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Welches Superheldensystem/-setting fuer diese Power?

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KhornedBeef:
Vielleicht passt das hier: Ich habe eine Idee für eine Superkraft und frage mich, welches System das am besten umsetzen könnte.

Die Superkraft ist, begrenzt oft (einmal pro Szene, wenn der Begriff anwendbar ist) eine Situation in ein Musical zu verwandeln. Von klassischem Disneyprinzessinnen-Solo bis zur vollen Westside Story. Wichtig ist, dass der Anwender etwas erreichen will, was er in die Musicalnummer einbauen kann. Das kann eine klassische Ablenkung sein, aber auch ein Zwang zu Komplizenschaft einzelner NPCs, z.B. gemeinsames Tanzen und am Ende heben die NSCs den Anwender an einen Ort, den er nicht erreichen konnte. Der Spieler sollte dann idealerweise ansagen, welchen Song oder welches Musical er emuliert, und was für einen Choreographie-Effekt er anstrebt. Das ganze ist also eine Art Massengedankenkontrolle mit Einschränkungen.
Ich weiß nicht ob das verständlich ist. Aber in welche Richtung geht das für euch? Fate-Megastunts? DnD-Verwirrung?

Lyonesse:
Zur angefragten Superkraft:
Hm, bei Champions wäre das eine etwas stärkere Gedankenkontrolle mit entsprechendem Masseneffekt
oder ausgedehnt über ein Gebiet. Da es in dem System nur Einschränkungen gibt, die man selber formuliert,
sollte man schauen, ob es tatsächlich nur einmal am Tag oder pro Stunde anwendbar ist und auch nur wenn
eine entsprechende Gruppengröße vorhanden ist, bzw. nur im Zusammenhang mit Singen und Tanzen, etc ...
Vermutlich wird das von außen dann trotzdem doof aussehen und sich mies anhören, weil die Leute ja keine
ausgebildeten Musicalsänger bzw. -tänzer sind, sondern das in dem Moment nur so empfinden. Um zu erreichen,
dass die wirklich eine echt tolle Vorstellung bieten, müßte man die Gedankenkontrolle noch mit Magie mischen,
wobei der Zauberspruch den Teilnehmern vorübergehend die entsprechenden Fertigkeiten gibt: also Beruf Musical-
darsteller oder Wissensgebiete Tanz, Gesang und Choreographie und so was in der Art.
Eine witzige Idee, aber natürlich sehr speziell. Dennoch sicher vielseitig anwendbar und ein guter Hook für einen
Mentalisten. Wäre im Prinzip einem Zwingtanz in der Fantasy ja nicht unähnlich.
Ich habe mir die Regeln dazu allerdings schon länger nicht mehr angesehen. Mind Control braucht man ja eher
selten. Möglicherweise geht es also noch viel einfacher, als ich es oben angedacht habe und man winkt zb. die geile
Musical-Performance einfach als Spezialeffekt durch. Wie auch immer, mit Champions wäre das problemlos machbar.

nobody@home:

--- Zitat von: KhornedBeef am 30.06.2017 | 23:24 ---Vielleicht passt das hier: Ich habe eine Idee für eine Superkraft und frage mich, welches System das am besten umsetzen könnte.

Die Superkraft ist, begrenzt oft (einmal pro Szene, wenn der Begriff anwendbar ist) eine Situation in ein Musical zu verwandeln. Von klassischem Disneyprinzessinnen-Solo bis zur vollen Westside Story. Wichtig ist, dass der Anwender etwas erreichen will, was er in die Musicalnummer einbauen kann. Das kann eine klassische Ablenkung sein, aber auch ein Zwang zu Komplizenschaft einzelner NPCs, z.B. gemeinsames Tanzen und am Ende heben die NSCs den Anwender an einen Ort, den er nicht erreichen konnte. Der Spieler sollte dann idealerweise ansagen, welchen Song oder welches Musical er emuliert, und was für einen Choreographie-Effekt er anstrebt. Das ganze ist also eine Art Massengedankenkontrolle mit Einschränkungen.
Ich weiß nicht ob das verständlich ist. Aber in welche Richtung geht das für euch? Fate-Megastunts? DnD-Verwirrung?

