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Autor Thema: Star Trek: Discovery - 2017  (Gelesen 14464 mal)

Waldviech und 4 Gäste betrachten dieses Thema.

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Re: Star Trek: Discovery - 2017
« Antwort #401 am: 11.10.2017 | 20:36 »
Die Geschichte wurde ja mit den Progenitoren erklärt, die ihre Saat über verschiedene Planeten gestreut haben. Du hast aber vollkommen recht - sowas stört mich auch ^^ Und 1of3s Einwurf zum Universalübersetzer ist auch verständlich - man stört sich an dem, was die eigene Fachmaterie streift, sicher am meisten.

Also als Übersetzer stört mich der Universaltranslator bei Star Trek kein bisschen (ich bin allerdings froh, dass es ihn nicht wirklich gibt und dass er so unwahrscheinlich ist ...).

Ich weiß halt nur echt nicht, wo man bei Star Trek anfangen und aufhören sollte, wenn man sich an wissenschaftlichem Blödsinn an sich stört. Replikatoren, die unermessliche Energiemengen zum Herstellen einer Tasse Earl Grey verpulvern müssten, eine Galaxis voller planetarer Monokulturen (immerhin hat Discovery da ja  anscheinend die Ambition, das bzgl. der Klingonen ein bisschen zu ändern), und vor allem der allwöchentliche Blödsinn - man erinnere sich an die TNG-Folge, in der sich alle durch eine missglückte Retroviren-Impfung evolutiönär zurückentwickeln (hat mir übrigens sehr gefallen), oder an die Voyager-Folge mit den Makroviren, oder die mit der durch ein Warpexperiment beschleunigten Evolution hin zum Sumpfmolch (ist es wirklich möglich, dass die Drehbuchautoren nicht kapiert haben, dass Evolution keine genetisch vorprogrammierte Entwicklung ist, sondern von der Interaktionen von Organismen mit ihrer Umwelt abhängt? Anscheinend schon), oder die TOS-Folge "Miri", in der eine Parallelerde mit gleicher Kontinentalanordnung auftauchte, was dann aber für den Rest der Story völlig belanglos war und nie über Spocks "In der Theorie könnte eine Parallelerde durchaus existieren" hinaus erklärt wurde?

Star Trek ist auf dieser Ebene wirklich so voll von Blödsinn, und zwar von Blödsinn, für den es oft keine hinreichende Veranlassung aus der Story heraus gibt, sondern der einfach unerklärlicherweise immer wieder von den Machern der Serien produziert wird, da weigere ich mich, ausgerechnet DAS als berechtigte Kritik an Discovery stehen zu lassen. Dann muss man bitte Star Trek allgemein verdammen.

Alles andere - Kritik an uninteressanten Figurenbeziehungen, Pseudodrama, saudummen Entscheidungen von Starfleet-Persona und groben Inkonsistenzen der Story - kann ich absolut nachvollziehen. Aber Star Trek ausgerechnet dann einen drauf zu geben, wenn sie mal was anderes als ein Stirn-Alien machen, weil die Designanlehnung ans Bärtierchen keinen Sinn ergibt - das finde ich schon echt hart ...
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Re: Star Trek: Discovery - 2017
« Antwort #402 am: 11.10.2017 | 20:51 »
Tja, ich habe vor allem bei biologischem Blödsinn immer besonders schlimme Bauchschmerzen gehabt. Ob du meine Kritik valide findest oder nicht, stört mich letztlich auch gar nicht. Immerhin muss ich meinen Geschmack ja nicht verteidigen. Ich werde auch auf keinen Fall aufhören, die Serie zu schauen, da müssten ganz andere Schnitzer passieren und ich bin bezüglich StarTrek auch einfach immer noch extrem neugierig. Und diese Neugier kann ich akzeptabel nur mit neuen Folgen stillen  ;D
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Re: Star Trek: Discovery - 2017
« Antwort #403 am: 11.10.2017 | 20:54 »
Tja, ich habe vor allem bei biologischem Blödsinn immer besonders schlimme Bauchschmerzen gehabt. Ob du meine Kritik valide findest oder nicht, stört mich letztlich auch gar nicht. Immerhin muss ich meinen Geschmack ja nicht verteidigen. Ich werde auch auf keinen Fall aufhören, die Serie zu schauen, da müssten ganz andere Schnitzer passieren und ich bin bezüglich StarTrek auch einfach immer noch extrem neugierig. Und diese Neugier kann ich akzeptabel nur mit neuen Folgen stillen  ;D

