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FFG kündigt das Legend of the Five Rings RPG an

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aikar:

--- Zitat von: Raven Nash am 18.10.2021 | 10:36 ---Und genau da liegt der (japanologische) Hund begraben: Das Bushidô, das hier offenbar beschrieben wird, ist das der Edo-Periode. In der Sengoku-Ära ist der Bûshidô weder kodifiziert noch allgemein gültig. Es sind Richtlinien, die vor allem militärische Befehlsketten und Hierarchien bestimmen.
...
Chanbara ist ja nichts anderes als unser Mantel-und-Degen Film. Eine Verherrlichung einer Zeit, die es so nie gab. Inklusive einem Ehrenkodex, der so auch nie existiert hat oder gar gelebt wurde.
--- Ende Zitat ---
Respekt vor deinem Wissen, aber: Na und? L5R behauptet ja nie "Das historisch akkurate Japanologen-Edo-Rollenspiel" zu sein.
Das aventurische Mittelreich ist mindestens genau so weit vom historischen europäischen Spät-Mittelalter weg.

Jiba:

--- Zitat von: Raven Nash am 18.10.2021 | 10:36 ---Und genau da liegt der (japanologische) Hund begraben: Das Bushidô, das hier offenbar beschrieben wird, ist das der Edo-Periode. In der Sengoku-Ära ist der Bûshidô weder kodifiziert noch allgemein gültig. Es sind Richtlinien, die vor allem militärische Befehlsketten und Hierarchien bestimmen.
Das Bakufû, als militärisches Oberkommando, bestimmt das Leben der Bûshi wesentlich mehr als die Frage nach Ehre. Ehrenduelle sind zwar faktisch an der Tagesordnung, aber meistens aus politischen Gründen (und auch das nur unter Befehlshabern, bzw. ihren direkten Untergebenen). "Ehre" wird als Vorwand für jeden Scheiß genommen - und in Wahrheit gibt kaum einer wirklich etwas drauf.

Chanbara ist ja nichts anderes als unser Mantel-und-Degen Film. Eine Verherrlichung einer Zeit, die es so nie gab. Inklusive einem Ehrenkodex, der so auch nie existiert hat oder gar gelebt wurde.

--- Ende Zitat ---

Keine Einwände. Und ja, das war eine Nachlässigkeit meinerseits. Der Bushido ist natürlich nicht in der Sengoku-Ära zu verorten. L5R schwankt in seiner Darstellung Japans aber tatsächlich, jetzt wo du es sagst, deutlich zwischen einer Edo- und einer Sengoku-Ästhetik (Clan War, anyone). Und auch dein Einwand zu Chanbara ist korrekt. Prinzipiell gehören die Filme ja ins Jidai-Geki-Genre des japanischen Films, sind also "Historienspiele"... natürlich mit einem ähnlich weichen Verständnis von Historie, wie im Hollywoodfilm. Ich habe das auch etwas missverständlich ausgedrückt. Rokugan transportiert natürlich keine historischen Informationen, sondern ein Gefühl einer bestimmten hierarchischen Lebensführung zu historischen Zeiten. Und das tut es eigentlich sehr gut. 

(Und kurz eine kleine Empfindlichkeit meinerseits, take it with a grain of salt, no offense: Bei der Umschrift japanischer Begriffe bitte entweder den Längenstrich verwenden "Bushidō" - aber ich weiß schon, dass das beim Tippen superumständlich ist, weil wir den nicht auf der Tastatur haben – oder man schreibt einfach die Hiragana in Romaji um, das ist am einfachsten (auf i und e auslautende Silben verlängert man mit i, auf a auslautende mit a, auf u und o auslautende mit u). Also: ぶしどう = "Bushidou". Das finde ich so beim Tippen immer  am Angenehmsten, dann muss man keine Sonderzeichen bemühen. Ist übrigens ein kurzes "u" bei "bushi".  ;) )

Raven Nash:

