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Segelwagen
Pyromancer:
Techlevel ist grob 13. Jahrhundert, mit "Geheimwissen" das durchaus etwas höher gehen kann.
Einsatzzweck ist der Warentransport über einen ausgetrockneten Salzsee (paarhundert km), das dürfte so das ideale Einsatz-Szenario sein.
Fragen an die Segler:
Die Hochtakelung ist anachronistisch. Gibt es technische Gründe, die dagegen sprechen, dass mit 13.-Jahrhundert-Materialen zu machen?
Kriegt eine 5-Mann-Crew das Ding realistisch bedient?
Frage an die Materialkundler:
Ich hätte die Mittelachse gerne gefedert. Sind Blattfedern aus Stahl, die die grob 10 Tonnen federn, damals technisch machbar? Falls nein: Was bräuchte es? "Geheimwissen" kann ich zur Verfügung stellen, eine industrielle Basis, die über das 13. Jahrhundert hinausgeht, leider nicht.
[gelöscht durch Administrator]
KhornedBeef:
Holy crap, große Blattfedern. Ja, mit Geheimwissen über frühe Hochofen-Technik (wohl 14. Jrhd.) und große Schmiedestücke ginge das wohl. Wäre aber tatsächlich das Niveau "weltweit bekannte Stahlmeister".
Pyromancer:
--- Zitat von: KhornedBeef am 4.06.2017 | 16:47 ---Holy crap, große Blattfedern. Ja, mit Geheimwissen über frühe Hochofen-Technik (wohl 14. Jrhd.) und große Schmiedestücke ginge das wohl. Wäre aber tatsächlich das Niveau "weltweit bekannte Stahlmeister".
--- Ende Zitat ---
Sehr gut. Wie aufwändig wäre das denn grob geschätzt? D.h. wie viele Meisterschmiede/Geheimwissen-Metallurgen plus Gehilfen müssten daran realistischerweise arbeiten? Und wenn man vom irdischen 13. Jahrhundert ausgeht: Woher bzw. von wem krieg ich den Rohstahl?
Kugel- bzw. Wälzlager sollten kein Problem sein, oder?
KhornedBeef:
--- Zitat von: Pyromancer am 4.06.2017 | 18:12 ---Sehr gut. Wie aufwändig wäre das denn grob geschätzt? D.h. wie viele Meisterschmiede/Geheimwissen-Metallurgen plus Gehilfen müssten daran realistischerweise arbeiten? Und wenn man vom irdischen 13. Jahrhundert ausgeht: Woher bzw. von wem krieg ich den Rohstahl?
Kugel- bzw. Wälzlager sollten kein Problem sein, oder?
--- Ende Zitat ---
Keine Ahnung von Lagern, aber wenn man die Idee erstmal hat ;)
Was den Stahl betrifft: Rohstahl würde höchstwahrscheinlich von den Meistern selbst hergestellt. Dazu muss durch das flüssige Roheisen sauerstoffhaltige Luft geblasen werden bis der Kohlenstoffgehalt unter 2,1% sinkt. Und dann kommen vielleicht noch Legierungselemente. Das alles wäre vermutlich mit einem Holzkohle-Hochofen verbunden (für das Roheisen).
Edit: Das sind große Anlagen, Dutzende von Facharbeitern und für jede ein Meister würde ich sagen (Hochofen, Konverter, Schmiede)
Edit: Komma beim Kohlenstoffgehalt
kirilow:
Ein ungefragter Rat/Änderungsvorschlag: ich würde den (ja schon recht bootsähnlichen) Wagen ja hauptsächlich auf den Rädern auf der Längsachse ruhen lassen. Dafür dann aber mehr (denke: Rollerblade). Die Mittelachse würde ich dann eher wie Ausleger auslegen, es berührt also immer nur ein Rad den Boden und begrenzt die Krängung und verhindert das Umfallen. Dafür braucht es dann auch keine Stahlfedern -- wenn die Achse nur den Winddruck und nicht das Gewicht vin Ladung und Wagen tragen muss, tut es auch ein Holzstamm.
Zu 1) denke, das sollte (wenn natürlich auch nicht so bequem bedienbar und optimiert) auch im 13. Jhd. möglich gewesen sein. Mein Verdacht (der aber nicht auf tieferem Wissen oder Recherche basiert) ist ja, dass diese Takelung ihre Vorteile auch erst mit den neueren Kielkonstruktionen gewinnt, also damals möglich aber gar nicht so vorteilhaft gewesen ist.
Liebe Grüße
kirilow
auf dem Mobiltelefon getippt, deshalb vermutlich voll von Fehlern. Bitte um Nachsicht.
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