Umfrage

Wie hat dir die "Caera Kampagnenbox" gefallen?

sehr gut (5 Sterne)
4 (26.7%)
gut (4 Sterne)
7 (46.7%)
zufriedenstellend (3 Sterne)
3 (20%)
geht grad so (2 Sterne)
1 (6.7%)
schlecht (1 Stern)
0 (0%)

Stimmen insgesamt: 15

Autor Thema: Caera Kampagnenbox (Dungeonslayers) / Bewertung & Rezensionen  (Gelesen 994 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline Thallion

  • Rezi-Spezi
  • Moderator
  • Famous Hero
  • ******
  • Beiträge: 2.007
  • Geschlecht: Männlich
  • Username: Thallion
    • Rollenspiel-Bewertungen
Hier könnt ihr eure Meinung zur Caera Kampagnenbox abgeben und nach Punkten bewerten.



Shop-Seite
Caera Kampagnenbox

Regel/Quellen-Bände-Übersicht
Hier gelangt ihr zu der Auswertung und Übersicht bereits bewerteter Regel- und Quellen-Bände:
http://www.tanelorn.net/index.php/topic,96807.0.html

Klappentext:
RAUS AUS DEM DUNGEON, REIN IN DIE WILDNIS 

Uralte Geheimnisse wurden entschlüsselt, wertvolle Schätze geborgen, abscheuliche Monster besiegt und unzählige Dungeons verwüstet. Doch bislang war die Welt, in der all diese Abenteuer spielten, nur ein vager Schemen, ihre Karteneinträge Namen ohne Bedeutung.   

Doch damit ist nun endgültig Schluss. Mit dem Öffnen dieser Box betretet Ihr eine faszinierende Welt voller Legenden und Geheimnisse, in der nicht alles ist, wie es zunächst den Anschein hat. Caera ist das klassische Fantasysetting für das Dungeonslayers Rollenspiel – eine Welt der Magie, geheimnisvoller Orte, fremdartiger Geschöpfe und tödlicher Gefahren.   

Bereist die Länder rund um die Innersee, lernt Caeras Völker kennen und stellt Euch den Gefahren fernab von engen Verliesen und Gewölben. Ob Hellweiter Kronkriege, die sich ausbreitenden Ascheweiten, das verfluchte Maskenvolk von Mardos, die Rebellion in Kait, Sklavenjäger Nieheims im Auftrag der Mumienfürsten von Shan'Zasar oder das rätselhafte Schimmerschwinden – überall gibt es in dieser Welt zwischen Licht und Schatten für angehende Helden etwas zu tun, worauf wartet Ihr noch?

Die Dungeonslayers Kampagnenbox enthält:

    Den Almanach von Caera, der alle nötigen Hintergrundinformationen enthält, um Abenteuer und Kampagnen in dieser fantastischen Welt anzusiedeln.
    Die Regeln von Caera, die das Spiel in dieser Welt vertiefen und dabei auch ausgiebig das Thema “Charaktere - Made in Caera” behandeln.
    Eine großformatige, doppelseitig bedruckte Farbkarte mit detaillierten Darstellungen der Länder rund um die Innersee.
« Letzte Änderung: 17.06.2016 | 13:52 von Thallion »

Offline Thallion

  • Rezi-Spezi
  • Moderator
  • Famous Hero
  • ******
  • Beiträge: 2.007
  • Geschlecht: Männlich
  • Username: Thallion
    • Rollenspiel-Bewertungen
https://goblinbau.wordpress.com/2012/07/25/die-dungeonslayers-caera-kampagnenbox/

Zitat
Fazit

Das ist jetzt wirklich schwierig, hier ein ordentliches Fazit zu ziehen. Was sagt man über ein Produkt, das handwerklich gut gemacht ist, sich in die Produktpalette einfügt, diverse nette Inhalte hat, aber doch vom Gefühl her so unnötig für das Mutter-RPG ist? VIelleicht genau das. Die Caera Settingbox besteht aus zwei Heften. Die Regeln von Caera finde ich dabei absolut sympathisch, wenn auch nicht alles darin nötig ist. Die Zwistrgeln sind als Optionalregeln cool und eine neue Stellschraube am System, mit der man eine Menge anpassen kann, was Feeling und Style angeht. Die Tabellen sind cool, die Ausrüstung okay, die Kulturtalente usw. sogar wirklich spaßig. Hier kann ich wohlwollend sagen: Gelungenes Produkt! Dann aber der Almanach mit seiner Settingbeschreibung. Die ist gut gemacht und bleibt der Aussage treu, ein klassisches Setting zu beschreiben. Und dennoch: Die Mumienfürsten sind cool, die Wüstenhalblinge und -zwerge vor dem Hintergrund auch verständlich. Aber ich brauche es einfach nicht. Für mich schon zuviel Info, zuviel Einschränkung, zuviel festgelegt. Das bisschen Setting in der Grundbox war völlig ausreichend für ein klassisches EDO Spiel, von dem eh jeder weiß, wie es aufgebaut ist. Bei allem Respekt für die Arbeit und auch für das Ergebnis: Ich brauche diese Beschreibung nicht.

