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Rhylthar:

--- Zitat von: Wisdom-of-Wombats am 25.02.2021 | 17:46 ---Kann ich gerne machen. Rein aus meiner Warte. Ich war dabei als Anfang der 2000er durch SRD und OGL der Drittanbietermarkt blühte. 90% war Schund. Von den verbleibenden 10% war leider auch sehr wenig gut entworfen. Übrig blieben Sachen von Malhavoc Games (Designer: Monte Cook) und Frog God Games (damals als unter der Marke Sword & Sorcery über White Wolf veröffentlicht). Das meiste war extrem schlecht ausbalanciert.

Daher fasse ich Drittanbieter nur noch mit der Kneifzange an. Die sollen mir wegbleiben. Was ich bisher gesehen habe wird D&D 5e oft nur als System genommen, weil sich der Name gut verkauft (siehe Hellboy oder Stargate). Selbst Monte Cook Games liegt beim Design daneben. Wirklich gut scheinen nur Sachen von Kobold Press und Adventures in Middle-Earth zu sein.

WotC liefert das bessere und stimmigere Design ab. Daher will ich keine Drittanbieter, sondern was neues von WotC. Oder auch was klassisches neu aufgegossen.

--- Ende Zitat ---
Widerspruch.

FrogGodGames hat damals unter Necromancer Games hervorragende Sachen abgeliefert. Die waren um Längen besser als das meiste von WotC, was auch nicht wirklich schwierig war, denn bis auf Red Hand of Doom waren die meisten Abenteuer von WotC eher so lala.

90 % ist eine Ansage, die ich nicht teile. Auch wenn ich es verkauft habe, war MIdnight gut, wenn man auf Grim Dark in Reinstform steht. Oder Wilderlands of High Fantasy. Castlemourn, En Route, etc...es war viel Gutes dabei.
Regelwerke dagegen waren eher mau, da häufig unbalanced oder nicht-nach-den-Regeln erstellt. Egal ob "Slayer´s Guide to..." oder andere Werke.

Und auch jetzt muss man bei der 5E halt nur einfach ein wenig sortieren. Ja, AiMe ist gut, aber auch Neverland, Lost Citadel, Primeval Thule, etc. (demnächst auch Trudvang Chronicles...) sind Alternativen.

Waldviech:
Brancalonia macht, soweit ich bis jetzt drin herumgeschmökert habe, auch einen hervorragenden Eindruck - ebenso wie Scavanger.

https://www.kickstarter.com/projects/acherongames/brancalonia-the-spaghetti-fantasy-rpg?lang=de

https://www.kickstarter.com/projects/scavenger/scavenger-0

Sphyxis:

--- Zitat von: La Cipolla am 25.02.2021 | 09:57 ---"Ich sehe [...] Tendenzen" ist gut, war die Intention der 5E nicht von Anfang an, den individuellen Spieltisch und seine Kreativität zu betonen? :D Da ist es imho nur folgerichtig, es bei Oberflächlichkeiten zu belassen, damit man möglichst viel Raum für eigenes Ausgestalten hat. Wer etwas Fertiges oder Ausdetailliertes möchte, wird eher in Richtung der Kampagnen geschubst, die sind ja entsprechend detailliert. Dazu kommt, dass man das Fandom nicht mehr so krass spalten wollte wie früher.

Ich sage übrigens nicht, dass all das objektiv besser ist, aber es ist imho nicht nur ein klares Konzept, sondern auch in sich schlüssig. Und halt auch das, was von Anfang an auf dem Tisch stand, und was offensichtlich extrem erfolgreich ist – aber da wundere ich mich nur, dass Leute immer noch was anderes erwarten. Ich befürchte, wer sich immer noch nicht mit dieser Herangehensweise angefreundet hat, muss hoffen, dass die 6E nicht so lange auf sich warten lässt, wie WotC uns glauben lässt.
(Ich sehe aber auch noch keine wirklichen "Strauchelerscheinungen" wie bei den vorangegangenen Editionen. Die könnte schon noch ein Stück laufen!)

