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Alltagstätigkeiten mit Proben - Sinn?

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YY:
Stimmts etwa nicht?  ~;D

Gemeint war: Was sie aus "verwandten" Bereichen mit rüber ziehen - oder eben auch nicht.

Crimson King:
Pyromancer hat im Kern völlig recht. Welche Details relevant werden, kann man im Vorfeld schwer beurteilen. Tischlern mag auf den ersten Blick belanglos sein. Wenn jemand während der Hochzeit auf dem dank Patzer wackeligen oder gar baufälligen Tisch tanzen will, gewinnt dieses kleine Detail plötzlich an Bedeutung.

Natürlich kann man in der Praxis nicht jeden Mist auswürfeln, weil das viel zu viel Zeit kostet. Welche Detailtiefe an welcher Stelle gewünscht ist, liegt aber im Ermessen jedes einzelnen Spielers. Ich persönlich habe wenig Interesse am Ausspielen des Alltäglichen und fokussiere mich lieber auf die Momente, die absehbar große Relevanz haben, anstatt darauf zu hoffen, dass aus dem Klein-klein coole Szenen entstehen. Wenn andere das anders lieber haben, sei ihnen das unbenommen.

D. M_Athair:
Pyromancers Ausführungen zur möglichen Bedeutung von Alltagshandlungen für "die Geschichte" möchte ich um die expressionistische/darstellerische Dimension ergänzen. Es gibt sicher noch weitere Interessen, welche das Ausspielen und Verregeln von Alltagstätigkeiten sinnvoll machen können.


--- Zitat von: 1of3 am  9.02.2019 | 12:35 ---Also Würfeln macht ja schon Spaß. Deshalb machen wirs ja. Es macht halt wenig Sinn, wenn dadurch nichts Relevantes passiert. Aber das muss man erst mal durschauen.

--- Ende Zitat ---
... wobei der Wunsch spielmechanisch auszurücken, dass eine Figur ein privates und professionelles Leben hat, natürlich relevant ist. Die Frage ist nur, wie man das designtechnisch berücksichtigen mag. Also: Ob solche Kompetenzen spielmechanisch dieselbe Gewichtung brauchen, wie Fähigkeiten die in abenteuerlichen Situationen auf die Probe gestellt werden sollen.

Je nach Antwort, muss das Spieldesign (oder der Hausregelsatz oder die halb-codifizierte Summe von Rulings) anders ausschauen.



--- Zitat von: Feuersänger am  9.02.2019 | 22:33 ---Die Erwartungshaltung neuer Spieler hängt also von [ihren Vorerfahrungen mit ähnlichen Themen/Medien/... ab].
--- Ende Zitat ---
Fixed it for you.  ;)

--- Zitat von: YY am  9.02.2019 | 20:54 ---Und das erste länger gespielte System prägt dann den Eindruck, wie man P&P "richtig" spielt.

--- Ende Zitat ---
Sehe ich auch so. Das lässt sich bloß vermeiden, wenn man auf "das eine System" verzichtet und z.B. mit Dresden Files Accelerated, DSA und White Star parallel ins Hobby einsteigt.

Issi:
 Wir hatten mal einen Spieler, der war stolz darauf, dass seine Figur kochen konnte.
Am Morgen hat sie dann für alle Rührei gemacht.
SL aus Spaß: Würfel mal, wie gut es dir gelingt.  Patzer.
Darauf der Spieler: Ich setze nen Glückspunkt ein.


Ok.
Andere Situation: Der Erzbösewicht, lässt die Figur nur am Leben, wenn das Rührei gelingt.
Hier könnten Alltagsfähigkeiten sogar überlebensnotwendig sein.
 ~;D

Pyromancer:
Bei mir kommt das auch auf den Kontext und die Menge dieser Alltags-Proben an. Wenn ich in einem 4-Stunden-Con-Slot leite, dann bügle ich über so etwas für gewöhnlich auch drüber. Und selbst bei unserer "Plätscher-Kampagne" würde es mich wahrscheinlich stören, wenn da signifikante Spielanteile auf Alltags-Proben entfiele. Aber so 1-2 Würfe dieser Art pro Session bereichern für mich das Spiel. Klar ist es am Ende (höchstwahrscheinlich) egal, ob der Tisch beim Fest wackelt oder nicht. Aber für's Kopfkino macht es einen Unterschied, ob die Charaktere da an einem aus groben Holzplanken zusammengestückelten "etwas" sitzen, wo noch die Äste rausragen, oder an einem einfachen, aber sauber gezimmerten Holztisch.

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