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Gedankenspiel: D&D und Magic werden eine Marke

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La Cipolla:
Und zwar behutsam, schrittweise und vollständig.

Ich habe gerade durch Ravnica geblättert, und holy fuck ... Dass gefühlt jede einzelne Seite ein verdammtes Kunstwerk von einer Illustration abbekommen hat, lässt einen schon ins Grübeln kommen.

Nehmen wir zugunsten des Gedankenspiels einfach mal an, die Wizards würden diese Idee so richtig spannend umsetzen: kA, Dark Sun oder Planescape als neue Magic-Edition, dazu ein wunderschönes Setting-Quellenbuch, der Urza-Zyklus als Kampagne, ein durchdachtes Verschmelzen der kosmischen Ideen, was auch immer. Irgendwelche richtig guten Ideen eben, auf die wir hier alle nicht sofort kommen würden.

Was würdet ihr davon halten?
Wie müsste man es umsetzen, damit ihr dabei wärt?

Ich finde das Gedankenspiel übrigens auch deshalb wertvoll, weil der Qualitätsboost und die Ersparnisse bei Ravnica überdeutlich sind, und weil ich mir in diesem Kontext gut vorstellen kann, dass dieses Gedankenspiel auch schon durch die "offiziellen Hallen" schleicht.

Noir:
Hätte ich kein Problem mit, wenn - und das ist GANZ wichtig - ich NICHT Magic spielen (und kaufen) müsste, um alles zu verstehen. Wenn beide Spiele unabhängig voneinander existieren und sich einfach nur ein Universum teilen, wäre das für mich in Ordnung.

Don Kamillo:
Dass muss ja gar nicht so sein. Wenn Ravnica als Setting für D&D Erfolg hat und das kann ich mir gut vorstellen, dann wird dahingehend noch mehr kommen.
Die Frage ist eher, ob nur zu den noch erscheinenden Magic-Settings, da wird ja dieses Jahr wieder was kommen, ein passendes Buch rauskommt oder ob man bereits vorhandene Spielwelten richtig für D&D aufbereitet. Das Artwork ist ja prinzipiell vollständig vorhanden.

Ich gehe eher davon aus, das die Spielwelten getrennt bleiben, denn das Multiversum von Magic ist schon ganz was anderes als das D&D Multiversum.

Wenn diese richtig gute Idee aber kommen sollte, count me in. ( Lord Soth als Planeswalker in Diensten von Nicol Bolas, hmmm )

Bis dahin kaufe ich hier und da Magickarten und beleite die Setting mit Kartendecks und Fate Core!

Antariuk:

--- Zitat von: La Cipolla am  4.01.2019 | 12:57 ---Nehmen wir zugunsten des Gedankenspiels einfach mal an, die Wizards würden diese Idee so richtig spannend umsetzen: kA, Dark Sun oder Planescape als neue Magic-Edition, dazu ein wunderschönes Setting-Quellenbuch, der Urza-Zyklus als Kampagne, ein durchdachtes Verschmelzen der kosmischen Ideen, was auch immer. Irgendwelche richtig guten Ideen eben, auf die wir hier alle nicht sofort kommen würden.

Was würdet ihr davon halten?
Wie müsste man es umsetzen, damit ihr dabei wärt?

--- Ende Zitat ---

Halte ich wenig von, bzw. wenn dann klappt das nur - wie bisher erlebt - in eine Richtung.

Die Welten von MtG werden immer (auch) unter dem Aspekt erschaffen, was sich damit in Sachen Kartenmechanik anfangen lässt. Das war in den allerersten Jahren vielleicht nicht so, aber mittlerweile werden auf Jahre hinaus Welten bzw. Blocks und die damit verbundenen Mechaniken entworfen, immer im Blick was das Meta-Game zu diesen zukünftigen Zeitpunkten sein wird, in welchen Formaten es welche Rotationen von legalen Karten geben wird, usw. Da spielen unfassbar viel mehr Varianten rein als bei D&D.

