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Jeder Mann ein winselnder Idiot?

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Supersöldner:
Sie haben die Gleichen Kräfte aber Supermann hat 11 oder 12 Jahre mehr Erfahrung damit diese ein zu setzen und damit zu Kämpfen. Die Logik besagt das er eigentlich viel Stärker als sie sein müsste.

Jiba:
Joah, das ist eine Sichtweise. Superkräfte als trainierbares Handwerk.

Eine andere wäre: Superkräfte als körperliche Eigenschaft (passt zu den Superkräften der Supermänner und -frauen eigentlich ganz gut, immerhin sieht man die, im Gegensatz etwa zu Batman oder den Avengers, eher selten trainieren).

Nach dieser Logik ist Supergirl eben stärker, weil sie jünger und frischer ist als Superman.

nobody@home:

--- Zitat von: Supersöldner am  9.04.2020 | 10:21 ---Sie haben die Gleichen Kräfte aber Supermann hat 11 oder 12 Jahre mehr Erfahrung damit diese ein zu setzen und damit zu Kämpfen. Die Logik besagt das er eigentlich viel Stärker als sie sein müsste.

--- Ende Zitat ---

Heißt gerade bei den beiden eventuell nur, daß Superman elf oder zwölf Jahre mehr Übung darin hat, sich vornehm zurückzuhalten, damit er seine Gegner nicht gleich mit dem ersten Treffer über die Landschaft verteilt und allgemein möglichst wenig Kollateralschaden anrichtet, während Kara eher mal noch zum jugendlichen Überschwang neigt.

Ansonsten habe ich die bewußte spezielle Serie nie gesehen (kann sie also an sich schlecht beurteilen), hatte aber mit Supergirl in anderen Medien auch noch nie Probleme. Zumindest die Figur an sich kann durchaus sympathisch sein, wenn man sie denn läßt.

Aedin Madasohn:
und am Ende sind es alles nur MedienProdukte mit absehbaren Lebenszyklen  ;)

wenn der seit Jahrzehnten "ausgebeutete"  >;D Supermann nicht mehr die milchreiche  ~;D Cashcow von annotuck ist, dann gibt der poordog doch immer noch eine formidable Dekonstruktions-Projektionsfläche für das Nachfolgeprodukt Supergirl ab.

Ob man das nun Produktionskannibalismus oder gelungenes Recycling nennen mag, liegt im Auge des Betrachters  ;)

wobei das Powars!-Ranking zwischen den zahlreichen Superheld-und*innen ja auch nur Längenvergleichs-Fetischismus ist. Gähn
naja, als redaktionelle Vorarbeit erleichtert es zumindest die Pressung ins Spielkartenformat

also, zuerst waren die Superhelden alleine und ungestört in ihrer Zeitungscartoon-Serie.
dann war es cool, dass sich die in der Konsumentengunst etablierten Superhelden untereinander trafen und gemeinsam Abenteuer bestehen konnten
dann war es cool, dass sie nicht mehr in klarem schwarz/weiß rüberkamen, sondern grauer, grimmiger, grenzgängerischer wurden (und Konflikte untereinander bekamen)

tja, und jetzt halt der Wechsel zu den weiblichen Supars, für die die alten Männer des letzten Jahrhunderts nur noch der Prolog sind.

ist das jetzt ein kultureller Wandel? dazu müsste man aber die Marktdurchdringung kennen!
also, größtes-Supergirl-aller-Zeiten als marktschreierischer Versuch der PR Abteilung, überhaupt noch was zu verkaufen oder DER Paradigmenwechsel DER Gesellschaft?

vielleicht nicht alles so heiß essen, wie es Werbefutzzis kochen (wollen)?

 :dftt: 

nobody@home:
Heldinnen und Superheldinnen gab's immer schon. Man kann durchaus bemängeln, daß sie im Kontrast zur allgegenwärtigen Herrenriege unterrepräsentiert sind (und da würde ich auch heute noch tendenziell mitgehen), aber nicht, daß es sie überhaupt nicht gegeben hätte -- das wäre nur unnötige Übertreibung, die in der Sache niemandem was nutzt.

Mit den "winselnden Idioten", um aufs Thema zurückzukommen, ist es übrigens ähnlich. ;) Die gab's auch schon immer -- schon Homer hat allerallermindestens seinen Thersites in der Ilias und die regelmäßig bis schließlich zum eigenen Verhängnis aufmüpfige Mannschaft von Odysseus auf dessen Heimfahrt --, da sehe ich also auch keinen plötzlichen Anstieg ausgerechnet in den letzten zehn oder zwanzig Jahren. (Die absoluten Zahlen mögen ja noch mit dem Produktausstoß zugenommen haben, aber daß sich der Anteil geändert haben soll...? :think:)

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