Ach so - ich habe deinen Beitrag so interpretiert, dass Discovery für dich nach diesem Bärtierchen-Blödsinn gestorben sei und war deshalb so schockiert, dass ausgerechnet dass der Anlass sein soll!
Dann entschuldige ich mich für meine lange und unnötige Tirade.
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Re: Star Trek: Discovery - 2017
« Antwort #404 am: 11.10.2017 | 21:03 »
Wow, das ist ne ziemlich wilde Kombi... ;)

Ja, so im Nachhinein hast Du Recht. Danke für die Pointers, ich halte mich dann fern und das ist ja schonmal sehr viel gelernt und Lebenszeit gespart.
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Re: Star Trek: Discovery - 2017
« Antwort #405 am: 11.10.2017 | 21:30 »
ST:TOS ist ein Kind des Kalten Krieges, wo sich die Macher überlegt haben wie es nach einer Beilegung des selben aussehen würde.
ST:TNG ist ein Kind der Entspannung und des Erkennens das hinter dem Eisernen Vorhang auch nur Menschen leben. Hier zähle ich auch DS9 und VOY dazu.

ENT, hat das eine Verankerung? Das ist zwar seht "Back to TOS", aber eben an vielen Stellen uninspiriert.

ST:DIS schaut für die Gegner nicht so sehr nach außen sondern nach innen. Sowohl bei den Klingonen und bei der Föderation kommt die wahre Gefahr für die Werte von innen und nicht von außen.

Wieder ein Aufguß von TOS geht nicht, es paßt meiner Meinung nach nicht zum Zeitgeist. Man holt die paar Rentner ab die TOS oder TNG lieben und der Rest schaut was anderes.
Ich denke das ist auch der Grund warum es keine JJ-Trek  Serie gibt, auch wenn ich mir das wünschen würde. Und bei den Stilmitteln sind sich JJ-Trek und ST:DIS gar nicht so unähnlich.

Ich beziehe mich hier auf die Erzählstrukturen und übergeordnete Botschaften. Wann das im ST Universum zeitlich stattfindet ist im Endeffekt wumpe.

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Re: Star Trek: Discovery - 2017
« Antwort #406 am: 11.10.2017 | 21:35 »
Ich teile die Einschätzung bzgl. Kirk und für mich ist TNG auch erstmal zuerst eine ganz andere Serie als TOS und nur an zweiter Stelle eine Star-Trek-Serie. Ich finde eh, dass keine Star-Trek-Serie wie eine andere wäre und irgendeiner Form "typisch" für Star Trek. TNG oder den Karnevalsverein, wie ich die Serie nenne, kann ich auch gut im Hintergrund oder nebenher laufen lassen. Mit TOS kann ich das nicht so gut, finde die Serie aber auch anstrengender zu gucken, weil ich diese langsame Erzählweise nicht mehr gewohnt bin. Dafür sind die Dialoge die besten in Star Trek und man hat den besten Captain der bisherigen Star-Trek-Geschichte - ja, besser selbst als Captain Ed Mercer. Ich finde inzwischen, dass Shatners Kirk in manchen Zügen eine große Ähnlichkeit zu Falks Columbo hat. Ich liebe es, wie Shatner dem Problem auf die Schliche kommt. Discovery, naja, da muss ich mich auch drauf konzentrieren, weil ich sehen möchte, was passiert, nur in den Actionszenen wird mir langweilig (zum Glück sind die nicht so lang wie in Hollywood-Actionfilmen).
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Re: Star Trek: Discovery - 2017
« Antwort #407 am: 11.10.2017 | 21:45 »
Lustig. Für mich ist TNG, VOY und DS9 stilistisch sehr nah aneinander und erzeugen insgesamt das, was ich als StarTrek-Universum wahrnehme. ENT ist sehr bemüht hineingekleistert, scheitert aber imho an der Besatzung und daran, den Zeitgeist komplett verfehlt zu haben. TOS dagegen ist wie aus einem anderen Jahrhundert, im Verhältnis zur Erzählweise und den Geschichten der moderneren ST-Iterationen wirkt es auf mich wie eine Jules-Verne-Geschichte im Vergleich zu zeitgenössischer SciFi. Man wusste es halt noch nicht besser - und besser auf den Schirm bringen konnte man es damals auch noch nicht.
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Offline Pyromancer

