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Erzählt mir von [WOIN]

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YY:
Mir kommt das beim Reinlesen vor wie schnell runtergeschrieben und nie mehr drüber nachgedacht oder testgespielt.
Vieles, was mir auffällt, sind eher Kleinigkeiten, aber in Summe ist das für mich eine einzige Baustelle.


(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)So hat alles unter der Überschrift "Getting pinned down" inhaltlich nichts mit dieser Überschrift zu tun, auch wenn das wohl irgendwie anders gedacht ist.
Die Unterscheidung in Cover und Blocked ist unheimlich fummelig und trägt letztlich nichts zur taktischen Positionierung oder Entscheidungsfindung bei.
Overwatch ist eine Ansammlung völlig willkürlicher und nicht nachvollziehbarer Regelungen und suppressive fire als Gegenstück ist zwar erst mal eine witzige Idee, macht aber dafür vieles nicht, was es können müsste, um überhaupt eine eigene Regel zu rechtfertigen.
Aim ist nutzlos, wenn ich mich stattdessen für einen zweiten Angriff entscheiden kann.
Wenn ich mir "Reload or recharge a weapon or item" vs. "Draw or sheathe a weapon" anschaue, ist New York Reload da wohl Standard.

Und der Totalausfall ist dann die Waffenliste.
So was ist eigentlich nur ein bisschen Fleißarbeit, aber da stolpere ich nicht nur über diverse Fehler, sondern über die anscheinend weitgehend zufällig bestimmten Schadens- und Reichweitenwerte. Da stimmen die Relationen untereinander dermaßen gar nicht, dass man die Liste mMn komplett neu schreiben müsste.


Insgesamt ist da für mich in alle Richtungen das Gras grüner:
Es geht schlanker und trotzdem "taktischer" (z.B. Traveller, Coriolis), es geht auf dem gleichen Crunch-Level wesentlich weniger fummelig und besser ineinandergreifend (z.B. Corporation, Millennium's End) und nach oben raus kommen dann die bekannten und unbekannten Platzhirsche verschiedenster Ausrichtung, gegen die man mit dem Eigenanspruch "rules-crunchy tactical roleplaying game" erst recht nicht mehr anstinken kann (z.B. GURPS, Twilight 2013, HERO, D&D-artige und die 40K-Spiele von FFG).

Kurz:
Ein Universalsystem-Heartbreaker.
Quasi wie Genesys ohne den erfolgreichen großen Bruder und dickes Marketing - hier darf sich der geneigte Leser frei entscheiden, für wen das jetzt Lob und für wen Kritik war  ;D

Radulf St. Germain:
Danke, das kann ich nachvollziehen. Ich habe irgendwie eine Schwäche für Universalsysteme, aber irgendwie bleibt die Liebe unerwiedert.  :-\

Ich glaube ich muss es trotzdem mal ausprobieren, vielleicht trifft es ja doch meinen Geschmack.

YY:

--- Zitat von: Radulf St. Germain am 20.04.2018 | 22:43 ---aber irgendwie bleibt die Liebe unerwiedert.  :-\

--- Ende Zitat ---

Du findest das Konzept gut, aber hast doch nie einen in der Spielpraxis gefälligen Vertreter gefunden?


Universalsysteme sind mMn immer ein bisschen Mogelpackung. Die meisten Universalsysteme unterscheidet von vielen anderen Spielen im Grunde nur der Umstand, dass im GRW keine Settingbeschreibung drin ist.

Radulf St. Germain:

--- Zitat von: YY am 20.04.2018 | 23:33 ---Universalsysteme sind mMn immer ein bisschen Mogelpackung. Die meisten Universalsysteme unterscheidet von vielen anderen Spielen im Grunde nur der Umstand, dass im GRW keine Settingbeschreibung drin ist.

--- Ende Zitat ---

Weiß nicht ob ich da zustimme. Ich fand GURPS im Grunde genau richtig, aber es ist mir im Endeffekt bei meiner heutigen Terminlast zu schwergewichtig*. GeneSys will die Hälfte meiner Spieler nicht spielen wegen der Custom Würfel. Cypher hat mir zu wenig fertige Elemente für die Genres. Da klang WOIN eigentlich ganz gut. Aber wie gesagt, valide Kritikpunkte.


* Ich glaube das hatten wir beide schon in einem anderen Thread diskutiert.

YY:
Mir fällt eben immer wieder auf, wie sehr manche Gruppen für einen bestimmten Zweck nur die "echten" Universalsysteme durchsehen, obwohl es andere gut geeignete Regelwerke gibt. Da hängt dann eben im Auslieferungszustand ein anderes Setting dran, aber das ist doch völlig egal.
Aber nein, kann man nicht für was anderes nehmen, ist dafür nicht gebaut :P ;D
Dabei ist nichts schneller abgeflext als ein Setting.

Die Universalsysteme, die ich für Konvertierungen u.Ä. benutze, würde ich auch nehmen, wenn sie keine Universalsysteme wären. Und andersrum mache ich auch gerne mal Vergleichbares mit Nicht-Universalsystemen, wenn ich der Meinung bin, dass das Regelwerk dafür gut passt.
Ich habe da nie echte Unterschiede im Vorgehen bemerkt - wo sollten die auch herkommen?

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