--- Ende Zitat ---

Ich erwarte nichts Anderes, als dass ich kein Buch vorgesetzt bekomme, in dem gefühlt 70% der Quelltexte aus einem Mischmasch aus DnD 3.5 und 4.0 Texten besteht. Dieses Aufbrühen von alten Kaffee in immer neuen Zusammenstellungen ballt sich eben in den großen D&D-Settings sehr extrem zusammen. Das dann noch gepaart im Hybrid aus Quellen- und Abenteuerband, wobei beide Seiten eigentlich sehr rudimentär bleiben.

Jetzt mag man die Magic-Settings als Neuerung einwenden, diesen fehlt es dann aber jedoch, zumindest im Quellenbuch an Tiefe, und leider hat sich auch noch niemand die Mühe gemacht, das Magic-Magiesystem für die 5e umzuwandeln. Und sorry, dann kommen eben komische Gildenzauber-Listen wie in Ravnica dabei heraus, die nur mehr Recht als schlecht die jeweiligen Farben abdecken.


Warum ich mich dann nicht verstärkt 3rd Hersteller Produkten zuwende? Tue ich ja, ich mag 5e Midgard. Allerdings kranken viele der 3rd Publisher Sachen wie schon schon von Wisdom-of-Wombats angesprochen eben an der fehlenden Balance, z.B. bei Kreaturen (Siehe "Tome of Beasts") oder am besagten hohen Ausschuss bei den Publikationen. Nicht alles, wo 5e draufsteht, hat auch 5e drin. Ich finde AiME jetzt zum Beispiel eine ganz okaye direkte 1:1 Konversion von TOR zu D&D, aaaber gerade die TOR Professionen mit den DnD Klassen abzubilden, gelingt nicht gerade gut. Siehe den Treasure Hunter, der auf dem Rogue basiert und deswegen auch dessen ewig nervigen "Sneak Attack Bonus" mit sich schleppt. Hier wurde halt auf Grundlage der OGL einfach nur TOR auf D&D gestülpt, eigene neue Klassen wären aber besser gewesen. Und das sage ich als TOR und Tolkienfan, der durchaus AiME spielt.
Und sorry, ja, "Neverland" kann bestimmt ganz schön sein, wenn ich 2021 Bock habe so zu spielen wie 1980. Ich habe da jetzt aber noch nicht so die Vorteile des Hexcrawls gegenüber nicht Tabellen basierter Spielwelten gesehen.

Antariuk:

--- Zitat von: Wisdom-of-Wombats am 25.02.2021 | 17:46 ---Kann ich gerne machen. Rein aus meiner Warte. Ich war dabei als Anfang der 2000er durch SRD und OGL der Drittanbietermarkt blühte. 90% war Schund. Von den verbleibenden 10% war leider auch sehr wenig gut entworfen. Übrig blieben Sachen von Malhavoc Games (Designer: Monte Cook) und Frog God Games (damals als unter der Marke Sword & Sorcery über White Wolf veröffentlicht). Das meiste war extrem schlecht ausbalanciert.

--- Ende Zitat ---

Ich werfe noch Atlas Games in den Raum, die Penumbra d20 Sachen waren (und, im Falle einiger Abenteuer, sind!) ziemlich cool.

aikar:

--- Zitat von: Sphyxis am 26.02.2021 | 00:23 ---und leider hat sich auch noch niemand die Mühe gemacht, das Magic-Magiesystem für die 5e umzuwandeln.
--- Ende Zitat ---
Ich stelle mal in den Raum, dass die meisten, die ein "korrektes Magic-Magiesystem" für die 5e fordern, die Hintergrundtexte nie gelesen haben.

Die Farben sind Machtquellen, die bestimmte Formen der Magie erleichtern/ermöglichen, keine Schulen.

Bei Magic gibt es Nekromanten, Illusionisten, Hieromagier, Pyromanten, Schildmagier, Gedankenmagier, Animisten, Lithomagier, Blutzauberer,...
Die Variationen sind (wie die Anzahl der Welten) unendlich. Da ist die 5e-Magie noch eher am Hintergrund dran als die abstrahierten 5-Farben-Regeln des Kartenspiels.

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