Wer sollte sich die Box also kaufen? Einerseits alle, die gerne ein bisschen mehr handfeste Info für das Setting haben, in dem sie spielen. Es ist wirklich nutzbar und macht auch sicherlich im Spiel Spaß, von daher: Schlagt zu. Die neuen Regeln sind zwar cool, rechtfertigen für sich allein aber nicht den Kauf der Box, also bleibt es bei dem, was auch auf dem Cover steht: Wer das Kampagnensetting will, kauft sich die Box. Wer es nicht braucht, wird auch mit der Basisbox glücklich und hat alles, was man so für altmodisches Rollenspiel braucht.

http://www.teilzeithelden.de/2012/09/24/rezension-dungeonslayers-caera-kampagnensetting/

Zitat
Fazit

Wie ich bereits schrieb, finde ich gut, dass die Caera Box endlich da ist, um zum einen Wissenslücken zu schließen, zum anderen die Möglichkeiten zu nutzen, die man hat, um das Spiel zu Erweitern. Sei es vom Hintergrund oder aber auch von den Regeln.

Grade die Neuerungen im Bereich der Charaktere sind toll! Aber es bleibt bei mir ein fahler Beigeschmack, ich brauche nämlich unbedingt auch noch „Die freien Lande“. Diese fehlen mir einfach in der Box.

Und wann diese fertig entwickelt sind, wird sich zeigen. Man munkelt, dass der Quellenband gemeinsam mit Caera entwickelt wurde und somit auch bereits fast fertig ist. Aus Platzgründen wurde er jedoch dann doch aus der Box ausgelagert. Das lässt mich hoffen. Wenn der Quellenband tatsächlich dieses Jahr noch kommt, bin ich dann aber glücklich!

Ansonsten geht mein Daumen für die Caera Box nach schräg oben.

http://neueabenteuer.com/a-rezi-dungeonslayers-caera-kampagnenbox/

Zitat
Fazit

Zuallererst einmal: Ich hasse Boxen. Da meine Rollenspielsozialisierung Ende der 90er stattfand habe ich die damals schon sehr verbreitete Buchkultur in unserer Szene schätzen gelernt. Das ich also das Konzept der Caera-Box positiv beurteile soll schon etwas heißen: Andere Boxen der klassischen Einstellung sind Platzräuber sondergleichen im Regal, ohne das es dafür einen wirklich vertretbaren Grund gibt. Schlicht und ergreifend, weil in den entsprechenden Boxen der Inhalt so viel Spielraum hat, dass man sich ernsthaft fragt, was diese Platzverschwendung soll, wo es doch die alternative „keine Box“ gibt. Caera macht mit genau diesem Punkt Schluss: die beiden Büchlein haben kein Spiel in ihrem kleinen Pappkarton, sondern beides ist genauest passend aufeinander abgestimmt. So kann man damit leben.

Ansonsten erfüllt die Settingbox alle Anforderungen, die normalerweise an eine solche Publikation gestellt werden. (Das schöne hierbei ist, dass dabei die entsprechenden Regeln soweit modularisiert sind, dass sie, wenn man auf sie zurückgreift, mehr oder weniger heftig ins Gewicht fallen können. Alles entsprechend von Herstellerseite aus bereits mit bedacht.

Irritieren hingegen ist die Auswahl an neuen Spielerrassen: Ich bin verständlicherweise mit der vollständigen Historie von Dungeonslayer nicht vertraut. Sicher, dass es sich hierbei um ein Projekt in Heimarbeit handelte, war mir bekannt. (Genauso wie das mit Dungeonslayers verbundene Konzept der One-Page-Dungeons, die so ziemlich das erste waren, was mir „unter die Nase gehalten wurde“, als die RPC das erste mal in Köln seine Pforten öffnete.) Die Frage die sich mir beim Lesen von Caera irritierent stellte war aber, warum die „Hobbits“ (was die Halblinge ja letzten Endes dann doch sind) erst mit Caera auftauchen und nicht schon von Anfang an zum DS-Kosmos gehörten? (Wenn man bedenkt, dass sie ja eine von fünf weltbekanntem Rassen sind, die versuchen boshafte Artefakte in aktive Vulkane zu schmeißen.)

Aber das ist wie gesagt nur eine Irritation.

Die Frage, die man sich hier vermutlich eher stellt lautet ja: Braucht man Caera? Und das lautet die Antwort: Kommt drauf an. Der klassische DS-Spieler scheint das System ja tatsächlich nur für den schnellen Spaß zwischendurch bislang genutzt zu haben. Sprich: Wer mit dem One-Page-Dungeon allein für einen Oneshot hervorragend auskam, wir hier nicht viel für ihn zufriedenstellendes finden.

