Pen & Paper - Spielsysteme > Systemübergreifende Themen
Alltagstätigkeiten mit Proben - Sinn?
Quaint:
--- Zitat von: bobibob bobsen am 9.02.2019 | 20:03 ---Im Prinzip habe ich nichts dagegen ich bepbachte nur das sobald ein Mitspieler damit anfäng die Anderen sich gedrängt fühlen nachzuziehen.
Dann baut der eine einen Tisch der Nächste geht angeln, einer geht einkaufen und einer sucht das Freudehaus auf. Nach drei Stunden beglückwünschen wir uns zu tollem Rollspiel und ich hoffe das beim nächsten treffen nicht noch Stühle gebaut werden müssen.
--- Ende Zitat ---
Naja, nur weil man sich auch mal etwas mit Alltäglichem beschäftigt und da vielleicht auch mal ne Probe geworfen wird, muss das ja nicht gleich drei Stunden Realzeit dauern. Aber davon ab finde ich diesen Leistungsdruck im Rollenspiel manchmal auch schädlich. Ständig auf Teufel komm raus noch weiterkommen im Plot, bitte drei Kampfencounter minimum am Spielabend usw.
Manchmal kann es auch viel Spaß bereiten sich mal zurückzulehnen, und ein paar Szenen auszuspielen, die nur der Charakterisierung ihrer Akteure dienen, und eben ein wenig der Athmosphäre.
Rollenspielen ist eben auch eine Form des interaktiven Geschichtenerzählens, und für manche Sachen muss sich eine Geschichte auch mal etwas Zeit lassen.
Feuersänger:
--- Zitat von: YY am 9.02.2019 | 19:51 ---Nur fangen eben aus den Rahmenbedingungen heraus viel mehr Leute mit DSA an als mit...irgendwas anderem. Und das prägt dann erst mal die Sichtweise.
--- Ende Zitat ---
Klingt plausibel, deckt sich aber nicht mit meinen Beobachtungen. Ich habe diese Erwartungshaltung schon bei Akolyten beobachtet, die noch gar keinen Kontakt mit den Drei Bösen Buchstaben hatten, sondern beispielsweise für eine D&D 5E oder PF Runde rekrutiert werden sollten.
Umgekehrt habe ich freilich auch schon Kameraden erlebt, die zB aus der MMORPG-Ecke kamen, die hatten dann eher keine derartigen Allüren; die erwarteten dann eher eine Spielbalance die beispielsweise D&D 3E halt einfach nicht bietet.
Unser letzter PF-Rekrut hingegen kommt auch aus der WOW-Ecke und verspricht sich vom P&P mehr Charakterspiel; also wieder ne andere Stoßrichtung.
YY:
Sag ich doch: Es kommt auch darauf an, wo die Leute her kommen bzw. was sie sich vom Spiel erwarten.
Und das erste länger gespielte System prägt dann den Eindruck, wie man P&P "richtig" spielt.
nobody@home:
Ich denke, man muß da möglicherweise unterscheiden zwischen "Alltagstätigkeiten" im Sinn von "jedes Fitzelchen Aktivität kleinteilig ausspielen" einer- und dem von "hier könnten 'Alltagsfähigkeiten' eurer Charaktere möglicherweise tatsächlich mal wichtig werden" andererseits. Auf ersteres kann ich gut verzichten, und ich vermute, daß da die meisten hier im Faden in etwa mit auf meiner Wellenlänge liegen; die zweite Variante dagegen sehe ich schon mal ganz gerne, vorausgesetzt, besagte Alltagsfähigkeiten sind ihrerseits nicht zu fein aufgedröselt und in alle möglichen separaten Spezialitäten verklausuliert, weil das es wiederum schnell mal unnötig schwerer macht, sie plausibel einzubringen. ("Das ist ein Job für...Knight Boat!")
Alles in allem kann man also wohl sagen, daß zumindest ich mich an besagter Kleinteiligkeit in der konkreten Umsetzung deutlich eher stoße als an der Grundfrage "Alltagst Du noch oder abenteuerst Du schon?". ;)
Feuersänger:
--- Zitat von: YY am 9.02.2019 | 20:54 ---Sag ich doch: Es kommt auch darauf an, wo die Leute her kommen bzw. was sie sich vom Spiel erwarten.
--- Ende Zitat ---
Die Erwartungshaltung neuer Spieler hängt also von ihrer Erwartungshaltung ab. Ähm. ~;D
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