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Polar

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Vash the stampede:

--- Zitat von: Kowalski am 29.01.2019 | 13:11 ---Wer Filme wie "Reservoir Dogs", "Deadpool" mit viel expliziter Gewalt mag und abgedrehten Charakteren, der kommt hier auf seine Kosten.
Wem das zu viel ist, dann halt nicht.

--- Ende Zitat ---

Die Umschreibung sagt mir zu, doch mich lässt die Auswahl der verwendeten Filme ratlos zurück. Reservoir Dogs finde ich gut, Deadpool sehr schlecht - was soll ich nun daraus schliessen? ;D

Aktuell kann ich nur sagen, dass mich der Trailer so überhaupt nicht triggerte. Trotz Mads Mikkelsen.

Der Tod:
Ich war am Anfang interessiert und habe auch nichts gegen die comichafte Übertreibung von Charakteren und Gewalt - aber der Plot ist ja dermaßen vorhersehbar und altbekannt, dass es sich anfühlt wie die "Rachefilm 101-Schablone". Man kann dem Film dabei zusehen, wie er die Checkliste der Standardtropes abhakt. Die guten Hauptdarsteller sind in diesem öden Comic-Blutbrei absolut verschwendet.

P.S.: Wenn man vorher noch den Trailer gesehen hat, dann weiß man sowie schon absolut ALLES, was passiert.  ::)

Menthir:
Schlaflose Nacht gehabt, Film deswegen geschaut. Ich kenne die Vorlage nicht, deswegen kann ich nur anhand meines Eindruckes des Filmes argumentieren.

Was der Film kann, ist mit seinen Bildern und den Farben arbeiten, allerdings ist die Stimmung des Filmes uneinheitlich und nicht immer konsequent. Der Begriff der Ambivalenz trifft es gut.
Besonders interessant erscheint mir die Verwendung der Farben in Hinblick auf klassische Rollenbilder, weil in diesem Film alles, was schrill und bunt ist, gefährlich und unberechenbar erscheint. Alles, was sich in den diversen Grautönen bewegt, bleibt in diesen. Das fand ich persönlich gelungen. Jetzt weiß ich nicht, ob das an dem Hintergrund von Regisseur Åkerlund liegt oder ob das auch in der Vorlage schon auf die Art und Weise geschehen ist.

Die Geschichte ist sicherlich altbekannt und es wird die vom Tod beschriebene Schablone weitestgehend abgearbeitet. Aber bei welchen Filmen und Serien ist das nicht so? Es geht doch eher darum, wie diese bekannten Geschichten verschachtelt und erzählt werden.
Polar will sich auf jeden Fall mit seiner Darstellung und seiner Erzählung in den Vordergrund drängen. Das gelingt manchmal (wie mit den Farbspielen), ist manchmal over the top erzählt (Folterszene und alleine die krampfhaft skurrile Riege der Antagonisten), in manchen Teilen schläfert der Film sich dann selbst etwas zu sehr ein. Die Humoreinsprengsel sind typisch skandavisch-schwarz (der Verweis auf John Wick bringt mindestens eine solche Szene in den Film), hätten jedoch an zwei, drei Stellen mehr sein dürften.

Der Film ist für mich eher ein Halb-Noir-Versuch des Abstrusen (im philosophischen Sinne), als jetzt wirklich ein Comic-Blutbrei. Er ist für seine unstete Ästhetik schauenswert, und weil Mads Mikkelsen diese Rollen der eher schweigenden Psychopathen kann. Aber es bleibt am Ende dennoch ein durchschnittlicher Film, der mit weniger Holzhammer ein paar Zwischentöne hätte treffen können und somit sicher etwas runder gewesen wäre.

Kowalski:
Wenn Mads Mikkelsen den Hund mitnimmt. Köstlich.
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)"Ich kaufe keine Hunde"..... Und lässt sich dann doch belabern.
Vor allem wenn er den dann im PTSD Delirium eines Albtraums wegballert.
Und samt gekauftem Spielzeug im gefrorenem Boden seines Gartens verscharrt

--- Zitat von: Der Tod am 29.01.2019 | 13:56 ---Ich war am Anfang interessiert und habe auch nichts gegen die comichafte Übertreibung von Charakteren und Gewalt - aber der Plot ist ja dermaßen vorhersehbar und altbekannt, dass es sich anfühlt wie die "Rachefilm 101-Schablone". Man kann dem Film dabei zusehen, wie er die Checkliste der Standardtropes abhakt. Die guten Hauptdarsteller sind in diesem öden Comic-Blutbrei absolut verschwendet.

P.S.: Wenn man vorher noch den Trailer gesehen hat, dann weiß man sowie schon absolut ALLES, was passiert.  ::)

--- Ende Zitat ---

Das interessante ist ja nicht die Schablone, sondern mit welcher Mühe und mit welchen Buntstiften man die ausmalt.
Und ich finde den Film im Vergleich zu Kohlhaas deutlich interessanter.

Alleine Matt Lucas als Blut


--- Zitat von: Menthir am 29.01.2019 | 14:26 ---Die Geschichte ist sicherlich altbekannt und es wird die vom Tod beschriebene Schablone weitestgehend abgearbeitet. Aber bei welchen Filmen und Serien ist das nicht so? Es geht doch eher darum, wie diese bekannten Geschichten verschachtelt und erzählt werden.

--- Ende Zitat ---

Deswegen schauen wir uns auch den X-ten Tatort oder Robin Hood an.

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