Autor Thema: Buffy-Remake  (Gelesen 10127 mal)

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Offline Zed

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Re: Buffy-Remake
« Antwort #75 am: 7.12.2020 | 14:36 »
Ich bin eher hungrig nach neuen Sachen, frischen Ideen und Autoren mit einem interessanten Blick auf die Welt. Aber das bin nur ich.

Erstmal: Sehr gut argumentiert, ich kann Deine Meinung zu Whedonschen Dialogen nachvollziehen - kind-of-ish  ;D Ich fürchte, ich bin doch noch zu sehr Fanboy und werte die überkandidelten, oft sehr unnatürlichen Dialoge als nicht so schlimm und kann mich auf sie einlassen.

Frische Ideen und frische Serien finde ich auch gut und wichtig. "Fleabag" und "Mrs Maisel" fand ich ziemlich frisch und gut (obwohl auch überkandidelt), und auch "Upload" und "The Boys" mag ich. Die Serien haben alle mehr als Coming-of-Age (wie Buffy) zu erzählen, nutzen teils gewichtige Themen und sind unterhaltsam.
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Offline Alexandro

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Re: Buffy-Remake
« Antwort #76 am: 7.12.2020 | 16:01 »
Naja, Mrs. Maisel ist im Grunde "Gilmore Girls" in den 50ern, das Konzept von Upload ist auch nicht gerade neu und über die rechtskonservativen Inhalte von Garth Ennis' Schundwerken sage ich mal lieber nichts (immerhin entschärft die Serie einige Sachen gegenüber den Comics (die eine Wichsvorlage für die Alt-Right sind) und verkehrt sie teilweise ins Gegenteil, aber wirklich innovativ ist sie auch nicht).

@Jiba: Sicherlich könnte die Erzählweise etwas geupdated werden, aber ich fühle immer noch einen emotionalen Impact, wenn ich mir die Serie anschaue. Dieser Teil hat sich hervorragend gehalten und wird (zurecht) auch heutzutage millionenfach kopiert. Ich mag aber auch Whedons ernstere Ansätze (Dollhouse ist die beste SciFi-Serie, die ich jemals schauen durfte).

Ich schaue gerne neue Sachen, aber das heißt nicht, dass bestimmte Formeln nicht einfach zeitlos gut sind. "Independence Day" oder "The Avengers" sind immer noch gute Filme, egal was Fähnchen-in-den-Wind-Zyniker (die jedem plumpen Oscar-Bait für ein Jahr hinterherlaufen und es dann ebenso schnell vergessen) davon halten.

Was den Gedanken angeht, dass Whedon "durch" wäre: er hat zuletzt an einem Projekt gearbeitet, an dem ein ganzer Haufen toxischer Leute beteiligt war (gerade David S. Goyer gilt als der Harvey Weinstein von WB) - er war derjenige, der sich mit dem Management rumschlagen musste und gleichzeitig den Schauspielern die bescheuerten Entscheidungen des besagten Managements verkaufen musste. Dass er sich dabei nicht wohl fühlt ist nur menschlich und im Gegensatz zu der Führungsriege von WB steht er eben etwas mehr im Mittelpunkt - eine unbedachte, affektive, Äußerung hat für ihn also wesentlich mehr Konsequenzen, als für andere Personen. Nur für den Kontext. Es ist halt etwas zu einfach, gegen Leute zu treten, die sich gerade (aus diversen Gründen) nicht wehren können.
« Letzte Änderung: 7.12.2020 | 17:03 von Alexandro »
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Offline Sashael

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Re: Buffy-Remake
« Antwort #77 am: 7.12.2020 | 16:05 »
...aber wirklich innovativ ist sie auch nicht).
Warum?
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Offline Alexandro

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Re: Buffy-Remake
« Antwort #78 am: 7.12.2020 | 16:20 »
Brutale Selbstjustizler, die glorifiziert werden?
Strahlemann Super"helden", die im Grunde Schurken sind?
Medienkonzerne, die Imagepflege für Supis betreiben?

Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber mir kommt das ziemlich bekannt und bereits erschöpfend beackert vor (und sogar zu der Zeit wo die Comics rauskamen waren diese Tropes schon gut 20 Jahre alt). Heißt nicht, dass man damit nicht Spaß haben kann (es muss ja nicht immer was neues sein und für einige ist vielleicht The Boys der Augenöffner, dass solche Geschichten möglich sind), aber innovativ ist halt anders.
« Letzte Änderung: 7.12.2020 | 16:34 von Alexandro »
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Offline Zed

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Re: Buffy-Remake
« Antwort #79 am: 7.12.2020 | 17:03 »
Ich kann mich nicht auf den Comic beziehen, den ich nicht kenne, aber die Serie ist nicht auf meinem Kotzreizradar gelandet: Die Supes ließen sich vergleichen mit allen mit Ressourcen oder Macht ausgestatteten in der Öffentlichkeit stehenden Personengruppen: mit Spitzensportler, Stars im Showbusiness oder Online-Personalities, mit Politikern. Wie korrumpiert sie sind, wie bigott sie sich geben, wie schwierig es für sie ist, in einer Welt von Verpflichtungen, Ansprüchen und grenzenlosen Möglichkeiten Kurs zu halten. Die Boys empfinde ich nicht als glorifiziert - ihre "Feste druff, und Spaß dabei!"-Darstellung lese ich eher als Abbildung ihres Selbstbildes. Sie sind Extremisten, die wie alle Extremisten ihre moralische Überlegenheit verlieren, wenn sie extremistische Mittel einsetzen. Hughie ist der Gegenpol in der Gruppe, der bislang am erfolgreichsten dagegen kämpft, seine moralische Überlegenheit zu verlieren.

Teilen kann ich Deine Wahrnehmung, Alexandro, dass die emotionale Wirkung vieler Werke von Joss Whedon groß ist.

Ich hoffe, dass Deine These bezüglich David S. Goyer sich bewahrheitet. Lieber sehe ich Joss Whedon in einem toxischen WB-Fahrwasser, für das er jetzt ungerechterweise zur Rechenschaft gezogen werden soll. Außerdem würde ich ihm auch mal ein oder zwei schlechte Tage zugestehen.

Was mich aber pessimistisch stimmen lässt bei der Frage, ob er ein verletzendes Arschloch ist, ist die Tatsache, dass von seinen in vielen Jahren angesammelten Cast- und Crewmitgliedern nur e i n e r  Joss Whedon auf Twitter halbherzig zur Seite gesprungen ist. Ich habe den Eindruck, dass die Idee des "character witness" in den USA Gewicht hat. Und für diese Art von Anschuldigungen gibt es bemerkenswert wenig Gegenwind von seinen langjährigen Mitstreiterinnen und Mitstreitern.
« Letzte Änderung: 7.12.2020 | 18:42 von Zed »
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Offline Sashael

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Re: Buffy-Remake
« Antwort #80 am: 7.12.2020 | 18:05 »
Brutale Selbstjustizler, die glorifiziert werden?
Strahlemann Super"helden", die im Grunde Schurken sind?
Medienkonzerne, die Imagepflege für Supis betreiben?
Als Serie für den Fernseher ist das immer noch innovativ.

Wenn die meisten Leute, die sich etwas anschauen, danach sagen "Sowas hab ich noch nie gesehen!", kann es nicht so uninnovativ sein. Egal, ob eine kleine Gruppe Nerds das ganze schon seit 30 Jahren kennt. Innovation ist nichts NEUES. Ich kann auch etwas Neues uninteressant und scheisse präsentieren. Innovation ist: Bekanntes auf eine Art anders zu präsentieren, dass das Publikum angesprochen wird. Und das hat bei The Boys ja ganz gut geklappt.
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Offline Jiba

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Re: Buffy-Remake
« Antwort #81 am: 7.12.2020 | 18:45 »
Innovation ist: Bekanntes auf eine Art anders zu präsentieren, dass das Publikum angesprochen wird.
Nein, das ist Innovation gewiss nicht. Etwas Innovatives hat immer neuartige Elemente. Auch mit Publikumsansprache hat das nicht unbedingt was zu tun. Ja, das kann bedeuten, dass ein bekannter Stoff effektiv fürs Fernsehen neu „gemischt“ wird, die Bildsprache besonders ist, etc.

