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Karten von Mittelerde

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Caranthir:

--- Zitat von: Jiba am 19.11.2018 | 10:17 ---Exakt, ich finde sie stinken optisch sowohl gegen die Fenlon-Karten aus MERS (detailreich) als auch gegen die Karten aus den Decipher-Kartenwerken (optisch authentisch) ab.

--- Ende Zitat ---

Die Decipher-Karten finde ich in der Tat auch ein bisschen gelungener, wobei die TOR-Karten aus meiner Sicht nur knapp darunter liegen. Mers hingegen hatte typische "Rollenspiel-SL-Karten", die man auch fürs klassische Dungeoncrawl hätte nutzen können. Fürs Spiel super praktisch, aber nicht unbedingt schön.

torben:
@Caranthir: Was meinst Du genau mit "typische Rollenspiel-SL-Karten""?
Wenn Du die grosse Regionalkarte von Pete Fenlon meinst, so ist ist vermutlich insofern "typisch", als sie - was ihre Detailvielfalt und Darstellung betrifft - für viele viele Jahre der Massstab für Rollenspielkarten war und immer noch ist, sprich da werden sich viele andere Zeichner dran orientiert haben und dadurch ist der Stil "typisch" geworden. Allerdings weiss ich nicht genau, was das mit Dungeoncrawls zu tun hat. Oder hast Du andere Karte aus der MERS-Ära gemeint? Würde mich sehr interessieren.

Mir persönlich gefällt die Fenlon-Karte übrigens mit Abstand am besten von den verschiedenen rollenspielbasierten Karten. Die anderen mögen zwar auch schön gemacht sein, aber die Detailverliebtheit und der Blickwinkel heben sie für mich klar über alle anderen Versionen hinaus... auch wenn sie natürlich distanzmäsig komplett verzerrt ist, aber das wäre ein Thema für sich  :)

Viele Grüsse
torben

Caranthir:
Es ging hier im Faden um Regionalkarten, und auf die bezog ich mich auch bei Mers. Die sind fürs Spiel natürlich super, aber schon so detaillreich, dass man da richtig viel dazuerfunden hat, was teilweise nicht mehr gut zu Mittelerde passt. Da tauchen dann in Quellenbüchern massenweise Magiertürme und Orkhöhlen und die obligatorischen Räuberhauptquartiere auf. Alles für ein Mittelerderollenspiel geeignet, das aus der D&D-Richtung kommt, sprich Dungeoncrawl. Was ja auch okay ist, wenn man das mag.

Decipher und Cubicle 7 sind da einen anderen Weg gegangen, was die Karten (und das Rollenspie) angeht. Dichter am Original und stimmungsvoller, finde ich. Zumindest bei mir kommt da mehr "Mittelerde-Feeling" auf als bei den Mers-Karten.

torben:
@Caranthir: Danke für die Erläuterung  :d
Ja da hast Du natürlich recht, auf Fenlons Karte sind massenweise Dinge hinzugefügt worden, über die Tolkien nie ein Wort geschrieben hat, die also nicht kanonisch sind. Und ja, die Mers-Autoren haben in ihren Abenteuerbänden natürlich allerlei Dinge aus dem Hut gezaubert, die so gar nicht nach Tolkiens Mittelerde klingen. Richtig, und jetzt kommt ein kleines aber: Wenn es "nur" um die Karte geht, finde ich persönlich das trotzdem gut verschmerzbar. Denn in "meiner Mittelerde" wohnt in der Burg xy nicht der fiese Schwarzmagier Hyaluron, den die Mers-Leute da im Abenteuerband z für das Jahr 1640 3Z reingeschrieben haben, sondern ich spiele z.B. erst im Jahre 2784 3Z, und da ist der gute Hyaluron trotz gaaaanz viel Hyaluron trotzdem schon zu faltig, um noch mit von der Partie zu sein  ;) ... sprich, ich halte mich "natürlich" auch nicht (schon gar nicht "sklavisch") an die Abenteuerbände und ihre Vorgaben. Aber wenn z.B. Arnor mal ein grosses Königreich mit einer ansehnlichen Bevölkerung gewesen ist, dann müssen die ja auch wo gewohnt haben und dann gibt's vermutlich eben auch die eine oder andere Ruine oder noch intakte Burg (je nach dem, zu welcher Zeit man spielt), welche bei Tolkien keine Erwähnung gefunden hat. Wenn man den Hauptreisewegen der Hobbits und Zwerge aus den Büchern folgt, zeigt sich in erster Linie eigentlich einfach 1 Haus nach der Brücke über den Mitheithel als wirklich dort dazuerfunden, wo die Buchfiguren durchgekommen sind (und was dann in Tolkiens Büchern vielleicht Erwähnung gefunden hätte): Das Gasthaus zur letzten Brücke. Ich habe jetzt nicht die Karte vor mir und kann drum nicht sagen, wie's auf der anderen Seite des Nebelgebirges mit Dazuerfundenem auf der Route der Buchfiguren steht, aber ich meine das Grosse und Ganze - Fenlon hat vor allem abseits der Buchschauplätze dazuerfunden... und man ist ja frei darin zu sagen "Oh, da auf der Karte ist an der Stelle ein Turm verzeichnet? Hm ja gut, das scheint eine sehr alte Karte zu sein, denn ihr seht vor Euch nichts ausser einem steinernen Fundament. Wer hier wohl mal gewohnt haben mag?".

Interessant finde ich, dass es gerade diese Details sind, welche die Karte für mich so wertvoll und betrachtenswert machen und die mir bei den Karten der anderen Mittelerderollenspiele fehlen. Die anderen Karten sind zweifellos ebenfalls schön designt, aber häufig ist da soviel leerer Raum, Wälder sind nicht klar umrissen usw., dass das Reisen damit (resp. darauf) eine eher grobe Sache ist im Vergleich zur Fenlon-Karte... und ich benötige die Karte vor allem zum Spiel in Mittelerde... Für mich sind die ganzen Details in erster Linie Denkanstösse, die meine Fantasie beflügeln.  :)

Aber wenn ich jetzt einfach die Bücher lesen würde, würde ich vielleicht auch eher auf eine der anderen Karten zur Orientierung zurückgreifen.

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