--- Zitat von: Jiba am 18.10.2021 | 11:03 ---(Und kurz eine kleine Empfindlichkeit meinerseits, take it with a grain of salt, no offense: Bei der Umschrift japanischer Begriffe bitte entweder den Längenstrich verwenden "Bushidō" - aber ich weiß schon, dass das beim Tippen superumständlich ist, weil wir den nicht auf der Tastatur haben – oder man schreibt einfach die Hiragana in Romaji um, das ist am einfachsten (auf i und e auslautende Silben verlängert man mit i, auf a auslautende mit a, auf u und o auslautende mit u). Also: ぶしどう = "Bushidou". Das finde ich so beim Tippen immer  am Angenehmsten, dann muss man keine Sonderzeichen bemühen. Ist übrigens ein kurzes "u" bei "bushi".  ;) )
--- Ende Zitat ---
Ich hab so auch Seminararbeiten geschrieben. Hat keinen gestört.  ;)
Hast recht, Bu ist kurz. Die Romaji-Umschrift hat aber schon vor 20 Jahren keiner mehr verwendet - also zumindest auf der Japanologie nicht. Hepburn war Standard.
--- Zitat von: Sequenzer am 18.10.2021 | 10:45 ---Wer da zuviel historie rein interpretiert sollte was anders spielen
--- Ende Zitat ---
Mir ging's eigentlich darum, dass der genannte SL hier Sachen abzieht, die offenbar "historisch" sein sollen - es aber nicht sind. Ich hab Lo5R noch nie gespielt - eben weil mich Japan als Setting so überhaupt nicht reizt. Eher im Gegenteil. Der direkte, unverschleierte Kontakt war da leider nicht zuträglich.

Jiba:

--- Zitat von: Raven Nash am 18.10.2021 | 11:19 ---Ich hab so auch Seminararbeiten geschrieben. Hat keinen gestört.  ;)
Hast recht, Bu ist kurz. Die Romaji-Umschrift hat aber schon vor 20 Jahren keiner mehr verwendet - also zumindest auf der Japanologie nicht. Hepburn war Standard.

--- Ende Zitat ---
Das stimmt. Ich nutze die Romaji-Umschrift ja auch nicht in wissenschaftlichen Arbeiten, sondern hier im Forum. Einfach um das Hantieren mit Sonderzeichen zu vermeiden. Aber ich sehe halt die Vokale mit Zirkumflex als Längenzeichen zum ersten Mal... das fand ich ein wenig seltsam, deswegen wollte ich es ansprechen. Wie gesagt, no hard feelings.

Zanji123:
jetzt mal  (ein evtl. dummes) Kommentar eines "komplett außenstehenden"

ich hab mit L5R bisher wenig Berührungspunkte gehabt. Ich kenne das alte CCG da es immer mal wieder in meiner Region gespielt worden ist und ich es schon interessant fand vom Spielsystem her (plus Japan / Asia Wushu und Mystisch war schon cool).

Als ich dann vom RPG gehört hab und einige Runden auf Cons so zugehört habe.... sorry aber ich check das Spiel einfach nicht.

Ich hab halt auch nur 1:1 ne ähnliche Con Runde zugehört die alle auf "Ehre" und "geht nicht weil Ehre" und so weiter und so fort gespielt hat. Daher ... weis ich einfach nicht was man mit dem Setting bespielen will? Nen Heldenhaften Charakter ähnlich wie die Charaktere im CCG geht ja irgendwie nicht daher scheint mir alles auf Hofintrigen (was halt schon mal schwer wird mit dem ganzen "ja du gehörst nicht zu meinem Clan dir sag ich nichts und du bist unter meine Kaste daher red ich auch nicht mit dir) mit random Beamten. oder man geht auf Krieg aus und spielt Schlachten nach oder?

Daher versteh ich den hate auch nicht den die D&D 3.0 Version bekommen hat die eben (denk ich halt) in eher die "ich bin ein Krieger der unteren Kaste die mit Intrigen nix zu tun hat" bespielen will als Setting. Ob das jetzt mit dem System schlecht bis gar nicht lief sei mal dahin gestellt. Anders wird auch die 5E version nicht sein. Hier will man halt die Heldenhaften "Samurai" / Ronin sein und nicht Mr. Angestellter des Kaisers

Daher bitte mal ernsthaft erklärt: Was für Abenteuer spielt man in L5R, was für Charaktere? Hab auch nicht wirklich rausgefunden ob's überhaubt Abenteuerbände für die aktuelle FFG Edition gibt?

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