Aber Innovation ist niemals einfach nur das „Bekanntermachen von etwas Bekanntem“.
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Offline Alexandro

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Re: Buffy-Remake
« Antwort #82 am: 7.12.2020 | 18:51 »
@Sashael: Merkwürdige Definition von "Innovation" - in dieser Hinsicht sind die Marvel-Filme ja auch total innovativ, weil die Geschichte noch nie genau so - mit genau dieser Figur umgesetzt - als Kinofilm umgesetzt wurde.

Aber egal, back to topic (sonst verwechselt noch jemand diesen Thread mit dem Smalltalk *unschuldig pfeift*).
« Letzte Änderung: 7.12.2020 | 19:04 von Alexandro »
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Re: Buffy-Remake
« Antwort #83 am: 7.12.2020 | 20:38 »
Aber Innovation ist niemals einfach nur das „Bekanntermachen von etwas Bekanntem“.
Hab ich auch nicht geschrieben.

Etwas Bekanntes anders präsentieren, sodass das Publikum (mehr) angesprochen wird.

War Buffy "innovativ"?
Sowohl Highschooldrama als auch Monsterjäger gab es schon vorher. Auch die Verbindung der beiden Genres gab es bereits. Aber die Präsentation machte die Serie für das Publikum attraktiver als die vorherigen Versuche.
Oder Twin Peaks?
Die Zutaten waren alle schon vorher da. Lynch hat nicht wirklich was Neues auf die Welt gebracht. Aber seine Mischung und Präsentation war innovativ und hat eine Fangemeinde erobert. Einfach nur gegen die Erwartung anzuspielen reicht nicht. Das passiert in der dritten Staffel viel stärker und die hat bezeichnenderweise deutlich weniger Fans.
Oder auch andere Bereiche: Apple z.B. hat im Bereich Smartphones wirklich und nachweislich NICHTS neu erfunden.
Aber sie haben den Scheiss besser präsentiert und kombiniert als die Konkurrenz und sind damit (und einer rücksichtslosen Rechtsabteilung) zu einem Marktführer aufgestiegen.

Und genau so bei The Boys.
Superhelden als gefeierte Medienstars, die aber abgefuckte Psychos sind und für eine absolut skrupellose Firma mit fetten Knebelverträgen arbeiten, während ein paar frustrierte Typen versuchen, ihnen den Hintern heiß zu machen, ohne selbst dabei draufzugehen? Das Ganze als geradezu karikaturesk blutige Inszenierung?
Die Bestandteile gabs schon vorher.
In der Mischung und Präsentation aber nicht. Und sie hatten damit Erfolg.
Die Serie ist innovativ.

Einfach nur "Neu und nie dagewesen" bringt es nicht allein. Das Publikum muss das Gefühl haben "Scheisse, warum hat das eigentlich vorher noch nie jemand so gemacht?" und dann hast du echte Innovation. Das Wort kommt von innovare = erneuern. Nicht von ut invent = erfinden. Mit Grund.
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Re: Buffy-Remake
« Antwort #84 am: 7.12.2020 | 22:01 »
Ja, nee. Die Bestandteile von The Boys waren schonmal in genau derselben Abmischung da, auch die Zusammenstellung ist nichts neues.

Da muss man sich schon sehr verbiegen, um da Innovation zu sehen (aber es gibt sicher auch Leute, welche "Creed" für total innovativ hielten, weil sie die Milliarden Sportlerfilme die davor kamen nicht gesehen haben).
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Re: Buffy-Remake
« Antwort #85 am: 7.12.2020 | 22:07 »
Ja, nee. Die Bestandteile von The Boys waren schonmal in genau derselben Abmischung da, auch die Zusammenstellung ist nichts neues.

Okay, erleuchte mich.

Wo?
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Re: Buffy-Remake
« Antwort #86 am: 7.12.2020 | 22:48 »
Hab ich auch nicht geschrieben.

Etwas Bekanntes anders präsentieren, sodass das Publikum (mehr) angesprochen wird.

[...]
Einfach nur "Neu und nie dagewesen" bringt es nicht allein. Das Publikum muss das Gefühl haben "Scheisse, warum hat das eigentlich vorher noch nie jemand so gemacht?" und dann hast du echte Innovation. Das Wort kommt von innovare = erneuern. Nicht von ut invent = erfinden. Mit Grund.

