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Gibt es für euch irrationale Regelwerks-Abtörner?

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trendyhanky:

--- Zitat ---Was mich total stört ist überflüssiges Fluffgeschwafel im Regelkapitel. Ich hätte gerne meine Regeln klar und strukturiert erläutert und mag sie nicht in tonnenweise Flufftext raussuchen. Und ja, der Regelteil, darf sich gerne wie eine Bedienungsanlleitung lesen, ist er ja auch irgendwie

--- Ende Zitat ---

Hier muss ich kurz nachfragen
Im ersten Moment dachte ich, ich weiß was du meinst: textlich aufgeblasene Regellektüre, die man auch eindampfen könnte auf die essentials

Aber dann "Flufftexte"...
Was meinst du genau mit Flufftexten in Regeln?

D. M_Athair:

--- Zitat von: Rhylthar am 10.12.2017 | 17:06 ---Artwork.
--- Ende Zitat ---
+1!
Alles was als Fantasy-SciFi-Photoshop-Einheitsbrei daher kommt (DSA5, D&D5, Shadowrun, FFG Star Wars, ...).
Fühlt sich an wie Plastik-Kitsch!

Das ist aber nicht alles:
Da ich im Bereich Kunst/Illustration proto-professionell geschult bin (Praktika, Gestaltungsschule, ... an deren Ende das Ergebnis stand, dass ich das Hobby nur teilweise im Beruf einbringen will), kommen handwerkliche, perspektivische, gestalterische, ... Mängel als Verschlimmerungs- oder Verbesserungsfaktoren hinzu.

... im begründeten Bereich schneidet "Mainstream-Artwork" oft nicht besser - tendenziell sogar eher schlechter ab als S/W-Kram wie in DCC RPG oder Spielen wie Rennaissance Deluxe. Die daraus entstandene Bias mag die Ablehnung von Photoshop-Kram verstärken.

... dazu kommt, dass ich "bunt" relativ überflüssig finde. Nicht weil es schlechter aussehen würde, sondern weil der Imagination Vorgaben gemacht werden, die ich weder brauche noch will.


Regelgeschwafel ... also wenn mir alles 5x erklärt wird, die Regeln nicht klar formuliert sind, umfassende goldene Regeln enthalten sind, ...

Point-Buy-Charaktererschaffung - wobei eher knappe Systeme (bis zur Komplexität der WoD oder Savage Worlds) gehen und sehr detailierte wie HERO System auch wieder in Ordnung sind. Liegt wahrscheinlich einfach dran: Entweder soll da eher ne Charakter-Skizze rauskommen oder ein hochauflösendes Portrait.

Punkte-Verschieb-Ökonomien siehe dazu: Fate-Punkte, Bennies, Skill Points in DSA.
Langweilt mich. Je nachdem wie sie konkret ausschauen aus unterschiedlichen Gründen.

10.000 Zauber im GRW ... ja, ja ich weiß, die muss man nicht alle verwenden und v.a. nicht gleichzeitig.
Gebt mir ein separates Zauberbuch und meine Welt ist wieder in Ordnung (war u.a. der Grund warum ich mir DCC RPG in mehreren Bänden drucken ließ.)

Würfeldreh-Erlaubnis ... wenn die in der Regeleinführung am Anfang kommt, kann der Ofen damit aus sein. Im SL-Kapitel finde ich den Hinweis immer noch schlimm genug. Vielleicht habe ich deswegen die Pathfinder Beginner Box noch ungespielt im Regal stehen.


