Autor Thema: Schon jemand Erfahrungen mit Urban Shadows?  (Gelesen 2223 mal)

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Offline Quaint

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Schon jemand Erfahrungen mit Urban Shadows?
« am: 11.02.2016 | 02:41 »
Hat hier schon jemand Erfahrung mit Urban Shadows?

Ich habs jetzt zweimal gespielt beziehungsweise geleitet.

Mein Eindruck:
Ist eine Umgewöhnung von Apocalypse World herkommend. Es macht diese Politik-Sache sehr gut finde ich, aber es ist auch sehr viel komplexer als Apocalypse World. Zum einen scheint mir, dass es sehr viel mehr Moves gibt und zum anderen ergibt sich ja automatisch eine sehr komplexe Situation, wo diverse NSC und SC äussert unterschiedlich zusammenhängen.
Mir scheint auch, dass man nicht zuviele Spieler haben sollte.
Beim ersten Mal mit nur zwei Spielern ging es mir gefühlt besser von der Hand, weil es dann auch nicht ganz so kompliziert war.

Beim zweiten Mal mit vier Spielern war es gefühlt ein Desaster, das mag aber auch daran liegen das die Spieler bissle Mist gebaut haben und wir technische Probleme hatten. (so Stichwort die eigenen Moves nicht kennen oder ohne Vorbereitung völlig vercheckt aufschlagen, dann bei der Introrunde Charakter bauen und dann nicht mitkriegen, was die anderen über ihre Chars gesagt haben)
Mein Eindruck ist weiterhin, dass das Englisch nicht gut verständlich ist. Ich bin aufgrund meines beruflichen Hintergrunds in Englisch sehr gut und komme klar, aber meine Spieler hatten teils arge Verständnisprobleme - gefühlt deutlich mehr als bei anderen englischen Regelwerken. Nicht unbedingt mehr als bei Apocalypse World, aber hier sind es auch einfach mehr Moves, die man falsch oder nicht verstehen kann.

Also: Habt ihr schon Erfahrungen mit Urban Shadows sammeln können und wie sahen die aus? Oder was denkt ihr meinetwegen auch vom reinen lesen her?

Zur Erläuterung wegen der Moves: Nur mal in Kategorien gesprochen hat man in Apocalypse World ja die Basic Moves und dann die aus dem Playbook. Urban Shadows hat die auch, aber dann kommen hinzu: Faction Moves, Debt Moves, und Playbookspezifische Corruption Moves.
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Re: Schon jemand Erfahrungen mit Urban Shadows?
« Antwort #1 am: 11.02.2016 | 02:54 »
Ich hatte keins der von dir genannten Probleme. Tatsächlich finde ich DW deutlich unübersichtlicher.

Mein einziger Kritikpunkt sind die Regeln für Schaden, Waffen etc. Für das was das Spiel will, nicht funktional.

Offline Ginster

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Re: Schon jemand Erfahrungen mit Urban Shadows?
« Antwort #2 am: 11.02.2016 | 07:39 »
Hier ist der vorherige Thread dazu. Wir hatten auch so unsere Problemchen.

Offline Catdog

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Re: Schon jemand Erfahrungen mit Urban Shadows?
« Antwort #3 am: 14.02.2016 | 01:03 »
Bei uns lief es am Anfang etwas holprig bis wir verstanden hatten wie die Moves funktionieren.
Man muss auch bedenken PbtA ist nicht gleich PbtA, jedes Setting ist anders und man muss sich immer fragen (ok das hört sich vielleicht jetzt blöde an)
„was will mir dieser Move sagen“
Also das Verständnis der Einsatz Möglichkeiten der einzelnen Moves.

Tatsächlich finde ich DW deutlich unübersichtlicher
Jup

Mein einziger Kritikpunkt sind die Regeln für Schaden, Waffen etc. Für das was das Spiel will, nicht funktional.
Da stimme ich dir absolut zu  :d
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Offline Azzu

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Re: Schon jemand Erfahrungen mit Urban Shadows?
« Antwort #4 am: 14.02.2016 | 09:02 »
Ich finde eigentlich Apokalypse World mit seinen Subsystemen für Siedlungen und Gruppen schwerer zugänglich als US.