Alle Stories die es gibt, gegeben hat und geben wird sind letztliche Mixturen von Altbekanntem.
Und mit dem Gefühl "Verdammt, warum hat das niemand jemals vorher so gemacht", hast du Recht. Nur hat das nicht unbedingt was damit zu tun, dass das Publikum das denkt. Manchmal reicht ein bestimmter Teil des Publikums. Oder die Kritiker. Oder andere Filmemacher. Oder Schaffende aus anderen Medien.
Es gibt einen Haufen Filme, die ästhetisch, erzählerisch und technologisch unglaublich einflussreich sind... auf die das Publikum aber zur Zeit ihres Erscheinens keinen Bock hatte. Beispiele:
- The Wizard of Oz
- Blade Runner
- Fight Club
- The Shawshank Redemption
...
Alles mittlere bis massive Flops an den Kinokassen. Gefälligkeit ist also nicht unbedingt ein Kriterium.

Zitat
Oder auch andere Bereiche: Apple z.B. hat im Bereich Smartphones wirklich und nachweislich NICHTS neu erfunden.
Ja... nee, also allein die Tatsache, dass das allererste iPhone einen größeren Screen hatte als die Konkurrenz UND mit einem (Achtung, Premiere!) Touch-Screen ausgestattet war, plus vernünftiger Webunterstützung, war ein Novum. Apples Erfolg gründet sich nicht nur auf Bling-Bling, sondern auf zwei hervorragende Produkte mit für die damalige Zeit geradezu revolutionärer UI. Selbst wenn's an Apple viel zu kritisieren gibt (und die vehemente Ablehnung seiner Produkte auch irgendwo eine Glaubens-Frage ist): Das iPhone und der iPod waren ihrer Zeit voraus. Das muss man einfach auch zugestehen. 
« Letzte Änderung: 7.12.2020 | 22:51 von Jiba »
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Re: Buffy-Remake
« Antwort #87 am: 8.12.2020 | 00:39 »
Das iPhone und der iPod waren ihrer Zeit voraus. Das muss man einfach auch zugestehen. 
Also eigentlich hinkten sie der Idee massiv hinterher. Diese war nicht neu, ja noch nicht einmal als Produkt ein Novum. Gab es zu diesem Zeitpunkt bereits von anderen Firmen.

Aber genau das ist ja der Punkt.
Apple hat eine Innovation geschaffen. Sie haben nichts neu erfunden. Sie haben geguckt, was es an Technik bereits gibt und diese zu einem innovativen Produkt zusammengeführt. Das ist der Kern von "Innovation". Du musst da nix neu erfinden, du musst es "nur" besser aufsetzen als alle Vorgänger.

Was halt, um mal auf das Thema zurückzukommen, auch eine Chance für ein Buffy Reboot wäre.
Die Zutaten sind bekannt. Jetzt müsste man das nur noch innovativ so aufsetzen, dass es eben doch zeitgemäß wäre.

Bei den DuckTales und She-Ra hat es ja geklappt.
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Re: Buffy-Remake
« Antwort #88 am: 10.02.2021 | 21:56 »
...Lieber sehe ich Joss Whedon in einem toxischen WB-Fahrwasser, für das er jetzt ungerechterweise zur Rechenschaft gezogen werden soll. Außerdem würde ich ihm auch mal ein oder zwei schlechte Tage zugestehen.

Was mich aber pessimistisch stimmen lässt bei der Frage, ob er ein verletzendes Arschloch ist, ist die Tatsache, dass von seinen in vielen Jahren angesammelten Cast- und Crewmitgliedern nur e i n e r  Joss Whedon auf Twitter halbherzig zur Seite gesprungen ist. Ich habe den Eindruck, dass die Idee des "character witness" in den USA Gewicht hat. Und für diese Art von Anschuldigungen gibt es bemerkenswert wenig Gegenwind von seinen langjährigen Mitstreiterinnen und Mitstreitern.
Jetzt bricht der Buffy-Cast sein Schweigen. Whedon scheint nicht nur ein paar schlechte Tage gehabt zu haben. Traurig.
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