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Erfahrungsberichte gesucht: P&P Rollenspiel in der Schule

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BBB:
Hallo zusammen,

ich weiß nicht, ob ich im richtigen Forum bin, ansonsten gern verschieben, aber ich habe eine Frage, die ich gern zur Diskussion stellen würde, bzw. auf die ich gern Antworten sammeln würde, und zwar ganz unabhängig vom System:

Welche Erfahrung habt ihr mit Pen & Paper Rollenspielen (gern auch leicht reduziert/modifiziert) im schulischen Kontext?

Bisher habe ich persönlich Rollenspiel eigentlich nur im privaten Kontext erfahren, aber mir ist kürzlich bewusst geworden, wie viel ich eigentlich über Geschichte, Politik, Weltanschauungen und Religion durch Rollenspiel gelernt habe. Jedenfalls mehr, als damals auf der Schulbank :-)

Deswegen würde mich interessieren, ob ihr schonmal Rollenspiel pädagogisch eingesetzt habt, sei es im normalen Unterricht, in Form von AGs oder Projektwochen? Habt ihr davon gehört? Kennt ihr jemanden, der soetwas angeboten hat oder daran teilnehmen durfte? Was sind die Erfahrungen, wo sind Probleme? Gibt es Gründe, warum P&P Rollenspiel nicht eingesetzt wird, oder wird es bereits eingesetzt und ich habe es nur nicht mitbekommen?

Jede Form des Erfahrungsberichts würde mich freuen.

Liebe Grüße,
BBB

Maarzan:
Bei uns gab es eine Rollenspiel-Ag, aber die war von einem Mitschüler und ohne pädagogische Hintergedanken inszeniert worden. Das mit der Ag war wohl die versicherungstechnische Bedingung damit solche Initiativen Räume bekommen konnten.

Das "Lernen" ist wohl eher ein nicht zwingend abfallendes Nebenprodukt abseits des Spieltisches zwischen den Sitzungen - auch wenn der Initialreiz sich damit zu beschäftigen über das Rollenspiel kommt.
Am häufigsten war noch das englische Lesen, weil das neue Splatbook eben nur in Englisch verfügbar war.

Rhylthar:
Archoangel hat seinen SuS Pathfinder nähergebracht...mehrmals und sehr intensiv. War wohl auch im Rahmen einer AG.

KhornedBeef:
Ich denke schon, dass Rollenspiel im weiteren Sinne ab und zu eingesetzt wird. Aber ohne Würfel. "moot courts" also fiktive Gerichtsverhandlungen gibt es ja definitiv.
Ich denke, man kann das mal für einzelne Themen nutzen, aber für die meisten Fälle ist es ineffizient, weil es viel Vorbereitung ist, die sich schlecht in das bestehende Unterrichtsformat pressen lässt, und schwierig zu steuern. Du hast dabei soviel gelernt, weil du einfach sehr sehr viele Stunden sehr sehr aufmerksam warst. Wärest du im Unterricht genauso motiviert gewesen, hättest du bei halbwegs guten Lehrern wahrscheinlich mehr gelernt ;) aber der Punkt mit der Motivation ist eben eine Stärke des Spiels.

Kampfwurst:
Ich bin bisher noch nicht dazu gekommen, habe es aber auf jeden Fall vor. Vermutlich eher nur zum Spielen denn als Lernmethode.

Ich hab allerdings schon von einem Geschichtslehrer gehört, der Fate im Unterricht benutzt hat, indem er mit den Schülern gespielt hat, und sie zum Erstellen des Settings erstmal jede Menge recherchieren mussten. Das muss wohl laut seinem Bericht sehr gut geklappt haben.

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