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Re: Star Trek: Discovery - 2017
« Antwort #408 am: 11.10.2017 | 22:17 »
Für TOS-Fans:
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Leider kommt demnächst die letzte Folge, und dann ist Schluß. Es war rechtetechnisch eh ein Wunder, dass es so lange gut ging.

Offline Talasha

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Re: Star Trek: Discovery - 2017
« Antwort #409 am: 11.10.2017 | 23:22 »
. Dafür sind die Dialoge die besten in Star Trek und man hat den besten Captain der bisherigen Star-Trek-Geschichte - ja, besser selbst als Captain Ed Mercer. Ich finde inzwischen, dass Shatners Kirk in manchen Zügen eine große Ähnlichkeit zu Falks Columbo hat. Ich liebe es, wie Shatner dem Problem auf die Schliche kommt.
Ja, nur sein Balzverhalten ist richtig übel.  ;)
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Offline YY

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Re: Star Trek: Discovery - 2017
« Antwort #410 am: 11.10.2017 | 23:51 »
Beamen war jahrzehntelang absolutes Sciencefiction. Heute experimentiert man mit Quantenverschränkung (Übertragung von physikalischen Eigenschaften von Atomen über längere Distanz unter Verlust des Ursprungatoms) und bricht immer weitere Distanzrekorde.

Star Trek´sches Beamen ist immer noch Science Fiction oder vielmehr reine Fantasie. Bestenfalls Magie im Clarke´schen Sinne, aber dann halt deutlich unpassend zum Rest der Föderationstechnologie.
Historisch gewachsen...  ;)

Was mir gefiel ist das sie mal echte Eindämmungsfelder auch in Funktion zeigen.
Das erklärt mal wieso die alle in Pyjamas/Overalls rumhüpfen und nicht in Raumanzügen.

Keine sonderlich gute Erklärung, aber eine Erklärung, ja.
Vielleicht hat die Dame auf der Shenzhou auch diesen abgefahrenen Helm nur aufgehabt für den Fall, dass ihre Konsole explodiert...  ;D

Kriegsgericht und Lebenslänglich ist unheimlich milde. Überantwortung an ein klingonisches Tribunal wäre eher geeignet die diplomatischen Wogen zu glätten (aus Menschensicht zumindest).

Da die Föderation in solchen Dingen relativ zuverlässig funktioniert wie ein moderner Rechtsstaat ist das wohl mit das Letzte, was da passieren würde.
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Re: Star Trek: Discovery - 2017
« Antwort #411 am: 11.10.2017 | 23:55 »
Vielleicht hat die Dame auf der Shenzhou auch diesen abgefahrenen Helm nur aufgehabt für den Fall, dass ihre Konsole explodiert...  ;D
Ich hab die als so ne Art Proto-Data wahrgenommen.
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Offline YY

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Re: Star Trek: Discovery - 2017
« Antwort #412 am: 12.10.2017 | 00:01 »
Man sieht am Hals normale Haut und die Hände sind extern verkabelt.
Bei der hat man sich mMn also gerade große Mühe gegeben, alles extern zu lassen.
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Re: Star Trek: Discovery - 2017
« Antwort #413 am: 12.10.2017 | 00:32 »
Im #AfterTrek wird sie als "augmentiertes" Alien gehandelt.
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Offline Wisdom-of-Wombats

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Re: Star Trek: Discovery - 2017
« Antwort #414 am: 12.10.2017 | 01:17 »
Nun und ich finde es ist ein Unterschied ob ein Captain oder 1st Off. mal die Regeln dehnt oder übertritt, oder ob er sich wie ein Murderhobo verhält der erst den Captain ausschaltet und dann das Feuer eröffnen will.