--- Ende Zitat ---

Hm, Champions würde ich dafür in erster Näherung eher nicht nehmen -- da kann man sicher etwas Passendes zusammenfriemeln, aber das wird dann sowohl vom Design her als auch in der Anwendung schnell zum Regel-Schwergewicht (wieviele Würfel Mind Control-Effekt müssen und dürfen es sein, wie groß ist das abgedeckte Gebiet in Metern, wieviel ist eine "nur zum Nachstellen von Musical-Szenen"-Limitation genau wert, reduzierte Ausdauerkosten nicht vergessen, damit der Anwender nicht spontan vor Erschöpfung zusammenklappt, dann das Nachhalten des genauen Effekts für jedes einzelne Ziel...).

Bei Fate gibt's natürlich erst mal keine "Standard-Gedankenkontrolle", und im Zweifelsfall müßte man sich erst mal konkret überlegen, wie weit die von der Fiktion her gehen soll -- wie leicht und wie absolut soll und muß der Charakter Spieler- und Nichtspielercharaktere kontrollieren können, damit einerseits tatsächlich so etwas wie eine improvisierte Musical-Darstellung herauskommt (was schlecht geht, wenn zu viele Leute gar nicht erst betroffen sind und womöglich dazwischenfunken) und es andererseits für die Betroffenen nicht zu unfair wird? Orientieren würde ich mich im Moment zunächst mal wohl an der "Influence"-Superkraft aus Venture City -- die erlaubt ihrem Besitzer in ihrer Grundform für einen Stunt schlicht, jemanden mit Rapport/Charisma mental anzugreifen und ihm bei Erfolg einen einzelnen kurzen Auftrag zu erteilen, den das Ziel dann auch ausführt (Spieler und für wichtigere NSC die SL können sich entscheiden, ihren Charakter statt dessen wie bei einer "normalen" Attacke mentalen Streß nehmen zu lassen), und ist dann wie alle VC-Beispielkräfte noch über zusätzliche Stunts erweiterbar. Das scheint mir hier im Augenblick im Rahmen von Fate am besten zu passen; ein bißchen Handarbeit zur Anpassung wäre noch fällig, aber als Grundlage sollte es taugen. (Die "nur für Musical-Effekte"-Einschränkung könnte man beispielsweise sofort und elegant als den Problemaspekt der Kraft einsetzen.)

Mutants & Masterminds handhabt Gedankenkontrolle von vornherein über den allgemeineren "Affliction"-Effekt, mit dem man Ziele auf verschiedenste Weise behindern kann (sich allerdings für die jeweilige konkrete Superkraft schon die genauen Effekte aussuchen muß, die man im Einsatz dann später haben will ;) -- und ja, "compelled" und "controlled" stehen als Möglichkeiten ausdrücklich auf der Liste). Das ließe sich also zumindest von der Modellierung her wohl einfacher machen als bei Champions; wie komplex in der Handhabung und effektiv das Ergebnis dann im Spiel ist, müßte allerdings jemand beurteilen, der sich mit diesem System länger auseinandergesetzt hat als ich.

Als ausgesprochenes Einfach-Superheldensystem wäre vielleicht auch noch Supers! im Rennen, aber da müßte ich mein Exemplar erst mal wieder finden, um Genaueres sagen zu können -- der Fluch der kleinen und dünnen Regelbücher scheint mal wieder zugeschlagen zu haben. :-[

Selganor [n/a]:
Ich hab' die Anfrage mal aus dem anderen Thread rausgetrennt und die Spoiler entfernt. Ist sicherlich uebersichtlicher.

Mal zur Ursprungsfrage: Sind die Leute noch immer in der "normalen" Welt vorhanden und glauben nur, dass sie in einer Musical-Szenerie sind? (Und was sehen die Leute die vom Effekt nicht betroffen sind?)

Bad Horse:
Bei Fate könntest du das mit der Erschaffung des Szene-Aspekts "Alles ist ein Musical" abbilden. SCs und wichtige NSCs können sich mit Willenskraft (oder ähnlichem) dagegen wehren, genau das zu machen, was der Erschaffer erreichen will - aber um den Aspekt abzustellen, müssen sie den Erschaffer irgendwie ausschalten.

Das ist eine sehr coole Power! Erinnert mich an die Buffy-Folge "Once More With Feeling"... nur explodieren die Leute bei dir nicht.  ;)

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