Bei US finde ich einige Moves anhand der Kurzbeschreibung schwer zu fassen, vor allem Let It Out. Da hilft nur die vollständige Lektüre des Regelbuchs dazu. Das allerdings ist IMO exzellent geschrieben.

Ob ich die Entscheidung gut finde, auf einen Basic Move für Wahrnehmung zu verzichten, weiß ich nicht so recht.

Sprachlich fand ich US problemlos verständlich, die gekünstelte Gossensprache von AW hat mir da mehr Kopfschmerzen gemacht.


Offline Wisdom-of-Wombats

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Re: Schon jemand Erfahrungen mit Urban Shadows?
« Antwort #5 am: 14.02.2016 | 11:30 »
Spielt sich ziemlich gut. Bei One-Shots muss man aufpassen, dass man sich nicht im "klein-klein" einer Szene verrennt (ist mir zweimal passiert).

Ich finde die Playbooks wesentlich knackiger erklärt als das Textgeschwafel. Mir war auch ohne große Lektüre klar, was "Let it out" machen soll. Das Buch finde ich schwafelig und man hätte es ohne Einbußen in der Kommunikation um 50-100 Seiten kürzen können, wenn man den Text knackiger geschrieben hätte. Die Sprache finde ich leicht zu verstehen und auch in meinen ganzen Runden hatte niemand größere Probleme damit.

Im Spiel funktioniert das alles viel viel besser als man nach dem Lesen des Schwafeltextes erwarten könnte.

Bisher mein mit Abstand liebstes PtbA-Spiel, weil ich das Setting und die Regeln zu Factions sehr mag (wie Maskerade nur in funktionierend).
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Online 1of3

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Re: Schon jemand Erfahrungen mit Urban Shadows?
« Antwort #6 am: 14.02.2016 | 20:10 »

Ob ich die Entscheidung gut finde, auf einen Basic Move für Wahrnehmung zu verzichten, weiß ich nicht so recht.

Investigate a Place of Power (bei uns gern iPoP)  macht das in vielen Fällen.

Was für ein Vorteil hätte ein Basic Moves? Ein Faction Move ist eigentlich nützlicher, weil er XP bringt.

Offline Silent

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Re: Schon jemand Erfahrungen mit Urban Shadows?
« Antwort #7 am: 14.02.2016 | 22:22 »
Prinzipiell gibt es ja die Möglichkeit "Wahrzunehmen"

Spieler: "Ich guck mich um!"
SL: "Cool! Du siehst... <Möglichkeit einen SL-Move umzusetzten>"

Alternativ
Spieler: "Mein Wolf konzentriert sich auf seine übernatürlichen Sinne und versucht den Burschen zu erschnüffeln!"
SL: "Cool! Das klingt nach 'Let it Out'! Würfel mal mit 'Spirit' und wir sehen was passiert!"

Das erste Szenario ist ja "SL, bespaß mich!" und führt dann zu einem SL-Move und das zweite ist halt "Ich will die Handlung vorrantreiben!" und löst dann andere Moves aus.
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Offline Azzu

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Re: Schon jemand Erfahrungen mit Urban Shadows?
« Antwort #8 am: 14.02.2016 | 23:00 »
Ist mir schon klar, ich hab auch die ganzen Diskussionen darüber in der Beta-Phase mitbekommen. Ob das auf lange Sicht im Spiel funktioniert, weiß ich halt nicht, mangels langfristiger Spielerfahrung.

Aus dem Bauch raus: Wenn gefühlt jeder zweite nach dem fehlenden Move fragt, fehlt er möglicherweise wirklich.

Offline Haukrinn

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Re: Schon jemand Erfahrungen mit Urban Shadows?
« Antwort #9 am: 14.02.2016 | 23:07 »
Ich finde die Frage "Warum" da jemand was wahrnehmen will ziemlich zentral. Die führt dich nämlich fast immer zu dem Move den der Spieler eigentlich machen sollte.
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Online 1of3

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Re: Schon jemand Erfahrungen mit Urban Shadows?
« Antwort #10 am: 15.02.2016 | 00:00 »
Jeder zweite? Du bist hier der erste und bis dato letzte.