Mich hat das an die Minbari aus Babylon 5 erinnert: der Erde-Minbari Krieg hat wegen eines Missverständnisses angefangen. Die Minbari erweisen Respekt, in dem sie ihre Waffenluken öffnen. Die Erdschiffe fühlten sich von einem akuten Angriff bedroht.

Klingonen respektieren offensichtlich nur Gegner, die zuerst feuern. Soweit ich das verstanden habe, muss das Klingonenschiff dabei nicht vernichtet werden.

Michael ist im Pilotfilm die Antithese zu Kirks Befehlsüberschreitungen: er hatte immer Erfolg mit dem was er tat. Michael nicht. Daher muss sie als Meuterer gerade stehen. Starfleet ist nämlich ziemlich opportunistisch: wenn man Erfolg hat, kommt man mit Befehlsüberschreitungen durch.
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Offline YY

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Re: Star Trek: Discovery - 2017
« Antwort #415 am: 12.10.2017 | 01:29 »
Starfleet ist nämlich ziemlich opportunistisch: wenn man Erfolg hat, kommt man mit Befehlsüberschreitungen durch.

Ich weiß nicht, ob das unbedingt der richtige Schluss aus dem Vergleich Kirk-Burnham ist.
Er ist ja nie in einer Weise gescheitert, dass man die damalige Starfleet-Reaktion gesehen hätte.


Zu Kirks Zeiten war erst mal mehr Pioniergeist, Auftragstaktik oder wie man das Kind auch immer nennen will angesagt.
Und natürlich hat gerade weit draußen der Captain den Hut auf und sonst keiner.
Will heißen, Capt. Georgiou hätte das möglicherweise befehlen können und wäre damit durchgekommen.
Bei Burnham ging es ja noch nicht mal um das Inhaltliche, sondern um das Formelle - sie hat sich mit Gewalt über ihren Captain hinweggesetzt und in der dargestellten Form wäre ihr das mMn auch im Erfolgsfall zum Verhängnis geworden.
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Re: Star Trek: Discovery - 2017
« Antwort #416 am: 12.10.2017 | 15:42 »

Kriegsgericht und Lebenslänglich ist unheimlich milde. Überantwortung an ein klingonisches Tribunal wäre eher geeignet die diplomatischen Wogen zu glätten (aus Menschensicht zumindest).
Ich sehe das nicht als auch nur im mindesten akzeptable Option an.
Der Justiz dürfte die Diplomatie nicht reinreden dürfen.
Und an die Klingonen(Rura Penthe) dürfte dermassen massiv gegen die Rechte des Individuums verstossen, das die Verantwortlichen wohl auch lebenslänglich bekommen.
Die Minbari erweisen Respekt, in dem sie ihre Waffenluken öffnen. Die Erdschiffe fühlten sich von einem akuten Angriff bedroht.
und nebenbei massive Störungen auf dem Erdschiff verursachten, einem Schiff nicht mehreren.
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Offline Wisdom-of-Wombats

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Re: Star Trek: Discovery - 2017
« Antwort #417 am: 12.10.2017 | 23:35 »
Bei Burnham ging es ja noch nicht mal um das Inhaltliche, sondern um das Formelle - sie hat sich mit Gewalt über ihren Captain hinweggesetzt und in der dargestellten Form wäre ihr das mMn auch im Erfolgsfall zum Verhängnis geworden.

Halten wir noch mal fest: Michael meutert. Georgiou stoppt sie. Nachher geht Georgiou auf einen Vorschlag von Michael ein und nimmt sie in ihrer Funktion als Erster Offizier mit auf die Außenmission. Die Mission scheitert, Georgiou stirbt. Michael kehrt zurück. Saru ist der ranghöchste Offizier, der über die Vorfälle Bericht erstattet. Saru empfindet Michael als gefährlich. Die Meuterei hat die Situation an sich weder eskaliert noch deeskaliert, da nie gefeuert wurde. Die Meuterei ist eigentlich eine Fußnote und wäre Georgiou noch am Leben, hätte sie den Fall begraben können. Sowas machen Picard und Sisko fast am laufenden Band.

