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Against the Darkmaster ... rpg inspired by MERP rules

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BobMorane:

--- Zitat von: tartex am  9.08.2023 | 17:46 ---Und wenn man schon MERS und Rolemaster im Regal hat? Was spricht dann für Darkmaster?

--- Ende Zitat ---

Ich denke das hängt von deinem bevorzugten System ab. Wenn Du lieber Rolemaster spielen willst. Dann ist Darkmaster vieleicht nicht deins, da Rolemaster schon ein gutes Stück komplexer ist.

Im Vergleich zu MERS.

Darkmaster ist erst mal MERS mit abgefeilter Seriennummer. Das trifft vor allem auf Flair und Feeling zu ohne an den Tolkien Hintergrund gebunden zu sein. Hierfür gibt die Darkmaster Richtlinien zum "Buld your own Sauron".

Regelseitig gibt es bei Darkmaster keine Attribute mehr aus denen sich Boni ableiten, sondern es wird direkt mit den Boni gearbeitet.

Bei Ferigkeitsproben wird nicht mit Tabellen gearbeitet sonder ein Ergebnis von 100+ ist ein Erfolg.
Die Fertigkeit Zweihandwaffen wurde entfernt. Ein Zweihänder wird über Klingenwaffen geführt.
Waffen haben ein Maximalergebniss, was sie nach Abzug des DB auf der Tabeller erzielen können.
Die kritischen Treffer sind etwas weniger brutal.
Es gibt individuelle XP, die sind aber weniger Buchaltungsaufwendig.
Neu ist die Drive Mechanik. Jeder Held hat in der Regel 3 Drives. Immer wenn ein Drive im Spiel relevant wird. Weil er mich behindert, oder weil dem Ziel was der Drive darstellt näher gekommen bin erhalte ich einen Drive Punkt.
Drive Punkte kann ich ausgeben um Würfe zu wiederholen, kritische Treffer zu reduzieren ect. Immer wenn ich eine Drive Punkt ausgebe kriege ich einen Punkt in meinem Heroic Path. Alle 10 Punkte kann ich ein Attribut, TP oder MP erhöhen oder einen Bachgroun/Talent erwerben bzw bestehende verbessern. Heroic Path kann auch ausgegeben werden um Gegenstände, mit SL Absprache zu verbessern.

Generell ist Darkmaster für mich ein Handhabungsfreundlicheres MERS mit ein paar interessanten Neuerungen.

In meiner Shadowworld Runde sind wir von HARP auf Darkmaster umgestiegen und kommen damit sehr gut klar.

tartex:
Danke für die detaillierte Ausführung!

Richtig toll wäre natürlich eine gute VTT-Anbindung. Gerade Rolemaster-Derivate könnten davon ungemein profitieren.

klatschi:

--- Zitat von: tartex am 11.08.2023 | 11:24 ---Danke für die detaillierte Ausführung!

Richtig toll wäre natürlich eine gute VTT-Anbindung. Gerade Rolemaster-Derivate könnten davon ungemein profitieren.

--- Ende Zitat ---

Es gibt für vsD Roll20 Sheets, ein Foundry System (das mir persönlich nicht zusagt, aber das Spiel voll abbildet) und eine Fantasy Ground Adaption :)

Ahab:

--- Zitat von: klatschi am 11.08.2023 | 13:18 ---Es gibt für vsD Roll20 Sheets, ein Foundry System (das mir persönlich nicht zusagt, aber das Spiel voll abbildet) und eine Fantasy Ground Adaption :)

--- Ende Zitat ---

Wobei das Roll20-Sheet nur das Würfeln an sich vereinfacht.

Foundry ist okay, aber IMHO sehr frickelig in der Umsetzung (was der Natur von Foundry geschuldet ist). Wenn da irgendwo ein Bonus nicht stimmt, kann es eine Odyssee werden, den Fehler zu finden. Die Interdependenzen der verschiedenen Items sind so komplex, dass man dann teilweise echt tief in die zweite und dritte Ebene absteigen muss. Wir haben bei 3P die Kampagne aus dem Buch gespielt und sind sehr oft über Artefakte und Fehler im Modul gestolpert (die sich im Nachgang alle mit der Hilfe des Menschen aus dem Darkmaster-Discord, der das Modul geschrieben hat, auflösen ließen). Wirklich benutzerfreundlich ist das aber nicht.

Das Fantasy-Grounds-Modul testen wir mit der nächsten Stream-Runde aus (16. und 23.08.). Es sieht deutlich benutzerfreundlicher aus und kann auch den Kampf gut abbilden - wenn man denn erst einmal durchdrungen hat, wie es funktioniert. Kontrapunkt ist hier halt, das FG ordentlich kostet, und das Darkmaster-Modul ebenfalls.

Darkmaster an sich scheint von den Abhängigkeiten so beschaffen zu sein, dass es für VTT schwierig umzusetzen scheint. Wer länger spielt, dem würde ich - Stand jetzt - Fantasy Grounds empfehlen. Aber das wird erst nächste Woche im Spiel erprobt werden.

Ahab:
Sorry, Doppelpost.

Um BobMoranes hervorragende Zusammenfassung zu ergänzen: Darkmaster ist mMn sehr viel zugänglicher, besser organisiert und benutzerfreundlicher als MERS und Rolemaster (wobei ich mit letzterem zugegebenermaßen nicht viel Erfahrung habe). Bei MERS muss man sich die Infos quer aus dem ganzen Buch zusammensuchen, und die Textwände sind - gelinde gesagt - sehr anstrengend zu durcharbeiten. Da ist Darkmaster sehr viel zeitgemäßer, lockerer gelayoutet und mMn logisch besser aufgebaut. Es ist noch immer nicht regelleicht, aber es ist deutlich intuitiver und schlanker als die genannten Eltern (und Großeltern).

"Tabellenlastig" ist zB auch kein Ausdruck, den ich im Spiel gelten lassen würde, denn er impliziert, dass man viel mit Tabellen hantiert, aber das stimmt nicht. Das Buch ist tabellenlastig. Im Spiel braucht man aber meist nur immer dieselbe Angriffstabelle (oder Zaubertabelle bei Magiebegabten) und dieselbe Krit-Tabelle. Beim regulären Probenerfolg reicht zu wissen, dass ein Ergebnis von 100+ ein Erfolg ist, 75-100 ein Teilerfolg, 175+ ein herausragender Erfolg und 4- ein Patzer. Das ist im Buch zwar in Tabellenform aufbereitet, aber man benutzt sie nicht wirklich im Spiel. Patzertabellen könnten noch relevant werden, aber das war's auf Spielendenseite auch schon.

Die SL hat mehr Tabellen, aber die erleichtern die Sache mehr, als dass sie negativ zu verbuchen wären, wie der Begriff "tabellenlastig" impliziert. Finde ich jedenfalls.

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