Ab dem Zeitpunkt, wo man die Abenteuer aber nicht mehr einfach so als One Shot zwischendurch durchführt und eine größere Geschichte abseits der Höhlensysteme spinnt beginnt beginnt es für fiele eher bitterlich zu werden, wenn sie zwar eigene Ideen durchaus haben, jedoch nicht den Vollständigen Weltenbau-Horizont gänzlich auskosten wollen. (Ein Dorf mit ein paar Konflikten ist an sich relativ schnell gebaut. Aber was liegt hinter dem Horizont des Dorfes? Ich denke hier wird es für einige Leute in der Regel durchaus aus Bequemlichkeitsgründen schon interessant sein, ein wenig „globalere“ Politik abzubekommen. (Und vor allen Dingen ein paar Gründe in die Hand zu bekommen, warum etwas exotischeres auch mal in der dunklen Kaverne auftauchen mag.) diesen speziellen Zweck erfüllt Caera wirklich gut. Und mit den Regeln für Licht und Dunkelheit als immer währender Konflikt bekommt man sogar noch ein kleines Hilfsmittel in die Hand gedrückt, mit dem man als SL durchaus auch mal ein wenig fies und Sadistisch an die Sache herangehen darf. (Typen mit fiesen Bärtchen, die sich kaum von der Gruppe an sich unterscheiden sind ja schon nicht all zu selten vertreten. Nur erhält man dadurch zwar ein durchaus spannendes Grau in der Moralschiene, das für Low Fantasy einen besonderen Reiz ausmacht, aber wer halt dann doch die eindeutigen, starken Guten aus einem Heldenepos spielen will braucht entsprechende Motivationen, um nicht eine Gruppe von Anti-Helden am Ende zu leiten.)

Was mich dann allerdings mal wieder an mein Box-Problem zurückdenken lässt ist allerdings der Preis, der für die DINA6-Größe des ganzen ein wenig happig wirkt. Was die Dungeonslayer-Fanszene beim Umstieg des Grundregelwerkes vom Büchlein zur Box noch als großen Wurf gefeiert hat, könnte jetzt durchaus ein paar Fragen aufwerfen. Man muss sich dabei der Tatsache bewusst sein, das man in diesem Fall für ein modernes Nostalgieprodukt Geld ausgibt. Wer wirklich an einer Box als Identifikationsmerkmal für ein Spiel hängt muss sich im Falle von Caera also der Tatsache bewusst sein, dass er auf diesem Weg durchaus ein Stück Kindheitserinnerung auf der emotionalen Ebene geboten bekommt. Das kann durchaus ein Grund sein, um über den Preis hinwegzusehen. (Zur Zeit beträgt der Preis der Box 29,95€)

Was man hier bekommt ist ein sehr schön ausgearbeitetes Setting, das es durchaus mit Produkten aus dem gleichen Bereich ohne sich zu schämen aufnehmen kann, solange man „normale“ Fantasy mag. Das ganze wird von Illustrationen begleitet, die keinen realistischen, sondern eher einen comicartigen Charme versprühen und schon allein deswegen eine sehr angenehme Abwechslung für das Auge sind, wenn man keinen zu ernsten, versuchten Hyperrealismus, wie ihr die großen Namen betreiben, mehr sehen kann.

Außerdem hat man als „alter Hase“ eine heißgeliebte Box aus sehr stabilem Karton für ein aktuelles System, anstelle eines Retro-Clones. (Auch wenn das ein Argument ist, das eher für Personen zählt, die wirklich Wert auf ausgegorene Regeln legen. Fans der Retro-Clone-Szene dürften diesem Umstand eher Neutral gegenüber stehen.)

Diejenigen, die in Dungeonslayer eine gute Alternative für längere Kampagnen mit möglichst viel Zusammenhang gefunden haben, dürfte Caera also durchaus eine interessante und nützliche Erweiterung sein, die dabei Hilft der gesamten Geschichte ein wenig mehr Fluff zu verpassen. Für Nostalgiker und Personen, die ihre Charaktere gerne mit blutsaugenden Absichten langfristig in die Welt schicken wollen, wird hier durchaus der eine oder andere gute Aspekt geboten.

Die Personen, die allerdings tatsächlich nur den kurzen One-Shot zwischendurch im Dungeon brauchen, weil sie DS eh nur als Lückenfüller sehen, der zwar Spaß macht, aber nichts langfristiges darstellt, müssen sich hier sehr genau überlegen, ob sie sich die Sache wirklich antun wollen. Boxen-Nostalgie ist zwar schön und gut, aber für ein paar mehr Rassenunterschiede (oder auch die neuen Rassen) bietet Caera dann doch ein bisschen zu wenig, um es feiern zu können.

In dieser Hinsicht stellt die Kampagnenbox also wirklich ein Produkt da, an dem sich die Geister scheiden können, weswegen man sich sehr genaue Gedanken über die eigenen Motivationen machen muss.