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Autor Thema: The Black Drop (Trail of Cthulhu) / Bewertung & Rezensionen  (Gelesen 1443 mal)

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Offline Thallion

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Hier könnt ihr eure Meinung zum Trail of Cthulhu-Abenteuer The Black Drop abgeben und nach Punkten bewerten.

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The Black Drop

Abenteuer-Übersicht
Hier gelangt ihr zu der Auswertung und Übersicht bereits bewerteter Abenteuer:
http://www.tanelorn.net/index.php/topic,95570.0.html

Klappentext:
The Black Drop is a one-shot adventure for Trail of Cthulhu written by Jason Morningstar, the award-winning designer of the Shab-al-Hiri Roach and Fiasco.
Something slowly gathers strength beneath the frozen basalt of the remote Kerguelen archipelago - a monstrous thing once worshipped and then betrayed, a terrible god from the antediluvian past. It’s time has come again, and mysterious forces gather. Will the Investigators usher in its rebirth - or put an end to it forever? Although it could swing toward the Pulp end of things, there’s plenty of windswept nihilism and reliably cosmic horror for any Purist. Adjusted by the Keeper to taste, it will work well for either style.
It features pregenerated characters and extentsive handouts.
« Letzte Änderung: 20.06.2016 | 11:21 von Thallion »

Offline rillenmanni

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Mein letzter eingehender Blick in dieses Abenteuer ist schon lange her, und auf Anhieb kann ich mich an Details erinnern, die ich vergessen habe ... oder so. :) Vorne weg: 4 Punkte.

Black Drop ist eines der frühen ToC-Abenteuer, und ich weiß heute nicht mehr, ob es sich in Aufbau und Regelanwendung an die ToC-Standards hält. (Da gab es so einige Schnitzer, bei denen ich mich frage, wie ein Verlag derlei durchwinken kann.) Auch weiß ich nicht mehr, ob die angebotenen vorgefertigten Charaktere fehlerfrei sind - das ist nämlich eher die Ausnahme, selbst für ein so einfaches System wie ToC bekommen es die Verantwortlichen eben oft nicht gebacken. So oder so stellte Black Drop für mich - trotz seiner düsteren Perspektive - einen angenehmen Gegenpol zur damals schon existierenden "Purist"-Reihe (Dying of St. Margaret's, Rending Box, etc) dar. Denn wo jene in meinen Augen Spieleraktionen entwerten, stellt Black Drop Spieleraktionen in den Vordergrund, und dies trotz der unabwendbaren Linearität der Geschichte (Ankunft auf der Insel, Reise zum Zielort, Finale am Zielort). Das hat mE Augen auch damit zu tun, dass man es beim "Autor" dieses Abenteuers mit einem echten "Designer" (Tagschattens Wortwahl) zu tun hat: Jason Morningstar dürfte hier vielen bekannt sein, mindestens als Erfinder von Fiasco. Black Drop ist sein erstes von zwei ToC-Gastspielen, und mE eher eine Fingerübung, während er später mit Many Fires ein vielschichtigeres Szenario auffährt, in dem auch sein Steckenpferd - der interne Gruppenkonflikt - voll zum Tragen kommt.

Black Drop ist eigtl klassische Kost, die angereichert ist durch das oben erwähnte "Freiheitsgefühl", durch einen interessanten, subantarktischen Schauplatz (die Kerguelen) und durch ein moralisches Dilemma.
« Letzte Änderung: 5.10.2015 | 15:00 von rillenmanni »
Während die Opfer sich umkrempeln und der Professor nicht zu erreichen ist, reißt Rillen-Manni voller Wut eine Waffe an sich ...

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Offline rillenmanni

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Ergänzen möchte ich oben Geschriebenes noch um die Information, dass Black Drop vom Schwerpunkt her kein Investigativ-Szenario ist. Aktuell gibt es ja bei den Teilzeit-Helden ein "Nachgefasst" vom alten Korpilla :), das sich auch zur Relevanz des ToC-Regelsets für Abenteuer ausbreitet. Tatsächlich ließe sich dieses Abenteuer mE quasi aus dem Stand auch mit CoC- oder RoC-Charakteren spielen.
Während die Opfer sich umkrempeln und der Professor nicht zu erreichen ist, reißt Rillen-Manni voller Wut eine Waffe an sich ...

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Offline Zarkov

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Was mich sehr gestört hat, war die etwas wurschtige Art, mit der Bilder und Karten 1:1 von Wikipedia in den Anhang kopiert wurden. Natürlich schön, zu wissen, wie so ein Seelöwe aussieht, ohne selbst nachschlagen zu müssen, aber die Beschriftung der Karten ist für Spielzwecke überaus unzureichend; manche Textpassagen beziehen sich auf Örtlichkeiten, die man nur mit Eigenrecherche und viel Mühe auf der Karte ausfindig machen kann, da hätte man unbedingt nacharbeiten müssen.

