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D&D5 deutsch (Übersetzung durch Ulisses Spiele)
La Cipolla:
Ürghs, ist das eine unangenehme, giftige Diskussion ... Vielleicht wäre es sinnvoll, die Übersetzungsfrage irgendwann in einen eigenen Thread auszulagern, damit man noch sinnvoll über D&D5 auf Deutsch reden kann.
Meine Meinung zum Übersetzungsthema gibt es ja schon im oben verlinkten FateCast (vielen Dank dafür), zusammen mit ein wenig Perspektive, wie Übersetzung bei Rollenspielen in Deutschland funktioniert.
Was ganz anderes: Weiß jemand, ob irgendein deutscher Verlag Interesse an D&D5-Middle-Earth gezeigt hat? Ich wittere schon wieder, dass ich die englischen Bücher irgendwann verkaufen darf.
Rhylthar:
--- Zitat von: Deep_Impact am 7.07.2017 | 18:22 ---Sowas kann sich in der Übersetzung einschleichen, Tippfehler und Flüchtigkeitsfehler passieren. Dafür braucht man dann halt jemanden, die sämtliche Regeln Original <-> Übersetzung noch mal auf Konsistenz prüft. Sind alle Werte gleich, alle Maßeinheiten, bezieht es sich auf den selben Zauber, hat der auch wirklich den genau gleichen Namen,...?
Das ist eine Höllenarbeit, ich habe das schon für ein Ulisses-Projekt gemacht. Da stecken viele, viele Stunden drin und dafür muss man halt jemanden haben, dem das Projekt am Herzen liegt und der das nicht in Stundenlohn umrechnet. Und je nach Regelstruktur ist das einfacher oder komplexer. Tabellen vergleichen ist da recht dankenswert.
Bei einem Projekt, welches unter Geheimhaltung entsteht ist das natürlich ungleich schwieriger.
--- Ende Zitat ---
Deswegen holt man sich für das Lektorat jemanden, der absolut regelkundig ist...und zwar mit der zu übersetzenden Ausgabe (sprich in diesem Fall: Englisch).
Und hier wird immer nur vom Übersetzer gesprochen; die eigentliche "Schuld" trifft das Lektorat. Denn derjenige hat nur einen Job: Die Fehler des Übersetzers finden. ;)
Prisma:
--- Zitat von: Rhylthar am 8.07.2017 | 02:45 ---Und hier wird immer nur vom Übersetzer gesprochen; die eigentliche "Schuld" trifft das Lektorat. Denn derjenige hat nur einen Job: Die Fehler des Übersetzers finden. ;)
--- Ende Zitat ---
Vermutlich war die Motivation dem Honorar angemessen. Man bekommt das, wofür man zahlt. :)
Greifenklaue:
--- Zitat von: Rhylthar am 8.07.2017 | 02:45 ---Und hier wird immer nur vom Übersetzer gesprochen; die eigentliche "Schuld" trifft das Lektorat. Denn derjenige hat nur einen Job: Die Fehler des Übersetzers finden. ;)
--- Ende Zitat ---
Als gelegentlicher Lektor sag ich, dass die Arbeit des Lektorats immer von der Arbeit des Übersetzers abhängt.
Mit Schrecken erinnere ich mich an das Lektorat eines PF-Handbuchs, wo ich pro Seite 30 bis 50 Fehler angestrichen habe und korrigiert habe. Normal ist ein max. ein Zehntel, bei guter Vorarbeit hat man dann auch mal seitenlang kein Fehler - da ist es dann eher das Problem aufmerksam zu bleiben. Aber da hätte ich im Prinzip eine Neuübersetzung machen können, naja, hab ich ja auch irgendwie, nur ist einem Bruchteil des Geldes, welches der Übersetzer bekommt ... Ironischerweise wurde das hinterher eher gelobt, obwohl ich nicht ganz zufrieden war - bei der Quote rutscht nunmal mehr durch bzw. meine Neuversion hätte eigentlich ein "reguläres" Lektorat vertragen.
Nebula:
--- Zitat von: Greifenklaue am 8.07.2017 | 07:45 --- nur it einem Bruchteil des Geldes, welches der Übersetzer bekommt ... Ironischerweise wurde das hinterher eher gelobt, obwohl ich nicht ganz zufrieden war - bei der Quote rutscht nunmal mehr durch bzw. meine Neuversion hätte eigentlich ein "reguläres" Lektorat vertragen.
--- Ende Zitat ---
das hätte ich als untragbar zurückgegeben. Der Übersetzer hat seine Arbeit zu machen und du nicht seine :(
Und ja, stimmt, das sind keine Fehler des Übersetzers (ok der hats verbrochen) aber der Lektor hat sie nicht gefunden und ausgemerzt. Jeder Regelnerd von D&D hätte die sicher gefunden. Wie jetzt ja auch =)
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