Pen & Paper - Spielsysteme > D&D5E
Eigene deutsche D&D Settings und Abenteuer?
nobody@home:
--- Zitat von: Waldviech am 2.07.2021 | 11:32 ---Das hören wir öfter und es gab auch schon (noch lange, lange nicht spruchreife) Ideen in Richtung "Alternatives Regelsystem" ;D. Der Kasus-Knacktus, weswegen ich ein "Mach da mal D&D5 drauf und gut" aber eher nicht sehen würde, ist das Magiesystem. Da die Magie in Malmsturm ja doch ein sehr vergleichsweise eigenes Ding ist, müsste man einiges an Hirnschmalz investieren, um da etwas D&D5-Konformes zu basteln. Das ginge bei DSA, Splittermond, Midgard und Arcane Codex deutlich fluffiger und schneller.
--- Ende Zitat ---
Na ja, das liegt tatsächlich ein Stück weit an D&D selbst. D&D-Magie wird nun mal von gewissen Stufen an selbst für gängige Fantasyverhältnisse schlicht etwas sehr übermächtig; das war schon immer so und wird sich auch in eventuell mal kommenden zukünftigen Editionen wohl nicht wirklich ändern.
Der andere Knackpunkt bei der Übersetzung von Malmsturm-Magie in andere Systeme wäre wohl entweder die mit entsprechendem Aufwand verbundene Erstellung passender Spruchlisten oder aber der Versuch, Fans dieser Systeme gerade von diesen zumindest ein Stück weit zu entwöhnen...
Waldviech:
Das "Übermächtig" ist in Bezug auf Malmsturm nicht unbedingt ein Problem. Der Punkt ist (neben Spruchlisten) eher, das Malmsturmmagie so gut wie immer schweinegefährlich ist mit einem Preisschildchen kommt, das von Magierichtung zu Magierichtung variieren kann. Das macht einen wichigen Teil des malmsturmigen Spielgefühls aus und um das darzustellen, müsste man halt eigene Subsysteme erfinden. (Ist potentiell kein Hinderungsgrund, aber eben ein Faktor - und das vorhin erwähnte Hirnschmalz wurde bis dato halt nicht in Richtung D&D5 aufgewendet, sondern in andere Richtungen :) )
schneeland (n/a):
Also: Malmsturm Crawl Classics ;)
aikar:
--- Zitat von: Waldviech am 2.07.2021 | 12:43 ---Das "Übermächtig" ist in Bezug auf Malmsturm nicht unbedingt ein Problem. Der Punkt ist (neben Spruchlisten) eher, das Malmsturmmagie so gut wie immer schweinegefährlich ist mit einem Preisschildchen kommt, das von Magierichtung zu Magierichtung variieren kann. Das macht einen wichigen Teil des malmsturmigen Spielgefühls aus und um das darzustellen, müsste man halt eigene Subsysteme erfinden. (Ist potentiell kein Hinderungsgrund, aber eben ein Faktor - und das vorhin erwähnte Hirnschmalz wurde bis dato halt nicht in Richtung D&D5 aufgewendet, sondern in andere Richtungen :) )
--- Ende Zitat ---
Ich hab sie selber noch nicht gelesen, aber evtl. könnte man sich bei der Magie von Sandy Petersen's Cthulhu Mythos bedienen?
--- Zitat von: seanchui am 2.07.2021 | 12:11 ---Vielleicht scheut daher die deutsche Verlagslandschaft das Risiko einer eigenen 5E-Kampagnenwelt?
--- Ende Zitat ---
Ich denke dass es allgemein erstmal einen guten Grund geben muss, ein neues Setting auf den Markt zu werfen. Es muss eigenständig und interessant genug sein, dass es mehr Sinn macht das zu pushen anstatt was bestehendes zu übersetzen (was wahrscheinlich deutlich weniger Aufwand, Kosten und Risiko bedeutet). Und dann muss dieses neue Setting auch noch zufällig gut zu D&D5 passen und der Autor muss D&D5 mögen/als das richtige System sehen (was bei uns noch immer deutlich seltener der Fall sein dürfte als in US, wo die Frage inzwischen nicht ist "soll ich D&D5 verwenden" sondern "warum sollte ich was anderes verwenden?").
Wie wir gesehen haben, ist die Anzahl an Settings die Punkt 1 erfüllen, an ein bis zwei Händen abzuzählen. Die Schnittmenge mit Punkt 2 verlief sich dann halt bisher auf 0.
Waldviech:
--- Zitat ---Ich hab sie selber noch nicht gelesen, aber evtl. könnte man sich bei der Magie von Sandy Petersen's Cthulhu Mythos bedienen?
--- Ende Zitat ---
Guter Tip! In die Richtung habe zumindest ich noch nicht gedacht. (Cthulhu-Magie und Malmsturm-Magie sind zwar auch zwei verschiedene Paar Schuhe, aber immerhin so "artverwandt", dass das einen näheren Blick wert ist)
--- Zitat ---Und dann muss dieses neue Setting auch noch zufällig gut zu D&D5 passen und der Autor muss D&D5 mögen/als das richtige System sehen (was bei uns noch immer deutlich seltener der Fall sein dürfte als in US, wo die Frage inzwischen nicht ist "soll ich D&D5 verwenden" sondern "warum sollte ich was anderes verwenden?").
--- Ende Zitat ---
Das fasst es, glaube ich, ganz gut zusammen.
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