Ich mein, ich hätte ja gern erfahren, warum du der Ansicht bist.

Offline Silent

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Re: Schon jemand Erfahrungen mit Urban Shadows?
« Antwort #11 am: 15.02.2016 | 00:41 »
[Vielleicht] fehlt...[der Wahrnehmungs-Move]...möglicherweise wirklich.

Lass uns das mal gemeinsam durchgehen.

Bis dato haben wir schon ein paar allgemeine Wahrnehmungsmoves.

"Let it Out" ist (auch) dafür gedacht seine Sinne zu erweitern. Was beim Magier vielleicht eine arkane Sicht ist, wird bei der Jägerin vielleicht der Blick fürs wesentliche.

"Investigate a Place of Power" ist ein Move, wo das Wort Investigate schon einem mit der Nase drauf drückt, dass es darum geht etwas zu erforschen. Es gibt übrigens keinen Ort, der nicht einer der vier Fraktionen zugeortet ist, den im Zweifel gehört die Amtsstube für die KFZ Zulassung zu Mortality.

Dann gibt es immer die simple Möglichkeit durch den Dialog mit der Sl einen Move auszulösen. Nur ist dies hier kein Move der gewürfelt wird, weil die SL nie würfelt.

Die Bewusste hat noch Snoop, die US Variante von "Read a Situation" und das Orakel hat Psychometry eine Art "Read a Thing".
Bedenke, dass man auch ohne Snoop sich eine Situation angucken kann, man bekommt nur nicht die garantierten Fragen mit der automatischen Ehrlichkeit.

Was genau fehlt den hier nun?
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Offline D. Athair

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Re: Schon jemand Erfahrungen mit Urban Shadows?
« Antwort #12 am: 15.02.2016 | 02:22 »
... ich fand das Spielbeispiel da recht hilfreich. Es zeigt mMn recht gut, wie man Wahrnehmung in USh umsetzen kann.

"Man kann Taten verurteilen, aber KEINE Menschen." - Vegard "Ihsahn" Sverre Tveitan

Offline Azzu

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Re: Schon jemand Erfahrungen mit Urban Shadows?
« Antwort #13 am: 15.02.2016 | 07:45 »
Jeder zweite? Du bist hier der erste und bis dato letzte.

Ich mein, ich hätte ja gern erfahren, warum du der Ansicht bist.

Ich bezog mich auf die Gruppe bei Google+ vor der Spielveröffentlichung. Da war das eine Weile Groundhog Day mit dem Thema.

Grundsätzlich mag ich, systemunabhängig, Wahrnehmungsproben gar nicht, nur AW mit Read a Situation und diverse ptbA-Ableger mit entsprechenden Moves sind Ausnahmen. Die Untersuchung der aktuellen Situation gibt es bei US nur als Special Move mancher Playbooks. "Let it Out" mit Corruption-Risiko ist kein allgemeiner Ersatz, sondern eine bewusste Eskalation der Situation durch einen Spieler, "Investigate a Place of Power" mangels sehr speziellem Fokus auch nicht.

Das Argument der Autoren war, dass US ein politisches Spiel sein soll. Die Spieler sollen Informationen weniger selber finden, sondern sich an andere Leute wenden, die mehr wissen könnten. Oder halt Corruption riskieren.

Nochmal: Ich will hier nicht vertreten, dass US unbedingt Read a Sitch als Basic Move braucht, ich sage nur, ich bin skeptisch, bis ich das mal länger gespielt habe und alles gut funktioniert hat. (Ich war auch bei der fehlenden Initiativefolge bei ptbA skeptisch und bin mittlerweile Fan davon, muss also nichts bedeuten.)
« Letzte Änderung: 15.02.2016 | 07:50 von Azzu »

Offline Wisdom-of-Wombats

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Re: Schon jemand Erfahrungen mit Urban Shadows?
« Antwort #14 am: 15.02.2016 | 19:42 »
"Investigate a Place of Power" ist ein Move, wo das Wort Investigate schon einem mit der Nase drauf drückt, dass es darum geht etwas zu erforschen. Es gibt übrigens keinen Ort, der nicht einer der vier Fraktionen zugeortet ist, den im Zweifel gehört die Amtsstube für die KFZ Zulassung zu Mortality.