Das sind Sachen, die ich sehr gut begründen kann, warum ich sie nicht mag:

--- Zitat von: Rumpel am 10.12.2017 | 15:22 ---Mir geht es mit Fahrzeug- und Fahrzeugkampfregeln so.
--- Ende Zitat ---


--- Zitat von: hanky-panky am 10.12.2017 | 16:23 ---- Vorteile/Nachteile-Regeln
--- Ende Zitat ---

* Wenn das Regelwerk seine Leser.innen duzt. (Das gleitet nicht selten in eine unschöne Distanzlosigkeit ab. Savage Worlds fand ich da besonders schlimm.)
* Play whatever you want: Nö! Es gibt Settingplausibilitätsgrenzen, ne Core-Story, ... die alle einschränkend wirken. Nicht selten mit der Funktion des Creative Constraint. Insofern: Wenn ein Regelwerk da schon nicht ehrlich sein kann, schwindet meine Lust weiterzulesen.
* Tendenziell: Poolsysteme. Die Schwierigkeiten, die diese Art von Probenmechanismus in Spiel bringen, sind für mich schwerwiegender als die von 2W6, Bildkarten, d20, W100, ... Ist aber kein Ausschlusskriterium, sondern nur "Hab-Acht"-Anlass.

Greifenklause:
Mischung aus Klassensystemen und Kaufsystemen
Wenn jeder bestraft wird, der mal etwas außerhalb der Schublade denkt, ist das überhaupt nicht mein Ding.
Schlanken Klassensystemen kann ich noch was abgewinnen. Aber dieses "Du musst 50% mehr bezahlen, weil du zu Beginn nicht schnell genug "Krieger" gerufen hast" ist überhaupt nicht mein Ding.

Undurchsichtige Kaufsysteme
Ich LIEBE Kaufsysteme. Aber wenn sie undurchsichtig und verworren sind, gilt fast wieder das gleiche wie bei o.g Klassensystemen.
"YES, I MEAN YOU DSA4!!!"

Gekünstelte Magieerklärung
Viele Systeme sind 08/15-Abklatsche voneinander und versuchen dann verzweifelt über die Magieregeln ihre Alleinstellungsmerkmale hochzuhalten, würrgh!
Baut mir ein schönes Setting! Eine individuelle Welt! Aber ruht euch nicht auf gekünstelten Regeln aus, weil euch nichts besseres einfällt!

Mehr als zwei Würfelsysteme
Zum Schaden s.u. Den meine ich hier nicht.
Ich komme damit klar, dass zB DSA die Eigenschafts- und Angriffsproben verschieden verregelt werden.
Schon bei %-Systemen, die ihre EG-Proben mit W20 beproben, fang ich an zu stirnrunzeln.
Aber spätestens, wenn für jede zweite Fähigkeit ein anderer Würfelmodus gefordert wird (AD&D 2nd, würrgh), komme ich mir vor wie im Kindergarten-

Mehr als zwei Würfelarten
Gilt auch für Schaden. Schon bei Splittermond war ich erst verunsichert, habe mich aber dran gewöhnt.
Aber alle möglichen Würfel für Schaden oder Proben zu bemühen, wirkt wie Kindergarten.
Balanciert gleich am Probenmechanismus, dann könnt ihr euch das sparen.

Gekünstelte besonders exotische und achsoindividuelle Klassen/Beispielscharaktere im GRW
Gehören da nicht rein, allenfalls in ein Subregelwerk und gerne in ein Subsubregelwerk.
Wenn mal eine achso individuellle Klasse seinen Weg ins GRW findet, sogar gerne!
Aber das war es dann auch. Ein Mehr weißt nur darauf hin, dass man es mal wieder nicht geschafft hat, Normos gescheit zu verregeln und wahrscheinlich auch bei den Klassikern irgendeinen Bock geschossen hat.
Hingegen: Der Bauer neben dem Krieger neben dem Assassinen des Dritten Weg des Schwanengottes?
Made my Day!

6:
2w6/3w6 und dann Unterwürfeln eines Zielwertes.
Sobald das System so arbeitet, bin ich raus.

tartex:

* Regelwerke, die von Stufe 1 bis Unendlich alles enthalten, wenn ich wahrscheinlich eh nur ein paar One Shots spielen werde. Kann richtig schwer sein zu finden, was man tatsächlich verwenden kann.
* Einsteigerboxen, die die Auswahl der Charakteroptionen einschränken oder gar gar keine freie Charaktererstellung erlauben.

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