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"Ecken und Kanten" in Videospielen / RDR2
First Orko:
Ich bin 100% bei YY. Habe diese oder ähnliche Erfahrungen in der Vergangenheit bei mehreren hochgelobten Titeln gemacht. Gerade das Thema Lebenszeitverschwendung ist da für mich der Schlüssel: Nimmt ein Spiel meine Zeit nicht ernst - dann nehme ich es nicht ernst. Ich bin nicht mehr 12, hab 6h Schule, keine Freunde und zu viel Zeit. Wenn ich spielen will, will ich das Spiel spielen
Gerade im AAA-Bereich ist es aber derzeit eher das Ziel, Spieler zu binden - und das ist der Punkt, wo ich mich verarscht fühle. Sei es künstlich aufgeblähter Inhalt, Grinding-Schranken, Bezahlinhalte: Ohne mich.
Und weil ich da keine Lust mehr drauf habe und andere Hobbys, die meine Zeit ernster nehmen, spiele ich auch gerade gar nicht mehr 8) Bislang (ca 6 Monate) fühlt sich das auch sehr gut an!
Und was die Nostalgiebrille angeht: Ich habe vor Jahren mal Diablo 1 versucht - ich bin ja mit D2 eingestiegen damals und habe quasi den Ursprung gar nicht miterlebt. Aber nachdem so viele davon schwelgten, habe ich es dann mal angefangn...
Spätestens als ich erfuhr, dass man seine Items auf dem Friedhof (!) ablegt, weil es weder Wegpunkte noch Truhe gibt war für mich das Ding durch! Ich meine: Ernsthaft? Das ging vielleicht nicht anders damals oder die Entwickler erkannten die Möglichkeit nicht... aber das macht doch das Spiel nicht besser? Das ist doch keine Erfahrung , das ist einfach nur tumbe Klickarbeit und summiert sich doch auf Stunden voller Hin- und Herschleicherei. Es gibt SPIELE, die kann ich in der Zeit durch spielen... Nee, lass mal.
Da wird wirklich arg viel verklärt, was man zu Recht später verbessert hat.
KhornedBeef:
Da muss man ja auch unterscheiden zwischen Güte zum Zocken jetzt (GzZj) und historischem Wert. Wenn etwas zu seiner Zeit ein großer Sprung in bestimmten Punkten ist, dann wird darüber halt geredet.
Menthir:
RDR2 hat frappierende, spielerische bzw. spielmechanische Macken?
Was sind die denn im Detail? Ich spiele es zur Zeit, habe aber noch nicht eine Rezension dazu gelesen.
Ich habe allerdings auch nie das Gefühl gehabt, dass GTA und der Open-World-Ansatz sich gebissen haben. ;)
Noir:
Also ... kurze Antwort (längere kommt später): Ich weiß wirklich nicht, was die Leute mit der Steuerung haben. Ich spiele RDR2 jetzt seit gut 10 Stunden und schon nach gut einer Stunde, hatte ich überhaupt keine Probleme mehr damit, Arthur souverän und ohne Probleme durch die Wildnis zu führen. Ich finde sie weder zu träge noch zu hakelig. Was ich durchaus finde ist, dass die Steuerung überfrachtet ist. Da hätte der Controller gerne 3 oder 4 Knöpfe mehr gebrauchen können. Aber sonst fühle ich mich kein bisschen gegängelt oder eingeschränkt. Deshalb bin ich immer so völlig perplex, wenn ich diese negativen Stimmen bzgl. der Steuerung lese. wtf?
Längere Antwort folgt später.
Sashael:
--- Zitat von: First Orko am 14.11.2018 | 08:50 ---Gerade das Thema Lebenszeitverschwendung ist da für mich der Schlüssel: Nimmt ein Spiel meine Zeit nicht ernst - dann nehme ich es nicht ernst. Ich bin nicht mehr 12, hab 6h Schule, keine Freunde und zu viel Zeit. Wenn ich spielen will, will ich das Spiel spielen
--- Ende Zitat ---
Als mein Neffe mir erzählte, dass Schnellreise so lala funktioniert und das eigene Pferd auch gerne mal ausserhalb der Pfeifreichweite rumstehen kann, war das Spiel für mich eh gestorben. Ich meine, man muss ja nicht sowas wie in Horizon: Zero Dawn haben, wo man jederzeit zu einem der dutzenden(!) Lagerfeuer auf der Map (gefühlt eher hunderte) oder in eine Stadt schnellreisen kann, aber ein Reittierrufbutton ist in meinen Augen Pflicht. Das ist ja auch kein Beinbruch, bei "Pfiff" das Tier in Reichweite zu teleportieren. Auf solch eine Art von Realismus kann ich nicht nur in Spielen verzichten, ich will auf solchen Realismus verzichten!
Komischerweise verleiden mir gerade die Leute die Lust auf das Spiel, die es mit Begeisterung spielen und "lustige" Anekdoten daraus erzählen. ;D
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