Es gibt aber Orte, die kein "Place of Power" sind. Damit fällt dort der Move aus. Andererseits kann ich mir bei US schwer vorstellen, dass das Spiel nicht an einem Place of Power statt findet. Das steckt quasi in der DNA des Spiels. Die benannte KfZ Zulassung wäre ein Place of Power, wenn dort auch wichtige Dinge passieren oder wichtige Personen leben. Und was wenn die KfZ Zulassung ein Place of Power für Wild ist? ;)
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Re: Schon jemand Erfahrungen mit Urban Shadows?
« Antwort #15 am: 15.02.2016 | 19:52 »
Danke. Die alte Dame, die Sprecherin für eine Dämonenfraktion in unserer Runde ist, arbeitet ab jetzt bei der Kfz-Zulassung. Ich bin sicher, die stellt dann auch "besondere" Zulassungen aus für den richtigen Preis. :d

Offline Praion

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Re: Schon jemand Erfahrungen mit Urban Shadows?
« Antwort #16 am: 15.02.2016 | 20:25 »
Mein Problem mit US war bisher immer, dass die Charaktere so tief in der Machtkette sind. Es fühlt sich nicht so sehr wie Machtkampf um die Stadt an als wie Spielball der Powerplayer die einen letztendlich für ihre Zwecke ausnutzen. Man spielt nicht Harry Dresden (okay den vielleicht doch) und Lara Raith und Bianca sondern zumindest am Anfang ziemliche Mooks.

Ich frage mich ob Mechaniken für Powergrabs und sowas da vielleicht helfen. Blades in the Dark hat die Faction Ladder und klare Anweisungen wie man auf einen höheren Level kommt und was passiert wenn man das tut.
Wenn ich beispielsweise den Ober-Vampir ersetze, übernehme ich dann manche seiner Debts? Zum Teil werden die doch eher dem Amt als der Person geschuldet oder?

Das Spiel ist zu sowas sehr still.
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Jason Corley

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Re: Schon jemand Erfahrungen mit Urban Shadows?
« Antwort #17 am: 15.02.2016 | 20:35 »
Zitat
Mein Problem mit US war bisher immer, dass die Charaktere so tief in der Machtkette sind.

OK, wenn man das möchte ist US vielleicht nicht das optimale Spiel. Sachen wie große Rituale, Kampf um Territorium etc. sind ja alles Dinge, die NSCs in Form von "Threats" machen.

Harry Dresden triffts dagegen ganz gut. Die SCs sind quasi Wildcards, welche die Pläne der Großen durcheinander wirbeln.

Offline Wisdom-of-Wombats

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Re: Schon jemand Erfahrungen mit Urban Shadows?
« Antwort #18 am: 16.02.2016 | 02:54 »
Mein Problem mit US war bisher immer, dass die Charaktere so tief in der Machtkette sind. Es fühlt sich nicht so sehr wie Machtkampf um die Stadt an als wie Spielball der Powerplayer die einen letztendlich für ihre Zwecke ausnutzen. Man spielt nicht Harry Dresden (okay den vielleicht doch) und Lara Raith und Bianca sondern zumindest am Anfang ziemliche Mooks.

Den Eindruck hatte ich bei den US Spielrunden, die ich selber geleitet habe, nicht. Ich denke, das hängt vom Setup ab. Man kann sich quasi selber "mookisieren" oder man kann sich durch die Fiktion auch besser positionieren. Bei den Runden, an denen ich als Spieler teilnahm, kam ich mir nicht als Mook sondern als Mittleres Management vor. Kein Fußvolk, aber auch nicht der Big Boss.
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