Medien & Phantastik > Sehen
[Rant] Finsterworld - oder das Problem des Deutschen Films
First Orko:
An deutschen Serien mit Lokalkolorit finde ich ja immer noch Die Kirche bleibt im Dorf vom SWR ziemlich sehenwert und überraschend gut - wenn man sich auf den eher klassichen Modus einlässt. Hat einen leichten Twin Peaks-Anstrich... spätenstens ab dem Geist ;D
Und @Dark: Vielleicht war's nicht Nuscheln sondern eher... hölzern? Aber es mag sein, dass mein Bias mir da im Weg steht. Ich werde der auf jeden Fall nochmal eine Chance geben.
6:
Hölzern könnte eher hinkommen. ;)
Vash the stampede:
Auch bei hölzern kann ich nicht mitgehen. :-\
First Orko:
Okay... stimmt. Hölzern geht anders:
Fraeaks - Du bist eine von uns
Zeigt in jeder Minute Film, in jeder Einstellung, jeder Dialogzeile die andauernden Probleme der deutschen Filmwirtschaft. Das Beste an dem Film ist vielleicht noch, dass er mit 92 Minuten dankbar kurz ist. Und die Hauptdarstellerin hat ein paar ganz nette Momente.
Ansonsten: (durchgehend!) Wackelkamera, unnötige Zooms auf bedeutungslose Alltagsszenen, billige 80er-Anbiederung (orange Walkman-Kopfhörer an einem alten Diskman), halbherzige Dialoge die zum Teil arg lieblos runtergerattert werden. Die Geschichte hat einen ganz interessanten Ansatz (Junge Menschen mit übernatürlichen Fähigkeiten werden von einer Organisation "zu ihrem eigenen Schutz" mit pharmazeutischen Blockern unter Kontrolle gehalten), aus dem aber wenig mehr gemacht wird, als eine platte "Opfer-Nerd mißbraucht seine Kräfte und muss dafür büßen"-Story. Dafür ganz nette Effekte.
Schade, hatte da zumindest etwas mehr erwartet. Letzlich fehlte hier wieder der Mut, die eigenen Klischees zu überwinden.
First Orko:
Fairerweise muss man sagen: Dass es auch anders geht, sieht man an dem Festivalfilm Curveball - Wir machen die Wahrheit ;D
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