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Jeder Mann ein winselnder Idiot?

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Sequenzer:

--- Zitat von: Issi am  9.04.2020 | 14:10 ---Helden, egal welchen Geschlechts,  dürfen ruhig stark und mutig sein, nur bitte nicht zu platt.
Platt wäre für mich: In jeder Situation souverän. Keine Zweifel, keine Schwächen.
Keine Gefühle. 

Was mich aber am meisten nervt, ist wenn es klar "das Gute" und "das Böse" gibt.
Also wenn nur schwarz/weiß gezeichnet wird,  und wenig differenziert.

Ich finde Figuren spannender, und echter, wenn sie mehr Facetten haben.
Sowohl die Protagonisten als auch die Antagonisten. Ich will verstehen, warum die Figuren so sind wie sie sind.
Geht mir aber auch im Rollenspiel so.

Edit.
Eine nach außen knallharte Figur (egal welchen Geschlechts ), wird für mich viel interessanter,  wenn ich in ihrem Inneren noch eine Art Verletzlichkeit vermuten kann.
Es hat ja idR.  meist einen Grund, warum sie diese "Rüstung der Unverletzlichkeit" trägt.

--- Ende Zitat ---

Exakt dann werden es erst interessante Figuren, nichts ist langweiliger wie Eindimensionale Hauptfiguren. Mit keinen nachvollziehbaren Zielen gibt ja hier Leuten denen gefällt dass, aber das ist doch eher sehr grob gehäkelt  :Ironie:

6:

--- Zitat von: Toht am  9.04.2020 | 14:50 ---Da waren wir ja nie.

--- Ende Zitat ---
Naja. Warst Du nicht derjenige, der im Kontext der Kritik die ungleiche Biologie von Männern und Frauen als Argument gegen den Einsatz von vergleichbaren 80-er Jahre Actionhelden als Frauenhelden gebracht hast?
Also ja. Genau da waren wir.
Also wie wäre es auf dem Pudels Kern zu diskutieren und die Geschlechter an sich einfach aussen vor lassen? Dann könnte es informativ werden :)

Toht:
Nein. Ich habe gesagt dass Frauen und Männer biologisch unterschiedlich sind.
Und dass Frauen gerne Frauen mit ihren ganz individuellen stärken sein dürfen und keine verkleideten (toxischen?) Männer, die sich hauptsächlich darüber definieren, dass sie unfehlbar sind und "winselnde Idioten" locker in die Tasche stecken und dass es keine Hindernisse für sie gibt.
Davon dass sie dann nicht so sein dürfen wie platte 80er-Jahre Actionhelden habe ich nie gesprochen. Aber sie müssen sich dann halt die Kritik von mir gefallen lassen, die sich platte Kannallesweißalles-Teflonmänner von mir ebenfalls gefallen lassen müssen. Dass sie langweilig und uninteressant sind.
Das erweist dem Bild einer in meinen Augen wirklich starken Frau eher einen Bärendienst.

Aber vielleicht kannst du mir nochmal das Zitat von mir raussuchen wo ich mir mehr platte Männer aber weniger gut geschriebene Frauenhelden (lol zur Doppeldeutigkeit) wünsche.

nobody@home:
Was die "ungleiche Biologie" angeht, gibt's mMn tatsächlich einen biologischen Punkt, der Männer ggf. eher zu Actionhelden prädestiniert als Frauen. Der ist nur nicht besonders schmeichelhafter Natur. ;)

Salopp gesagt, sind Männer tendenziell für den Fortbestand der Art entbehrlicher als Frauen. Ein Mann kann seine Gene weitergeben und fünf Minuten später das Zeitliche segnen, ohne daß das seine eben gezeugten Nachkommen überhaupt direkt betrifft. Von daher ergibt's dann schon einen gewissen praktischen Sinn, daß man einen entsprechenden Anteil des Umgangs mit gefährlichen Situationen gerade den Männern überläßt und auch eher sie speziell dafür ausbildet -- und daß sich dann aus den daraus resultierenden Auswirkungen für den "Stamm" und aus der Notwendigkeit, die Herren der Schöpfung für so einen Einsatz ggf. erst mal überhaupt zu motivieren, schnell mal eine Art von ausdrücklich männerzentriertem Heldenkult entwickeln kann, überrascht zumindest mich nicht besonders. Aber: das bleibt ein "Kann", kein "Muß" (es gibt ja durchaus denkbare Alternativen), und wie mit so ziemlich allem anderen auch ist es auch hier selbst da, wo es vorkommt, immer noch die Dosis, die das Gift ausmacht.

6:

--- Zitat von: Toht am  9.04.2020 | 15:11 ---Nein. Ich habe gesagt dass Frauen und Männer biologisch unterschiedlich sind.
Und dass Frauen gerne Frauen mit ihren ganz individuellen stärken sein dürfen und keine verkleideten (toxischen?) Männer, die sich hauptsächlich darüber definieren, dass sie unfehlbar sind und "winselnde Idioten" locker in die Tasche stecken und dass es keine Hindernisse für sie gibt.
Davon dass sie dann nicht so sein dürfen wie platte 80er-Jahre Actionhelden habe ich nie gesprochen. Aber sie müssen sich dann halt die Kritik von mir gefallen lassen, die sich platte Kannallesweißalles-Teflonmänner von mir ebenfalls gefallen lassen müssen. Dass sie langweilig und uninteressant sind.
Das erweist dem Bild einer in meinen Augen wirklich starken Frau eher einen Bärendienst.

--- Ende Zitat ---
Siehst Du. Wenn Du jetzt noch die Biologie aus der Argumentation raus lässt und Dich mehr auf die grobe Zeichnung eines Charakters bezogen hättest (mit Verweis, dass viele der 80-er Jahre Actionfilme für Dich aehnliche langweilige Grobzeichnungen hatten), dann wären wir weg vom Geschlecht und hin zum Problem. Ich habe ja nicht umsonst auf diese unsäglichen Disney-Realverfilmungen hingewiesen.
Btw. was willst Du eigentlich von mir mit dem Begriff "toxisch"? Weder habe ich ihn verwendet noch sehe ich einen Grund diesen Begriff zu verwenden. Das führt eher wieder zur unsäglichen Diskussion über Sinn und Unsinn starken Frauenrollen und winselnden Idiotenrollen.

EDIT: Du hattest sogar geschrieben, dass Männerrollen platter geworden sind. Platter als die Männerrollen der 80-er Actionfilme? Hätte ich auch weggelassen in dem Kontext. Führt wie hier gesehen auch schnell zum Missverständnis.

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