Ansonsten ein reizvolles Szenario, wenn man nicht von „Artefakt, Kultisten, Opfer, Tempel, schreckliche Gottheit“ die Nase voll hat, mit ein paar sehr schönen Wendungen und einem eindrucksvollen Setting. 4 von 5?
»… hier wirkt schon uneingeschränkt das sogenannte Lemsche Gesetz (Niemand liest etwas; wenn er etwas liest, versteht er es nicht; wenn er es versteht, vergißt er es sofort) …«*

Offline rillenmanni

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4 von 5?
Wenn ich in Deinem Beitrag "Eigenrecherche" und "Mühe" lese, dann würde ich auf (nur) 4 von 5 tippen. :)
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Offline Zarkov

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Wenn ich in Deinem Beitrag "Eigenrecherche" und "Mühe" lese, dann würde ich auf (nur) 4 von 5 tippen. :)

Über der Karte hab ich wirklich ganz schön geflucht, genug für 10 Minuspunkte, aber die deutsche Expedition und alles, was dran hängt, treibt es wieder hoch ins Plus. ;)
»… hier wirkt schon uneingeschränkt das sogenannte Lemsche Gesetz (Niemand liest etwas; wenn er etwas liest, versteht er es nicht; wenn er es versteht, vergißt er es sofort) …«*

Online Der Läuterer

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THE BLACK DROP

Autor: Jason Morningstar
OUT OF TIME
Trail of Cthulhu / Pelgrane Press Ltd
Erscheinungsjahr: 2010
Umfang: 40 Seiten

* One-Shot mit starken, lovecraftesken Momenten. Das Szenario ist sehr gut strukturiert, mit wenig Fliesstext, typisch für Trail of Cthulhu. Es wird dabei in Szenen unterteilt, was sehr anwenderfreundlich ist, zumal in den Szenen deren Ausrichtung und Funktion vorausgeschickt werden.
* Pregens
* Stimmigkeit Der Plot ist in sich stimmig und hat Referenzen zu historischen Begebenheiten.
* Atmosphäre Gefühle des Ausgeliefertseins, der Verzweiflung und der Ausweglosigkeit sind allgegenwärtig. Die Isolation durch die Lage bietet einen fantastischen cthuloiden Hintergrund.
* Ausrichtung ERMITTLUNG + ACTION Das Ganze ist eine Art Purist light. Die Spieler agieren / reagieren und ihre Handlungen haben Auswirkungen auf das Geschehen.
* Setting 1930er Eine subarktische Inselgruppe. Ein karges, vereistes Ödland, kalt und ungastlich. Es ist fernab jeglicher Zivilisation.
Das Kerguelen Archipel liegt weit südlich im indischen Ozean und gehört zum französischen Hoheitsgebiet. Es ist ein unbedeutender, abgeschiedener, lebensfeindlicher Ort.
* Aufhänger Biologische oder geologische Forschungen.
Der einzige Grund für die Chars in das Abenteuer gezogen zu werden ist das Reiseziel selbst; weit von der nächsten Ansiedlung - Kapstadt - entfernt.
* Filme zum Thema The Cabin in the Woods

ACHTUNG SPOILER
Ein Versorgungsschiff ist unterwegs, um vor Ort wissenschaftliche Untersuchungen durchzuführen. Ausserdem sollen die letzten französischen Siedler - zumeist Schafzüchter - einer gescheiterten Besiedlung, an Bord genommen werden.
Ein Schiff mit einer deutschen Mannschaft geht vor Anker, nachdem Funksprüche mit Deutschland abgefangen wurden.
Den Chars begegnen zwielichtige NSCs mit undurchsichtigen Absichten. Etwas geht auf dieser Insel vor. Es gibt einen blutrünstigen Kult. Und etwas hat unter dem dicken Eispanzer an Kraft zugelegt. Dieses etwas nutzt seine Macht, damit die französischen Siedler ihre Rituale praktizieren, so dass es entfliehen kann. Es ist eine uralte, unheimliche Kreatur, die betrogen wurde; ein gieriger Gott, aus längst vergessener Vergangenheit, der denkt, dass die Zeit seiner Auferstehung gekommen ist.
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)

Das Szenario hat alles, was man sich von Cthulhu erwartet.

ABSOLUT EMPFEHLENSWERT
« Letzte Änderung: 11.08.2018 | 04:07 von Der Läuterer »
Power Gamer: 17%  |  Butt-Kicker: 17%  |  Tactician: 63%  |  Specialist: 13%
         Method Actor: 92%  |  Storyteller: 79%  |  Casual Gamer: 21%