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Autor Thema: Die Herren von Chorhop (DSA) / Bewertung & Rezensionen  (Gelesen 1346 mal)

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Offline Thallion

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Wiki-Artikel
Die Herren von Chorhop

Klappentext:
Chorhop, die wilde Hafenstadt an der Südwestküste, ist ein Paradies für Spieler. Sei es mit den Boltankarten in der Hand, sei es mit dem Würfelbecher, seien es die wilden Gladiatorenkämpfe in den staubigen Arenen: Phex ist immer mit den Glücklichen – und oft genug auch mit den Geschicktesten. Der Höhepunkt aller Spielleidenschaft ist aber gekommen, wenn einmal im Jahr die wichtigsten Ämter der Stadtregierung per Lotterie vergeben werden. Dann strömen sie von überall herbei: die Reichen und Mächtigen, die es sich sogar leisten können, mehrere Lose zu kaufen; die Armen und Verlorenen, die ihre eigene Freiheit aufs Spiel setzen, weil sie sowieso nichts mehr zu verlieren haben, die Glücksritter, die eigentlich nur die Spannung einer solchen Lotterie lieben – und vielleicht auch einmal eine Heldengruppe, die es hierher verschlagen hat ...

Die Herren von Chorhop bietet Hintergrund für eine Heldengruppe, die sich ein Jahr lang in der Stadt des Glückspiels, der Bestechung und des Sklavenhandels aufhält. Ein Held schlüpft dabei selbst in die Rolle eines Stadtherren, mit all seinen Privilegien und Möglichkeiten, aber auch mit allen Zwängen und Gefahren, die an einem solchen Amt hängen. Ohne die Hilfe seiner Gefährten wird er dieses Jahr kaum überstehen ...

Offline Village Idiot

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Re: Die Herren von Chorhop (DSA) / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #1 am: 26.04.2016 | 21:27 »
"Die Herren von Chorhop" sorgt bei mir für gemischte Gefühle. Dem Abenteuer eilt ein sehr guter Ruf voraus, bei dem vor allem die große Handlungsfreiheit der SC gepriesen wird. Und da sind wir schon beim ersten Brett das ich abbekommen habe: Auf den ersten Seiten werden die Helden erst mal lang, brachial und ausufernd in die Sklaverei geschickt.. Nicht in einem Vorlesetext, sondern in einer langen eigenem Abenteuer, mit von Sklavenjägern gefangen werden, erstem Sklavenschiff, Slakvenauktion, zweiten total schlimmen Sklavenschiff und Ankunft in Chorchop. Mit langem und breiten Verweis darauf, das die Charaktere da durch müssen und höchsten Einzelne entkommen dürfen. Das sich das ausser bei extremen Würfelglück bzw. Pech nur mit railroding, Würfel drehen und Spielerentscheidung entwerten möglich ist, ist ziemlich klar. Wie scheiße und frustrierend das ist, scheint dem Autor auch bewusst zu sein, wenn man seine Spielleitertipps durchliest, hilft aber alles nix da muss man durch. Oder nimmt doch einen der alternativen Einstiege oder handelt das ganze kurz erzählerisch ab, anstatt es lang und breit auszuspielen.

Lässt man den Anfang hinter sich, ohne von seinen Spielern gelyncht wurden zu sein oder ändert ihn, kommt man aber zum Hauptteil des Bandes und der sieht schon ganz anders aus.  Vor dem Hintergrund der phexgefälligen Südaventurischen Stadt wird einer der SCs zum Schutzprätor, das heißt so etwas, wie der Kommandant der Stadtwache und Oberbrandmeister. Die Stadt ist mit allen politischen Verwirrungen beschrieben, es gibt einen Teil der sich mit Alltäglichen Geschäft der Wache beschäftigt und eine Reihe von von einzelnen Szenarien. von denen sich eins als fulminates Ende anbietet. Die Szenarien sind dann auch weitgehend frei von DSAism, bis auf eines, bei dem ein Gegenstand sich ums verrecken nicht entzaubert oder exorziert werden darf. Das lässt sich an dieser Stelle aber auch gut ignorieren, wenn man einen kompetenten Antimagier oder Exorzisten dabei hat, kann man das Abenteuer halt schneller beenden und einfach den Rest des Bandes weiterspielen. Gibt es noch etwas zu meckern? Nu ja, ein wenig fehlt mir einfach, für eine reine Sandbox hätten es noch etwas mehr Hilfen zum erstellen von eigene Szenarien, Zufallsereignissen sein können. Das gibt es zwar, aber es ist ein bisschen dünn. Oder aber man hätte dem ganzen etwas mehr ZUammenhang geben können, gerade das Endszenario, die Phexthematik und die Hintergrundstory mindestens eines NSCs hätten hier etwas mehr hergeben können.

