Pen & Paper - Spielsysteme > D&D5E
D&D5 deutsch (Übersetzung durch Ulisses Spiele)
Coltrane:
Wie gesagt, günstig ist anders. Und klar, wenn man nicht über ein entsprechendes Einkommen verfügt, z.B. als Schüler oder Student tut das richtig weh. Andererseits sind mittlerweile 50 € auch nicht mehr die Riesensumme, wenn man bedenkt, dass das locker auch jede Woche für Kaffee oder Zigaretten drauf geht. Oder ein Kinobesuch für Zwei mal eben mit knapp 30 Euro zu Buche schlagen kann. Da hat man wahrscheinlich von einem D&D Band deutlich länger Spaß pro 10€. Fünfziger sind halt die neuen Zehner.
Aber vor allem anderen darf man halt auch nicht vergessen, dass die Übersetzer auch nicht ehrenamtlich arbeiten( Was ich ausdrücklich befürworte) und zweitens, wir hier nicht über Auflagen in Bestsellerhöhe reden.
Orlock:
Und alle paar Monate ein neues Buch. Das hält sich für mich doch alles noch im erträglichen Rahmen. Auch wenn andere Systeme günstiger zu haben sind.
Rhylthar:
Auch hier wieder:
Buchpreisbindung. Kann man gut finden oder nicht. In dem Fall ist es wohl gut, dass eben das grosse "A" deutschen Verlagen nicht die Preise diktieren kann.
In den USA sieht es halt anders aus. Regulär wäre man auch bei $49.95. Nur sind wohl weder amazon.com noch Barnes&Noble bereit, die Bücher für diesen Preis zu verkaufen. Da aber WotC da auch insgesamt aufgrund der hohen Auflage profitiert, können sie es halt günstiger anbieten (lassen).
aikar:
--- Zitat von: Kalimar am 14.12.2018 | 19:19 ---Aber zu meinen Rollenspielanfängern wäre das nicht drin gewesen (ein Regelwerkssatz für 150 Euro) und für jeden Kampagnenband oder Quellenband nochmal 50. Geht das nur mir so? Ich wollte da jetzt auch nix lostreten, war mir heute nur so aufgefallen...
--- Ende Zitat ---
50€ ist sicher nicht wenig Geld, aber wenn ich mir dann anschaue, was manche in Trading Cards oder Tabletop-Miniaturen stecken werden 50€ lächerlich.
Und keiner zwingt irgendjemanden ein Buch wie Xanathars Ratgeber zu kaufen. Es ist ein absolutes Nice to have für Liebhaber des Systems. Wenn man die Regeln unbedingt für die eigene Runde braucht, teilt man die Kosten in der Gruppe auf und schon wirds überschaubar.
Ich muss hier übrigens nebenher mal eine Lanze für das Abenteurerhandbuch Schwertküste brechen, nachdem ich es zumindest oberflächlich gelesen habe.
Ja, die englischen Begriffe sind nicht schön, aber Ulisses kann bekanntermaßen nichts dafür und es ist bei weitem nicht so schlimm wie gemeinhin getan wird. Es ist eine Handvoll an Begriffen, nicht das halbe Buch wie bei Games Workshop.
Und ja, das Buch ist eher oberflächlich, aber die Beschreibungen sind gut geschrieben und liefern ein Stimmungsbild und Abenteueraufhänger. Ich würde es am ehesten mit dem aventurischen Almanach vergleichen und statt gezielter Regionalbände liefert WotC Abenteuerkampagnen mit weiteren Detailinfos (Lost Mines of Phandellar, Storm Kings Thunder, Waterdeep Dragon Heist). Ob diese Bündelung Abenteuer+Hintergrund in einem Band einem gefällt ist ein anderes Thema, aber Fakt ist, das Abenteurerhandbuch soll einen Überblick und ein Gefühl für das Setting geben und den gibt es gut.
Dazu gibt es neue Klassen, Klassenanpassungen und Hintergründe für die Vergessenen Reiche. Ich finde, der Band tut was er soll und auch wenn man die fertigen Kampagnen mit den weiteren Detailinformationen dann nicht kaufen will, kann man mit den Infos aus dem Abenteurerhandbuch und den Inspirationstabellen aus dem DM Guide lange Zeit Spaß haben.
Und ja, ich glaube man kann ihn auch ohne Vorkenntnisse der Vergessenen Reiche nutzen. Man versteht dann vielleicht nicht jede Anspielung und wird aus der einen oder anderen Information etwas anderes machen, als irgendwo anders offiziell erklärt ist, aber was solls?
Andere Settings beschreiben ihre Welt genauso oberflächlich (Numenera z.B.) und funktionieren auf ihre Art genauso gut wie überbeschriebene Settings wie Aventurien, Golarion oder Splittermond. Nur weil zu den Vergessenen Reichen Tonnen an Material aus früheren Editionen existiert, heißt das nicht, dass man ohne dieses Detailwissen nicht spielen kann.
Fazit: Es ist vielleicht nicht der beste RP-Band aller Zeiten aber weit besser als sein Ruf.
Rhylthar:
Ergänzend dazu:
Da muss man dann auch mal auf Reviews des englischen Exemplars vorher zurückgreifen. Da wird deutlich, was man für sein Geld bekommt. Ich war damals auch nicht sonderlich angetan von dem Buch und habe meinen Unmut entsprechend geäußert. ;)
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