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Jeder Mann ein winselnder Idiot?

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6:

--- Zitat von: Darius der Duellant am  9.04.2020 | 14:30 ---Da gehen vermutlich die meisten Konform.
Strittig ist dann wieder, was "sinnvoll" ist.
Sinnvoll für den Plot?
Sinnvoll um eine politische Aussage zu transportieren?
Sinnvoll um möglichst viel Geld am Kino einzunehmen?

Da kommen dann doch sehr unterschiedliche Ergebnisse raus.

--- Ende Zitat ---
Natürlich gibt es da dann sicherlich unterschiedliche Ergebnisse. aber dann sind wir weg davon Tropes an sich zu diskutieren, eher bei der Anwendung dieser. Also nicht "Hollywood hat zu viele starke weibliche Charaktere in Filmen" sondern "Hollywood mixt zu viele Halbkonzepte lustlos zusammen, ohne auf Plot oder Charakterdarstellung zu achten".
Da können wir dann viel punktgenauer auch noch diese Disney-Realverfilmungen und z.B. Cats mit reinpacken und schon haben wir wie ich schon sagte des pudels Kern erwischt.

6:

--- Zitat von: YY am  9.04.2020 | 14:32 ---Genau das wird meiner Wahrnehmung auch mehrheitlich gemacht - nur kommen dann ganz schnell Scheindebatten und Misogynie-Vorwürfe auf und verzerren das Thema bis zur Unkenntlichkeit.

--- Ende Zitat ---
Meiner Wahrnehmung eher nicht. Es wurde ja eben nicht gesagt: Hollywood mixt allen Kram wieder, den sie erfolgreich finden zusammen, sondern Hollywood hat zu viel starke Frauen mit wibselnden Idioten als Männer im Programm.
Und das läuft halt meistens auf den Punkt hinaus, dass sich dann über Sinn und Unsinn von starken Frauen und winselnden Idioten gestritten wird.

Alexandro:

--- Zitat von: Toht am  9.04.2020 | 13:23 ---Namen bitte.

Indiana Jones, John McClane, Rocky, Rambo (mit Abstrichen) und selbst der Terminator sind in meinen Augen weder toxisch, noch teflonbeschichtet.
Aber ich kenn ja auch nicht alle Filme. Interessiert mich halt.
Wenn die oben genannten Charaktere deiner Meinung nach doch toxisch sind bitte sagen was an denen toxisch ist.

--- Ende Zitat ---

Zu einem gewissen Grad sind diese Figuren sicherlich toxisch. Keinem hohen Grad (deswegen sind diese Filme auch etwas besser gealtert, als andere Sachen aus derselben Zeit), aber es ist vorhanden.

Für richtige Toxizität muss man sich nur ein paar der anderen Sachen der genannten Schauspieler (oder halt Sachen von Charles Bronson, Chuck Norris oder Dolph Lundgren) anschauen. Oder "Flash Gordon" (die 80er-Verfilmung) - hatte den Film erst vor Kurzem wieder rausgeholt und war entsetzt, was ich da alles an problematischem Verhalten durch die Titelfigur verdrängt hatte (das ist da sogar noch schlimmer, als in der Originalserie - und die war aus den 30ern!).

Toht:

--- Zitat von: 6 am  9.04.2020 | 14:40 ---"Hollywood hat zu viele starke weibliche Charaktere in Filmen"

--- Ende Zitat ---
Da waren wir ja nie.
Nur weil die eine Seite gerne mal behauptet, dass das das Problem der Männer ist die Angst um ihre Vormachtstellung haben, ist das trotzdem kein real existierender Diskussionspunkt.

Edit:
WO ist denn nun die Toxizität? Nur zu sagen "Doch die sind toxisch" überzeugt mich leider überhaupt nicht.

Von Charles Bronson, Chuck Norris oder Dolph Lundgren (es geht hier übrigens nicht um Schauspieler sondern um fiktionale Charaktere) kenne ich übrigens nichts wirklich. Flasch Gordon auch nur vom Namen. Kann ich also nicht bewerten. Beispiele bitte.

Jiba:

--- Zitat von: Darius der Duellant am  9.04.2020 | 14:30 ---Erkäre mir doch bitte anhand meines Beitrages folgende zwei Dinge:
Wo siehst du das mir der Faden nicht passt?
Wo siehst du dass ich mich über eine Fadenschließung diebisch freue?

--- Ende Zitat ---
Ja, okay, vielleicht habe ich die Smilies fehlgedeutet. Mea culpa.


--- Zitat ---Mit dem Faden habe ich im übrigen überhaupt kein Problem (das Gegenteil ist der Fall, ich finde die Liste extrem nützlich), mich stört das einwerfen von quasi undiskutierbarem Politgeschiss in einen Faden der es davor 5 Seiten lang ohne ausgehalten hat.
--- Ende Zitat ---
Die Liste ist erstmal ziemlich wenig nützlich, wenn wir nicht stichfest ausdefinieren, was jetzt ein "winselnder Idiot" genau ist. Und da kommt man logischerweise in die Diskussion von Männlichkeit- und Weiblichkeitsbildern und damit auch mehr oder weniger automatisch in eine zumindest in Ansätzen gesellschaftspolitische Debatte. Ich würde sogar sagen: Wir diskutieren die Sache hier überhaupt nur deshalb, weil darin eine gesellschaftspolitische Dimension steckt. Lägen die Dinge so klar, müssten wir sie nicht diskutieren. Geschlechterverhältnisse verweisen immer auch auf eine politische Ebene.


--- Zitat ---Die letzten paar GoT Staffeln und die zweite Staffel Westworld sind ein wunderbares Beispiel für das Fadenthema.
Der Großteil der Männer dort sind im Vergleich zu den vorhergehenden Staffeln ein Paradebeispiel für mitlaufende "nützliche Trottel", die von einem Archetyp "starke unabhängige Frau" geführt werden und wenig bis nichts sinnvolles beitragen.

--- Ende Zitat ---

Also das würde ich bei "Game of Thrones" schon mal bestreiten... wenn auch nur, weil das nicht für eine Vielzahl Frauencharaktere genauso gilt, wie für die Männer:
- Brienne hat ihren Biss quasi vollkommen verloren (und zwar indem sie auf einen in dem Fall weiblichen Stereotyp reduziert wurde (uh, das Mauerblümchen hat ihr erstes Mal...)
- Cersei ist nur noch passiv und steht naserümpfend in der Gegend rum wie eine vorwitzige Nachbarin, die in ihrem Vorgarten Teenager beim Knutschen beobachtet.
- Sanza fügt sich in die Rolle der Frau, die sexuelle Gewalt erfahren hat auf die schlechtestmögliche Weise (Es hat mich nur stärker gemacht).
- Missandei hält gerade einmal als Fußnote hin, um den Plot in Bewegung zu bringen.
- Und Daenaerys ist die Antagonistin in dieser Staffel, nicht die starke, positiv besetzte Frauenfigur.

Demgegenüber stehen die hemdsärmeligen Anpacker, wie zum Beispiel der Hund und von mir aus auch Jorah Mormond. Die letzte Staffel "Game of Thrones" ist insgesamt nicht gut darin, ihre Protagonisten als aktiv zu Framen, männlich wie weiblich.

Und Jon Snow... joah, mei, der war immer schon so'n bisschen ein Emo-Ritter. [/quote]

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