheitlichen will - und das tut dringend Not -, dann sollte man das System aber komplett neu aufsetzen. Hier rumzudoktoren (weil man eben vieles von DSA5 gültig lassen will) bringt mehr Probleme als es löst.

Offline tartex

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Warum nicht einfach 1W20 Roll Over mit dem Talentwert als Modifikator?
Habe das jetzt nicht nachgerechnet, aber meinetwegen mit 10 als Standardwert, den es zu er-/ überwürfeln gilt.

Um die Attributwerte noch reinzubringen, könnte man den Talentwertbonus mit den 3 genannten Attributen deckeln.

(Z.B.: Angewandter Talentbonus darf nur so hoch sein wie die Einserstelle (zweite Stelle) des niedrigsten gelisteten Attributs. (Oder meinetwegen des zweitniedrigsten.))

Die Zwillingsseen: Der Tanelorn Hexcrawl
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