Also sieht es für mich immer mehr so aus, als ob die Föderation einen Krieg erklären muss, den sie selber nicht ganz versteht. Für die Föderation sieht das ohne das Wissen aus den klingonischen Blutoperszenen ziemlich unerklärlich aus. Michael dient als Sündenbock. Und Saru dürfte am Urteil mit Schuld haben.

Discovery hat größtenteils Michael als POV. Wir wissen also nicht was wirklich passiert ist. Und egal wie fortschrittlich die Föderation ist: einen Krieg müssen sie der Zivilbevölkerung gegenüber rechtfertigen.
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Re: Star Trek: Discovery - 2017
« Antwort #418 am: 12.10.2017 | 23:57 »
Die Meuterei ist eigentlich eine Fußnote und wäre Georgiou noch am Leben, hätte sie den Fall begraben können. Sowas machen Picard und Sisko fast am laufenden Band.

Reibereien und unterschiedliche Ansichten gerade in Stresssituationen sowie zeitkritische Entscheidungen mit begrenzten Informationen sind das eine, aber auf dem Level von Burnhams Aktion hat das auf der NCC-1701-D nie einer abgezogen, der nicht irgendeinen Alienwurm im Kopf hatte o.Ä.
Das ist mMn eine ganz andere Nummer.
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Re: Star Trek: Discovery - 2017
« Antwort #419 am: 13.10.2017 | 00:31 »

Discovery hat größtenteils Michael als POV. Wir wissen also nicht was wirklich passiert ist. Und egal wie fortschrittlich die Föderation ist: einen Krieg müssen sie der Zivilbevölkerung gegenüber rechtfertigen.

Du erwartest nicht wirklich das die Föderation aufgibt und sich sofort geschlagen gibt?
Man sagt "Wir kommen in Frieden" und die anderen eröffnen das Feuer?
Was ist daran zu deuteln? Zumindest aus der Föderationssicht?

Und was muss man einer Zivilbevölkerung erklären wenn einem eine andere Nation den Krieg erklärt?
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Die Idee das man hier der Zivilbevölkerung was erklären muss finde ich abwegig.
Das man Michael vor ein Kriegsgericht gestellt hat und sich herausstellte das einige ihrer Aktionen durchaus der Auslöser der Kriegshandlungen hätten sein können, ja, das verstehe ich.

Es mag sogar sein das durch die Föderationsmedien und den üblichen Flurfunk der Eindruck entstanden ist das Michael mit an dem Krieg schuld ist. Vor allem in der Unter- und Halbwelt die am Rande der Föderation floriert und die Werte der Föderation ablehnt kann sich der Mythos gebildet haben das Michael Teil einer großangelegten Vertuschung eines Major Fuckups der Föderation ist.

Ich gehe zumindest davon aus das in rein hedonistischen Kreisen man auf Star Fleet als einen Haufen elitärer Schnösel mit Stock im Arsch herabblickt. Und wenn die dann allen noch Schwierigkeiten (sprich Krieg mit den Klingonen) einbrocken, dann werden sie den Fehler wohl vertuschen wollen.

Einen Krieg muss man nur "verkaufen" und an den Mann bringen, wenn man selber anfängt.
Wusste schon Bismarck. Der ließ dann die Franzosen anfangen.
Ich denke nicht das ein allgemeiner Verdacht besteht Star Fleet hätte einen Krieg gewollt.
Das Michael einen Krieg wollte, ja, der Eindruck ist sicher entstanden und da hat Michael auch sicher mit dem Schuldeingeständnis mit zu beigetragen.

Offline 1of3

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Re: Star Trek: Discovery - 2017
« Antwort #420 am: 13.10.2017 | 07:20 »
Im #AfterTrek wird sie als "augmentiertes" Alien gehandelt.
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Laut der Novellisierung (oder Romanisierung?) ist sie ein Mensch mit nem Helm auf.
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Re: Star Trek: Discovery - 2017
« Antwort #421 am: 13.10.2017 | 08:14 »
Finde ich die passendste Variante.

