Pen & Paper - Spielsysteme > Systemübergreifende Themen

Damage: the Outch! (oder: Rundumschlag: Schaeden, Durchhalten und Heilung)

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Selganor [n/a]:
Es gibt zwar schon 2 Threads zu dem Thema (Schadens-/Wundsysteme und Betaeubungsschaeden) aber beide sind schon seit Jahren nicht mehr benutzt worden und die Punkte "was kann man verletzt noch machen?" und "wie wird man wieder fit?" waren da nicht mit abgedeckt.

Also hier mal eine Moeglichkeit aufzuzeigen wie in verschiedenen Systemen Schaeden so abgewickelt werden (vom Schaeden kriegen, mit Schaeden noch was machen bis hin zum Schaeden wieder loswerden).

Merkt man an diesem Thema, dass ich am Wochenende die Punisher-Serie gesehen habe? ;D

fivebucks:
Ich könnte wieder auf Rolemaster verweisen....

Allerdings der Punkt "Rundumschlag" würde mich auch interessieren; in DSA hatte mich ein Spieler da nach gefragt, er führte einen Zweihandaxt Kämpfer.
Ich habe es als Mehrfachangriff gewertet war aber nicht ganz zu frieden mit der Regelung.


Edit: Ja, da hab ich den Doppelpunkt übersehen; da bleibt es dann bei dem Verweis auf Rolemaster.  ;)

Faras Damion:
Kennst Du den Dorpcast zu den Thema?

https://www.die-dorp.de/index.php/dorpcast/2128-dorpcast-101-alles-was-weh-tut-schaden-im-rollenspiel

Das war schon sehr umfassend. :)

Selganor [n/a]:
Mit Rundumschlag war nicht ein Kampfmanoever gedacht sondern die drei Bereiche:

- Wie kriegt man Schaden?
- Wieviel Schaden haelt man aus? (Und was kann man noch machen wenn man Schaden erhalten hat - Wundabzuege, Checks auf Wundverschlimmerung, ...)
- Wie wird man diesen Schaden wieder los? (Natuerliche Heilung, Erste Hilfe/Operationen, Magie, ...)


--- Zitat von: Faras Damion am 20.11.2017 | 18:30 ---Kennst Du den Dorpcast zu den Thema?

https://www.die-dorp.de/index.php/dorpcast/2128-dorpcast-101-alles-was-weh-tut-schaden-im-rollenspiel

Das war schon sehr umfassend. :)

--- Ende Zitat ---
Den kenne ich und fand ihn (damals iirc) recht informativ, ABER:
- DORPcast sind 2 Leute, hier haben wir ueber 4000 Mitglieder
- Audioformat eignet sich nicht zum mal schnell reinlesen/ueberfliegen was es denn so alles an Umsetzungen gibt
- Was hier ist kann auch laenger sein als die halbe Stunde die sich der DORPcast darueber unterhalten hat

und ich bin mir sicher, dass hier garantiert auch Loesungen gefunden wurden die beim DORPcast nicht kamen ;)

YY:
(Parallel zu Selganor)


--- Zitat von: fivebucks am 20.11.2017 | 18:15 ---Allerdings der Punkt "Rundumschlag" würde mich auch interessieren

--- Ende Zitat ---

Atme drei mal tief durch und lies den Threadtitel noch mal  ;) ;D



Zum Thema fange ich ziemlich weit vorne an, nämlich mit Traveller :)

Dort wird Schaden direkt von den Attributen abgezogen und die Anzahl und Art der Attribute auf 0 bestimmt die "großen" Auswirkungen (bewusstlos oder tot).
Bei den kleineren Auswirkungen ist alles damit abgedeckt, dass die aktuellen Attributswerte in einen Würfelbonus oder -malus umgerechnet werden und damit sowohl Wundabzüge als auch Heilung abgedeckt sind - letzteres, weil Heilung am Endurance-Attributsbonus hängt und es damit auch vorkommt, dass man zu schwer verletzt ist, um sich aus eigener Kraft wieder zu erholen.
Die Attribute bewegen sich ganz grob zwischen ein- und niedrigem zweistelligen Bereich und auch eher kleine Waffen machen schon mal 2d6 Schaden, große deutlich mehr (und der Erfolgsgrad kommt 1:1 drauf).
Man kann also je nach Umständen ohne Weiteres von einem einzelnen Treffer flach liegen.


Das funktioniert wie gesagt alles ohne gesonderten HP-Wert und man muss erstaunlich viel Aufwand treiben, um da wesentlich mehr rauszuholen als mit dieser Methode - GURPS und Deadlands Classic liefern z.B. recht spezielle Mehrwerte, aber sind dafür auch deutlich komplexer.



Klassische Systeme haben da insgesamt gar nicht so viele Unterschiede (wie dieser Thread zeigen wird  :) )*.
Am Ehesten wohl in der Frage, wie viel man aushält und ob sich das signifikant ändern kann, ob es überhaupt Wundabzüge gibt (und wie schlimm die sind) und wie schnell und einfach Heilung ist.

Vieles davon fällt auch oft zusammen: Wenn man grundsätzlich enorm viel aushält, ist Heilung meist auch sehr einfach und Wundabzüge harmlos - und umgekehrt.
Abweichungen in dem Sinne, dass eine dieser Achsen deutlich von den anderen abweicht, sind recht selten.
Als weiteren Aspekt gäbe es noch den Umstand, dass einige Systeme zusätzlich zu ihren normalen Wund- und Schadensregeln das ganze Thema Betäubungsschaden u.Ä. parallel abhandeln (was mMn meistens nicht sehr gut gelingt).



*Da gäbe das Thema Rüstung wohl mehr her...ich behalte das im Hinterkopf  ;)

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