Pen & Paper - Spielsysteme > D&D5E
Tales from the Yawning Portal
Mr. Ohnesorge:
--- Zitat von: Rhylthar am 31.03.2017 | 15:23 ---OSR heisst nun nicht zwangsläufig, alle Module vor 1985 durchzuspielen. Und die 5E ist im Vergleich noch am nächsten dran von den Editionen, so kann man auch neuere Abenteuer mit dem System bequem spielen.
--- Ende Zitat ---
Natürlich heißt es das nicht, aber die Wahrscheinlichkeit dürfte schon recht hoch sein. :D Wobei ich mich immer noch frage, warum ein OSR'ler auf D&D5 umsteigen sollte....
Und was mir nicht klar ist: wieso bekommen es die WotC nicht hin, einfach mal ein wenig wirklich frisches, neues Material zu schreiben? Oder besser. wieso wollen die das nicht?
Rhylthar:
--- Zitat ---Wobei ich mich immer noch frage, warum ein OSR'ler auf D&D5 umsteigen sollte....
--- Ende Zitat ---
Umsteigen nicht.
D&D 5E versteht sich meiner Auffassung nach als "kleinster gemeinsamer Nenner, um verschiedene Spielertypen/verschiedene Spielarten an einen Tisch zu bekommen".
--- Zitat ---Und was mir nicht klar ist: wieso bekommen es die WotC nicht hin, einfach mal ein wenig wirklich frisches, neues Material zu schreiben? Oder besser. wieso wollen die das nicht?
--- Ende Zitat ---
"Neu" war "Das Böse"™ in 4E. Neue Forgotten Realms--> Aufschrei (ob berechtigt oder nicht, lasse ich offen). Neues Magiesystem--> Abgelehnt. Insgesamt neue Regeln--> Steinigt sie!
Die 5E spielt "safe", in jeglicher Hinsicht. Wobei Storm King´s Thunder, Out of the Abyss und Curse of Strahd imho eigentlich genug Eigenheiten haben, um sich von älteren Modulen klar abzugrenzen.
Arldwulf:
Neu ist bei der 5e ja auch einiges, rein von der Regelmechanik ist das der größte Bruch den D&D je hatte gegenüber klassischen Vorstellungen vom Regelsystem, nochmal weiter weg als die 4e. Gerade Bonded Accuracy und der Wegfall des Einprägen von Zaubern ist dort sehr prägend. Aber sie haben es halt mit einer kleinen Aussage und gutem Marketing sowie dem Design der Bücher hinbekommen, dass dies kaum thematisiert wird und stattdessen das ganze gar als Back to the Roots angesehen wird. Weniger weil die Regeln so wären wie früher als weil man dies so erzählt hat und es zumindest die gleiche Schreibweise nutzte um Regeloptionen zu beschreiben.
Im Prinzip macht man da alles richtig. Die Vorgängerversion scheiterte nicht zuletzt am völlig verfehltem Marketing. Hatte zwar tolle Regeln und viele Optionen aber wenig Leute die darüber reden wollten und ging unter. Also hat man alles in das Marketing und das Thema "Akzeptanz" hinein gesteckt und ansonsten einfach an allen Stellen abgespeckt und gespart.
Völlig verständliche Entscheidung aus Firmensicht, wenn auch keine schmeichelhafte für uns Spieler.
Rhylthar:
Die Postings von Wellentänzer sind leider weg, aber hier eine grobe Einschätzung von mir zu drei der Abenteuer:
1. The Sunless Citadel
Guter Einstieg in D&D, wenn man Lust auf einen Dungeon hat. Verschiedene Fraktionen, nicht nur Hack & Slay, wirkt insgesamt gut auf mich.
Kann mit ein wenig SL-Arbeit auch mit "Legwork" außerhalb des Dungeon verbunden werden.
2. The Forge of Fury
Nachfolger zu Sunless Citadel, ebenfalls gut. Bietet gute Einstiege für das Underdark und Kampagnenideen, falls man den Dungeon nicht bis zum Ende durchziehen will.
3. Dead in Thay
Suicide Mission. Living Dungeon. Story eher meh. Sieht nach viel Arbeit für den SL aus. Schöne Mechaniken.
Rhylthar:
Nächste Einschätzung:
4. Against the Giants
Okay, auch ein wenig voreingenommen, weil ich den Roman dazu gelesen habe (und ihn gut fand). Aber auch trotzdem finde ich das Abenteuer (Nein, die Abenteuer!) für ein Old School-Ding schon recht gut, nur absolut anstrengend zu leiten, weil die Übersicht wohl sehr schnell verloren gehen kann. Schade natürlich, dass das Abenteuer ein etwas abruptes Ende nimmt, das Original wurde ja weitergeführt.
Aber einen grundlegenden Nachteil hat es natürlich:
Es steht in direkter Konkurrenz zu "Storm King´s Thunder". Und hier merkt man dann deutlich, dass das eine für die 5E geschrieben, das andere nur konvertiert wurde. "Storm King´s Thunder" ist in meinen Augen das bessere Abenteuer, auch mit den ganzen Zusätzen und Ortsbeschreibungen.
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