Lustigerweise gucke ich mir momentan recht viel Drumherum an, aber gerade #AfterTrek finde ich gleichzeitig anstrengend und uninteressant.
"Kannst du dann bitte mal kurz beschreiben, wie man deiner Meinung bzw. der offiziellen Auslegung nach laut GE korrekt verdurstet?"
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Re: Star Trek: Discovery - 2017
« Antwort #422 am: 13.10.2017 | 12:48 »
Laut der Novellisierung (oder Romanisierung?) ist sie ein Mensch mit nem Helm auf.

Hmm.
Ok.
Sieht aber nicht so aus.
Welche Novellisierung?
Meinst Du "Desperate Hours"????
Das spielt ja vor de Pilotfolge, könnte also jemand anderes sein.

Bei den ganzen Büchern zum Film hab ich schon so viel Müll gelesen das ich mir die meistens spare.
Ähnliches, auch negatives Beispiel, sind Bücher zu Rollenspielen, BattleTech oder zu Computerspielen.

So wie es im Buch dargestellt wird funktioniert das Spiel nicht,
Oder , bei Büchern zum Film, wird dei Handlung beschrieben, aber die Innenwelt der Charaktere bleibt unerwähnt.

Nicht immer, aber leider oft.




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Re: Star Trek: Discovery - 2017
« Antwort #423 am: 13.10.2017 | 13:39 »
Hmm.
Ok.
Sieht aber nicht so aus.
Welche Novellisierung?
Meinst Du "Desperate Hours"????
Das spielt ja vor de Pilotfolge, könnte also jemand anderes sein.

Bei den ganzen Büchern zum Film hab ich schon so viel Müll gelesen das ich mir die meistens spare.
Ähnliches, auch negatives Beispiel, sind Bücher zu Rollenspielen, BattleTech oder zu Computerspielen.

Wahrscheinlich meint er http://www.startrekromane.de/romane/star_trek_-_discovery/gegen_die_zeit.html.

Der ist zumindest von einem erfahrenen Autoren geschrieben, dem man zutrauen kann, dass er so einiges gradeziehen und kanonisieren kann.
Und ehrlichgesagt schreibt David Mack ja auch einen Stil der so speziellen Charakteren wie Burnham gerecht wird. 
Ich frage mich allerdings wie stark dieser Roman überhaupt mit der Serie verknüpft ist.

Bei dem Roman zu Star Trek 12- Into Darkness hat man auch mit Alan Dean Foster einen echten Veteranen eingesetzt, der nochmal eine ganze Liga über David Mack spielt.
Der Roman erklärt z.B. auch einiges was der Hardcorefan zum Film gerne wissen wollte (z.B. wie beamt sich Khan nach Kronos). Vielleicht sollten Star Trek 12 und diese Serie den Titel tauschen, würde mehr zum Flair passen.

Hat schon jemand den ersten Discovery Roman gelesen? Ist er dramaturgisch besser als die Serie?

Ist schon komisch. Die Serie hat einige gute Ideen und extrem viele Macken. Aber als Fan will man es noch nicht sofort aufgeben, obwohl kaum noch Chancen auf einen extremen Qualitätsschub bestehen.

Das ist die erste trek-Serie bei der ich mich eher zwingen muss...

Ich hoffe Star trek 14 wird bald verwirklicht und nicht allzu negativ von dem fehlenden Stil der Serie beeinflusst.
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Träumt davon Dragonlance, Star Trek, DC Heroes  oder bei DSA einen Praioten zu spielen.

Offline Sashael

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Re: Star Trek: Discovery - 2017
« Antwort #424 am: 13.10.2017 | 13:43 »
Das ist die erste trek-Serie bei der ich mich eher zwingen muss...
Finde ich total seltsam. Das ist die erste Serie seit DS9, die ich wirklich gerne gucke. Bei Voyager hab ich echt durchgequält und immer (vergeblich) auf Besserung gehofft, bei Captain Archer hab ich nach drei Folgen aufgegeben.
Persönlich hoffe ich, es gibt genug wie mich.  :P
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