Dabei kommen natürlich auch die fundamentalen Unterschiede und unterschiedlichen Bedürfnisse beider Spiele zum Tragen. Als genannten Beispiel ist Planescape ein Meta-Setting und ein Kind der Zeit, als man sich vor offiziellen D&D Settings kaum retten konnte und diese gerne unter einem Dach vereinen wollte. Die Ideen, die Planescape zugrunde liegen, sind nicht mal ansatzweise mit der Philosophie der fünf Mana-Farben aus MtG vereinbar. Spieler in MtG sind Einzelgänger, die Duelle spielen, während Spieler in D&D Teil eines Teams sind, dass eine Vielzahl möglicher Szenarien erlebt und dabei einen ganz anderen virtuellen Vorstellungsraum einnimmt. Dasselbe gilt für die meisten anderen D&D Settings. Alignments? Sind zu D&D-spezifisch.

Natürlich berühren sich die beiden Linien immer wieder, z.B. hat MtG mit Raniva eine eigene planare Metropole mit Gilden und Farbkombinationen, die in ihrer ursprünglichen Entwicklung mit Sicherheit auch durch Planescape beeinflusst wurde. Oder die Arten von Kreaturen in MtG, wo man quasi alle D&D-Klassen wiederfindet (es allerdings auch sehr viele andere gibt und die D&D-Äquivalente mitnichten irgendwie dominant hervortreten). Und vor allem in den letzten Jahren lassen sich sehr direkte Verbindungen zwischen der Ästhetik und dem Thema der jeweils aktuellen MtG Blocks und der jeweils aktuellen D&D Abenteuer ziehen. Aber es sind immer nur Entsprechungen - die Ebene Ixalan teilt viele Gemeinsamkeiten mit den Dschungeln von Chult, aber die Details weichen dann doch schnell voneinander ab weil es einfach so unterschiedliche Spiele sind.


--- Zitat von: La Cipolla am  4.01.2019 | 12:57 ---Ich finde das Gedankenspiel übrigens auch deshalb wertvoll, weil der Qualitätsboost und die Ersparnisse bei Ravnica überdeutlich sind, und weil ich mir in diesem Kontext gut vorstellen kann, dass dieses Gedankenspiel auch schon durch die "offiziellen Hallen" schleicht.

--- Ende Zitat ---

Wohl aber nur in der D&D Redaktion, wo keine zwölf Leute mehr arbeiten, während es in der erheblich größeren MtG Abteilung eine Vielzahl unterschiedlicher Teams gibt. Und die Zweitverwertung von MtG Inhalten funktioniert für D&D ganz gut, während es umgekehrt eben gar nicht funktioniert. Ich glaube, dass es seitens von MtG keine weiteren großen Schritte in Richtung Pen & Paper geben wird als was mit den "Art of Magic the Gathering" Bänden angeboten wird - systemneutrale Weltenbände mit tollen Bildern und Beschreibungen, mit denen man MtG selber umsetzen kann. Die Planeshift Dokumente für 5E sind so versteckte Online-Specials, dass es bis heute Fans von sowohl MtG als auch D&D gibt, die diese Teile nicht kennen (kann man z.B. auf Reddit immer wieder schön beobachten). Dass sich D&D seinerseits allerdings noch ein paar Krümel vom MtG holt, oder es zumindest versucht, halte ich allerdings für sehr gut möglich, allein aus den von dir ja schon genannten pragmatischen Gründen, dass es hilft, schon vorhandenen Content benutzen zu können.

Tudor the Traveller:
Ich mache mich jetzt wohl unbeliebt, aber was ich richtig interessant fände: ein Magic oder Magic nahes Setting mit einem voll kompatiblen System auf D&D Basis. Das heißt natürlich, dass D&D einige tradierte Ansätze über Bord werfen müsste, damit es richtig passt. Oder eben ein größeres Setting für D&D, das die vorhandenen Magic Materialien D&D kompatibel recycelt.

Ich wäre bei beidem dabei!

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