Jetzt aber genug gemeckert! Alles in allem ist es ein solider Stadtkampagnenband, vor einer schönen und originellen Stadt, mit einer coolen Idee (einen SC per Zufall auf einen wichtigen Posten zu setzten) und einen furchtbaren, aber änderbaren, Einstieg.

 
« Letzte Änderung: 26.04.2016 | 21:30 von Village Idiot »
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Offline Thallion

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Re: Die Herren von Chorhop (DSA) / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #2 am: 27.04.2016 | 13:33 »
Ich schließe mich Village Idiot an und vergebe 4 Punkte.

+ Toller Grundgedanke, Helden als Herrscher ist schon top
+ Spaßige Sandbox
- Schlechter aber anpassbarer Einstieg
- Hätte insgesamt besser ausgearbeitet sein können

Steht und fällt natürlich mit dem Vorbereitungswillen der SL.
Mein Archäologe/Phexgeweihter kam damals voll auf seine Kosten.

Offline Thallion

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Re: Die Herren von Chorhop (DSA) / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #3 am: 2.05.2016 | 12:55 »
https://www.die-dorp.de/index.php/rezensionen/rollenspiele/das-schwarze-auge/1041-die-herren-von-chorhop

Zitat
Ein großer Reiz der Kampagne liegt darin, dass alles vor dem gleichen Hintergrund der Stadt Chorhop spielt, wodurch vor allem auch die Interaktion der Helden mit ihrer Umgebung zum Tragen kommt, Feinde, die man sich macht, werden einem später Steine in den Weg legen, Gefallen, die man erwirbt, kann man einfordern und wenn man beim Volk beliebt ist, wird die Polizeiarbeit deutlich leichter.
 Letztendlich ist das Abenteuer aber nur erfahrenen Helden zu empfehlen, die mit ihren Pflichten in der Stadt klarkommen und ebenso einem erfahrenen Meister: Die Kampagne an sich ist nämlich lang und bedarf schon ein wenig Arbeit und Ausgestaltung, außerdem muss eine ganze Stadt mehr oder weniger überzeugend dargestellt werden.
 Insgesamt ist "Die Herren von Chorhop" aber auf jeden Fall ein echtes Highlight und uneingeschränkt für jeden zu empfehlen, der einmal abseits von Borbarad und sonstigem Hintergrund ein Jahr mit der Stadtwache von Chorhop erleben will.

Offline Dimmel

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Re: Die Herren von Chorhop (DSA) / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #4 am: 11.05.2016 | 13:32 »
Für DSA Verhältnisse zu damaligen Zeiten sehr frei und sandboxartig. Insgesamt hätte ich mir mehr ausgeartbeitetes gewünscht, trotzdem ein interessanter Hintergrund und eine handvoll Szenarien. Wenn man ein bisschen extra Arbeit hineinsteckt immer noch ein ganz guter Band.

4 Punkte

Offline Engwar

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Re: Die Herren von Chorhop (DSA) / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #5 am: 21.01.2018 | 22:20 »
Die Herren von Chorhop zählt zu den besten (älteren) Abenteuern, die ich bisher gespielt habe. Eine richtig gute Grundidee, die den Spielern viel Freiraum lässt und mit der Stadt Chorhop einen abwechslungsreichen und unverbauchten Handlungsort bietet. Es erfordert allerdings eine gewisse Erfahrung und Improvisationsfähigkeit auf Seiten des Spielleiters und die Bereitschaft der Spieler sich auf die Grundsituation einzulassen.